59. ToM für Felix
May 7, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C
Auch Felix ist viel zu jung von uns gegangen. Er war Schüler und er war in der Pubertät und er hatte Depression, die nicht erkannt wurden. Seine Mutter ging es ähnlich wie vielen Müttern in derselben Situation. Sie dachte, sich nur: bitte lass diese Pubertät schnell vorübergehen, das Kind ist unerträglich. Sie hatte keine Ahnung, dass ihr Kind Depressionen hat. Und erst nach seinem Suizid haben sich viele Eltern seine Mitschüler bei ihr gemeldet und erzählt, dass auch ihr Kind psychologische Hilfe in Anspruch nimmt. Zuvor wurde darüber bei elternabenden nie gesprochen. Es ist ein typisches Beispiel dafür, dass man vielleicht diesen Suizid hätte verhindern können, wenn man rechtzeitig gewusst hätte was Sache ist. Aber was man nicht kennt, kann man auch nicht sehen. Und wenn Betroffene nicht darüber sprechen, dann kann man es auch nicht sehen.
......
Über die Entstehung des Vereins hatte ich Euch bereits ein wenig erzählt. Und auch Sonja hat Euch einen guten Einblick in die Orga-Arbeit der Bäume der Erinnerung berichtet. Nun möchten wir gerne auch Ildi zu Wort kommen lassen. Selbst im Orga-Team die eigene Baumpflanzung zu betreuen, das hat schon nochmal was anderes... Doch lest selbst ☺️. Vielen Dank, liebe Ildi, für Deine Worte, Gefühle und Gedanken, die Du mit uns teilst!
„Gut Ding will Weile haben“ – Mein Baum der Erinnerung Text von Ildi
Heute möchte ich Euch meine Sichtweise und Erfahrungen mit der Baumpflanzung schildern. Aus der Sicht einer verwaisten Mutter, die sich selbst einen Baum für ihr Kind wünschte, als auch aus Sicht einer Baumpflanzorganisatorin.
Die Idee der Pflanzung eines Baumes war nach dem nun etwa 3 ½ Jahre zurückliegenden Suizid meines jüngeren, damals 17-jährigen Sohnes Felix, spontan in mir entstanden. Aber es hatte auch damit zu tun, dass Felix kein klassisches Grab auf einem Friedhof hat.
Bei unserem Einzug in unser neues Haus vor 26 Jahren hatten wir vom Nachbarn eine kleine Palme geschenkt bekommen, die sich inzwischen zu einer Schönheit, einer Augenweide, entwickelt hat. So ein Symbol wollte ich auf für Felix. Und da es keine Blumenkränze zur Trauerfeier gab, wünschte ich mir von seinen Taufpaten ein Zitronenbäumchen, da dieses in unserem kleinen und bereits eingewachsenen Garten noch reinpasste und Felix gerne selbstgemachte Zitronenlimonade trank.
Auch seine Klassenkameraden hatten die Idee, ein Bäumchen an einer Stelle, wo sie sich früher oft trafen, zu pflanzen. Damit Felix weiterhin symbolisch anwesend ist! Dieser Ort war auch nicht weit von unserem Haus entfernt und zudem eine Stelle, an der ich mit meinen kleinen Kindern früher selbst oft war. Ich wurde zu dieser Pflanzung, an der alle seine Klassenkameraden und auch drei seiner Lehrer teilnahmen, eingeladen. Das fand 5 Monate später, am Ende der Schulzeit, statt. Bei dieser Gelegenheit klärte ich seine Mitschüler über die wahre Ursache von Felix Ableben auf. Diese wurde an der Schule nicht genau benannt, sondern geschickt umschrieben, so dass es im Unklaren blieb. Jeder konnte sich dabei seine eigene Version denken. Genau das eröffnet Raum für Gerede, Spekulationen, Mythen, die das Tabu noch weiter verstärken. Das fand ich untragbar! Es kann irgendwann zu weiterem großem Leid der Betroffenen und der ganzen Familie führen. Auch Klassenkameraden, die Schulfamilie, ist eine Art Familie.
