• Elena Pistrujew
  • Elena Pistrujew

Alles außer Studieren

Ja was soll ich groß sagen..
Mal selbst schauen wohin mich die Reise so führt. Bleibt gespannt!
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  • Start på rejsen
    13. september 2025

    Anreise nach Madrid

    13. september 2025, Spanien ⋅ ☁️ 30 °C

    Vor 2h bin ich in Madrid gelandet mit einigen Turbulenzen während des ersten Fluges. Fast CrashOut gegangen so wie ich geschwitzt habe. Neben mir hat ein Mann geweint und dann sich totgelacht und der andere hat sich glaube etwas eingeengt von mir gefühlt. Zumindest immer weiter weg gerutscht.
    Jetzt sitze ich im Flughafen in meinem Gate und warte auf meinen 13 1/2h Flug nach Santiago de Chile.
    Das Wechseln des Gates sollte man allein als kleine Reise beschreiben, da ich innerhalb des Flughafens 30min unterwegs, davon 5min mit U-Bahn-Fahren (??!!) beschäftigt war.
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  • Angekommen

    14. september 2025, Chile ⋅ ☀️ 24 °C

    Hi! Ich bin seit 2 Tagen in Santiago angekommen. Mehr oder weniger gut am Anfang. Am Flughafen in Madrid und während des Flugs nach Santiago ging es mir ziemlich schlecht, da ich so nervös und überfordert war. Ich lernte dadurch drei liebevolle Chilenen kennen, welche mir halfen.
    Am Sonntag angekommen, war ich so fertig von allem. Ich bin nur rausgegangen um etwas zu essen und bin schlafen gegangen für 14h.
    Gestern war ich mit Taylor, einer NewYorkerin, unterwegs. Während sie bei einer Massage war, war ich in einem Park namens „Cerro Santa Lucia“ unterwegs und danach sind wir gemeinsam in den „Parque Metropolitana de Santiago“ gegangen und mit einem Lift bis auf die Spitze gefahren und haben die Aussicht genossen. War echt krass.
    Hier gibt’s natürlich auch überall viele Katzis, auch im Hostel. Sie heißt Kika und muss momentan gepflegt werden (meine Aufgabe!!) Yippie. Das richtige Arbeiten wird morgen beginnen.

    Heute war ich bisschen in meiner Gegend „Barrio Italia“ schlendern, mit süßen Läden, Cafés und Vintage Läden.

    Mal schauen was die Zeit noch so bringt.
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  • Valle Nevado

    4. oktober 2025, Chile ⋅ ❄️ 1 °C

    Gestern war ich im 17. höchsten Skigebiet der Welt Ski fahren. Valle Nevado ist zu dem auch das höchste und größte Skigebiet der Welt. Der höchste Punkt waren auf der Höhe von 3650m ungefähr. Es war traumhaft, aber ich hab jetzt blaue Flecke und Muskelkater.

    Außerdem war ich am 1.10. noch einmal wandern, dazu gibt es auch noch ein paar Fotos und am 2.10. habe ich ein Katzencafé besucht.

    Morgen geht es dann raus aus Santiago zu meiner neuen Unterkunft für die nächsten zwei Wochen. Ins Elqui Valley.
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  • Pichasca

    6.–16. okt. 2025, Chile ⋅ ☀️ 23 °C

    Am Montag hab ich Santiago verlassen und bin zu meinem nächsten Host gereist. Als ich im Bus nach Ovalle saß ist mir dann aber doch mal aufgefallen, dass ich mein iPad in Santiago vergessen habe (praktisch natürlich).

    Als ich ankam hat mich Roberto, mein Host, abgeholt und wir sind einkaufen gegangen für alles was ich hier brauche in den paar Tagen. Ich bin hier in einem Dorf mitten im Nirgendwo und hier gibt’s nichts außer Hunde und paar Leute ehrlicherweise. Wirklich komplette Ruhe hier. Das ist schön, aber auch sehr anstrengend sich daran erstmal anzupassen nach der Großstadt.

