• Grit und Michael Pestel
  • Grit und Michael Pestel

Amalfi

A short but fine adventure by Grit und Michael Read more
  • Trip start
    May 11, 2019

    Vorfreude auf Bella Italia 🇮🇹

    May 1, 2019 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Nachdem wir gestern noch in den Mai getanzt sind, hatten wir heute genügend Zeit die Koffer zu packen. Richtig angefangen haben wir erst am Nachmittag, da wir doch Übung darin haben. Kurzer Check, wie das Wetter im Raum Neapel wird und entschieden, dass es gut wird. Die Metrolügen haben zwischenzeitlich ihre Meinung von 24 Grad auf 17 Grad geändert. Passt aber trotzdem auch!

    Nachdem Gritti den aufgetürmten Klamottenberg 👔🧥👖🥿👠🥾👗🥼👚🧳💼🕶 in die Koffer verstaut hatte war das Wiegen der Koffer dran. Mehr als 30 kg dürfen wir bei esayJet nicht mitnehmen. Liegen knapp bei 28 kg und trotzdem werden wir am Urlaubsende feststellen, dass es wieder zu viel war.

    Ich habe mich zwischenzeitlich der Technik gewidmet. Alle 📱 sind aufgeladen, Ladegeräte alle verstaut und genügend Speicherkarten dabei. Nun kann es losgehen. Hoffen wir, dass der Vesuv weiter schläft. Der letzte Ausbruch war immerhin 1944…🔥
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  • Erster Blick auf den Vesuv

    May 2, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 13 °C

    Eigentlich sollte der Flug heute von SXF mit easyJet um 11:00 Uhr los gehen, aber der Flieger kam zu spät aus Amsterdam, so dass es mit 30 Minuten Verspätung los ging.
    Das ist ja ok, vor allem dann, wenn wir trotzdem fast pünktlich in Neapel angekommen sind. Also alles im grünen Bereich. Der Flug war angenehm ruhig, so gut wie keine Turbolenzen, aber mit fantastischen Blicken auf die schneebedeckten Alpen.

    Vorbei an Klagenfurth mit dem Wörthersee ging es Richtung Slowenien. Die Insel Krk (wer denkt sich nur solche Namen aus) haben wir rechts liegen gelassen. Beim Anflug auf Neapel haben wir den Vesuv nicht gesehen, wir saßen auf der falschen Seite. Nach der Landung mussten wir nur ganz kurz auf unsere Koffer warten, so schnell hatten wir sie noch nie! Mit einem Shuttle ging es zur Mietwagenstation. Auch dort ging es es recht zügig voran. Und natürlich wollte man uns wieder eine Versicherung zusätzlich verkaufen. Wegen der engen Straßen haben wir einen Kleinwagen gebucht, bekommen haben wir einen Opel Corsa. Also genug Platz für 2 Leute. Nur etwas schwachbrüstig ist der Kleine. Nichts geht eben über Hubraum, außer mehr Hubraum.

    Unterwegs haben wir uns schnell an den Verkehr gewöhnt, wobei es eine Besonderheit in Italien gibt, nämlich dass man nicht Vorfahrt hat, wenn man im Kreisverkehr ist, sondern wenn man einfährt. Nur an diese Regel hält sich keiner. Nun wundert es mich nicht, dass kaum eine Stoßstange ohne Kratzer ist. Jedenfalls haben wir uns die Lücken etwas erkämpfen müssen, also fast wie in Berlin! Nach schönen Blicken auf den Golf von Neapel und den Vesuv sind wir fast bis Sorrent gekommen. Kurz vorher hat uns unser Navi irgendwie in die Irre geführt, es wollte uns immer wieder durch so enge Straßen schicken, dass wir hätten die Spiegel anklappen müssen. Irgendwann hatten wir aber auch Hunger und haben uns in einem kleinen Ort Ravioli bestellt. Durch Zufall sind wir dann auf der richtigen Straße gelandet und am Hotel Grand Hotel Due Golfi http://www.grandhotelduegolfi.com/ angekommen. Nach freundlichen Empfang in deutscher Sprache haben wir eingecheckt und den herrlichen Blick auf den Golf von Neapel vom Balkon aus genossen. Übrigens, mit einem richtigen Grand Hotel hat es natürlich nichts zu tun.

    Trotzdem sind wir nochmal losgezogen, in das Zentrum der Kleinstadt Santˋ Agata sui Due Golfi. Dort haben wir ein paar Oliven, Käse und eine Flasche Wein gekauft, um es uns dann später auf den Balkon gemütlich zu machen und auf die Bucht zu starren. Ist aber auch ein schöner Blick!
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  • Monte San Costanzo

    May 3, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 13 °C

    Erstaunlich gut haben wir auf den harten Matratzen unseres Hotels geschlafen. Kurzer Blick aus dem Fenster in Richtung Vesuv, er raucht nicht. Beim Frühstück wollten wir beraten wo unser Ausflug uns heute hinführt, aber Gritti hat da schon mal was vorbereitet. Dem habe ich sofort zugestimmt, es sollte nach Monte San Costanzo gehen und weiter nach Punta Campanella, dem westlichsten Punkt der Amalfiküste.

    Los ging es an der kleinen Kirche im Örtchen Termini. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem Friedhof vorbeigekommen, den wir uns anschauen wollten. Auf all unseren Reisen schauen wir uns gern Friedhöfe an, um zu schauen, wie die Menschen mit Ihren verblichenen Verwandten umgehen. Und um außerdem jedesmal froh zu sein, dass man selbst noch lebt. Die Gräber und Gruften waren reich geschmückt, in eine Gruft sind wir sogar abgestiegen. Mir war etwas gruselig, vor allem weil man weiß, dass sie ihre Toten nicht verbrennen, sondern hinter Marmorplatten einmauern. Es roch auch etwas nach Verwesung. Also wieder hoch ans Licht!

    Wegen der Nebensaison haben wir in Termini auch sofort einen Parkplatz gefunden, was ja an der Amalfiküste sonst ein großes Problem sein soll. Nach dem Wechsel der Reifen, äh Schuhe, ging es dann auch gleich los. Kurz vor dem Aufstieg kamen wir an einem kleinen Café vorbei, der Besitzer Enrico gab uns dann auch sofort in schlechtem, aber verständlichen Deutsch, Tipps wie wir die Wanderung machen sollen. Und da wir auf dem Rückweg der Rundwanderung wieder an seinem Café vorbei kommen würden, sollten wir dann ein klein wenig Umsatz machen. Natürlich hat er das mit jedem Wanderer gemacht. Nach einem steilen Anstieg auf unzähligen Stufen hatten wir fast den Gipfel erreicht, mussten aber noch nach links zur kleinen Kirche Cappella Sankt Costanzo (485 m) gehen. Hier oben haben sich aber die Wolken gestaut, so dass die Sicht ins Tal etwas eingetrübt war. Schade!

    Also weiter zum Cap Punta Campanella. Über steile Passagen und mit dem Abstieg auch immer bessere Aussichten genießend, haben wir nach ca. 90 min das Cap erreicht.

    Unterwegs hat Gritti wie immer jede Menge Blümchen fotografiert. Auch von den Unmengen von Eidechsen, die sich auf den Steinen sonnten, konnten wir einige gute Fotos machen. Die Punta Campanella hatte in der Römerzeit eine griechisch-römische Tempelanlage, von denen nur noch Reste übrig waren.

    Nun stand dort ein alter Wehrturm, der aber im Zerfallen war. Gleich daneben ein Leuchtturm, der wohl noch funktionieren soll. Dort angekommen haben wir ein ausgiebiges Picknick gemacht und konnten dabei den Blick auf Capri genießen, welche direkt gegenüber war. Danach ging es dann in knapp 90 min wieder bergauf nach Termini, um dann bei Enrico Halt zu machen und einen Kaffee, sowie einen Limoncello (Zitronenlikör) mit Prosecco zu genießen.

    Dabei konnten wir ein wenig das Dorfleben beobachten, sowie uns über die Streitereien von Hund und Katze amüsieren. Nach dieser Pause ging es die restlichen Meter zum Parkplatz zurück. Da wir noch Zeit hatten haben wir uns kurzerhand entschlossen zum Hafen von Massa Lubrense zu fahren. Im Zentrum angekommen, welches etwas oberhalb des Hafens lag, haben wir unser Auto auf einem Parkplatz abgestellt und sind engen Gassen entlang in Richtung Meer abgestiegen.

    Quer durch die engen Wohnviertel und Gassen konnten wir ein wenig das italienische Leben erfassen. So stellt man sich Italien vor. Alles irgendwie improvisiert und nicht ganz fertig. Aber trotzdem scheint alles lebenswert und leicht. Am Hafen angekommen sind wir im Restaurant Da Michelle (www.ristorantedamichele.net) eingekehrt. Wir waren um 18 Uhr die ersten Gäste und haben dem Kellner erst mal erklären müssen was eine Weinschorle ist. Leider ist unser Italienisch nicht besonders gut, aber auch in englisch ist es uns nicht gelungen, weil er es wohl nicht verstand weshalb man Wein mit Wasser mischt. So haben wir Wein und Wasser bestellt und selbst gemischt. Das Essen war lecker, meine Pizza war mit Limonensaft verfeinert. Nach dem Essen waren wir ganz schön faul und hofften, dass uns jemand zurück zum Parkplatz fährt. Kurz vorher hatte ich solch ein Vehikel entdeckt, was man im asiatischen Raum „Tuktuk“ nennt, aber leider war das kein Taxi. Also mussten wir wieder zu Fuß nach oben laufen. Naja, so haben wir gleich einen Verdauungsspaziergang gemacht. Nach über 22.000 Schritten sind wir dann müde am Auto angekommen. Nach ein paar Serpentinen sind wir am Hotel angekommen.
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  • Aufenthalt in Wolke 7

    May 4, 2019 in Italy ⋅ 🌧 13 °C

    Ok, der Titel hält nicht was er verspricht, denn heute morgen wurden wir vom Regen geweckt und beim Blick aus dem Fenster haben wir nichts gesehen, denn die Wolken waren so tief, dass man keine 50 m schauen konnte. Nun gut, das war so angesagt, es sollte halt den ganzen Tag regnen. Menno, ich dachte in Italien scheint immer die Sonne.

