• Simon Schulz
  • Nicole Heckmann
  • Simon Schulz
  • Nicole Heckmann

A dream comes true - USA

Et 7-dags eventyr af Simon & Nicole Læs mere
  • Start på rejsen
    28. november 2025

    Am Ende einer langen Anreise

    28. nov.–4. dec. 2025, Forenede Stater ⋅ 🌙 3 °C

    Heute war es endlich soweit. Ein Traum wird war.
    Wir flogen über den „großen“ Teich, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

    Nachdem wir beim Versuch eines Online Check-In die Nachricht bekamen, das unser ESTA nicht gefunden werden konnte, malten wir uns schon aus, dass der Urlaub nicht stattfinden würde.
    Es kam zum Glück alles anders.
    Nach 3 Stunden Fahrt zum Flughafen Frankfurt und einer Korrektur unseres ESTA durch die nette Dame am Schalter, durften wir glücklicherweise in die Boeing 777 von Singapur Airline einsteigen.
    Kein Vergleich zu den kleinen Fliegern, mit denen wir sonst in den Urlaub flogen.
    Gemütliche Sitze, leckeres Essen und Trinken, nettes Personal und Bordfilme zur Überbrückung des 8,5 stündigen Fluges.
    Nachdem wir dann auch die Befragung an der Grenzkontrolle bestanden hatten, durften wir endlich amerikanisches Grund betreten.
    Wir schnappten uns am Flughafen ein Yellowcap und fuhren ca 1 Stunde zum Hotel in Manhatten.
    Aus dem Hotelzimmer kann man schon das Empire State Building sehen.

    Nach einer kurzen Pause im Hotel brachen wir auf in die Stadt. Zunächst besuchten wir das Einkaufszentrum, welches für die Thank Giving Parade verantwortlich ist… das Macy’s.
    Leider heute total überfüllt, denn es ist Black Friday.
    Die Überfüllung spürte man später auch am Broadway und am Times Square.
    Zuvor gingen wir aber noch im Black Tap einen Super-Burger essen.
    Danach tranken wir noch ein heißes Apple Cider und aßen einen Apple Cider Donut.
    Anschließend marschierten wir zu den Red Stairs am Times Square und schossen ein paar Bilder.

    Heute gehen wir früh schlafen, damit wir morgen den Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge bewundern dürften. 🌅 🇺🇸
    Læs mere

  • 30.000 Schritte durch New York

    29. november 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 1 °C

    Der Tag begann noch im Schutz der Nacht. Um 4:30 Uhr klingelte unser Wecker – viel zu früh, und doch genau richtig, um einen besonderen Moment nicht zu verpassen. Müde, aber voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg zur Brooklyn Bridge, wo wir bereits um 6:15 Uhr standen. Der Himmel färbte sich langsam in zarte Orangetöne, die sich im East River spiegelten. Die Stille des frühen Morgens, nur begleitet vom sanften Rauschen der Stadt, machte diesen Sonnenaufgang zu einem der magischsten Momente unserer Reise.

    Anschließend zog es uns nach DUMBO, wo wir die berühmte Foto-Location mit der Manhattan Bridge besuchten. Noch war es ruhig, und wir konnten in aller Gelassenheit unsere Fotos machen, bevor die Menschenmassen eintrafen.

    Der Hunger meldete sich irgendwann deutlich, und so gönnten wir uns einen herrlich warmen Bagel mit Ei und Käse – dazu einen frisch gebrühten Kaffee. Gekauft haben wir alles bei La Bagel Delight, einem kleinen Laden, der seinem Namen alle Ehre macht.

    Gut gestärkt wollten wir weiter zur Staten Island Ferry, die uns – kostenlos – an der berühmten Freiheitsstatue vorbeifahren sollte. Doch zuvor mussten wir uns noch durch die ersten „Scammer“ des Tages kämpfen: Aufdringliche Verkäufer, die uns eine überteuerte Bootstour andrehen wollten. Wir ließen uns jedoch nicht beirren und gingen unseren Weg weiter – und liefen dabei eher unfreiwillig direkt durch die Wall Street. Ein kurzer Fotostopp beim berühmten bronzenen Stier durfte natürlich nicht fehlen.

    Nach einer einstündigen Fährfahrt ging es zum wohl emotionalsten Ort des Tages: dem 9/11 Memorial und Museum. Kaum dort angekommen, senkte sich die Lautstärke spürbar. Eine nachdenkliche Stille lag über dem Platz, als würde jeder Besucher die Last der Ereignisse von vor fast 25 Jahren spüren.