    Und natürlich scheint hier jeden Tag 12h die Sonne mit UV-Index 8-10. Wer wäre ich wenn ich nicht fetten Sonnebrand jetzt schon hätte?

    Nächste Woche Donnerstag geht’s dann nach La Serena, die zweitgrößte Stadt Chile‘s, und dann zurück nach Santiago mein iPad abholen.
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  • La Serena / Casablanca

    20. okt.–5. nov. 2025, Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Letzte Woche Donnerstag bin ich nach La Serena gegangen. Auf dem Weg dahin habe ich komische Begegnungen mit Männern gemacht, welche bestimmt um die 60 waren. La Serena war auf jeden Fall sehr schön, vor allem die Second-Hand-Läden (ja Leute, was soll ich sagen. Die Kaufsucht ist schlimm) und es war sehr schön mal den Strand zu sehen. Am Samstag wollte ich eine Tour zu „Isla Damas“ machen, wurde dann aber wegen zu starken Wellenganges abgesagt. Ich habe dann stattdessen eine Tour ins Elqui Valley gemacht. Da gab’s dann Weinverkostungen und Piscoverkostung. Pisco ist hier DAS alkoholische Getränk in Chile, zu Recht.

    Sonntag ging’s dann zurück nach Santiago. Ich habe jetzt mein iPad wieder und bim viele Sachen los. Ich hatte viiiiel zu viele Sachen eingepackt, es ist deutlich angenehmer minimalistischer zu Reisen. Ich habe also viele Sachen in ein Schließfach gepackt und gebe es dann Cobi und meinen Eltern mit, wenn sie zurück nach Deutschland fliegen.

    Seit Montag bin ich jetzt in der Nähe von Casablanca. Hier bin ich bei einem neuen Host, welcher 43 Hunde und 3 Pferde besitzt. Es ist wirklich schön, aber Katzen sind mir deutlich lieber. Die stinken nicht. Gerade liege ich auf jeden Fall krank im Bett, aber es wird besser. Die Wochenenden habe ich frei, da werd ich mich mal in Valparaiso umschauen gehen.
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  • Quintay/Valparaíso/Viña del Mar/Concón

    24. oktober 2025, Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Die letzten beiden Wochenenden habe ich größtenteils in Valparaíso verbracht. Am Wochenende waren immer meine zwei freien Tage.

    Mein ersten freien Tag habe ich in Quintay, einer extrem schönen kleinen Küstenstadt verbracht. Dort war ein wundervoller Strand. Dann ging es nach Valparaíso.

    Da war ich einem mega schönen künstlerischen Hostel, in welchem ich so tolle neue Menschen, und meine Traumkatze Alcachofa, kennengelernt habe.
    Mein Wochenende bestand eigentlich nur aus Feierngehen und Rumlaufen, was man halt so macht.

    Das Halloween-Wochenende habe ich auch in Viña del Mar verbracht und habe einen Ausflug nach Concón in die Sanddünen gemacht.

    Valparaíso ist das chilenische Berlin und ich LIEBE es. Eine der schönsten, buntesten und künstlerischsten Städte in welchen ich je war.

    Sonst innerhalb der Woche verbringe ich meine Zeit im Nirgendwo zwischen den 43 Hunden, den 3 Pferden, den zwei Volunteers und viiiiel Ruhe.
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  • Pichilemu bis jetzt

    6.–11. nov. 2025, Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Am Mittwoch bin ich in Pichilemu angekommen. Meine Unterkunft ist momentan ein noch nicht eröffnetes Hostel, an welchem wir aber arbeiten.

    Als ich angekommen bin wurde ich von meiner Zimmermitbewohnerin mit einem Kuchen empfangen (wie süß bitte??)

    So schön wie die Arbeit mit dem ganzen Holz und dem Möbelbbauen ist, habe ich trotzdem für mich entschieden morgen das Hostel in Pichilemu zu wechseln. Ich liebe Pichilemu als Stadt! Die Strände, die Sonnenuntergänge und die Ruhe sind wirklich traumhaft.