    Also musste Plan B her; beim Frühstück haben wir dann beraten, was wir mit dem Tag machen. Wir haben uns dann für ein Shoppingcenter entschieden, auf Museum in italienischer Sprache hatten wir dann doch keine Lust. Also haben wir uns für Salerno entschieden, etwas nördlich sollte es ein Shoppingcenter geben. Über Sorrento und Castellammare di Stabia sind wir im strömenden Regen nach Salerno gefahren. Dabei haben wir dann auch einige kleinere Staus mitgenommen. Die Monti Lattari (Bergkette auf der Amalfi-Halbinsel) sind ganz schön hoch und als Wolkensammler bekannt. Was wir bestätigen konnten, die Berge waren ständig in den Wolken. Kurz vor Salerno – nach vielen Serpentinen – haben wir das Castello Longobardo di Arechi entdeckt. https://www.ilcastellodiarechi.it/

    Und da neben Shopping ein bißchen Kultur Pflicht war, haben wir uns spontan dazu entschlossen auf den Berg zu fahren und uns das alte Gemäuer anzuschauen. Im gleichen Moment wurde der Regen auch weniger, so dass wir das Castell auch von außen besichtigen konnten. Der Blick von der Burg auf den Golf von Salerno und die Stadt selbst war schon sehr schön, dafür hat sich die Auffahrt gelohnt.

    Das kleine Museum war etwas lieblos eingerichtet und hat nur ein paar Glasscherben und Münzen aus dem Mittelalter gezeigt. Das Personal war auch nicht sonderlich geschäftig und hat mehr die Zeit tot geschlagen. Nun wundert es mich nicht, dass alles in Italien irgendwie halbfertig aussieht. Aber da kommt wohl wieder der deutsche Perfektionismus durch…

    Nachdem wir das Castel besichtigt hatten begann es auch wieder zu regnen, so dass wir zum Shoppingcenter weiter fuhren.

    Das Shoppingcenter Le Cotoniere http://www.lecotoniere.it/ selbst war nicht der Brüller. Es erstreckte sich zwar auf 4 Etagen, aber einige Läden waren geschlossen oder nicht mehr vorhanden. Zudem war es recht leer an Kunden. An einem verregneten Samstag würde in Deutschland ein Shoppingcenter regelrecht kochen. Da merkt man, dass die Kaufkraft der Italiener doch geringer ist als in Deutschland und man merkt dann immer wieder, dass es uns Deutschen trotz aller Ungerechtigkeiten recht gut geht.

    Nach einiger Zeit hatten wir genug vom Shoppingcenter und das Wetter wurde auch besser, so dass wir uns entschlossen haben an der Südküste entlang über Maiori, Ravello, Amalfi und Positano wieder zurück zu unserem Hotel zu fahren. Boah, war das eine Küstenstraße, eine Kurve nach der anderen und sehr eng. Insbesondere in den Ortschaften hatte man gut zu tun ohne Schrammen aneinander vorbei zu kommen. Es war wirklich sehr eng! Und wir waren in der Nebensaison unterwegs, ich möchte nicht wissen was in der Hauptsaison hier abgeht.

    In Atrani, kurz vor Amalfi, haben wir ein Parkhaus angesteuert. Gritti musste allerdings vor der Einfahrt aussteigen, der Parkwächter meinte nur „Driver only, no Pax“. Allerdings konnte ich nicht rausbekommen warum das hier so war. Allen Parkenden ging das so. Andere Länder, andere Sitten halt. Einen Parkplatz in der Stadt zu finden war sowieso aussichtslos. Wie gesagt, es war Nebensaison! Vom Parkhaus aus mussten wir einen kleinen Tunnel durchqueren und uns dabei immer schön an die Wand drücken, da man sonst die Außenspiegel der Autos im Kreuz gehabt hätte. Atrani ist wie alle Städte an der Amalfiküste extrem eng an die Felsen gebaut. Wir sind dann kleinen Gäßchen folgend immer weiter die Stadt emporgestiegen. Immer von neuen kam ein Abzweig wo wir nicht genau wussten wo dieser enden wird. Man lebt hier auf engstem Raum. Alles sehr schön anzuschauen, aber wirklich wohnen würde ich hier nicht wollen.

    Nachdem wir Amalfi nur kurz aus erhöhter Position angeschaut hatten wollten wir weiterfahren, da Gritti nicht im Dunkeln die Serpentinen entlang fahren wollte.

    Weiter ging es also in Richtung Positano, die Straßen wurden nochmals etwas mehr enger. Und hier fahren Busse lang, die sich vor jeder Kurve mit lauten Hupen bemerkbar machen, damit der entgegenkommende Verkehr gleich wusste, dass es besser ist man bremst. Ein paar Verrückte, wie Jogger und Radfahrer waren hier auch noch unterwegs.

    Von Positano aus ging es wieder bergan bis auf ca. 470 m direkt in Wolken hinein. Am Hotel angekommen haben wir unser Auto abgestellt und dem lieben Gott Danke gesagt, dass wir ohne Beulen angekommen sind.
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  • Wo verdammt noch mal ist Colli di San Pietro

    May 5, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 15 °C

    Eigentlich, wirklich eigentlich, dachte ich immer, dass in Italien immer die Sonne scheint. Aber davon war heute mal wieder nicht allzu viel zu merken. Laut den FakeNews vom Wetterbericht (www.WetterOnline.de lag völlig daneben), war für den Vormittag schönes Wetter angesagt und erst am späten Nachmittag Regen. Aber es kam natürlich anders.

    Nach dem Frühstück und sorgenvollen Blicken in den Himmel sind wir trotzdem losgefahren, ca. 7 km zur Straßenkreuzung in Colli di San Pietro, um dort unser Auto abzustellen und mit dem Bus nach Positano zu fahren. Den ersten Bus haben wir verpasst, er fuhr ja auch 8 Minuten früher los und der nächste Bus hat uns nicht mitgenommen, weil er voll war. Fing schon mal gut an! Also warten auf den nächsten, der dann in ca. 30 Minuten kommen sollte. Irgendwann haben wir dann aber die Nerven verloren und ein vorbeifahrendes Taxi angehalten. Die 7 km bis Positano können wir uns leisten, dachten wir. Der Fahrer fuhr wie der Henker um die Kurven, dass selbst ich zum Angstgriff gegriffen habe. Nebenbei hat er dann noch eine WhatsApp auf seinem Handy geschrieben. Angeblich wird sowas in Italien mit bis zu 1.700 € bestraft. Bevor wir losgefahren sind haben wir nach dem Preis gefragt. „Laut Taxameter“ war die Antwort. In Positano dann die Überraschung: 50 € wollte der Mafiosi haben. Ich dachte erst mein Englisch wäre so schlecht, dass ich 50 €, statt 15 € verstanden habe, nein er meinte wirklich 50 €. Irgendwo am Taxameter muss wohl eine Taste sein, bei der man den Takt beschleunigen kann. Wir hatten nicht den Mut und waren auch etwas überrumpelt von der Dreistigkeit, um zu protestieren. Beim nächsten Mal rufen wir die Polizei und werden nicht diesen Wucher bezahlen. Wieder was dazu gelernt, auch wenn es schmerzhaft war. Nun gut, dafür musste heute das Abendessen schmaler ausfallen, also keine Pizza im Restaurant.

    Nach dem Runterschlucken des Ärgers sind wir von der kleinen Kirche Chiesa Nuova zu unser Tour gestartet. Kurz nach dem Passieren von kleinen Gäßchen, die immer bergauf gingen, haben wir Positano oberhalb verlassen und uns dann über einen langen Treppen- und Naturpfad nach oben gekämpft. Von diesem hatten wir immer wieder einen schönen Blick auf die Bucht von Positano.

    Unterwegs fing es leider an zu regnen, dunkle Wolken, die den Gipfel schon einige Zeit verhüllt hatten, haben das schon ein wenig angekündigt. Allerdings schüttete es daraus, als ob es kein Morgen geben sollte. Sowas kennen wir eigentlich nur aus den Tropen. Wir haben es gerade so geschafft die Ponchos überzuziehen. Ich habe 10 min lang vor mich hingeflucht, was wir für ein mieses Wetter haben und warum ich so verrückt bin bei Regen hier hochzusteigen und man dann sowieso nichts mehr sieht, usw. usw. Gritti hat mein Grummeln tapfer ertragen. Jedenfalls habe ich alle Meteorologen verflucht, die mir eingefallen sind. Irgendwann sind wir dann auf dem Felsgrat angekommen, natürlich in einer Wolke verhüllt. Nun kam auch noch der Nordwind hinzu, vor dem wir während des Aufstiegs noch geschützt waren. Wind, Regen und Nebel – ich liebe es! Darauf aufbauend habe wir uns auch noch ein wenig verlaufen, somit mussten wir ein zweites Mal an einer Hundezüchterfarm vorbei. Die Köter haben alle zusammen einen ohrenbetäubenden Krach gemacht. Da wohne ich doch lieber in der Stadt.

