Und dann die Megalithen bei Carnac
August 21, 2025 in France ⋅ ⛅ 23 °C
Machen wir uns zunächst klar: diese Steine wurden alle vor vielen tausend Jahren von Menschenhand dort hingebracht und aufgerichtet.
Die Megalithanlagen von Carnac in der Südbretagne gehören zu den bedeutendsten prähistorischen Stätten Europas – teilweise älter als die Pyramiden von Gizeh.
Die berühmten Steinreihen von Carnac umfassen über 3.000 Menhire, in schnurgeraden Linien oder Formationen aufgestellt, oft über Kilometer hinweg.
Die Steine stammen meist aus der Umgebung, oft Granitblöcke. Transportiert wurden sie vermutlich mit Schlitten über Holzrollen und vielleicht mit Hilfe von Wasserwegen. Zum Aufrichten nutzte man Gruben, Rampen und Hebel – mit viel Gemeinschaftsarbeit über Generationen.
Die genaue Funktion ist bis heute nicht endgültig geklärt, aber es gibt mehrere Theorien:
• Religiös-rituelle Orte – vielleicht zur Verehrung von Ahnen oder Naturkräften.
• Bestattungsplätze – viele Dolmen sind nachweislich Gräber.
• Kalender & Astronomie – die Ausrichtung mancher Steinreihen passt zu Sonnenauf- und -untergängen oder Jahreszeiten.
• Soziale Bedeutung – der Bau war eine gewaltige Gemeinschaftsleistung, die Identität und Zusammenhalt gestiftet haben könnte.
Legenden dazu:
🌿 Die versteinerten Heere
Eine der bekanntesten Geschichten besagt, dass die langen Steinreihen eigentlich ein römisches Heer waren. Der Heilige Kornelius (patron der Gegend) habe sie auf der Flucht versteinert, um sie aufzuhalten. Darum stehen sie heute wie in endlosen Marschformationen da.
✨ Die Feen von Carnac
In alten Erzählungen sollen Feen die Steine bewegt haben. Manche brachten sie aus weiter Ferne, um ihre eigenen Paläste zu bauen. Andere Geschichten sagen, dass die Feen die Steine nachts tanzen lassen – bei Vollmond soll man sie sich bewegen sehen können.
🔮 Die Schatzsteine
Manche Steine gelten als magisch: Wer sie berührt, dem erfüllen sich Wünsche oder er erhält Schutz. Es gibt Bauernüberlieferungen, dass bestimmte Steine das Vieh vor Krankheiten bewahren.
🐉 Der Drache und die Steine
Eine bretonische Sage erzählt von einem Drachen, der das Land verwüstete. Ein Zauberer schleuderte Felsbrocken auf ihn, die zu den Megalithen wurden.
💕 Liebeszauber
Junge Frauen gingen früher zu bestimmten Menhiren, um Fruchtbarkeit oder Liebe zu erbitten. Manche Steine wurden mit Tüchern umwickelt oder mit Milch begossen, um ihre „Kraft“ zu wecken.
Dann gings zu dem Géant du Manio (Stein der Giganten): Ein einzelner Menhir von 6,50 m Höhe, einer der Grössten der Region und anschliessend zu einem weiteren Grabhügel, dem Dolmen de Kercado.Read more





















TravelerAlles toll erklärt 👍