    Ich habe sehr mit mir gerungen ob ich diesen Schritt gehen soll oder nicht, da man durch die Arbeit mit dem Holz und allem schon ein krasses Gefühl der Selbstwirksamkeit bekommt. (Mega schön!!)
    Die ersten Tage gab es noch eine Küche, welche wir gestern angefangen haben zu renovieren. Also keine Küche mehr.
    Im gesamten Hostel gab es eine Gasflasche für Küche und Bad, welche immer von den Männern gewechselt werden musste, weil sie so schwer war. Wenn sie dann am Bad angeschlossen war, war die Chance, trotz Gas, warmes Wasser zu bekommen bei ca. 40%.
    Im Hostel gibt es dementsprechend auch keine Heizung und es ist auf Ernst so arschkalt in der Nacht.

    Außerdem kommen die Volunteers miteinander nicht klar. Das ist so anstrengend. Ständig schwärzt jemand den anderen an und so ein Mist. Ich verstehe nicht wieso die nicht alle mal miteinander auf Augenhöhe reden. Hätten vielleicht alle mal in den GSA-Unterricht von Frau Wobst gehen sollen.

    Deshalb habe ich für mich die Entscheidung getroffen nach einem neuen Hostel zu schauen. Das wird kein typisches Hostel für Reisende, sondern ein Hostel für Studenten und Arbeitende, welche ihre eigenen Zimmer haben. Eine Art große WG. Dort leben außerdem 8 Katzen und ein Hund, was es natürlich noch perfekter macht.

    Die Besitzerin des Hostels meinte zu mir, dass sie mich nur als Volunteer nimmt, da sie einen Sohn hat welcher selbst reist. Sie versteht, dass man mal einen Ort haben möchte, an welchem man sich zu Hause fühlt.

    Sie liebt kochen und wird auch alle Mahlzeiten kochen. Endlich mal wieder bemuttert werden, nach so viel langem Aufsichselbstgestellt sein.
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  • Pichilemu

    10.–20. nov. 2025, Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Heut Morgen habe ich Pichilemu verlassen. Jedes mal bevor ich einen Ort verlasse, stehe ich immer an einer bestimmten Stelle, welche sehr den Ort geprägt hat und muss auf mich wirken lassen, dass ich momentan wirklich in Chile bin. Ich bin so auf mich allein gestellt und kümmere mich so selbstverständlich um alles als würde ich eine Busverbindung in Berlin raussuchende.
    Ich habe jedes Mal Tränen in den Augen, weil ich momentan einfach einen meiner größten Träume lebe.

    Auf jeden Fall hier was zu den restlichen 1 1/2 Wochen in Pichilemu. Es war so eine gute Entscheidung das Hostel zu wechseln. Tia (auf deutsch Tante) Patty war wirklich wie eine Mutter für mich in dieser Zeit. Ihr Essen war traditionelle chilenische Küche und jeden Tag SO gut. Ansonsten gab es viele Katzen und viele tolle Menschen. Es gab einen ganz besonders tollen Menschen in dieser Zeit und das war Sergio, ein Typ aus dem Hostel. Mit ihm habe ich Surfen gelernt, kleine Roadtrips gemacht und mit anderen am Abend stundenlang am Meer gesessen, Sterne angeschaut und übers Leben gequatscht.
    Einer der Menschen die bis jetzt meine Reise am meisten geprägt haben mit seiner Sicht über das Leben!

    Gestern Abend hatte ich dann das erste Mal in meinem Leben FOMO. Oasis hat gestern in Santiago gespielt, aber ich hab keine Karten bekommen.

    Heute bin ich wieder nach Santiago gereist. Ich war wieder in meinem Hostel vom Anfang und habe meine Klamotten von Sommer auf Herbst und Regen getauscht, da ich momentan im Bus nach Ancud, ein Ort auf Isla de Chiloe, sitze. Der sogenannte Beginn von Patagonien mit viel Regen und Kälte.