Für die Jungs selbst und auch für mich, war es ein sehr großer Trost, uns Monate später wieder zu treffen und über Felix zu reden. Ich fand, dass sie ein RECHT auf die Wahrheit hatten. Selbstverständlich habe ich die Todesursache, wahrscheinlich unerkannte und deshalb unbehandelte Depression, die zum Suizid geführt hat, nicht einfach nur gesagt, sondern auch eine kleine Aufklärung über die Krankheit Depression und deren mögliche Folgen, vermittelt.
Leider wurde das Bäumchen irgendwann herausgerissen…
Das alles war in etwa zu dem Zeitpunkt, als ich, nach einer für mich bis dahin unvorstellbare Handlung, den Verein TREES of MEMORY e.V. kennenlernte…
Wie Sonja es schon bei sich beschrieb, bestand mein „neues Leben“ neben den banalen Anforderungen des Alltags, also Arbeit, Haushalt, nun auch aus dem Verschlingen von Büchern Podcasts und YouTube-Videos über Depressionen, Suizidversuchen und das Erleben der Hinterbliebenen. So las ich auch das Buch von Pam Metzeler – „Dark Way“, in welchem die Autorin den Suizid Ihres auch 17-jährigen Sohnes beschreibt, mit allen Emotionen, Gefühlen, Details. Das habe ich gebraucht!!! Ich habe es aufgesogen!
Versteht mich nicht falsch, ich wollte mich nicht am Leid eines anderen „ergötzen“, denn ich bin mir sicher, dass einige, die dies nun lesen und selbst nicht durch diese Hölle gehen mussten, das so auffassen könnten! Nein, es gab mir in diesem Moment einen unglaublichen Halt, da ich nicht ALLEIN war mit diesem Schicksal! Bis dahin kannte ich niemanden, der mir je von einem Suizid im Bekannten-, Freundes- oder gar Familienkreis erzählt hatte.
Ich wollte daraufhin diese Frau kennenlernen und mich mit ihr austauschen, weil ich mich mit ihrer Geschichte, ihren beschriebenen Emotionen und Gedanken identifizieren konnte. Das tat ich dann auch. Per E-Mail hatte ich Kontakt zu Pam aufgenommen und fuhr bald danach zu ihr. Früher hätte ich so etwas nieeeee getan! Doch Trauer kann auch mutig machen…
Ich dachte mir, was soll schon passieren, egal was jetzt noch kommt, das Schlimmste ist mir schon passiert! So unglaublich das klingt, dieses tragische Geschehnis hat Kräfte in mir mobilisiert. Im Moment der Todesnachricht wusste ich sofort, dass mein Leben, wie es bis dahin war, vorbei ist! Und nur ICH, ich selbst, muss mich da herausziehen! Wie, das wusste ich natürlich noch nicht. Doch es war mir sofort bewusst, dass ich nur 2 Möglichkeiten hatte: mich fallen zu lassen oder neue Wege zu suchen!
Das nenne ich heute eine angeborene Resilienz. Oder habe ich sie doch im Lauf meines Lebens erworben? Wer weiß das schon? Auf jeden Fall kann das niemand ALLEIN schaffen!
Und deshalb fuhr ich zu Pam Metzeler, die bereits „Erste Anlaufstelle“ des Vereins TREES of MEMORY war, was ich nicht wusste. Sie erzählte mir von diesem Verein und drückte mir am Ende meines Besuches einen Flyer in die Hand.
Die Geschichte vom Mario Dieringer, was er erlebt, und durchgemacht hat bis zu seiner Vision, die Hinterbliebenen durch die Bäume der Erinnerung wie einen Ring um die Welt zu vereinen, damit man sich nicht ALLEIN fühlt, damit man das Thema Suizid nicht weiter verdrängt und stigmatisiert, hat mich so beeindruckt und berührt, dass ich Teil davon sein wollte. Auch meine eigenen Erlebnisse mit Bäumen spielten dabei eine große Rolle.
So wurde ich zunächst Mitglied des Vereins und bestellte im August 2020, als ich das Bäumchen der Jungs nach meinem Urlaub herausgerissen vorfand, den Baum der Erinnerung für Felix. Es tat sich nur zuerst nichts bei der Gemeinde, aus Platzfindungsgründen...