    Nachdem wir wieder unseren richtigen Weg gefunden haben, sind wir diesen weiter bergan über morastige Wege zum Gipfel Monte Comune (877 m) hinaufgestiegen. Der Gipfel hat sich überraschend als Weide- bzw. Ackerfläche entpuppt. Jedenfalls soweit wir das im Nebel sehen konnten, wir waren ja immer noch in einer Wolke.

    An einem Steilhang entlang ging es dann weiter westwärts. Wie steil der Abhang war konnten wir nur vermuten. Irgendwann lies dann auch der Regen nach und schöne Sichten taten sich auf. Na, dafür hat es sich dann doch gelohnt.

    Nach einem Picknickstopp bei schönsten Sonnenschein und herrlichem Blick die Steilküste runter ging es dann weiter. Für den Picknickstopp hatte ich mir einen sehr schönen Sitz ausgesucht, den Gritti nicht so toll fand, da es ihr mulmig wurde. Ich musste gefühlt 10 mal versprechen, nicht daneben zu treten und nicht runter zuspringen…

    Auf dem Weg nach unten wurden die Wolken auch wieder dichter und feuchter, sprich es regnete wieder. Ich war enttäuscht von Italien. Sommer, Sonne, Meer – wo denn!? Unterwegs wurden dann auch noch die Wegmarkierungen immer dürftiger oder waren im selben Zustand wie die meisten Autos hier. Es musste kommen wie es kommen sollte, wir hatten uns verlaufen! Die Karte gab keine genaue Info und hier oben hatte mein Handy auch keinen Empfang um ggf. Google zu fragen wo es weiter gehen sollte. Aber irgendwie mussten wir ja runter vom Berg. An einer Weggabelung gingen dann auch noch 4 verschiedene Wege ab. Selbstverständlich haben wir den falschen genommen! Trotzdem standen wir dann irgendwann in einem kleinen Ort, wo mein Handy wieder Empfang hatte und wir unsere Position bestimmen konnten. Ein freundlicher Italiener bestätigte dann auch noch unsere Vermutung, dass der Weg nach Colli di San Pietro noch weit sein würde und schaute uns dabei etwas verständnislos an, weshalb wir denn bei diesem Wetter wandern gehen würden. Ich hätte es ihm nicht beantworten können.

    Nun ging es einer Teerstraße folgend immer weiter bergab, wohl schon wissend, dass wir 35 Kurven später wieder bergan steigen mussten. Allerdings sind wir nicht weit gekommen, denn es kündigte sich wieder ein Sturzbach von Regen an. Um nicht völlig durchzuweichen haben wir uns unter ein Garagendach geflüchtet.

    Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte und ich mich von meiner schlechten Laune erholt hatte ging es weiter bergab. Bloß gut, dass meine elektronische Karte wieder funktionierte, so dass ich uns den Weg durch kleine Straßen weisen konnte. Und wie gesagt, es ging auch wieder bergauf. Endlich, nach 6:30 Stunden waren wir dann am Auto angekommen.

    Die Füße schmerzten, der Rücken auch und die Schuhe waren durchgeweicht. Also alles in Ordnung! Zur Strafe mussten wir dann fast die gesamte Strecke hinter einen älteren SUV-Fahrer hinterher schleichen. Opa fuhr gaaaanz langsam um die Kurven. Da ich nun schon etwas Übung hatte auf den Gebirgsstraßen und wir nur noch unter die wärmende Dusche wollten war das ein Fall von „ins Lenkrad beißen“.

    Wegen des teuren Taxis waren dann die Reste aus unserem Picknick und eine halbe Flasche Wein unser Abendbrot.

    Aber erfolgreich war die Tour trotzdem!
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  • Pompeji

    May 6, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 14 °C

    In meiner Schulzeit hatte ich ein großes Interesse für Geschichte, auch wenn meine Schulnoten sicherlich was anderes gesagt haben. Nichtsdestotrotz hatte mich jedenfalls die Geschichte um Pompeji stark interessiert, so dass ich das Datum des Vesuv-Ausbruchs und der Zerstörung von Pompeji immer „auf Tasche“ hatte. Nun stehe ich an dem Ort, woran ich damals wohl nie gedacht habe wirklich dort zu sein.

    Da auch für heute gelegentlicher Regen angesagt war, haben wir die Wetterkarte genau studiert und uns dazu entschlossen dorthin zu fahren wo die Sonne scheint. Von unserem Zimmer konnten wir das gut sehen, da wir ja einen guten Blick auf den Golf von Neapel und den Vesuv im Blick hatten. Jedenfalls schien über Neapel die Sonne. Pompeji liegt gleich daneben, somit stand unser Ausflugsziel fest.

    Nach dem üblichen Passieren der ungezählten Kurven und sehr engen Ortsdurchfahrten standen wir erst einmal im Baustellenstau. Links und rechts zwängten sich die Mopeds vorbei, dass ich jedesmal dachte mein Außenspiegel wäre gleich weg. Kurz davor ein kurioses Straßenerlebnis. Ein halbfertiger Oldtimer wurde vor uns die Straße hinabgeschoben. Da der Motor offensichtlich noch nicht funktionierte wurde das Vehikel von einem Mopedfahrer immer wieder mit dem rechten Fuß angeschubst, um den Berg hinunterzurollen. Und das über mehrere Kilometer durch 2 Ortschaften hindurch! Die Bremsen schienen zu funktionieren. Man stelle sich sowas in Deutschland vor. Sofort wäre der „besorgte“ Bürger zur Stelle.

    Nach dem Stau haben wir auch gleich die Autobahnabfahrt gefunden, die uns zum Parkplatz direkt bei Pompeji leitete. Dort mussten wir noch einige Kreisverkehre durchfahren, bei denen es immer spannend ist wer eigentlich Vorfahrt hat. Da ich mich an den italienischen Verkehr gewöhnt hatte habe ich mich einfach dazwischen geklemmt. Einfach drauf los, irgendwie passt das schon. Meine Eltern hätten sicherlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. ?

    Am Parkplatz angekommen ging es gleich zur Kasse, um Pompeji zu besichtigen. 10 € pro Nase waren fällig. Zusätzlich haben wir uns dann nach kurzem Überlegen doch noch einen Audioguide geleistet, damit wir durch das elektronische Helferlein etwas mehr erfahren konnten.

    Was soll ich sagen: Pompeji hatte ich mir anders vorgestellt, eher eine Wiese mit ein paar umgefallenen Säulen. Aber das wir eine ganze Stadt besichtigen konnten, bei der man wirklich eine Vorstellung bekommen konnte wie es vor über 2000 Jahren so war, hat uns beeindruckt. Einfach toll! Über 5 Stunden haben wir dort zugebracht. Wir haben das große Amphitheater-Theater angeschaut und jede Menge Wohnhäuser und Tempel. Die meisten Häuser hatten zwar kein Dach mehr, aber man konnte doch erkennen, wie die Stadt so aufgebaut war. Mit richtigen Straßenzügen, Kreuzungen usw. Auch Imbiss-Stuben (der Römer von damals aß zu Mittag gern außer Haus) waren zu sehen. Erst zum Schluss haben wir eine große Menschenmenge vor einem Haus entdeckt, welches ein Lupanar war. Zu deutsch: ein Bordell. Na super, wenn es interessant wird muss ich mich anstellen. Ich habe dann doch darauf verzichtet, ich wollte nun hier auch nicht damit anfangen in ein Bordell zu gehen.

    Nach dem langen Besuchsprogramm waren wir müde auf den Beinen und im Kopf. Immerhin sind wir jede Menge Straßen entlang gelaufen, immer großen Reisegruppen ausweichend. Und zum anderen hatten wir soviel Input bekommen, dass uns die Rübe rauchte. Schon allein die römischen Namen waren eine Herausforderung, zum Beispiel: Aulus Vettius Restitutus. Mit den römischen Zahlen sind wir gut klar gekommen.

    Nach dem Verlassen der Anlage sind wir noch an einigen Touri-Shops vorbeigekommen, die jede Kitsch verkauft haben. An einem Gemüsestand noch schnell ein Foto von Zitronen gemacht, die nicht von dieser Welt zu stammen schienen. Waren die riesig!!

    Danach haben wir uns in die Rushhour gestürzt. Wegen einer Straßensperrung ging es durch die Ortschaften hindurch in Richtung Castellamare di Stabia. Auch hier der Verkehr einfach nur chaotisch. Irgendwann sind wir in Sorrento angekommen, dort wollten wir uns noch über die Abfahrtszeiten der Fähren nach Capri informieren. Aber erst mal einen Parkplatz finden. Ging schneller als ich dachte, aber ein Ticket zu ziehen war dann schwieriger. In Italien will man meist nur Münzgeld an den Automaten sehen. Haben die noch nichts von einer Kreditkarte gehört? Da kein Münzgeld aufzutreiben war musste ich den Parkplatz wieder hergeben. Na gut, einige Straßen weiter dann ein Parkhaus.

    Nach dem Einholen der Infos am Hafen haben wir uns entschlossen gleich hier zu Abend zu essen. Ein verstecktes, aber nettes Restaurant hat es uns angetan. Essen war lecker und der Wein auch. Wein von den Hängen des Vesuv. Danach haben wir noch einen kurzen Schwenk durch die engen Gassen der Altstadt gemacht, um uns ein paar kleine Lädchen anzuschauen. Gekauft haben wir nichts, das überlassen wir den Amerikanern.

