Mit dem Tuk Tuk unterwegs
3 dicembre 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C
Wir erwachen mit den Geräuschen der Natur – zumindest dachten wir das. In Wahrheit beginnt der Tag schon um 5 Uhr mit einer Sinfonie aus Klospülung, Duschgeplätscher und der großen Oper „Allgemeine Körperpflege“. Und das nicht nur einmal. Was für ein herrlicher Start in den Tag… unser Wecker hat zu diesem Zeitpunkt noch gemütliche zwei Stunden Schönheitsschlaf vor sich.
Vor dem Frühstück werden noch schnell ein paar Fotos vom Homestay gemacht – man weiß ja nie, wann man das nächste Mal so idyllisch mitten im Grün aufwacht… oder vom Bad nebenan geweckt wird.
Nach dem Frühstück tuckern wir mit dem Boot nach Vinh Long, bummeln über den kleinen Straßenmarkt und probieren uns durch ein paar Früchte. Highlight: Ein kleines Mädchen auf dem Moped singt uns ein astreines „Happy Birthday“ auf Englisch vor. Ohne Vorwarnung. Einfach so. Beste Marktunterhaltung überhaupt.
Weiter geht’s mit dem Bus, etwa anderthalb Stunden Richtung Tra Vinh. Dort steigen wir in Tuk Tuks um – denn wenn die Einheimischen so fahren, dann machen wir das natürlich auch. Zuerst besuchen wir ein Khmer-Museum, dann düsen wir weiter zu einer Pagode. Dort bekommen wir eine traditionelle Khmer-Tanzvorführung geboten, elegant dargeboten von einer jungen Frau, die das sicher seit frühester Kindheit perfektioniert hat. Danach folgt – wie könnte es anders sein – die obligatorische Fotosession mit der Tänzerin. Machen ja alle Touris…
Wir brausen weiter durch die üppige Landschaft und halten bei einer Familie für einen Tee. Dort dürfen wir sogar versuchen, selbst Reisflocken herzustellen. „Versuchen“ ist hierbei das entscheidende Wort – aber hey, wir waren bemüht!
Die Khmer sind zwar eine Minderheit in Vietnam, stellen in dieser Region aber die Mehrheit und betreiben viel traditionelles Handwerk. Und das schmeckt man bei den lokalen Leckereien, die dort hergestellt werden.
Als Nächstes steht die hübsche Ang-Pagode auf dem Programm, ein wichtiger spiritueller Ort für die Khmer. Nur ein paar Kilometer weiter warten dann Mönche auf uns, die uns in einer kleinen Zeremonie für die weitere Reise segnen. Wir fühlen uns direkt mindestens 15 % erleuchteter.
Unser Reiseleiter Cham besorgt uns noch einen einfachen Snack den wir im Tuk-Tuk essen, bevor wir uns auf die Rückreise nach Vinh Long machen. Unterwegs gibt’s aber noch einen spannenden Stopp: Auf einer Kokosnuss-Farm lernen wir, wie die nur hier vorkommende Wachspalme angebaut und verarbeitet wird – Kostprobe inklusive. Und nein, wir haben uns nicht zweimal bedienen lassen. Vielleicht dreimal.
Am frühen Abend sind wir wieder im Homestay und lassen den Tag entspannt ausklingen – diesmal hoffentlich ohne die morgendliche Badezimmer-Sinfonie.Leggi altro




























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