    Um 12:00 Uhr startete unsere dreistündige Museumstour. Sie führte uns durch beeindruckende, bewegende und zugleich erschütternde Ausstellungen. Besonders schwer verdaulich waren die originalen Mailbox-Aufnahmen von Opfern, die in ihren letzten Minuten versucht hatten, ein letztes Lebewohl an ihre Familien zu schicken. Momente, die einem den Atem rauben und lange nachhallen.

    Um wieder etwas Leichtigkeit zu finden, machten wir uns anschließend auf den Weg nach Chinatown und Little Italy. Beide Viertel waren extrem überfüllt und nicht so sehenswert, wie wir es uns erhofft hatten. Danach erkundeten wir SoHo, ein stilvolles und elegantes Viertel, das mit seinen Boutiquen und Loft-Gebäuden einen ganz anderen Charme versprüht.

    Schließlich fuhren wir mit der Subway zum Times Square, um dort den M&M Store zu besuchen. Ein Paradies für Naschkatzen! Wir probierten Sorten, die es in Deutschland nicht gibt – wie Pretzel oder Crispy Cookie.

    Als wäre das nicht genug, fanden wir später noch einen Donut-Laden und nahmen eine Dreierbox mit: einen pinken Homer-Simpson-Donut, einen zuckerglasierten und einen mit Schokolade.

    Nach einem letzten 20-minütigen Fußmarsch – der uns schließlich auf stolze 30.000 Schritte für diesen Tag brachte – erreichten wir erschöpft unser Hotel. Dort ließen wir den Tag gemütlich ausklingen und verputzten unsere Donuts im Bett.

    Ein Tag voller Schönheit, Geschichte, Kontraste – und unvergesslicher Eindrücke in der Stadt, die niemals schläft.
    Læs mere

  • Amerikanischer Flair, den ganzen Tag

    30. november 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 5 °C

    Der Tag begann heute früh – um Punkt 8 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Brooklyn. Unser Ziel: ein moderner, typisch amerikanischer Gospel-Gottesdienst, von dem wir schon so viel gehört hatten. Und tatsächlich: Kaum hatten wir die Kirche betreten, wurden wir von einer warmen, fast elektrisierenden Atmosphäre empfangen. Die Menschen sangen, lachten, beteten – voller Hingabe und spürbarer Nähe zu Jesus. Es war faszinierend zu sehen, wie stark der Glaube hier gelebt wird, wie viel Energie und Verbundenheit in diesem Raum schwebten. Die Stimmung war harmonisch, herzlich, und irgendwie hatte man das Gefühl, willkommen zu sein, obwohl man nur Gast war.

    Umso größer war der Kontrast, als wir wieder hinaustraten. Die Geborgenheit der Kirche blieb zurück, und die Straßen Brooklyns zeigten uns ein anderes Gesicht der Stadt: Junkies, Obdachlose, Menschen, die offensichtlich in einem ganz anderen Alltag gefangen sind. Ein kurzer, aber eindrucksvoller Realitätscheck, der uns noch ein Stück dankbarer machte für das, was wir erleben dürfen.

    Mit der U-Bahn ging es zurück nach Manhattan, und von dort brachte uns ein Shuttle direkt zum MetLife Stadium. Ein echtes NFL-Spiel stand auf dem Programm: die New York Jets gegen die Atlanta Falcons. Das Stadion war weit davon entfernt, ausverkauft zu sein, aber die Fans machten das mehr als wett. Die Leidenschaft, die Aufregung, das unverwechselbare amerikanische Sportsfeeling – all das lag in der Luft, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

    Und dann: Spannung bis zur letzten Sekunde. Kaum zu glauben, aber die Jets bescherten uns heute tatsächlich einen Sieg! Ein Field Goal in den letzten Momenten entschied das knappe Spiel zu ihren Gunsten. Das Stadion tobte, und wir mitten drin. Ein einmaliges Erlebnis.

    Nach einer Stunde Rückfahrt durch die Rush Hour waren wir wieder im Hotel, schlüpften in frische Kleidung und brachen direkt zum Harry Potter Store auf. Schon beim Betreten war klar: Hier findet wirklich jeder Hogwarts-Fan sein Glück. Zauberstäbe aller Charaktere, verführerische Süßigkeiten, Fanartikel in allen Formen – ein kleines Paradies mitten in New York. Unser inneres Kind hat auf jeden Fall Purzelbäume geschlagen.