    Um 22 Uhr waren wir dann im Hotel und haben uns gefreut, dass das Wetter heute gnädig war. Na gut, 5 Grad mehr wäre noch besser gewesen…
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  • Vesuvio

    May 7, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach dem Blick aus dem Fenster stand für uns gleich fest heute auf den Vesuv zu steigen. Uns begrüßte nämlich strahlender Sonnenschein und selbst die Wettervorhersage sagte ganztägig Sonne bei 17 Grad voraus. Wir wollten dem Bericht diesmal glauben. Also alles zusammengepackt und mit dem Auto losgefahren. Kurzzeitig haben wir überlegt mit dem Zug zu fahren, wollten aber unabhängiger bleiben, da wir nicht noch nicht wussten was wir am Nachmittag noch machen würden.

    Nach der üblichen Runde durch die unzähligen Kurven ging es wieder in Richtung Autobahn, mit Schwung durch die Mautstelle. Einige Kilometer weiter, an der Autobahnabfahrt Ercolane haben wir den Autostrada verlassen und die Nebenstraßen zum Vesuv erklommen. Dazwischen immer der Blick in Richtung Himmel. Wolken bildeten sich über der Spitze und unsere Sorge war, dass sie den Gipfel verhüllen würden bevor wir oben sind. Knapp 200 m unterhalb des Gipfels war die Straße gesperrt, so dass wir unser Auto abstellen mussten. Es gab keinen Parkplatz im klassischen Sinne, sondern nur eine Straße auf der man sein Auto am Rand parkte. Dazu musste man auf der engen Straße wenden. Macht Spaß, wenn man schon am Abgrund steht. Nun noch ein Ticket fürs Parken bezahlen, aber siehe da: Parken war frei! Dafür wurde ein Shuttleservice bis zum Eingang des Nationalparks Vesuvio angeboten. Für 2 € haben wir dies angenommen, da noch knapp 3 km bis dorthin zu laufen waren. Der Kleinbus hat schon bessere Tage gesehen, hoffentlich funktionieren die Bremsen, war mein Gedanke. Oben angekommen mussten pro Person 10 € Eintritt zum Vesuv gelöhnt werden.

    Vor dem Aufstieg wollten wir noch eine Toilette aufsuchen, aber das war ein abenteuerliches Unterfangen. Gritti musste sich dann doch in die Büsche schlagen. Einen Kilometer weiter gab es einige mobile Toiletten, die aber nicht verschließbar waren, so dass ich eine Frau auf dem Lokus sitzend überrascht habe als ich die Tür aufzog. Naja, man konnte die Türen von innen nicht verschließen. Also habe ich es mir verkniffen und ausgeschwitzt. Italienische öffentliche Toiletten sind fast einen Beitrag wert.

    Nach dieser Begegnung ging es weiter den Gipfel hinauf. Die Wolken waren noch vorhanden, aber noch oberhalb des Gipfels. Nachdem wir einige pubertierende und damit sehr laute Schulklassen überholt hatten, standen wir am Gipfel. Naja, ganz oben war das noch nicht, wir haben nur 1.170 m erreicht, der eigentliche Gipfel ist bei 1.281 m, welchen man aber nur mit Genehmigung besteigen darf. Diese Genehmigung muss man sich 4 Wochen vorher einholen, per E-Mail. Leider habe ich das zu spät gelesen, so dass wir die Genehmigung nicht rechtzeitig einholen konnten. War aber nicht schlimm, da die Genehmigung für einen bestimmten Tag und Uhrzeit galt. Wenn dann schlechtes Wetter ist, dann Mahlzeit!

    Also haben wir den Gipfel nur halb umrundet und haben trotzdem herrliche Aussichten in den Krater, als auch auf die Landschaft um den Vesuv genießen können. Der Vulkan ist ja zurzeit nur schlafend und zählt zu den gefährlichsten. An einigen Ecken dampfte es auch aus der Erde. Trotzdem waren es sehr schöne Blicke in den Schlund. Es hat sich gelohnt! Die Wolken blieben hoch und somit hatten wir auch perfekte Sichten bis weit über 100 km auf den Golf von Neapel. Ischia und Capri waren gut zu sehen.

    Nach knapp einer Stunde haben wir den Rückweg angetreten. Natürlich haben wir vorher bestimmt gut 100 Bilder dort oben gemacht. Weil es einfach faszinierend war. Ich habe mir vom Vulkan einen kleinen Brocken mitgenommen.

    Nachdem uns der kleine Shuttlebus wieder zum Parkplatz gefahren hat, haben wir erst einmal ein Picknick gemacht. Vor uns stand ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen, welches einen schönen Spruch am Heck hatte:
    "Reise vor dem Sterben, sonst reisen Deine Erben!"

    Nun gut, mangels Erben müssen wir uns keine Sorgen machen.
    Da der Tag noch jung war haben wir überlegt, was wir heute noch machen werden. Wir haben uns dazu entschieden nach Castellamare zu fahren, dort in ein Schiff nach Sorrento zu steigen, um dann mit dem Zug wieder zurück zu fahren. So hätten wir die Küste aus 2 Perspektiven anschauen können.

    Ok, die Strecke nach Castellamare kannten wir schon und es war noch keine Rushhour, so dass wir relativ schnell vorangekommen sind. Dort das Auto am Hafen abgestellt und die Bootsanlegestelle gesucht. Ein freundlicher Italiener hat uns aber helfen können. Dort angekommen mussten wir aber leider feststellen, dass heute kein Boot mehr fuhr. Es war aber erst 15:30 Uhr! Der geschlossene Ticketshop hat aber auch so keine Auskunft geben können, wann denn ein Boot fährt.

    Na gut, dann nutzen wir die Zeit und schauen mal wann die Seilbahn fährt. Im Reiseführer wurde beschrieben, dass sie wegen technischer Probleme gar nicht fuhr, hatte aber einen Tag vorher gesehen, dass die Seilbahn doch im Betrieb war.

    Nachdem wir die Zeiten erfahren haben sind wir zurück zum Hotel gefahren. Das Abendessen wollte ich mit Aussicht genießen. Ich hatte ein kleines Restaurant an der Straße nach Sorrent entdeckt. Perfekt gelegen mit sehr gutem Blick auf die Golf von Neapel und den Vesuv. Und auch auf Capri. Die Preise waren moderat. Um die Kitschigkeit zu vollenden haben wir auch noch einen schönen Sonnenuntergang bei Capri bestaunen können. Da fiel mir doch das Lied ein: „Wenn bei Capri die Rote Flotte im Meer versinkt….“ oder ging das doch anders!? Naja, da Essen war jedenfalls lecker und ich habe uns dann mit Tempo durch die Kurven ins Hotel gefahren.

    Was für ein gelungener Urlaubstag!
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  • Rufina

    May 8, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 7 °C

    Nach dem perfekten Sonnentag gestern hatten wir die Hoffnung, dass uns der Wettergott auch heute hold ist. Denn wir wollten den höchsten Gipfel der Amalfi-Küste besteigen. Und der Blick aus dem Fenster versprach Gutes.

    Da die Wanderung sehr lang sein würde mussten wir früher aufstehen und alles gut einplanen, da wir im Prinzip von der Nordseite zur Südseite über den Gipfel wandern wollten. Mit dem kostenlosen Shuttlebus des Hotels, der mehrmals am Tag fuhr, haben wir uns ins Zentrum nach Sorrent fahren lassen. Nun noch zum Bahnhof laufen, was wir in 11 min schaffen mussten. Haben 8 min gebraucht, schnell ein Ticket gekauft (2 € pro Person) und auf den Bahnsteig gesprungen. Dieser war schon gut gefüllt. Die Bahn war äußerlich in keinem guten Zustand. Wir hatten davon gelesen das die Bahn in nicht besonders guten Zustand sein solle. Abgesehen von der Optik fühlten wir uns trotzdem sicher. Durch viele Tunnel ging es nach Castellamare, um dort direkt vom Zug in die Seilbahn zu steigen. Die Fahrzeiten hatten wir uns ja bereits am Vortag eingeholt. Bis zur Fahrt der Seilbahn um 10 Uhr haben wir schon mal die wärmende Sonne genossen.

    Insgesamt 9 Passagiere nutzen die Fahrt zur 1.102 m hohen Bergstation (Stauione Monte Faito). Dabei hatten wir wieder unglaublich gute Ausblicke auf den Golf von Neapel. Die 5,50 € für die Fahrt sollte man investieren. Schön, dass die Seilbahn wieder in Betrieb war, einige Jahre war das nicht so, weil vorgeschriebene Wartungen wohl nicht durchgeführt worden sind und nach 60 Jahren die Betriebserlaubnis erlischt. Die Technik war schon etwas „rustikal“, aber wie beim Zug haben wir uns keine Sorgen gemacht.

    Oben angekommen mussten wir feststellen, dass sich bereits einige Wolken gebildet haben. Noch war es sonnig, aber erste Wolkenfetzen zogen an uns vorbei. Und wir wollten noch mehr als 300 Meter höher. Hmm, das wird ja wieder doof, stehen auf dem Gipfel und sehen dann nichts. Nun waren wir aber schon mal hier oben, und was geplant war wird durchgezogen. Da staune ich immer über Gritti, dass sie diesen Biss hat! Entlang an einem Steilhang ging es an einigen größeren Antennenanlagen vorbei in Richtung Osten. Wir waren allein auf dem Weg und konnten die Ruhe in der Wolke genießen. Ist immer faszinierend wie still es in einer Wolke wird.

