• Hanoi

    November 17, 2025 in Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    …Stimmen am Morgen auf dem Flur…dann der Blick zum Wecker…

    !!! MIST, VOLL VERPENNT !!!

    Um 8:30 Uhr ist Abfahrt und jetzt ist es 7:45 Uhr! Zwei Wecker waren gestellt, der eine für den nächsten Tag und der andere für heute, aber leider auf lautlos gestellt. Nix wie raus aus den Federn, angezogen und voll verpeilt eine Etage tiefer im Restaurant angekommen. Kurz gefrühstückt und dann will schon der Bus abfahren.
    Den heutige Morgen widmen wir einen der wichtigsten Persönlichkeiten des Landes – dem noch heute verehrten Ho Chi Minh, den die Vietnamesen liebevoll Onkel Ho nennen. Im Ho-Chi-Minh-Komplex schauen wir das Mausoleum des einstigen Revolutionsführers und den Präsidentenpalast an. Normalerweise wären wir ins Mausoleum hineingegangen, aber leider hat unser Reiseführer nicht gewusst, dass heute Montag ist und da ist das Mausoleum geschlossen.
    Danach ging‘s auf einen Abstecher in den Park vom Mausoleum zum Literaturtempel.
    Einer Teezeremonie durften wir auch noch beiwohnen, sehr interessant und auch sehr zeitintensiv. Der Tee wird in drei Runden getrunken, also dreimal aufgegossen und schmeckt jedesmal anders. Dazu gabs ein paar Snaks und beim Trinken werden auch alle bedacht, die irgendwas mit dem Tee und der Ernte und und und zu tun hatten. Das dauert natürlich…
    Zum anschließenden Mittagessen fuhren wir mit dem Bus in ein recht gutes Restaurant. Als wäre das nicht schon genug steuerten wir nach dem Essen direkt in die nächste Bar um einen Kaffee zu trinken. Da zeigte man uns in guter alter Touri-Tradition, wie einen Kaffee mit Eierlikör, den Egg-Coffee, zubereitet. Wahnsinnig spannend…
    Nach soviel Essen und trinken mussten wir 500 Meter zu Fuß (!) in die nächste Kneipe laufen. An sich ist das nicht erwähnenswert, nur liegt sie direkt an einer Eisenbahnlinie an der der Zug im Abstand von 2 Metern an der Kneipe vorbei fährt. Dass muss man gesehen haben, unglaublich.
    Jetzt geht es zum Hoam Kiem See, quasi das Namens-Pendant zum Chiemsee. Der See hat ein paar Schildkröten im Wasser und hat einen historischen Hintergrund, wegen der Schildkköte und einem goldenen Schwert, irgendwas mit einem Kampf gegen die Chinesen, die dann im Kampf erfolgreich geschlagen worden sind usw. Dem Ort haben wir noch ein paar schöne Bilder abgetrotzt bevor wir von unserem Guide den Nachmittag frei bekommen hatten.
    Nach dem sich bei uns ein Gefühl der Unterhopfung eingestellt hatte, war die Aufgabe auf dem Weg zum Hotel eine schöne Kneipe zu suchen, wo wir der Unterhopfung entgegenwirken konnten. Das war auch nicht schwer, denn gefühlt alle 20 Meter kann man immer irgendwo etwas essen oder trinken. Wir hatten uns für eine Kneipe mit Dachterrasse entschieden und hatten hier ein schönen Ausblick auf das Gewussel unter uns.
    Zum Hotel waren es jetzt nur noch ein paar hundert Meter durch Strassen, die völlig verstopft mit Leuten, Mopeds, Autos und durch Touristen wie uns waren. Spektakulär kann ich da nur sagen. Es war ein Getümmel und ein Lärm, den man sich so nicht vorstellen kann. Wir habe es überlebt, das Hotel in Sicht und man glaubt es nicht: 100m vor dem Hotel hatten wir schon WLAN-Empfang vom Hotel! Der Guide sagte uns am Anfang der Reise, dass die Internet-Verbindung in Vietnam sehr stark ist. Da hatte er wohl Recht.
    Jetzt werden noch die Sachen für morgen gepackt, denn wir müssen sehr früh raus und haben eine 7-stündige Fahrt vor uns. Verschlafen gibts morgen nicht…
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