• Von Seeshaupt nach Mannheim und zurück

    March 22, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Es ist Samstagmorgen der Wecker klingelt um 04:15 Uhr denn um 05:35 Uhr geht die die Zugfahrt nach Mannheim los. Schnell duschen, föhnen und alle Habseligkeiten für den Tag in den neugekauftem Shopper werfen. Gestern Abend kam mein Mann um 22:30 Uhr von Cuxhaven zurück. Seine berufliche Mission ist für den Reiseabschnitt beenden. Dafür empfange ich ihn mit Katzenscheiße in einem meiner Flip Flop. Tatsächlich hat unsere Mila beim Schmusen und Schnurren auf meinem Schoß auf der Wohnzimmercouch ihr Geschäft verrichtet. Echt Scheiße! Seid einigen Wochen platziert sie ihre feste Ausscheidung an den Lieblingsorten der Wohnung. Wenn ich nur wüsste welches Problem unsere vierbeinige Tochter hat. Nach dem Schreck bekommt mein Mann nach gefühlt 20 min erst den Begrüßungskuss.

    Der treue Ehemann ist in der Früh mit aufgestanden und bringt mich nach Seeshaupt zur Bahn. In aller Selbstverständlichkeit hat er mir einen Kaffee gekocht. Da es die gewohnte Aufstehzeiten einer Krankenschwester für den Frühdienst ist, komme ich klar mit 4,5h Schlaf.

    Oh Wunder die Regionalbahn in Seeshaupt kommt 5 Minuten früher wie vorgesehen. Ich steige ein und wenn sehe ich da, den Zugbegleiter von der Rückfahrt Cuxhaven - Seeshaupt. Bei dieser Reise sagte er mir, dass die Tour nicht zu seiner Routine gehört. Deswegen war ich überrascht ihn wieder zu treffen. Erneut erwähnte er beim Kontrollieren der Fahrkarte mein Reiseziel Mannheim. Ach es geht nach Mannheim, dann wünsche ich alles Gute. Da konnte ich es nicht zurückhalten im zu erzählen, dass ich zu meiner Enkeltochter für ein Tag fahre.

    Mein Sitznachbar mit XXL Koffer fragte ich: Sie haben bestimmt eine längere Reise? Er lachte und meinte, dass er mit leerem Koffer verreise. Hä! Ja doch, er zieht von Nürnberg nach Benediktbeuern. Seine Fahrt geht in die alte Wohnung um den Koffer mit Umzugs-Utensilien zu befüllen. Es entsteht ein netter Plausch über Roche sein neuer Arbeitgeber, seine Wohnungssuche im Münchner Raum und Ausflugsideen im bayrischen Oberland.

    Da war er wieder der positiv auffallende Zugbegleiter mit einer Durchsage. Der nächste Halt Tutzing mit 10 min Aufenthalt und er wünsche allen Fahrgäste einen Guten Morgen mit einem Wort für den Tag von Wilhelm Busch: Das Schönste aber hier auf Erden ist zu lieben und geliebt zu werden. Das ist mal ein toller Spruch für den Tag und das im Zug. Ich verabschiede mich von dem gesprächigen Biologe morgens um 05:45 Uhr und denke wir sehen uns bestimmt mal im Bayrischen Oberland.

    Pünktlich erreiche ich in München-Pasing meinen ICE. Vor zwei Tagen stieg meine Tochter an der Haltesstelle aus, da sie ein Kreislaufproblem in der Bahn bekam. Einmal kurz auf den Bahnsteig gelegt und Kaffee im Richard und schon geht es wieder. Ich laufe einmal den Bahnhof hoch und runtergelaufen schon rollt der ICE Richtung Mannheim ein.

    Meine Sitzplatzresevierung ist aufgehoben, da es den Wagon 32 nicht gibt. Kein Problem um 06:35 Uhr gibt es genug freie Plätze und der Zugbegleiter rief mir noch zu: Sie können sich die Sitzplatzreservierung entschädigen lassen.