    Unser Wanderführer versprach uns aussichtsreiche Sichten, wenn wir die kleine Kapelle San Michele erreichen. Nun ja, wie an unserem ersten Wandertag war auch diese Kapelle in eine Wolke gehüllt und somit die Aussichten nicht vorhanden. Die Kapelle war offen und wir konnten Sie uns anschauen. Kurz vor der Kirche stand auf dem Weg ein Hund, der uns irgendwie zu erwarten schien. Nun bin ich bekanntermaßen kein allzu großer Freund von Hunden, schon gar nicht von Hunderassen, die gemeinhin als Kampfhunde bezeichnet werden. Den so einer war er, ein Staffordshire Bullterier. Mir war ein wenig mulmig, weil er unangeleint hier rumlief und kein Mensch zu sehen war, wo wir hofften, dass es das Herrchen war. Nun wussten wir ja, dass sich hier die freilaufende Hunde den Wanderern einfach anschließen und mitlaufen, um dann irgendwann wieder zu verschwinden. Nun hatten wir aber solch einen Hund! Sie, es war eine Hündin, war aber so verspielt und freute sich regelrecht über Streicheleinheiten und Zuwendung. Gepflegt war sie, also kein Straßenköter. Nachdem wir die Kapelle besichtigt hatten setzen wir unseren Aufstieg fort. Die Hündin, ich wollte sie Rufus nennen, haben uns aber dann auf „Rufina“ geeinigt, wich uns nun nicht mehr von der Seite. Man hatte schon den Eindruck sie wolle uns den Weg zeigen.

    An einem Abzweig auf unserem weiteren Weg ging es steil bergauf zu einer kleinen Grotte. Hier haben uns dann 3 Italiener überholt, die von einem anderen Weg hinaufgestiegen sind. Rufina schloss sich dieser Gruppe an, wir waren ihr wohl zu langsam. War ja nicht schlimm, irgendwie waren wir froh sie wieder loszuwerden.

    Kurz vor der Grotte mussten wir aber aufgeben, weil der Weg schon weggekrochen war und man sich an einer Kette festhalten musste, um nicht den Abhang runterzufliegen. Man muss ja das Schicksal nicht herausfordern. Also den Weg wieder zurück auf den Hauptweg. Durch Ein Waldgebiet ging es immer weiter bergauf. Irgendwann lachte mich ein Viertel Dollar, der auf dem Weg lag und wohl jemand verloren hatte, an. Aus Kentucky stammte diese. Nehme ich sie mit, als Erinnerung.

    Den Gipfel haben wir dann steilem Anstieg mit einigen Klettereinlagen erreicht. Ich hatte mich schon damit abgefunden von dort nichts zu sehen, da die Wolken immer wieder um uns auftauchten. Sah aber trotzdem irgendwie mystisch aus, wie sie so durch die Bäume kroch. Oben angekommen riß aber die Bewölkung immer wieder auf, so dass man mal wieder herrliche Aussichten genießen konnte. Auf dem Gipfel waren schon 2 Amerikaner und die 3 Italiener – und Rufina, die dort gemütlich schlief.

    Nach einem Picknick und den obligatorischen Fotos vor dem Gipfelkreuz ging es wieder bergab, nicht ahnend, dass es harter Weg werden würde. Meine armen Füße habe ich hinterher gedacht. Die Amerikaner und die 3 Italiener haben sich kurz vorher getrollt. Sie haben auch Rufina mitgenommen.

    Jetzt hatte ich die Gelegenheit meine Drohne fliegen zu lassen. Es war windstill und kein Mensch da, den wir hätten stören können. Aber Pustekuchen, es kamen 2 Schwaben um die Ecke. Reicht doch, wenn wir sie schon in Berlin an jeder Ecke haben! ? Sie sind wie die Sachsen, immer überall anzutreffen. Also habe ich sie nicht ausgepackt. Zwischenzeitlich haben sich die Wolken etwas angehoben, so dass die Aussichten immer besser wurden. Nun konnten wir die gesamte Amalfi-Halbinsel überblicken. Auch der Vesuv zeigte sich, auch er war ja heute in den Wolken. Bloß gut, dass wir gestern dort oben waren.

    Der Abstieg wurde immer steiler und da jetzt strahlender Sonnenschein war würde es auch recht schnell warm. Endlich kurzärmelig unterwegs sein. Dafür mehr Gepäck im Rucksack. Teilweise hatte der Weg ein Holzgeländer, welches aber so wackelig war, dass es keine gute Idee war sich dort abzustützen. Ansonsten wäre man schneller nach unten gekommen. Irgendwann kamen uns auch Wanderer entgegen, auch 2 junge Männer, die Rufina im Gepäck hatten. Rufina hechelte schon entsetzlich. Die beiden Männer fragten, ob das unser Hund war, was wir verneinten. Aber wir hatten Wasser dabei und wir mussten Rufina was zu trinken geben, da es hier oben keine Quellen gab. Somit hatten wir Rufina wieder „an der Backe“. Na gut, wir hatten uns schon daran gewöhnt. Wir dachten wir nehmen Sie bis nach unten in den Ort Montepertuso, dort wird es Leute geben, die sich ihrer annehmen werden. Also musste Rufina die ganze Strecke nach unten mitkommen, immerhin über 1.300 m. Die Stufen waren hoch, für so einen Hund sicherlich wegen der kürzeren Beine nicht einfach. Wir konnten ihr nicht allzu viel Wasser geben, wir bräuchten es ja selber. Aber es schien erst mal zu helfen. Unterwegs legte sie sich in den Schatten von Bäumen und ruhte sich aus. Wir hatten aber keine Zeit, da der Abstieg 3 Stunden in Anspruch nahm. Also musste sie auch weiter.

    Beim Abstieg blieb Rufina an einer fast trockenen Quelle zurück, während wir weiter abstiegen. Irgendwann hörten wir sie jammern und jaulen. Eigentlich dachten wir sie wäre nun versorgt und findet den Weg zurück, aber anscheinend doch nicht. Wir haben es nicht übers Herz gebracht sie dort zurückzulassen. Also kehrte ich um, knapp 10 min wieder bergauf. Schwanzwedelnd wartete sie schon. Also gut: komm mit!

    An einem alten Haus haben wir einen kurzen Picknick-Stopp gemacht. Rufina hat noch etwas Wasser bekommen und unseren letzten Schokokeks. Danach legte sich sich in den Schatten und ruhte sich schniefend aus. Gritti hatte sich zwischenzeitlich auch mit ihr angefreundet.

    Irgendwann haben wir dann den Ort Montepertuso erreicht. 5 Minuten die Karte studiert. Dabei kam ein junges Pärchen an uns vorbei und Rufina schloss sich ihnen einfach an. Tja, so ist das! Einfach so ist sie weg, einerseits froh, andererseits etwas traurig. Irgendwann haben wir sie im Ort wieder gesehen, aber da hatte sie sich schon wieder anderen Menschen angeschlossen.

    Wir wanderten weiter durch den Ort, immer mit schönen Blicken auf die Bucht und die Häuser unter uns. Irgendwann wurden die Wege enger, es waren wieder die kleinen steilen Gäßchen. Dabei kamen wir auch an der Via Pestella vorbei. Ob einer von Grittis Vorfahren hier mal gelebt hat?

    Immer tiefer kommend wurden die Schritte immer schwerer. Die Füße wollten nicht mehr. Gefühlte 10.000 Stufen haben wir bewältigt. Eigentlich wollten wir in Positano noch was essen und dann mit dem Bus zurück zum Hotel fahren. Aber wir haben es uns anders überlegt und haben uns dazu entschieden erst den Bus zu nahmen, um dann was zu essen. Der erste Bus hat uns wieder mal nicht mitgenommen, da er voll war. Super! Wie soll das erst werden, wenn die Hauptsaison da ist. Da hat mal wohl gar keine Chance. Eine ältere einheimische Frau (ca. 80 Jahre alt) hat uns dann gesagt, dass der nächste Bus in 5 Minuten kommt. Und das in gutem Englisch. Respekt!

    Der Bus kam dann tatsächlich und nahm uns mit. Auf meine Frage hin, ob er denn über Santa Agata fahren würde hat er nur mürrisch geantwortet: „Nein, nach Sorrento!“. Solle mal einer sagen die Busfahrer in Berlin wären unfreundlich. Die Italiener können das genauso gut. Mit hohem Tempo und dem Vordermann bald im Kofferraum hängend hat er sich in die Serpentinen gelegt. In Colli di San Pietro haben wir dann den Bus zu unserem Hotel gewechselt.

    Nach einem leckerem, aber zu umfangreichen Abendessen im Ort haben wir uns den Bauch massierend ins Bett gehauen. Mein Schrittzähler zeigte 30.749.
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  • Meer der Sirenen

    May 9, 2019 in Italy ⋅ 🌧 8 °C

    Nach der langen gestrigen Wanderung taten uns die Füße immer noch ganz schön weh, so dass wir uns zu einer leichten Tour entschlossen haben. Wir wollten zu einem kleinen Wehrturm am sogenannten Meer der Sirenen wandern. Geschichtsforscher haben nämlich dort das genannte Meer des Odysseus lokalisiert. Also mussten wir aufpassen, dass wir den Gesängen der Sirenen nicht erliegen. Bloß gut, dass ich mich im Erkennen von Liedern immer schon schwer getan habe.

    Zuerst mussten wir aber tanken und sind dann zu dem kleinen verschlafenen Ort Nerano gefahren. Dort angekommen dachten wir schon, dass die Wanderung wohl sehr stürmisch werden würde, da ordentlich Wind aufkam. Aber das hat sich dann doch schnell wieder gelegt. An der kleinen Piazza an der Kirche vorbei ging es einen schmalen Naturpfad aufwärts. Durch Olivenhaine und vielen bunten Blumenwiesen ging es zuerst bergauf, um dann wieder über steile Treppen abwärts zu gehen. Boah, taten uns noch die Waden weh. Gritti hatte ihre helle Freude an den Blümchen. Unzählige Fotos wurden gemacht.