Dann kam der Aufruf von Iris, wer sie gerne bei der Organisation der Baumpflanzungen unterstützen wolle. Ich meldete mich zusammen mit Sonja. Die erste Baumpflanzung, die ich weiterbearbeiten sollte, war somit mein Baum der Erinnerung für meinen Sohn, nachdem Iris bereits den ersten Kontakt zur Stadt aufgenommen hatte. Trotzdem habe ich bis zur Pflanzung meines Baumes auch fünf weitere Pflanzungen von A bis Z betreut, bis es endlich am 7. Mai dieses Jahres so weit war!
Bei der ersten Anfrage, die ich betreute, war ich noch sehr schüchtern. Ich war unsicher, wie ich mit den Hinterbliebenen umgehen sollte. Und hielt alles sehr neutral, die Gespräche kurz und sachlich. Das war wohl auch im Sinne des jungen Mannes, der seinen Vater verloren hatte, da er auch nicht viel sprechen wollte. Inzwischen kann ich das anders handhaben. Zumindest fragen, ob sie sprechen, erzählen möchten! Denn wir sitzen nun mal alle im selben Boot und zu sehen, dass jemand da ist, der DAS überlebt hat und trotzdem weiterleben kann, genau das soll ja MUT machen, Kraft geben, inspirieren und trösten! Gegenseitig!
Wie Sonja schon beschrieb, ist es bei jedem Baum anders. In der Regel muss man als Besteller Kompromisse eingehen bezüglich des Pflanzortes, der Baumart, des Termins, der Kosten etc. Aber am Ende ist man dann froh, stolz oder auch demütig, dass man es geschafft hat, die Genehmigung zur Pflanzung zu erhalten und die Zeremonie durchzuführen. Weil man dazulernt, dass nicht immer alles nur leicht und selbstverständlich ist. Genau wie das Leben selbst! Es ist nicht nur leicht und schön, und man sollte auch das Schwere und Bittere zumindest akzeptieren, wenn man es nicht ändern kann. Ohne die Dunkelheit würde ich das Licht nicht schätzen, ohne Leid nicht die Freude, ohne die Bitterkeit nicht das Süße! Alles im Leben hat einen Sinn!
Und so durfte auch ich das mit meinem Baum, dem Baum für Felix erleben.
Zunächst wurde kein geeigneter Platz gefunden, der der Bedeutung des Baumes und des transportierten Themas würdig und angemessen gewesen wäre. Doch ich war schon froh und dankbar, dass die Stadt prinzipiell bereit war, dem Thema Raum zu geben! Das ist auch nicht selbstverständlich bei den immer noch stark vorhandenen Ängsten und der Stigmatisierung, die damit einhergehen!
Mein erster Wunsch, der Stadtpark durch den Felix seit der 5. Klasse immer zur Schule fuhr, wurde abgelehnt. Ebenso, dass ein Baum speziell für eine namentlich genannte Person auf städtischen Grund gepflanzt wird. Sage und schreibe 19 weitere Vorschläge meinerseits wurden zwar geprüft, aber letztendlich als nicht machbar abgelehnt. Dann endlich, nach ca. genau einem Jahr Wartezeit kam ein Vorschlag seitens der Stadt. In einem Neubaugebiet, wo die erst Bauarbeiten begonnen hatten, neben einem dort geplanten Gedenkplatz an die Römer und noch ein Platz für einen Baum wäre. Für „meinen Baum“. Dieser Gedenkplatz hieß in der Bauplanung „Ort der Begegnung bzw. authentischer Ort“.
Ich musste somit insgesamt fast 2 ½ Jahre bis zur Pflanzung warten. ABER:
Alles zufällig?
Zufällig liegt dieser Platz an einem Radweg, an welchem sowohl Felix auf seinem Schulweg vorbeikam als auch ich auf dem Weg zu meiner Arbeit vorbeikomme.
Und „Ort der Begegnung“ schien mir auch absolut passend. Vergangenheit und Gegenwart, Altes und Neues, Tote und Lebende dürfen und sollen hier gewürdigt werden, bilden ein Ganzes, bestimmen unser Leben! Einen passenderen Rahmen hätte ich mir nicht wünschen können!
Die Baumart durfte ich nicht bestimmen, da der Baum im Zuge der Bepflanzung des ganzen Baugebietes mitgepflanzt wurde. So konnte mir die Stadt jedoch den Baum ohne viel Bürokratie „schenken“. Zufällig wollte die Stadt eine Esskastanie pflanzen, wegen dem Klimawandel! Nun, Esskastanien waren neben Zitronen die einzigen Früchte die Felix je aß!