    Den Abend ließen wir schließlich gemütlich im Washington Square Park ausklingen, wo die besondere New Yorker Abendstimmung uns begleitete. Zuvor gingen wir aber noch am Flatiron Building, ein Keilförmiges Gebäude, welches „New York von New York trennt“. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt.
    Unser letzter Stopp führte uns ins legendäre „Café Wha?“. Live-Musik, ein quirliges Publikum und dieser einzigartige amerikanische Flair machten den Abschluss perfekt. Ein Tag, der uns wieder einmal gezeigt hat, wie facettenreich, überraschend und magisch diese Stadt sein kann.
    Læs mere

  • Über den Wolken von New York

    1. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☀️ 6 °C

    Um 8:00 Uhr starteten wir mit dem Bus Richtung One Vanderbilt. Noch bevor das eigentliche Abenteuer begann, gönnten wir uns in einem kleinen Café eine Zimtschnecke – ein guter Start in den Tag, wie sich herausstellen sollte. Anschließend hieß es: warten. Eine Stunde, bis wir endlich zur Aussichtsplattform durften.

    Der Aufstieg selbst war beeindruckend: In nur 42 Sekunden schoss der Aufzug 91 Stockwerke in die Höhe – über 300 Meter über die Stadt. Oben erwartete uns ein verspiegelter Raum, der die Aussicht noch eindrucksvoller wirken ließ. New York lag in alle Richtungen unter uns. Über eine speziell konstruierte Plattform konnten wir sogar 335 Meter in die Tiefe blicken und ein Foto direkt von oben aufnehmen – ein Moment, der einem kurz die Sprache verschlägt.

    Nach diesem Erlebnis setzten wir unseren Weg durch Manhattan fort und besuchten einige Orte, die wir bisher ausgelassen hatten. Die New York Public Library beeindruckte uns mit ihrer Architektur und Ruhe, bevor es weiterging zum Weihnachtsmarkt am Bryant Park. Dort probierten wir einen ausgezeichneten Corndog und danach eine heiße Marshmallow-Schokolade – perfekt für einen kalten Tag.

    Im Anschluss spazierten wir in den Central Park und hielten an mehreren Schauplätzen, die Fans der Serie Gossip Girl sofort erkennen würden.

    Danach mussten wir uns beeilen, um pünktlich zur nächsten Aussichtsplattform zu kommen: Top of the Rock im Rockefeller Center. Von dort aus erlebten wir einen Sonnenuntergang, der die Stadt in warmes Licht tauchte und den Tag noch einmal besonders machte.

    Zum Abendessen ging es zu Shake Shack, wo wir hervorragende Burger bekamen. Ein schöner, unkomplizierter Abschluss für einen langen Tag – fast.

    Denn zum Schluss wollten wir noch einen besonderen Ort besuchen: McGee’s Bar, bekannt aus How I Met Your Mother. Dort ließen wir den Tag mit einem Getränk ausklingen, bevor wir schließlich zurück ins Hotel gingen.

    Ein Tag voller Highlights, voller schöner Eindrücke und voller New York.
    Læs mere

  • Empire State Building & Stardust Diner

    2. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 2 °C

    Heute startete unser Tag unerwartet gemütlich – und genau das wurde uns prompt zum Verhängnis. Noch etwas verschlafen standen wir im 19. Stock des Hotels und warteten… und warteten. Ganze zwanzig Minuten dauerte es, bis endlich ein Aufzug erschien. Offenbar wollten sämtliche Hotelgäste zur gleichen Zeit nach unten. Als wir schließlich in der Lobby ankamen, begrüßte uns ein grauer Himmel mit strömendem Regen. Ausgerechnet heute, an unserem Tag auf dem Empire State Building!

    Doch erst einmal musste Kaffee her. „Schnell“ erwies sich als optimistische Einschätzung, denn auch bei Carlo’s Bakery warteten wir weitere zwanzig Minuten, um ein Croissant und einen Kaffee zu ergattern. Gestärkt machten wir uns dann endlich auf den Weg zum Empire State Building – und hatten Glück: Es war erstaunlich leer. Vor der Auffahrt erwartete uns eine kleine, charmante Museumstour, die zeigte, welche Hollywoodgrößen das Gebäude schon besucht hatten und welche Filme hier gedreht wurden – selbstverständlich inklusive King Kong.

    Oben angekommen hüllte leichter Nebel die Stadt ein. Nicht die perfekte Aussicht, aber irgendwie doch mystisch. Wir versuchten, das Beste daraus zu machen – und es gelang.