    Nach gut einer Stunde sind wir auf der Halbinsel Scoglio a Penna angekommen. Dort waren neben Resten aus griechisch-römischer Zeit auch noch militärische Anlagen zu sehen. Es sah ein wenig wie ein in den Berg gebauter U-Boot-Bunker aus. Jedenfalls sah alles etwas martialisch aus. Danach ging es weiter ehemaligen Wehrturm Torre di Montalto, der leider verschlossen war. Von dort hatte man aber eine schöne Aussicht auf die Südküste Amalfis. Zurück ging es wieder durch Olivenhaine und an einem bewohnten Haus vorbei. Wir haben uns bei dieser abgelegenen Lage gefragt, wer denn hier wohnen wolle. Es können nur Saisonkräfte sein, die bei der Ernte helfen. Ansonsten sollte man beim Einkauf nichts vergessen, denn mit dem Auto oder Moped war dieses Haus nicht zu erreichen.

    Weiter ging es auf dem gleichen Weg zurück nach Nerano. Im Dorf war immer noch nichts los. Da wir Hunger hatten haben wir uns deshalb entschlossen zum Meer, an den kleinen Hafen von Marina del Cantone zu fahren. Kostenloses Parken war auch hier nicht drin, der Parkplatzwächter hat uns immer im Auge behalten, damit wir die 5 € bei ihm lassen. Egal wie lange man parkt, es kostet immer 5 €. Komische Preisgestaltung! Direkt am Strand sind wir in ein kleines Lokal eingekehrt. Gritti hat sich an dem frisch gebackenen Brot mit Fenchelgeschmack gelabt. Danach sind wir noch an den Strand und haben einige Steine gesammelt. Die braucht Gritti als Dekoration.

    Über uns zogen immer mehr Wolken auf, die auch immer tiefer sanken. Bloß gut, dass wir unsere Wanderung schon hinter uns hatten, sonst wären wir wieder im Nebel gewesen.

    Bei der Rückfahrt sind wir dann auch wieder in der Wolke gewesen. Ein faszinierender Blick aus der Wolke auf die Landschaft unter einem. Wir hatten uns entschlossen nochmals nach Sorrento zu fahren, um wegen einer Bootsfahrt nachzufragen. Hat auch gut geklappt! Die Stadt war voll mit Touristen, viele auch von den Kreuzfahrtschiffen die in der Bucht ankerten. Viele Amerikaner waren unterwegs, gut zu erkennen an ihrer Leibesfülle.

    Nachdem wir uns ein leckeres Eis genehmigt hatten sind wir die Hauptstraße entlang geschlendert.

    Den Abend haben wir dann mit Wein und Käse im Hotel verbracht. Heute war allerdings kein Blick auf den Vesuv möglich, da die Wolken sehr tief standen. Selbst Neapel gegenüber hat man nicht gesehen. Wir dachten schon: hoffentlich wird morgen das Wetter schön – schließlich wollten wir mit dem Boot fahren.
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  • Amalfi

    May 10, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute hatten wir eine Schifffahrt um die Amalfi-Küste geplant. Um möglichst das erste Schiff zu erwischen mussten wir etwas eher ? aufstehen, was uns merkwürdigerweise nicht schwer fiel. Um 9:30 Uhr fuhren wir mit der SITA-Buslinie nach Sorrent runter. Auf Sorrent können wir immer von unserem Hotel drauf schauen. In Sorrent angekommen ging es im schnellen Schritt zum Hafen. Dazu mussten erst einmal viele Stufen hinabgestiegen werden, da Sorrent auf einem Felsplateau liegt. Am Hafen angekommen: Oh Schreck. Massen von Touristen standen an den Kassen an, um ein Ticket zu lösen. Wir hatten bis zur Abfahrt nur noch 12 min Zeit. Und ausgerechnet in der kürzesten Schlange waren vor uns 4 Amerikaner, die sich informiert haben wie und wann denn die Schiffe so fahren. Wir dachten schon wir werden unser Schiff davon segeln sehen. Leider hatten wir nicht bedacht, dass von den beiden Kreuzfahrtschiffen, die am Morgen in Sorrent festgemacht haben jede Menge Touristen die Stadt in Beschlag nehmen. Trotzdem haben wir unser Schiff noch geschafft.

    Die Fahrt ging um die Westspitze der Amalfiküste nach Positano an der Südküste und weiter nach Amalfi. Der Seegang war draußen schon ganz ordentlich und Gritti hatte Sorge, dass ich noch die Fische füttern werde, da ich ja nicht so magenfest bin. Aber es hat mir nichts ausgemacht, eher hatte ich Spaß an der Schaukellei.

    Während der Fahrt konnten wir mal von der Seeseite die Amalfiküste anschauen und auch die Wanderwege verfolgen, die wir bereits schon begangen hatten. Das Wetter war schön, nur ein paar tief hängende Wolken hingen in den Bergen. In Positano angekommen haben die meisten Passagiere das Schiff verlassen, die restlichen 10 Passagiere wollten wie wir weiter nach Amalfi. Das Ausschiffen der Passagiere war in Positano schon spannend. Wegen des ordentlichen Wellengangs schwankte der Landungssteg immer hoch und runter. Die meisten Passagiere waren einigermaßen sportlich und sind dann runtergesprungen. Aber es waren auch ganz dicke Amerikaner und ältere Leute dabei. Zwei Österreicher, die sich das Schauspiel ebenfalls belustig ansahen, meinten das die Amerikaner den Steg durch ihr Gewicht schon auf die Hafenmauer drücken würden.?

    Von Pistano nach Amalfi dauerte die Fahrt 30 Minuten, insgesamt hat die Tour 2 Stunden gedauert. Die Aussichten auf die Küste waren sehr schön und wie immer haben wir jede Menge Fotos gemacht. Bei dem Wetter waren auch zwei Großsegler unterwegs, was vor der Küste das Bild noch kitschiger machte.

    In Amalfi angekommen haben wir uns einen Stadtplan besorgt und gefragt was denn die „Must have“ in Amalfi sind, also was man sich unbedingt anschauen solle. Uns wurde der Dom empfohlen. Durch ein paar kleine Gäßchen haben wir den Dom auch erreicht. Man kommt aus einer kleinen Gasse direkt auf die Plazza vor dem Dom und staunt erstmal wie toll er und der Platz aussieht. Wir haben uns auch dazu entschlossen eine Besichtigung zu machen, der Eintritt war mit 3 € fair. Sehr schön war, dass es mal deutschsprachiges Info-Material gab. Neben der Krypta war der Dom schon sehenswert.

    Wie immer, wenn ich in eine Kirche gehe spende ich etwas Geld, zünde eine Kerze an und wünsche dann meiner Gritti immer viel Gesundheit. Bin zwar nicht gläubig, hoffe aber, dass es hilft.

    Nach dem Kulturprogramm hatten wir Hunger. An einem Imbiss wurden wir von einer jungen Frau in Englisch gefragt was wir essen wollen. Ein großes Sandwich für jeden(!) und einen Wein haben wir bestellt. Schließlich war der 11 Uhr-Zug schon durch. Der Wein hat geschmeckt, auch wenn wir ihn aus Plastikbechern getrunken haben. Das ist hoffentlich keine italienische Kultur. Kurze Zeit später hat die junge Frau ein anderes Pärchen, was als Deutsche zu erkennen war, in gutem Deutsch nach ihren Wünschen gefragt. Da habe ich mir gedacht, dass unser Englisch doch besser ist als gedacht, wenn wir noch nicht mal als Deutsche zu erkennen waren.

    Das Sandwich musste abgelaufen werden und wir hatten wieder Lust aufs Treppensteigen. Also rein in die Seitenwege. Eine dieser Gäßchen ging direkt unter dem Dom durch, was für uns erstaunlich war. Viele Treppenstufen weiter standen wir dann an einer Tür die als Eingang zum Friedhof beschrieben war. Nur war dort ein Fahrstuhl-Schacht, von dem nicht klar war wohin er führte. Die Beschreibung hat uns nicht geholfen, da unser Italienisch doch sehr schlecht ist. Irgendwann haben wir mit Grittis Spanischkenntnissen (beides sind romanische Sprachen) rausbekommen, dass der Friedhof um die Mittagszeit geschlossen ist. Warum wohl? Wollen die Toten Mittagsruhe machen? Wir haben es nicht erfahren können und sind dann mit einem der Fahrstühle nach unten gefahren, ins Zentrum von Amalfi. Der Fahrstuhl klang schon etwas betagt und wir waren froh nicht stecken geblieben zu sein.

    Unten angekommen haben wir uns ein Eis gegönnt, die Auswahl an Eissorten ist ja sehr groß, so dass man jedes Mal die Qual der Wahl hat. Eis machen können die Italiener! Danach sind wir mit vielen anderen Touristen die Haupteinkaufsstraße, die allerdings an manchen Stellen nur 2,50 m breit ist, entlang geschlendert, um uns die vielen Geschäfte mit ihren üppigen Auslagen anzuschauen. Man musste schon etwas aufpassen, da durch diese Straße auch Autos und die allgegenwärtigen Motorroller fuhren. Der Verkehr war wechselseitig, also immer nur in eine Richtung, was bei der Breite der Straße auch nicht anders möglich war. Dazu gab es eine Ampel an jedem Ende. In Deutschland wäre das soweit ok, aber nicht in Italien. Ampeln werden hier überbewertet, das heißt man entscheidet spontan, ob man bei rot anhält oder nicht. Deshalb war es an der Ampel notwendig noch eine Person hinzustellen, die bei rot eine Absperrung aufbaute. Ansonsten würden viele einfach trotzdem fahren. Auch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme!