    In dem Hostel wurde ich so lieb und herzlich von Ivan und seinem Sohn empfangen. Es ist so ein schönes Gefühl gemocht und wertgeschätzt werden, auch von den Menschen welche man nur so kurz kennt. Felipe, der Sohn von Ivan, war btw bei dem Oasiskonzert und hat mir viele Videos gezeigt, welche er aufgenommen hat.

    Das alles schreibe ich, passend zum Thema, während ich laut Oasis höre und die Sonne neben mir über den Bergen Chiles untergeht.
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  • Ancud

    21. nov.–14. dec. 2025, Chile ⋅ ☁️ 13 °C

    Hi. Seit einer Woche bin ich jetzt in Ancud, in dem bisher schönsten Hostel, in welchem ich bis jetzt war.

    Ancud ist ein kleiner Ort auf Isla de Chilóe. Ich fühle mich so wohl und ich habe sehr das Gefühl eines Zuhauses. Mein Arbeitsteam ist so toll und schätzt mich sehr wert. Das ist ein unfassbar schönes Gefühl und ich bin dafür sehr dankbar. Die Person mit welcher ich am meisten Zeit momentan verbringe ist Diego. Diego arbeitet ebenfalls hier und ist total toll. Er meinte ich bin für ihn wie die kleine Schwester, welche er nie hatte.

    Meine Freizeit verbringe ich viel einfach mit spazieren gehen und über die Obst- und Gemüsemärkte schlendern. Natürlich werden auch die ganzen Second-Hand-Läden unsicher gemacht.

    An einem Tag haben wir eine Tour zu den Pinguinen hier auf der Insel gemacht. Während wir auf dem Boot waren und die Pinguine angeschaut haben, hatte ich wieder das unfassbare Gefühl von Dankbarkeit. In solchen Momenten denke ich mir immer: „Was zur Hölle mache ich eigentlich grad?“, aber in dem positivsten Sinne den es gibt. Ich hatte so Tränen vor Glück in den Augen, weil es einfach unfassbar ist was ich mit meinen 18 Jahren momentan erlebe.

    An den Abenden sitzen wir im Hostel mit Gästen zusammen und trinken PiscoSour oder Diego und ich schauen Filme zusammen.

    Momentan sind nicht viele Gäste im Haus, was für mich auch momentan bedeutet, dass ich das 8-Bett-Zimmer, in welchem ich „wohne“, meistens komplett leer ist und ich es für mich alleine habe. Perfekt also.

    In zwei Wochen dann sehe ich endlich auch meine Eltern wieder und in drei Wochen dann Cobi. Ich bin so mit Vorfreude erfüllt und freue mich wirklich sehr darauf, mal wieder richtige Bezugspersonen um mich drumherum zu haben.
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  • Freizeit - Tag 1

    3. december 2025, Chile ⋅ ☁️ 11 °C

    Kennt ihr diese Momente oder Eindrücke die sich surreal anfühlen? Surreal, weil es zu schön ist um wahr zu sein.

    Man erlebt Dinge, von welchen man immer nur träumen konnte und dann erlebt man sie auf einmal wirklich.

    Genau dieses Gefühlt hatte ich an meinen beiden freien Tagen hier auf der Insel. Am Mittwoch hat mein Tag 4 Uhr am Morgen gestartet. 5 Uhr begann die Sonnenaufgangs-Kayak-Tour. Unfassbar schön, wirklich unbeschreiblich. Lasst einfach die Fotos und Videos auf euch wirken. Leider wirken die Fotos und Videos nie so eindrucksvoll wie es in echt ist, aber ihr könnt es wahrscheinlich erahnen.

    13 Uhr ging es dann nach Castro, wo ich auch die Nacht verbracht hab. Da habe ich meinen Nachmittag mit durch die Stadt schlendern verbracht. Außerdem war ich noch bei der PDI und habe alles wegen meines Visums geklärt. Der Abschluss war dann ein kleines süßes Café mit Klaviermusik im Hintergrund und Regen außerhalb.
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  • Freizeit - Tag 2

    4. december 2025, Chile ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute war ich dann den ganzen Tag im Parque Nacional Chiloé.