Die Stadt wollte nun, wenn sie schon dem Projekt zugestimmt und mir den Baum schenken würden, auch die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Sie wollten mehr als eine kleine Plakette am Baum. Es sollte eine größere Gedenkplakette oder ein gravierter Stein werden, um dies allen Suizidopfern der Stadt und deren Hinterbliebenen zu widmen.
Zufällig war das mein großer Wunsch, den ich mit diesem Baum erzielen wollte. Aufmerksamkeit für dieses Thema, um damit sowohl allen Suizidenten der Stadt Erding den ihnen gebührenden Respekt zu zollen für ihren schweren Kampf, den sie mit dem Leben gefochten haben und den sie leider verloren! Wer sich mit dem Thema Suizidalität beschäftigt, wird irgendwann herausfinden, dass die allermeisten Menschen, die durch Suizid gestorben sind, keinem davon Betroffenen, weder den Angehörigen noch den zufällig Betroffenen, weh tun wollten, sondern einen Kampf gegen eine Krankheit verloren haben, den „Seelenkrebs“. Niemand käme auf die Idee einen an „Körper-Krebs“ Erkrankten oder deren Angehörige zu verurteilen oder zu stigmatisieren. Das ist bei psychischen Erkrankungen und deren Folgen leider noch gaaaanz anders. Da darf sich was ändern! Und so ein Baum kann ein Umdenken anregen! DAS IST MEIN ZIEL gewesen!
Zurück zum Baum: Durch diesen Wunsch der Stadt nach mehr Aufmerksamkeit für sich, dass sie gewillt sind, diesem Thema Beachtung zu schenken, halfen viele Beteiligte, Stadtplaner, Gartenbauarchitekten und Gartenbauer zusammen und dann ging plötzlich alles sehr schnell. Mir und unserem Verein wurde ein schöner Findling zur Verfügung gestellt, in welchen ich eine Messingplakette einfügen durfte. Auch wenn mich die besondere Plakette und die Bearbeitung des Steins trotzdem fast 1600.- Euro Eigenbeteiligung gekostet haben, die wir teilweise durch Spender unterstützt bekamen, ist mir das für meinen Sohn und für das Thema an sich jeden Cent wert! An dieser Stelle möchte ich auch allen Spendern, die ich durch einen Facebook Aufruf erreicht habe, nochmals herzlich danken!
Damit möchte ich aufzeigen, dass man an einem Wunsch, den man hat, einer Idee, einer Vision, dranbleiben soll. Nicht vorschnell aufgeben darf! Denn, wie in der Überschrift: Gut Ding braucht Weile!
Es ist wurde noch viel besser als ursprünglich gedacht!
All das sind die äußeren Fakten und Ereignisse. Doch was hat das mit mir gemacht? Mit meinen Gefühlen, mit meiner Seele?
Für den Tag der Zeremonie war regnerisches und unbeständiges Wetter vorhergesagt. Ein Alptraum für mich, da ich zweifach planen musste. Da auch Gäste dabei waren, inklusive Mario, die von weit her anreisten und danach noch einen weiten Heimweg hatten, wollte ich gerne nach der Zeremonie zum Essen und Beisammensein einladen. Es sollte bei uns im Garten stattfinden, wo ich mir das lockere Zusammensitzen, Reden und Austauschen besser vorstellen konnte. Im tiefsten Herzen wollte ich an diesem Tag die letzte große Feier für Felix veranstalten! Und dieser Tag sollte deshalb perfekt werden!
Ich wollte bewusst an diesem Tag nicht nur der Trauer und dem Schmerz Raum geben, sondern Felix Leben und das Leben allgemein ehren!
Ein universelles Gesetzt sagt, die Energie folgt Deiner Absicht!
Schon am Morgen zeigte sich die Sonne und statt der Wolken und des Regens, strahlte der blaue Himmel und die Sonne um die Wette. Schäfchenwolken und ein angenehmer Windhauch spielten am Himmel. Welch ein gutes Gefühl und Freude in mir aufkam, als ich das sah! Ein Wink von oben, ein Zeichen, dass dieser Tag, dieses Fest, so wie es stattfinden sollte, auch „genehmigt und gewünscht“ ist!