    Die Straße weiter sollte ein Papiermühlen-Museum sein, was wir uns anschauen wollten. Leider war eine Schulklasse gerade dort drin und somit wurde uns der Eintritt verwehrt. Ok, also zurück in Richtung Hafen und Meer. Da heute das Wetter sehr schön war wollten wir mal den kleinen Finger ins Wasser halten. Wenn wir schon am Mittelmeer sind, dann wollen wir es auch spüren. Der Strand war schon gut gefüllt und einige waren auch schon im Wasser. Konnte man sich gar nicht vorstellen, insbesondere da es einige Tage vorher kalt und regnerisch war. Ich war nicht ganz so mutig und habe nur die Beine rein gehalten. Bin halt Warmduscher!

    Danach haben wir uns in einem Strandcafe einen Limoncello Spritz bringen lassen. Lecker, das Zeug! Uns ging es hinterher richtig gut, die Sonne und der Alkohol haben ihr übriges beigetragen.?

    Irgendwann war es dann aber Zeit wieder heim zu fahren. Als wir am Busbahnhof die Schlange gesehen haben wurde uns klar, dass uns mancher Bus vorher gar nicht mitgenommen hat. Es ging schlichtweg nicht. Diesmal hatten wir Glück, da der Bus von hier nach Sorrento über Sant’Agata startete. Somit hatten wir sogar einen Sitzplatz. Ein paar Stationen weiter war der Bus brechend voll, nichts ging mehr! Und nun die Serpentinen an der Steilküste entlang, durch enge Kurven und vorbei an Engstellen in den Ortschaften. Spannend wurde es, wenn ein anderer Bus von vorn kam. Trotzdem hat der Fahrer es gut gemacht, wir hatten der Eindruck, dass er seinen Bus im Griff hat.

    Am Hotel angekommen, wollte ich meine Drohne noch fliegen lassen. Schnell aufgebaut und ein paar Bilder vom Hotel gemacht. Danach kurz frisch gemacht und in einem kleinen Lokal was essen gegangen. Auf dem Weg dorthin fuhr ein Mini-Laster vor uns, der auf der offenen Ladefläche einen Hund hatte. Natürlich frei laufend und unangeschnallt. Der Hund lies bei der Fahrt immer eine Pfote über die Bordwand hängen, als ob er besonders cool wirken wollte. Ich hätte nicht wissen wollen, wenn es eine Vollbremsung gegeben hätte. Der Gegenverkehr hat dann einen Hund als Kühlerfigur!

    Das kleine Lokal hat uns gut versorgt, es hat geschmeckt. Richtig gut war der Zitronenkuchen als Dessert. Hmmm!

    Insgesamt ein schöner Tag, das Wetter hat sich auch von seiner besten Seite gezeigt. Wir konnten sogar die kurzen Hosen tragen.
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  • Auf dem Zitronenweg von Maiori nach Minori

    May 11, 2019 in Italy ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute war wieder ein Tag an dem wir nicht genau wussten, ob wir wandern gehen sollten oder doch lieber Kultur machen, da das Wetter wieder alles und nichts versprach. Wir haben uns dann für eine Mischung der Unternehmung entschieden. Mit dem Auto sind wir einen ganz anderen Weg über die Berge nach Ravello an die Südküste gefahren. Bis Castellammare kannten wir den Weg bereits. Aber danach haben wir uns dank der „Uschi“ aus dem Navi ordentlich verfahren. Irgendwie hatte sie uns in der Ortschaft Gragnano so in eine Seitenstraße geführt, dass ich richtig Spaß dabei hatte in dieser wieder zurück zu setzen, weil wir Gegenverkehr hatten. Nach einigen Flüchen auf die Dame im Navi haben wir dann doch den richtigen Weg gefunden; das richtige Navi hieß Gritti und konnte die Karte gut lesen. Erschwerend ist es in Italien, dass man nie weiß wie der Ort heißt in dem man gerade ist. Ortseingangsschilder gibt es nicht oder sind sehr schlecht zu erkennen. Der Verkehr war wie immer Italienisch, also chaotisch! Insgesamt habe ich mich aber daran gewöhnt. Aber kleine Fehler macht man trotzdem noch. An einer Ampel habe ich vorschriftsmäßig angehalten, aber wie bereits erwähnt, werden Ampeln nicht sonderlich beachtet. Nachdem mich dann einige an der roten Ampel überholt hatten bin ich einfach hinterher. Wenn keiner wartet, warum dann ich. Was ich nicht wusste, dass es eine Baustellen-Ampel war und alle die mich überholt hatten in den Gassen rechts und links abgebogen sind. Nur ich habe den entgegenkommenden Verkehr einschließlich Polizei-Auto entgegen kommen sehen. Schnell rechts ran und so tun, als ob ich parke. Nach dem passieren der Autos habe ich dann die Baustelle ganz schnell durchfahren. Im nächsten Ort bin ich dafür den Kreisverkehr verkehrt herum eingefahren. Die Markierungen auf der Straße waren aber auch schlecht. Also schnell mit Schwung im Kreisverkehr gewendet und richtig gefahren. Bloß gut, dass die Italiener wenig schimpfen wenn sie Auto fahren. Zumindest habe ich nie jemanden gesehen, der einem den Vogel zeigt.

    Nach den vielen engen Straßen ging es hinauf in die Berge mit vielen Haarnadelkurven. Wir konnten dann mal Aussichten in eine ganz andere Richtung genießen, in Richtung Osten ins Hinterland. Bei den Stopps mussten wir aber feststellen, dass Italien ein scheinbar großes Müllproblem hat. Überall taten sich Müllberge in der Landschaft auf, meist von der Brücke oder den Abhang hinunter gekippt. Schade!

    Nach ca. 2 Stunden Fahrt haben wir dann das Städtchen Ravello erreicht, welches oberhalb von Amalfi liegt, aber einen besonderen Charme hat. Alles etwas kleiner und beschaulicher, trotz der Touristen. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, sind wir in die Stadt hinein gelaufen und auf der zentralen Piazza vor dem Dom angekommen. Den haben wir uns angeschaut. Von außen sind die Kirchen oftmals unauffällig, manchmal auch direkt in die Wohnbebauung eingebaut. Wahrscheinlich wurden die Häuser damals an die Kirchen direkt angebaut. Innen hatte der Dom auch nicht allzu viel zu bieten. Nur eine hübsche Kanzel mit Mosaik. Wir sind in der Kirchenkunst aber auch nicht sonderlich gut bewandert.

    Danach haben wir uns aber den schönen Garten der Villa Rufolo https://www.portanapoli.de/ravello/parks-panora… angeschaut. Man hat hier einen fantastischen Blick auf die Küste mit seinen Terrassengärten voller Oliven- und Zitronenbäume.

    Danach haben wir uns auf der Piazza Centrale wieder einen Limoncello Spritz gegönnt. Wir haben Geschmack daran gefunden. Dabei haben wir die Sonne genossen und dem Treiben auf der Piazza zugeschaut. Wenig später wollten wir noch ein wenig den Ort anschauen und sind mal wieder Treppen gestiegen. Wir haben gelernt, dass Wagner hier komponiert hat und Churchill sich hier auch aufgehalten hat.

    Nachdem wir Ravello durchstriffen hatten sind wir wieder zum Auto zurück und nach Minori gefahren. Hier war es sehr schwer einen Parkplatz zu finden. Schließlich hatten wir Glück und einen kostenpflichtigen Parkplatz ergattert. Von Minori wollten wir dann mit dem Bus nach Maiori fahren, um dann von dort wieder zurück zu wandern.

    Der Bus lies zwar etwas auf sich warten und ich hatte gut zu tun Grittis Laune wieder aufzubauen, aber das Warten hatte sich gelohnt. Denn der Weg führte von der Seepromenade an der Pfarrkirche S. Maria a Mare vorbei einen steilen Treppenweg in die Zitronengärten hinauf. Überall Zitronen! Deshalb heißt der Weg auch Senturio di Limone. Klingt doch schon toll! In der Pfarrkirche war gerade Gottesdienst, den wir nicht stören wollten und sind weiter bergauf gewandert.

    Nun hatten wir einen schönen Blick auf Maiori. Allerdings ist die Stadt nicht so pittoresk wie Amalfi oder Positano. Eher nüchtern und modern. Am Hafen wurde für das Jungvolk gerade eine Technoparty veranstaltet. Die Bässe hörte man durchs Tal. Am Felshang entlang ging es um eine Kurve nach Menori. Hier war es ruhiger und entspannter. Auf dem Weg nach unten kamen wir an der Basilika im Ortszentrum von Menori an. Auch hier war gerade Gottesdienst, allerdings sah man nur ältere Frauen. Die Vorbeterin/Pfarrerin sprach sehr schnell und die Omis stimmten mit ein.

    Danach wieder zurück zum Auto. Nun mussten wir wieder die kurvenreiche Küstenstraße entlang. Auf halber Strecke haben wir in Positano halt gemacht, um etwas zu essen. Beim ersten Parkplatz im Zentrum wollte man 6 € pro Stunde haben. Nö, das war über unserer Schmerzgrenze. Also weiter und hoffen, dass es doch noch klappt. Hat es auch, an einem Restaurant waren auch kostenfreie Parkplätze. Hier sind wir auch gleich eingekehrt. Nach dem Essen ging es dann die restlichen 14 km bis zu unserem Hotel weiter.