    Nach dem Besuch trotzten wir erneut dem Regen und suchten Unterschlupf im riesigen Macy’s. Eigentlich hatten wir auf einen kurzen Plausch mit Santa Claus gehofft, doch die Schlange war endlos. Also flüchteten wir weiter zu Target, kauften ein paar Süßigkeiten und landeten schließlich im Starbucks. Selbst dort mussten wir einen Dollar zahlen – nur um überhaupt hereinschauen zu dürfen. Am Ende wanderten zwei hübsche Tassen mit in unsere Taschen.

    Mit einem nassen Stück Pizza in der Hand kämpften wir uns durchs Regenchaos zurück zum Hotel. Dort blieben uns gerade einmal dreißig Minuten, um uns für die Dyker-Heights-Tour fertigzumachen – eine der berühmtesten Weihnachtstouren New Yorks. Ganze vier Stunden dauerte sie, und jeder einzelne Moment war es wert. Die Amerikaner feiern Weihnachten wirklich mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht: funkelnde Lichtermeere, gigantische Dekofiguren und Häuser, die wie aus einem Weihnachtsfilm wirkten.

    Im Anschluss machten wir noch einen Stopp am Brooklyn Bridge Park, wo die nächtliche Skyline glitzerte, als hätte sie sich extra für uns herausgeputzt. Der Bus brachte uns danach zum Bryant Park zurück, und obwohl der Tag eigentlich schon voll genug war, entschieden wir uns spontan für einen Besuch im berühmten Ellen’s Stardust Diner. Dort serviert das Personal nicht nur Essen, sondern singt live Broadway-Songs – und das auf Weltklasseniveau.

    Nach einer Stunde Warten in der Kälte saßen wir endlich drin. Doch jeder Song, jede Performance und jeder Moment machte das wieder wett. Zwischen Burgern, MacAndCheese, Milchshakes und großen Stimmen sammelten wir unvergessliche Eindrücke – ein krönender Abschluss für einen chaotischen, regenreichen und dennoch absolut magischen Tag in New York.
    Læs mere

  • Das pure Chaos in New York

    3. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☀️ 5 °C

    Der Tag begann ganz entspannt – ein seltener Luxus in der Stadt, die niemals schläft. Gegen 8:30 Uhr tauchten wir in die grüne Oase des Central Parks ein. Die Sonne strahlte vom makellos blauen Himmel, der Park präsentierte sich von seiner allerschönsten Seite, und wir ließen uns einfach treiben. Diesmal steuerten wir ganz gezielt zwei Orte an, die wir bei unserem ersten Besuch verpasst hatten: die berühmte Eislaufbahn aus „Kevin – Allein in New York“ und die kleine Brücke, an der Kevin im Film die herzliche Umarmung der Taubenfrau bekam.

    Als wäre das nicht genug Filmgeschichte, standen wir wenig später vor dem legendären Plaza Hotel – Kevins Film-Unterkunft. Der elegante Bau strahlte wie eh und je, nur die Lobby blieb uns leider verwehrt.

    Nach einem kurzen Stopp in der eindrucksvollen St. Patrick’s Cathedral wartete um 11 Uhr ein echtes Highlight: die Weihnachtsvorstellung der „Rockettes“. In diesem Jahr feierte die Show ihr 100-jähriges Jubiläum – und genau so besonders fühlte sie sich auch an. Perfekte Choreografien, funkelnde Kostüme, pure Weihnachtsmagie.

    Frisch beschwingt setzten wir unseren Weg fort und fanden endlich das Souvenir, nach dem wir tagelang Ausschau gehalten hatten: einen New-York-Pullover von Abercrombie & Fitch. Mit vollen Einkaufstüten und bester Laune machten wir uns auf zum wohl bedeutsamsten Ziel unserer Reise – dem Rockefeller Center und seinem berühmten Weihnachtsbaum. Aber vorher aßen wir noch einen Bananenpudding bei Macnolia Bakery. Es war fast wie ein Bananen Tiramisu. Super lecker!!!

    Uns war klar, dass wir lange am Rockefeller Center würden warten müssen, um einen guten Platz für das Tree Lighting zu ergattern. Und wir waren bereit dazu. Doch selbst die beste Vorbereitung schützt nicht vor New Yorker Chaos. Vier Stunden vor Beginn räumte die – leider völlig unkoordinierte – Polizei unseren ursprünglichen Platz. Es entstand ein Chaos, dass man nicht in Worte beschreiben kann. Niemand wusste so recht, wohin man sich als Zuschauer wenden sollte. Ein Glück ist New York eine waffenfreie Stadt 🌚 Nach viel Sucherei fanden wir schließlich den offiziellen Eingang… und eine Schlange, die scheinbar kein Ende nahm.

