• Wohooo Land in Sicht!

    October 27 in Cape Verde 🌬 26 °C

    Noch vor Sonnenaufgang erreichten wir unseren dritten Hafen: Mindelo auf der kapverdischen Insel São Vicente.

    Die Kapverden und insbesondere São Vicente sind schon seit Jahrhunderten ein wichtiger Zwischenstopp für Schiffe auf dem Weg von und nach Südamerika. Früher wurde hier noch einmal Kohle gebunkert, heute ist es Diesel. Auch unser Schiff wurde für die bevorstehende Atlantiküberquerung nach Brasilien noch einmal aufgetankt.

    Am Vorabend hatten wir noch überlegt, ob wir einen AIDA-Ausflug buchen sollten. Dieser hätte uns zu den Sehenswürdigkeiten von Mindelo, auf den höchsten Berg der Insel den Monte Verde und zum Strand von Baía das Gatas geführt. Letztendlich entschieden wir uns aber dagegen. Zum einen war uns der Start um 7:30 Uhr etwas zu früh, zum anderen fanden wir den Preis für das Gebotene recht hoch. Unser Plan war daher, die Stadt auf eigene Faust zu Fuß zu erkunden.

    Durch das frühe Anlegen waren wir allerdings schon gegen 6 Uhr wach. Wir beobachteten das Anlegemanöver und gingen anschließend gemütlich frühstücken. Gegen 8 Uhr verließen wir schließlich das Schiff und für Micha gab es direkt einen besonderen Moment: Zum ersten Mal setzte er einen Fuß auf afrikanischen Boden! 🌍

    Noch auf dem Pier wurden wir von zwei Mitreisenden angesprochen: Lilu und ihrer Tochter Clara. Die beiden wollten eine Rundfahrt mit dem Taxi unternehmen und suchten noch zwei Mitfahrer. Die geplante Route entsprach ziemlich genau dem AIDA-Ausflug, den wir am Vorabend noch verworfen hatten. Also schlossen wir uns kurzerhand an.

    Die Organisation des Taxis gestaltete sich allerdings etwas langwieriger als gedacht. Als unser Fahrer schließlich eintraf, entbrannte erst einmal ein kleiner Wettstreit zwischen ihm und anderen lokalen Tourenanbietern um unsere Gunst. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns schließlich auf einen Preis und unser spontaner Ausflug konnte beginnen.

    Unser erstes Ziel: Monte Verde, mit 774 Metern der höchste Berg der Insel.

    Über holprige Kopfsteinpflasterstraßen kämpfte sich unser etwas in die Jahre gekommenes Taxi den Berg hinauf. Der Name Monte Verde bedeutet übersetzt „Grüner Berg“. Und tatsächlich ist es hier oben deutlich grüner als auf dem Rest der ansonsten eher trockenen und kargen Insel. Der Grund dafür ist die Höhe: Der Berg fängt die feuchten Passatwinde ein, wodurch sich häufig Wolken bilden und die Vegetation mit Feuchtigkeit versorgen.

    Besonders spannend fanden wir, dass es hier sogar ein Projekt zur Wassergewinnung aus Wolken gibt. Da Süßwasser auf São Vicente knapp ist, wird am Monte Verde erforscht, wie sich die Feuchtigkeit aus vorbeiziehenden Wolken auffangen und als Wasserquelle nutzen lässt.

    Nach einem kurzen Aufenthalt und einigen Fotos machten wir uns wieder auf den Weg. Unser doch etwas klappriges Taxi kämpfte sich die holprige Straße zurück ins Tal hinunter.

    Weiter ging es zum nächsten Stopp unserer spontanen Inselrundfahrt …
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