    War wieder ein schöner Tag.
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  • Napoli

    May 12, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute ist unser letzter Tag an der Amalfiküste. Auch heute sollte das Wetter laut Meteorologen nicht stabil sein, so dass wir dazu entschlossen haben keine Wanderung zu machen, sondern nach Neapel zu fahren und eine Stadtbesichtigung zu machen.

    Mit dem Auto nach Neapel zu fahren hatten wir keine Lust und sind deshalb mit dem Circumvesuviana (sowas wie bei uns die S-Bahn) gefahren. Der kostenlose Busshuttle unseres Hotels hat uns nach Sorrento gebracht. Dort ging es mit schnellen Schritten zum Bahnhof. Das Ticket nach Neapel kostete pro Richtung 3,90 €. Nach ca. 75 min sind wir dann an der Station Napoli-Garibaldi ausgestiegen und waren dann gleich im Zentrum.

    Zuerst wollten wir eine Hop-on/Hop-off Tour mit dem Bus machen, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Davor wollten wir aber erst mal zur Touristen-Info, um nach einem Stadtplan zu fragen und was man sich unbedingt anschauen sollte, wenn man nur einen Tag in Neapel ist. Zwei Bahnhofs-Polizisten gefragt, die uns freundlich den Weg erklärt haben. Ok, das war erledigt! Nun noch schnell ein Ticket für den Bus kaufen und die erste Station finden. An einem Zeitungskiosk konnten wir die Tickets kaufen, 23 € fanden wir zwar etwas teuer, aber was will man machen. Wir sind erst mal 2 Stationen gefahren und kamen am Hafen an.

    Dort war das Castel Nuovo, welches wir uns dann gleich mal anschauen wollten, um dann auch einen schönen Blick auf den Hafen und und die Bucht Richtung Amalfi-Halbinsel zu haben. Leider hatte die Burg sonntags ab 12 Uhr geschlossen. Für uns völlig unverständlich. An einem Sonntag wollen die Leute ins Museum und hier haben sie geschlossen. Na gut, also wegen Reichtum geschlossen. Wir sind dann zu Fuß an der Hafenpromenade entlanggelaufen, konnten dabei viele prächtige Altbauten bestaunen. Allerdings ist uns aufgefallen, dass viele Balkons von unten mit Netzen verkleidet waren, weil Betonteile herausgefallen sind und somit drohten den Leuten darunter auf den Kopf zu fallen. Scheinbar haben die hier schlechten Beton verbaut, denn das konnten wir an vielen Häusern beobachten.

    Vom Hafen hatten wir tatsächlich einen schönen Blick auf die Amalfiküste. An der Strandpromenade waren auch viele Stände von Afrikanern und Pakistanern aufgebaut, die jede Menge gefälschter Produkte, wie Taschen, Handyhüllen und Spielzeug verkauften.

    Nun erstmal eine Toilette finden, was gar nicht so einfach war. In einem Restaurant wurden wir fündig und haben uns wieder mal einen Limoncello-Spritz bestellt. Das Wetter war vieeel besser als angesagt und somit konnten wir das Leben auf der Straße aus dem Straßencafé beobachten. Nach der Pause waren wir gestärkt und konnten mit dem Stadtspaziergang weiter machen.

    Wir sind am Palazzo Reale vorbeigekommen und dann auf die Via Toledo eingebogen. Wir waren im Prinzip in der Altstadt, auf einer breiten Straße mit vielen Geschäften und Boutiquen unterwegs. Auch hier waren die Stände von den Afrikanern und Pakistanern aufgebaut. Es war lustig zu beobachten wie sie ihre Stände in null Komma nichts zusammengeklappt haben als die Carabinieri zu sehen war. Uns schwups waren die Stände wieder da als die Polizei vorüber war. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Polizei das nicht gesehen hat. Richtig Interesse daran den illegalen Verkauf zu unterbinden hat sie nicht vermittelt. Es waren auch einfach zu viele.

    An der Plazza Doumo sind wir wieder in den Bus eingestiegen und haben die Tour fortgesetzt. Mir ist beim Fotografieren fast das Handy aus der Hand gefallen, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass die Straßen in der Stadt so schlecht waren, dass der Bus immer wieder kräftig schwankte.

    Kurz vor dem Ende der Tour sind wir wieder aus dem Bus ausgestiegen und sind zu Fuß weiter gegangen. In der Via Duomo sind wir auf eine große Kathedrale, die Hauptkirche von Neapel (erbaut ab 1265) gestoßen, die wiederum völlig in die Wohnbebauung integriert war. Aber das Portal versprach was sehenswertes. Also sind wir rein. Und wow, die Pracht hat uns fast erschlagen. Die katholische Kirche hat hier ihre Macht sehr gut präsentiert. Leider hatten wir nur eine halbe Stunde Zeit, aber in dieser Zeit konnten wir die Üppigkeit der Innenausstattung auf uns wirken lassen. Nebenbei konnten wir auch noch einen Gottesdienst in einem Seitenflügel der Kathedrale anschauen. Gläubige konnten beim Pfarrer eine Reliquie küssen und sich wahrscheinlich segnen lassen. Ich habe aber gesehen, dass der Pfarrer das Teil jedesmal wieder ordentlich abgewischt hat.

    Nach diesem Teil der Tour ging es weiter durch die Altstadt in Richtung Bahnhof. Wir mussten uns ja wieder auf den Rückweg machen, auch wenn wir noch mehr Zeit in Neapel zugebracht hätten. Dabei kamen wir an einem Wohnviertel vorbei mit einer engen Bebauung. So habe ich mir Neapel vorgestellt, immer mal wieder gesehen im Fernsehen. Mein Gott, die Leute in der 1. bis 3. Etage haben ja nie Sonne gesehen. Die Wäsche hing von Haus zu Haus oder an der Hauswand. Autos parkten teilweise „hochkant“. Meist waren hier aber die Mopeds unterwegs. Zwischen Fußgängern fahrend umkurvten sie jedes Hindernis. Allerdings dachten wir so manches Mal, dass der Fahrer nie im Leben eine Fahrerlaubnis haben könne, so jung waren sie.

    Am Bahnhof angekommen haben wir auch gleich den richtigen Zug nach Sorrento erwischt. Die Fahrt war kurzweilig, wir konnten in Ruhe die Stadt anschauen und auch wieder den Vesuv (ohne Wolken) bestaunen. So dicht daran vorbeizufahren und mit dem richtigen Licht sah er schon sehr mächtig aus.

    In Sorrento sind wir mit 15 min Verspätung angekommen, so dass wir zum Abend im Stechschritt zum Pickup-Point des Shuttlebusses laufen mussten. Dabei wollte ich doch noch ein Eis essen. Quengeln hätte aber nichts gebracht! Also sind wir zurück zum Hotel gefahren und dann in den Ort Sant’Agata gelaufen. Ein letztes Mal Pasta in Italien essen.

    Danach habe ich dann doch noch ein Eis bekommen.
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  • Ciao Bella Italia

    May 13, 2019 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Nun hieß es Abschied nehmen von Italien. Den von DER Touristik gebuchten Shuttle-Service habe ich durch einen Anruf in Rom beim Service-Büro absagen können. Wir hatten ja ein Auto und konnten somit etwas später zum Flughafen fahren.

    Die Koffer waren schnell gepackt, einfach alles reinschmeißen. Dann ausgecheckt, das Auto beladen und dann die bekannten Wege nach Neapel, zum Flughafen, gefahren. Auf halber Strecke standen wir allerdings erst mal im Stau. Puh, den haben wir hier nicht erwartet, denn an den anderen Tagen war hier nichts oder nur ganz wenig.

    Da wir vor dem Stau an einigen Stellen noch einige schöne Fotos gemacht hatten war Gritti nun ganz nervös, dass wir im Stau stehen. Ich habe das noch entspannt gesehen, aber Gritti will ja nie unpünktlich kommen. Nun ja, der Stau löste sich dann schneller auf als gedacht. Siehste, dachte ich mir, manche Sachen muss man einfach nur aussitzen. Wir kamen auf der Autostrada (Autobahn) gut durch, vorher noch 2,10 € an der Mautstelle bezahlt. Unterwegs irgendwann ein Blick auf das Navi. Wieso bewegen wir uns nicht? Hat sich das blöde Teil aufgehängt. Bloß gut, das es mir vor der Flughafenabfahrt aufgefallen ist, sonst wäre ich wahrscheinlich bis Rom durchgefahren. ?

    Kurz vor Abgabe des Autos noch vollgetankt. Boah, 1.89 € pro Liter war schon heftig. Nur gut, dass ich nur für 25 € tanken musste. Die Rückgabe das Autos ging schnell, so dass wir fast überpünktlich am Terminal zum Check in waren. Sag ich doch, alles wird gut.

    Der Flug war diesmal etwas ruppig, wir hatten doch einige Turbulenzen unterwegs. Ich konnte aber trotzdem ein Nickerchen machen. In Berlin angekommen konnten wir gleich wieder Bekanntschaft mit dem ÖPNV machen. Es hat jedenfalls von der Landung in Schönefeld bis zur Ankunft tatsächlich 2 Stunden gedauert, da mal wieder Bahnen ausgefallen sind und Schienenersatzverkehr war. Der Flug selber hat auch nur 2 Stunden gedauert.

    Also, wir haben den Eindruck, das dies die Italiener besser können….Deshalb letzte Blicke auf die Amalfiküste. Schön!
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    Trip end
    May 13, 2019