    Wir hatten Glück und mussten „nur“ einen Block anstehen. Nach zwei Stunden erreichten wir die Sicherheitskontrolle – strenger als am Flughafen. Unsere Einkaufstasche wurde uns zum Verhängnis, und wir wurden abgewiesen. Für einen Moment dachten wir, das Tree Lighting komplett zu verpassen. Doch ein Einfall rettete uns: Wir fanden ein nahegelegenes Hotel mit Schließfächern. Tasche weg, Problem gelöst.

    Wieder zurück im Getümmel gelang es uns – dank herrschender Verwirrung –, uns etwas weiter vorne einzureihen. Und tatsächlich erkämpften wir uns einen ordentlichen Platz. Zwei deutsche Frauen machten uns dann auf ein geöffnetes Tor aufmerksam – plötzlich standen wir nur noch etwa 20 Meter vom Baum entfernt. Einige Fahnen verdeckten die Sicht, aber die Nähe fühlte sich dennoch besonders an.

    Dann begann das große Warten. Stundenlang. Ohne Toilette, ohne Getränke. Trotz Stars wie Gwen Stefani, Michael Bublé und Marc Anthony hörten wir… nichts. Man hatte das Gefühl, dass New York keine Leute rund um den Baum haben wollte.
    Nur die Kälte, die immer tiefer kroch, war präsent. Immerhin sorgte ein weiteres deutsches Pärchen für nette Gespräche und ein wenig Ablenkung.

    Um Punkt 22 Uhr passierte es: Der Baum erstrahlte. Für genau zwei Minuten standen wir noch dort. Dann machten wir uns auf den Rückweg. Acht Stunden in der Kälte – für zwei Minuten Magie. Wunderschön, ja. Aber ein Erlebnis, das wir rückblickend wohl nicht noch einmal auf uns nehmen würden.

    Der Tag war damit noch nicht vorbei: Bei Joe’s Pizza wollten wir uns eine Cheese Pie gönnen. Doch auch hier warteten wir fast eine Stunde. Als wir endlich im Hotel ankamen, war die Pizza kalt – lecker, aber definitiv keine 30 Dollar wert.

    Mit letzter Kraft packten wir die Koffer, und gegen halb zwei gingen die Lichter aus. Ein Tag voller Höhen, Tiefen und unvergesslicher Geschichten – ganz typisch New York.
    Læs mere

  • Mach’s gut Big Apple! 🍎

    4. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 2 °C

    Unser letzter Tag in New York brach an, und wir wollten die kleine Schlappe von gestern nicht auf uns sitzen lassen. Also beschlossen wir, dem berühmten Weihnachtsbaum am Rockefeller Center noch eine zweite Chance zu geben – diesmal aus bester Perspektive und mit einem frischen Kaffee in der Hand. Kaum angekommen, machten wir einen kurzen Stopp, schossen ein Foto und zogen rasch weiter. Schließlich hatten wir uns vorgenommen, an unserem Abschlusstag noch einige Spots abzuklappern.

    Unser nächster Halt: der Target-Markt. Dort wurden wir wider Erwarten noch einmal richtig fündig. Drei Pullover zum Schnäppchenpreis wanderten in unsere Tasche, dazu ein paar Süßigkeiten, die wir unbedingt noch probieren wollten. Erst später bemerkten wir, dass Nicoles eigentlich teurerer Pullover gar nicht gescannt worden war – ein unverhofftes Geschenk zum Abschied aus New York.

    Nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt und unser Gepäck sicher im Lagerraum verstaut hatten, ging es erneut mit dem Bus Richtung Little Island. Von dort aus bot sich uns ein letztes Mal ein traumhafter Blick über den Hudson River und hinüber zur Skyline von Brooklyn – ein Moment, den wir noch einmal ganz bewusst in uns aufnahmen.

    Weiter führte uns unser Weg in den Chelsea Market, wo wir uns mit einem herrlich knusprigen Grilled-Cheese-Sandwich stärkten. Danach schlenderten wir über die High Line, jene besondere Fußgängerpassage, die entlang der alten Bahngleise verläuft. In der warmen Nachmittagssonne ließen wir dort einfach die Seele baumeln und genossen die Ruhe über den Dächern der Stadt, die niemals schläft.