    Heute habe ich das erste Mal nicht nur Tränen in den Augen gehabt, sondern aus ganzem Herzen geweint. Was ich gefühlt habe kann ich nicht so wirklich in Wort fassen, aber es war eine Mischung aus diversen Emotionen.

    Dankbarkeit, Glück, Angst irgendwann all das zu Vergessen, Traurigkeit, dass das nicht alle erleben können.

    Ich stand in dem Blumenfeld am Strand um die 30min und habe einfach nur die Geräusche, die Geräusche, einfach alle Eindrücke genossen.

    Auf dem Weg zurück kam ein weiteres Gefühl dazu. Wut. Wut auf die Menschen, welchen alles egal ist. Wut auf die Menschen, den die Umwelt am Arsch vorbei geht. Ich werde nie verstehen wie manchen Leuten unsere Welt so egal sein kann und wie sie sich nicht interessieren.
    Während ich in Chile bin und mein Leben genieße, gründet sich eine neue AfD-Jugend in Gießen. Gerade die, denen die Umwelt am Arsch vorbei geht. Die Wut verwandelte sich im Endeffekt dann zu einer Angst und einer Hilflosigkeit.

    Ich möchte mich nicht so fühlen, während ich meinen Traum lebe und die schönsten Momente meines bisherigen Lebens erlebe. Manche Menschen juckt nichts und mich juckt zu viel. Ich möchte mich nicht hoffnungslos fühlen wenn ich an meine Zukunft denke. Wenn ich an die Zukunft denke dann möchte ich an mehr solcher schönen Momente denken.
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  • ENDLICH

    15.–16. dec. 2025, Chile ⋅ ☀️ 28 °C

    Endlich. Solange darauf gewartet endlich Mama und Papa wiederzusehen und gestern war es soweit.

    Die letzte Woche in Ancud war ziemlich komisch. Komische Menschen mit komischen Verhaltensweisen. Alles fing an mit eine extrem betrunkenen Gast des Hostels, welcher komplett nass mit aufgeritzten Armen zurückkam, ohne seine Frau. Er erzählte mir und einer anderen Frau, welche auch ein Gast war, dass er sich gern das Leben nehmen würde usw. Ja, was macht man dann in so einer Situation? Polizei rufen. Die haben ihn dann eingesammelt. In der Nacht kam seine Frau dann zurück, um die hatte ich mir am meisten Sorgen gemacht.

    Die Tage darauf waren immer wieder Männer im Hostel, welche mit sich selbst geredet, mega viel gesoffen und schräg gesungen haben. Muss man nicht haben sag ich euch. Dafür war meine Zeit im Hostel mit dem Personal, vor allem Diego, sehr schön. Samstagabend waren wir noch einmal gemeinsam Essen und abends unterwegs.

    Sonntag 17.30 Uhr ging es dann mit dem Bus aus Ancud wieder nach Santiago. Dort kam ich 7.30 Uhr, überpünktlich und voller Vorfreude, an.

    Bevor mich mein Flughafenshuttle am Busterminal eingesammelt hat, hatte ich noch einen wunderbare Begegnung mit einem älteren Herrn. Es war keine besondere Unterhaltung, aber eine Unterhaltung auf Augenhöhe und Wellenlänge. Das hat es, aufgrund unseres Altersunterschiedes, gerade so besonders für mich gemacht.

    Am Flughafen angekommen habe ich meine Zeit mit Kaffeetrinken verbracht. Kaffeetrinken und gefühlt ewig langes Warten. Ich habe mir Familien und Paare angeschaut, welche sich in die Arme gefallen sind und hatte schon Tränen in den Augen.
    Als ich Mama und Papa dann gesehen habe, konnte ich nicht anders als weinen. Ich bin so erleichtert endlich wieder meine Familie bei mir zu haben und nicht mehr nur auf mich gestellt zu sein.

    Wir haben uns gestern dann gemeinsam am Flughafen mit Kaffee und meinen selbstgebackenen Zimtschnecken in die Sonne gesetzt und erstmal gequatscht. Dann ging’s ins Hostel, in dem Papa direkt eingeschlafen ist aufgrund seines Jetlags.

