ENDLICH
15.–16. dec. 2025, Chile ⋅ ☀️ 28 °C
Endlich. Solange darauf gewartet endlich Mama und Papa wiederzusehen und gestern war es soweit.
Die letzte Woche in Ancud war ziemlich komisch. Komische Menschen mit komischen Verhaltensweisen. Alles fing an mit eine extrem betrunkenen Gast des Hostels, welcher komplett nass mit aufgeritzten Armen zurückkam, ohne seine Frau. Er erzählte mir und einer anderen Frau, welche auch ein Gast war, dass er sich gern das Leben nehmen würde usw. Ja, was macht man dann in so einer Situation? Polizei rufen. Die haben ihn dann eingesammelt. In der Nacht kam seine Frau dann zurück, um die hatte ich mir am meisten Sorgen gemacht.
Die Tage darauf waren immer wieder Männer im Hostel, welche mit sich selbst geredet, mega viel gesoffen und schräg gesungen haben. Muss man nicht haben sag ich euch. Dafür war meine Zeit im Hostel mit dem Personal, vor allem Diego, sehr schön. Samstagabend waren wir noch einmal gemeinsam Essen und abends unterwegs.
Sonntag 17.30 Uhr ging es dann mit dem Bus aus Ancud wieder nach Santiago. Dort kam ich 7.30 Uhr, überpünktlich und voller Vorfreude, an.
Bevor mich mein Flughafenshuttle am Busterminal eingesammelt hat, hatte ich noch einen wunderbare Begegnung mit einem älteren Herrn. Es war keine besondere Unterhaltung, aber eine Unterhaltung auf Augenhöhe und Wellenlänge. Das hat es, aufgrund unseres Altersunterschiedes, gerade so besonders für mich gemacht.
Am Flughafen angekommen habe ich meine Zeit mit Kaffeetrinken verbracht. Kaffeetrinken und gefühlt ewig langes Warten. Ich habe mir Familien und Paare angeschaut, welche sich in die Arme gefallen sind und hatte schon Tränen in den Augen.
Als ich Mama und Papa dann gesehen habe, konnte ich nicht anders als weinen. Ich bin so erleichtert endlich wieder meine Familie bei mir zu haben und nicht mehr nur auf mich gestellt zu sein.
Wir haben uns gestern dann gemeinsam am Flughafen mit Kaffee und meinen selbstgebackenen Zimtschnecken in die Sonne gesetzt und erstmal gequatscht. Dann ging’s ins Hostel, in dem Papa direkt eingeschlafen ist aufgrund seines Jetlags.
Nachmittag sind wir dann gemeinsam erstmal Completo essen gegangen. Ich konnte gestern mein Glück mit dem Wetter ga nicht fassen. 28° und kompletter Sommer. Als ich das letzte mal in Santiago war, musste ich meine dicke Carhartt Jacke anziehen. Gestern war ein richtiger Urlaubtags für mich. Mit Eltern, mit Sommer, mit guter Laune und ohne Geldausgeben. Danach ging’s auf Cerro San Christobal, da wo ich den ersten Tag in Santiago schon war. Das war gestern genau drei Monate her.
Drumherum war durch Barrio Bellavista schlendern und anschließend wollte ich unbedingt Barrio Italia zeigen. Die Gegend, in welcher ich meine Zeit in Santiago verbracht habe. Ein schönes Essen war der Abschluss.
Im Hostel gab’s dann extrem bequeme Betten, welche auf uns gewartet haben. Die hatten wir alle nötig nach der Nacht im Flugzeug und im Nachtbus.
Heute früh gab’s dann Frühstück im Bett und anschließend Sachen packen. Seit 12.15 Uhr befinden wir uns in dem 22h-Bus in die Atacama Wüste in der Nähe Boliviens.
Ich bin erfüllt mit Dankbarkeit und Freude, dass Mama und Papa hier sind. Hier. Für mich. Auf der anderen Seite habe ich viele Tränen vergossen aufgrund von Erleichterung. Meine Anspannung der letzten drei Monate, in denen ich immer nur auf mich gestellt war und auf mich aufpassen musste, fällt langsam ab. Mir war nie so wirklich bewusst in was für einer „Anspannung“ und „Vorsicht“ ich gelebt habe, bis gestern.Læs mere
























RejsendeFeliz Navidad y felices fiestas para ti y tu familia! 🎉