• Empire State Building & Stardust Diner

    2 grudnia 2025, Stany Zjednoczone ⋅ ☁️ 2 °C

    Heute startete unser Tag unerwartet gemütlich – und genau das wurde uns prompt zum Verhängnis. Noch etwas verschlafen standen wir im 19. Stock des Hotels und warteten… und warteten. Ganze zwanzig Minuten dauerte es, bis endlich ein Aufzug erschien. Offenbar wollten sämtliche Hotelgäste zur gleichen Zeit nach unten. Als wir schließlich in der Lobby ankamen, begrüßte uns ein grauer Himmel mit strömendem Regen. Ausgerechnet heute, an unserem Tag auf dem Empire State Building!

    Doch erst einmal musste Kaffee her. „Schnell“ erwies sich als optimistische Einschätzung, denn auch bei Carlo’s Bakery warteten wir weitere zwanzig Minuten, um ein Croissant und einen Kaffee zu ergattern. Gestärkt machten wir uns dann endlich auf den Weg zum Empire State Building – und hatten Glück: Es war erstaunlich leer. Vor der Auffahrt erwartete uns eine kleine, charmante Museumstour, die zeigte, welche Hollywoodgrößen das Gebäude schon besucht hatten und welche Filme hier gedreht wurden – selbstverständlich inklusive King Kong.

    Oben angekommen hüllte leichter Nebel die Stadt ein. Nicht die perfekte Aussicht, aber irgendwie doch mystisch. Wir versuchten, das Beste daraus zu machen – und es gelang.

    Nach dem Besuch trotzten wir erneut dem Regen und suchten Unterschlupf im riesigen Macy’s. Eigentlich hatten wir auf einen kurzen Plausch mit Santa Claus gehofft, doch die Schlange war endlos. Also flüchteten wir weiter zu Target, kauften ein paar Süßigkeiten und landeten schließlich im Starbucks. Selbst dort mussten wir einen Dollar zahlen – nur um überhaupt hereinschauen zu dürfen. Am Ende wanderten zwei hübsche Tassen mit in unsere Taschen.

    Mit einem nassen Stück Pizza in der Hand kämpften wir uns durchs Regenchaos zurück zum Hotel. Dort blieben uns gerade einmal dreißig Minuten, um uns für die Dyker-Heights-Tour fertigzumachen – eine der berühmtesten Weihnachtstouren New Yorks. Ganze vier Stunden dauerte sie, und jeder einzelne Moment war es wert. Die Amerikaner feiern Weihnachten wirklich mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht: funkelnde Lichtermeere, gigantische Dekofiguren und Häuser, die wie aus einem Weihnachtsfilm wirkten.

    Im Anschluss machten wir noch einen Stopp am Brooklyn Bridge Park, wo die nächtliche Skyline glitzerte, als hätte sie sich extra für uns herausgeputzt. Der Bus brachte uns danach zum Bryant Park zurück, und obwohl der Tag eigentlich schon voll genug war, entschieden wir uns spontan für einen Besuch im berühmten Ellen’s Stardust Diner. Dort serviert das Personal nicht nur Essen, sondern singt live Broadway-Songs – und das auf Weltklasseniveau.

    Nach einer Stunde Warten in der Kälte saßen wir endlich drin. Doch jeder Song, jede Performance und jeder Moment machte das wieder wett. Zwischen Burgern, MacAndCheese, Milchshakes und großen Stimmen sammelten wir unvergessliche Eindrücke – ein krönender Abschluss für einen chaotischen, regenreichen und dennoch absolut magischen Tag in New York.
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