    Nachmittag sind wir dann gemeinsam erstmal Completo essen gegangen. Ich konnte gestern mein Glück mit dem Wetter ga nicht fassen. 28° und kompletter Sommer. Als ich das letzte mal in Santiago war, musste ich meine dicke Carhartt Jacke anziehen. Gestern war ein richtiger Urlaubtags für mich. Mit Eltern, mit Sommer, mit guter Laune und ohne Geldausgeben. Danach ging’s auf Cerro San Christobal, da wo ich den ersten Tag in Santiago schon war. Das war gestern genau drei Monate her.

    Drumherum war durch Barrio Bellavista schlendern und anschließend wollte ich unbedingt Barrio Italia zeigen. Die Gegend, in welcher ich meine Zeit in Santiago verbracht habe. Ein schönes Essen war der Abschluss.

    Im Hostel gab’s dann extrem bequeme Betten, welche auf uns gewartet haben. Die hatten wir alle nötig nach der Nacht im Flugzeug und im Nachtbus.

    Heute früh gab’s dann Frühstück im Bett und anschließend Sachen packen. Seit 12.15 Uhr befinden wir uns in dem 22h-Bus in die Atacama Wüste in der Nähe Boliviens.

    Ich bin erfüllt mit Dankbarkeit und Freude, dass Mama und Papa hier sind. Hier. Für mich. Auf der anderen Seite habe ich viele Tränen vergossen aufgrund von Erleichterung. Meine Anspannung der letzten drei Monate, in denen ich immer nur auf mich gestellt war und auf mich aufpassen musste, fällt langsam ab. Mir war nie so wirklich bewusst in was für einer „Anspannung“ und „Vorsicht“ ich gelebt habe, bis gestern.
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  • Die Zeit seit Cobi

    22.–30. dec. 2025, Chile ⋅ 🌬 11 °C

    Momentan sind wir in Punta Arenas. Die letzten Tage verbrachten wir dennoch in Puerto Natalas, einer der nächstgelegensten Städte des Nationalparks Torres del Paine. Wir waren viel wandern, haben unfassbar atemberaubende Landschaften gesehen.

    Gestern machten wir einen Ausflug auf Feuerland um die Königspinguine zu sehen, welche man sonst nur in der Antarktis sieht.

    Viel zu erzählen habe ich diesmal nicht, da Papa wie gesagt ja alle gut auf dem Laufenden hält.

    Was es noch neues gibt: Seit Cobi und Mama und Papa da sind, wurde mit bewusst wie sehr ich zu Hause vermisse. Bei dem Gedanken daran, erst in drei Monaten wieder da zu sein, graute es mir ein wenig. Deshalb habe ich entschieden Ende Februar bereits zurückzukommen. Meine Costa Rica Reise wird 1,5 Monate gehen. Diesmal ohne Work&Travel, einfach nur Reisen.

    Und dann wartet endlich die Normalität, welche ich immer so verabscheut habe, wieder auf mich.
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  • Schade Marmelade

    31. dec.–2. jan. 2026, Chile ⋅ ☀️ 21 °C

    Und somit herzlich willkommen zu: „So viel Scheiße ist mir lang nicht mehr in zwei Tagen passiert!“

    Am 30.12. starteten wir früh mit dem Flugzeug aus Punta Arenas, zurück nach Santiago. Alles unkompliziert, ein ruhiger Flug ohne Turbulenzen. In Santiago angekommen fuhren wir dann zu dem Busbahnhof, von welchem wir nach Valparaíso starten wollten.
    Die Stimmung war schlecht (wegen mir), weil es 34° waren. 34°, schwitzen, schwere Rucksäcke und Hunger. Was will man mehr.

    Wir holten uns alle etwas zu essen und setzten uns in den Außenbereich des Busbahnhofs. Und da ging’s los.