Nach und nach trudelten unsere und Felix Freunde (und einige Lehrer) ein und es war wie „bestellt“, dass sie so nacheinander ankamen, so dass wir fast jeden einzeln gebührend begrüßen konnten. Das hat schon sehr gutgetan, zu sehen und zu spüren, wie viele Freunde und Bekannte sich wegen Felix und für uns Zeit genommen hatten, uns noch immer begleiten, und Trost und Mut und Kraft geben und einfach an unserer Seite sind, egal in welcher Lebenslage!
Als mein älterer Sohn, dessen Freundin und ihre gemeinsame 2-jährige Tochter kamen und als meine Enkelin Lila mich sah, rannte sie mir mit ausgestreckten Armen entgegen, damit ich sie, wie immer, aufhob und durch die Luft wirbele! Warum ich das erzähle?
Weil sie während meiner Ansprache, die ich hielt, unbedingt zu mir auf den Arm wollte! Obwohl sie vorher ganz fröhlich war, wollte sie in diesem Moment bei mir kuscheln und vergrub ihr Gesichtchen an meinem Hals. Als ob sie spüren würde, wie emotional dieser Moment war, als ich zu Felix sagte, dass ich ihm und allen, die es nicht geschafft haben, am Leben zu bleiben, mit diesem Baum Sichtbarkeit schenken möchte. Sichtbarkeit über seinen Tod hinaus, damit er, trotz seines frühen Todes und der Tragik seines kurzen Lebens, in unserer Welt der Lebenden noch etwas bewirken kann. Das Tabu brechen, der Stigmatisierung ein Ende setzten, den Menschen aufzeigen, dass es Wege und Hilfe auch in den scheinbar ausweglosesten Situationen gibt, dass man Hilfe annehmen darf und soll. Das ist der Auftrag, den ich als Mutter von ihm erhalten habe und den möchte ich erfüllen, zusammen mit ihm! So verstehe ich das.
Und dass gerade in diesem Moment meine Enkelin, die knapp ein Jahr vor Felix erstem Todestag geboren wurde, zu mir kam und bei mir sein wollte, verstärkte diese Gedanken und diese Emotionen um ein Vielfaches. Sie zeigte mir, hey, das Leben geht weiter, es hört niemals auf! Wir sind alle miteinander verbunden, alle unsere Schicksale hängen zusammen! Die Liebe kann alles überwinden!
Ich sah und spürte das Ziel, welches Mario Dieringer mit den Bäumen der Erinnerung erreichen wollte. Uns Hinterbliebenen mit diesen Bäumen ein Band der Zusammengehörigkeit zu schaffen, um uns nicht ALLEIN zu fühlen und um uns MUT und KRAFT für das LEBEN zu schenken. Denn WIR erschaffen unsere Welt. Das ist der göttliche Funke in uns Menschen.
Dieser Tag verlief so wie ich ihn mir gewünscht habe, perfekt! MAGISCH! Wisst Ihr noch? Die Energie folgt Deiner Absicht…
Ein Fest zu Ehren von Felix Leben, der niemals tot sein wird, solange ich/wir ihn in unser Leben mit einbeziehen und ein Fest auf die Liebe und Freundschaft! Genau das empfand ich in meiner Brust, in meinem Herzen, eine tiefe Liebe und Dankbarkeit für alles, was das Leben mir bietet, für alle Menschen, die an meiner Seite sind. Und auch jetzt, während ich es beschreibe, aber auch in jedem anderen Moment, wenn ich daran denke, fühle ich ein warmes, prickelndes Gefühl im Herzen und im Bauch. Das ist Medizin.
Da waren keine Schwere und Traurigkeit einer Trauerfeier, denn es war bereits eine größere Zeitspanne nach dem Ableben vergangen, in der ich mich mit den verschiedensten Facetten des Themas gründlich auseinandergesetzt habe. Das heißt nicht, dass jetzt Trauer und Schmerz für immer überwunden sind, das kommt und geht in Wellen. Aber ich, WIR, dürfen verstehen, dass das Leben immerfort aus Wellen, aus Bewegung entsteht, es kommt und vergeht und kommt in anderer Form wieder. Genau wie der BAUM.
Lasst die Magie des Baumes auch auf Euch wirken! Ich helfe Euch bei der Umsetzung Eures Baumes sehr gerne.
Eure IldiRead more