    Am Vessel angekommen, machten wir noch zwei letzte Fotos, bevor wir uns in das große Kaufhaus „Hudson Yards“ wagten – ein kurzer Abstecher in die glänzende Welt des Manhattan-Shoppings. Mit einem Kaffee und einem Donut von Dunkin’ Donuts in der Hand traten wir schließlich die letzte Etappe unserer Reise an: Mit der Bahn ging es zum Flughafen.

    Nun sitzen wir hier am Gate mit unseren Cheetos , warten auf das Boarding und versuchen zu begreifen, dass unser Trip in die USA schon wieder vorbei ist. Wenn alles planmäßig läuft, landen wir morgen um 9:35 Uhr deutscher Zeit in Frankfurt – mit vielen Erinnerungen im Gepäck und einem Herzen, das ein kleines bisschen in New York geblieben ist.

    New York hat uns in den vergangenen Tagen gezeigt, warum sie zu den faszinierendsten Städten der Welt gehört. Die Metropole vereint Gegensätze wie keine andere: überwältigend und gemütlich, laut und überraschend friedlich, chaotisch und dennoch strukturiert. Unser Fazit fällt entsprechend vielseitig aus.

    Kulinarik – Von himmlisch bis enttäuschend
    Essen in New York ist ein Abenteuer für sich: oft sehr gut, aber fast immer fettig – und meistens teuer. Unser kulinarisches Highlight war ohne Frage Ellen’s Stardust Diner: 11 von 10 Sternen, eine Mischung aus Show und Geschmack, die man so wohl nur hier erlebt. Die schwächste Erfahrung hingegen war das gehypte Pastrami Sandwich bei Katz’s – viel Lärm um wenig Genuss.

    Menschen – Herzlich, humorvoll und überraschend hilfsbereit
    Die New Yorker selbst haben uns positiv überrascht. Sie sind höflich, nett, hilfsbereit und haben eine angenehme Portion Humor im Alltag. Trotzdem hat die Stadt ihre Schattenseiten: Gerade abends sollte man aufmerksam bleiben. Obdachlosigkeit, Drogenprobleme und Scammer gehören leider ebenso zum Stadtbild wie glitzernde Wolkenkratzer. Besonders rund um große Attraktionen muss man wachsam sein.

    Spots & Aktivitäten – Facetten einer Weltstadt
    New York ist ein Kaleidoskop an Eindrücken. Der Central Park wurde schnell zu einem unserer Lieblingsorte – ein grünes Paradies mitten im Betonmeer. Auch Little Island und die High Line waren echte Highlights und boten Ruhe, Weite und schöne Ausblicke.
    Das absolute Gegenteil lieferte der Times Square: laut, grell, überfüllt – aber zweifellos ikonisch. Auch am Rockefeller Center findet man kaum eine ruhige Minute.
    Die Aussichtspunkte waren dagegen unvergesslich. Der Ausblick vom One Vanderbilt war schlicht traumhaft, während der Sonnenuntergang vom Top of the Rock ein Moment für die Ewigkeit war.

    Transfer – Schnell sein heißt: laufen oder U-Bahn
    In New York gilt: Wer zügig vorankommen will, geht zu Fuß. Taxis sind teuer und stehen meist im Stau. Busse sind zuverlässig, aber oft brechend voll. Die Subway ist ein praktisches und schnelles Mittel, um längere Strecken zu überbrücken – solange man ein Auge auf die Uhrzeit hat. Nachts begegnet man gelegentlich Gestalten, denen man lieber aus dem Weg geht.

    Shopping – Alles, überall, jederzeit
    New York ist ein Paradies für Shoppingfreunde. Von Souvenirs bis Gourmetprodukten findet man einfach alles – und das erstaunlicherweise in einer Stadt, die trotz weniger Mülleimer überraschend sauber wirkt.

    Unser Gesamturteil
    New York ist eine Stadt, die man einmal im Leben gesehen haben muss – und die in Erinnerung bleibt. Sie fordert, sie beeindruckt, sie überfordert, sie begeistert. Sie lässt einen staunen, manchmal den Kopf schütteln, oft lächeln. Und vor allem: Sie macht Lust auf mehr.
    Ein Urlaub voller Kontraste, voller Geschichten – und einer, den wir so schnell nicht vergessen werden.
    Læs mere

    Slut på rejsen
    4. december 2025