    Mein Rucksack wurde geklaut. Mein kleiner Rucksack mit ALLEM, was wichtig und teuer ist. Das heißt somit war alles weg, was ich brauche. Mein gesamtes Insulin, mein Reisepass, mein Portmonee mit sämtlichen Kontokarten, Ausweis, Behindertenausweis, Führerschein, Geld, …
    Zusätzlich waren in diesem Rucksack auch noch meine gesamten Ladekabel, Powerbank, mein iPad, meine AirPods, Cobi‘s iPad, der Schlüssel für einen Spind, in welchem noch Klamotten von mir liegen und sechs Sensoren für mein Diabetes.

    Bei solchen Fällen denkt man ja: „Ok Polizei rufen. Hilfe holen.“ Das dachten wir auch. Wir haben mit einer Security am Busbahnhof „gesprochen“ (wir haben Google Translate versucht) und sie sagten, wir würden auf die Überwachungskameras schauen und auf die Polizei warten. Von den Überwachungskameravideos haben wir alle nie irgendwas gesehen. Die Polizei kam innerhalb von drei Stunden nicht und dann wurde uns gesagt, dass die Polizei es heute nicht mehr schafft zu kommen. Schön. Währenddessen fuhren Cobi und Papa zu „Estacion Central“, also dem Hauptbahnhof in Santiago. Wir konnten und können auch immer noch unsere Apple Geräte orten. Also sie fuhren quasi dem Rucksack durch Santiago hinterher.
    Cobi und Papa berichteten, dass der Markt auf welchem unsere Geräte angezeigt wurden wie ein Polenmarkt war, nur 10x so groß. Und sehr gefährlich, da die zwei da so suchend als einzige Touristen umher schlichen. Also super sicher.

    Wir blieben dann in Santiago und verbrachten die Nacht in einem Hotel. Abends ging’s dann in die „Clínica Alemana“. Dort sprach ich mit den Ärzten und Schwestern und sie gaben mir Rezepte für mein neues Insulin. Danach sind wir noch in die 24-geöffnete Apotheke und insgesamt kauften wir Medizin im Wert von 500€. Die Verkäuferin gab uns mit ihrer RUT, also quasi die chilenische Personalausweisnummer, noch einen Rabatt auf diesen Einkauf. So konnten wir 50€ sparen. Sehr lieb.

    Gestern früh gingen Papa und ich zur PDI. Dort bekam ich ein Schreiben, dass mein Personalausweis gestohlen wurde. Dieses muss ich bei der deutschen Botschaft in Santiago vorlegen um einen Personalausweis für die Ausreise zu bekommen. Zurück im Hotel packte ich meine Sachen zusammen und dann kam mir der Gedanke mal nach meinen Sensoren zu schauen. Vier sind noch da. Wenn alle funktionieren reichen sie noch 48 Tage. Meine Reise würde noch 54 Tage gehen.
    Wieder schön.
    Damit wurde mir also die Entscheidung meines Rückfluges genommen. Am 29.12. buchten wir meinen Rückflug aus Costa Rica für 425€ kostenpflichtig um. Einen nicht stornierbaren Flug. So viel Geld in den Wind geschossen.

    Dann gingen wir zum Busterminal um den Weg nach Valparaíso anzutreten. Der Bus kam 30min zu spät (was wirklich ungewöhnlich ist) und es war schweineheiß in dem Bus. Nach 50min stockenden Verkehr aus der Stadt raus blieb der Bus auf der Autobahn am Straßenrand stehen. Bus kaputt. Uns wurde gesagt wir sollen 20min auf einen neuen Bus warten. Der neue Bus kam dann halt auch mal 1,5h später. Das typische Phänomen der chilenischen 20 Minuten.

    Danach ging alles gut. Wir kamen in Valparaíso an. In einem schönen Hostel, mit Hostelkatze und einem schönen Silvesterabend. Immerhin.

    Jetzt heißt es auf jeden Fall trotzdem: „Frohes neues Jahr.“ Und bis ganz bald. Diesen Monat geht’s zurück.
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    Slut på rejsen
    13. januar 2026