    Am Board-Restaurant bestellte ich einen grünen Tee, davor bediente die Servicekraft einen Mann der sich erfolgreich vorgedrängelt hat mit einem Cafe Americano. Wie wild zog die Servicekraft alle Schränke auf und schien etwas zu suchen. Nachdem der letzte Schrank der Boardküche aufgerissen war, griff sie erfolgreich nach dem Päckchen Servietten. Mensch ich dachte sie suchte nach dem Teebeutel für meinen bestellten grünen Tee.

    Nach dem Bezahlen hielt ich ihr die Bahnbonus App hin. Darauf sie meinte, dass hätte vor dem Bezahlen laufen müssen. Frauen können auch lösungsorientiert sein, dass bewies die Servicekraft indem sie die Reisekunden die in der Warteschlange standen, fragte, ob sie Punkte sammeln. Ein Mann bestellte Red Bull, das gibt es nicht im Board Restaurant. Dann bitte zwei Flaschen Cola, da er keine Bonuspunkte sammelte schenkte er sie mir, er meinte wir hatten doch erst Weltfrauentag. Seid ich das Pilgern angefangen habe, erlebe ich ständig solche Begegnungen mit Menschen oder ich nehme es bewusster wahr. Von der ersten Pilgererfahrungen habe ich hier noch nichts verfasst. Hier könnt ihr das Sister-Pilgern nachlesen

    Sonntagspilgern im Isartal

    https://findpenguins.com/4qtqnpue9njap/footprin…

    Mittlerweile habe ich zwei Gegenüber ein junger Mann mit Hund der ewig vom Platz weg ist sich einen Kaffee zu holen.

    Beim Ausstieg in Mannheim treffe ich im Wagon XY ein Junggesellenabschied, der Heiratswillige im Schottenrock und die Guys in kariertem Hemd mit jeweils 3 Flaschen Wulle Bier in der Hand. Immerhin ist 09:30 Uhr und ihr Weg führt noch nach Düsseldorf. Die Kultmarke ist das jüngste und gleichzeitig das älteste Bier im Sortiment der Stuttgarter Familienbrauerei Dinkelacker.

    Mein Weg führt mich zur Straßenbahn in Richtung MA-Neuostheim.Es regnet in Mannheim also Kapuze hoch und weitergehts. Plötzlich merke ich, dass der Reißverschluss meiner Handtasche auf ist. Ich krieg einen mega Schreck, mein iPhone ist von meinem Handtaschenparkplatz verschwunden. Wo ist mein Handy? Panik! Ich überlegte in Windeseile das Notfallprogramm, Fahrkarte auf dem Handy und überhaupt wie aufgeschmissen bin ich denn jetzt, wenn ich keinen mehr anrufen kann. Ein Stoßgebet ließ mich in die Seitentasche meiner Jacke greifen. Da war er wieder dieser Fehler, ich hatte bereits das IPhone gesichert in meiner Jackentasche und an meinen gewohnten Handtaschenplatz gegriffen.

    Bei meiner Enkeltochter angekommen, gab es erstmal eine Runde knuddeln. 🤗 Mittags begleitete ich meine Schwiegertochter auf einen Kinderflohmarkt, dort waren die Kleidungsstücke in Größen sortiert, was die Suche leichter machte. Mit zwei Taschen Kleidung und Spielsachen standen wir mindestens 45 min an der Warteschlange für 6 geöffnete Kassen. Mittlerweile gab es strahlenden Sonnenschein der uns mit Kinderwagen zum Luisenpark führte. Ein Park mit Flora und Fauna. Ich genoss die Zeit mit der Familie noch mit Kaltgetränk und Flammkuchen für drei, plötzlich rief eine Kinderstimme: Hallo Frau Lütjen! Zwei Köpfe drehten sich zu der rufenden Kinderstimme hin, indem Fall war es eine Schülerin meiner Schwiegertochter und ab 18:00 Uhr ging es wieder Richtung München. Am Gleis 5 am Hauptbahnhof Mannheim traf ich eine ältere Dame, sie kam von der Insel Föhr. Wir tauschten unsere Urlaubserlebnisse von Helgoland und Föhr aus. Der ICE ist ruckzuck in München und die RB nach Kochel habe ich auch erwischt. Mit schönen Erinnerungen lande ich müde im Bett.
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