• Tanah Rata, Cameron Highlands

    October 2, 2023 in Malaysia ☁️ 22 °C

    Als wir am Busbahnhof ankamen mussten wir uns erstmal durch die Hauptstraße mit den ganzen Restaurants, die einen voll labern und ins Restaurant locken wollen, durchschlagen. Als wir im Hostel ankamen, wussten wir, dass könnten harte drei Nächte werden. Zum Einen sah der Ort nicht gerade einladend aus und zum Anderen roch es in der Unterkunft mega nach Schimmel. Das einzig positive an der Unterkunft war, dass dort sehr viele Katzen rumlungerten. An unserem Ankunftstag machten wir nicht mehr viel. Wir haben Mittag gegessen, uns etwas ausgeruht und sind abends etwas essen gegangen. Den nächsten Tag verbrachten wir damit die möglichen Aktivitäten in der Umgebung mit den Roller abzuklappern. Wir waren im Time Tunnel Museum, dann in einer Teefabrik und anschließend noch bei einem Erdbeerfeld. Mich persönlich hat das alles nicht so umgehauen. Das Time Tunnel Museum war zwar ganz interessant aber eher etwas für Leute die wirklich auf Antiquitäten stehen, wozu ich nicht unbedingt gehöre. Hätten sie alte seltene Comics und Actionfiguren wäre es was anderes gewesen, aber sowas hatten sie nicht. Bei der Teefabrik haben mir die Sorten die man probieren konnte sehr gut gefallen. Besonders der Latte Green Tea war sehr interessant. Der Rest dort war jetzt nicht so besonders für uns, da wir bereits eine Teefabrik in Sri Lanka besucht hatten. Da Sri Lanka als das Land des Tees bekannt ist, war dort die Führung und alles drum herum wesentlich besser und liebevoller gemacht. Die Erdbeerfarm danach war absolut unnötig. Aus irgendeinem Grund werden diese Farmen in Südostasien als totales Spektakel dargestellt. Man kann dort alle möglichen Essens- und Trinkvarianten mit Erdbeeren bestellen und sogar Merchandise kaufen. Da man als Europäer jedoch Erdbeeren in der Regel sehr gut kennt war es für mich jetzt aber kein krasses Erlebnis. Am Tag danach hieß es dann früh aufstehen, damit wir einen Trek machen können. Wir entschieden uns dafür den Trail 10, der auf den Gunung Jasar führt abzulaufen und auf den Rückweg Trail 6 zu nehmen, der durch Dschungel und Teeplantagen führt und an einem Teehaus endet. Ich hatte vorab schon davon gehört gehabt, dass ein indischer Tourist kürzlich vermisst wurde und nach acht Tagen Suchaktion Tod aufgefunden wurde. Während wir den Berg hoch wanderten sahen wir immer wieder Überreste von Polizeiabsperrbändern. Nach kurzer Recherche erfuhren wir, dass die verstorbene Person tatsächlich genau den gleichen Weg gegangen ist. Ich muss auch sagen, dass der Weg hoch ziemlich anstrengend und gefährlich war. Man musste teilweise relativ hohe Abhänge und Baumwurzeln hoch klettern. Der Trail 6 war dann letztlich aber noch härter bzw. vor allem gefährlicher. Man musste oft an engen steilen abhängen entlang, rutschige steile Wege runter kraxeln und durch zugewachsene Pfade gehen. Zu unserem Glück fing es dann natürlich auch noch an zu regnen. Das machte die ganze Sache noch gefährlicher, sodass wir auch beide jeder mehrmals hingefallen bzw. ausgerutscht sind. Nach ca. 3h Rückweg kamen wir dann endlich beim Teehaus an und haben uns dort unseren wohlverdienten Kuchen mit Tee gegönnt. Mein Fazit zu dem Trek ist letztlich, dass ich froh bin ihn gemacht zu haben, weil es wirklich eine abenteuerliche Erfahrung war, jedoch kann ich nur davon abraten ihn alleine zu machen. Wenn man dort alleine ist und etwas passiert ist man echt sehr hilflos, da man dort meistens auch kein Netz hat.Read more