Bukit Lawang (Jungle-Trek)
October 28, 2023 in Indonesia
☁️ 29 °C
Unser Ziel in Bukit Lawang, war es während eines zweitägigen Dschungel-Treks frei lebende Orang Utans zu sehen. Orang Utans sind stark vom Aussterben bedroht und man kann sie auf der Welt nur noch an zwei Orten frei lebend finden. Zu diesen zwei Orten gehört Nordsumatra. Wir wurden mega herzlich in unserer Unterkunft in Bukit Lawang von dem Manager “DiDi Cool” und unserem Guide Helmi empfangen. Wir aßen erstmal Lunch in deren Restaurant und unterhielten uns etwas. Dann haben wir uns ein bisschen ausgeruht und abends nach unserem Abendessen mit dem Organisator der Dschungel-Treks alles nötige besprochen. Am nächsten Tag haben wir uns dann noch auf entspannt das Dorf angeschaut. Dazu mussten wir circa 40 Minuten gehen, da unsere Unterkunft relativ weit außerhalb war. Das Dorf an sich war aber echt sehr schön. Das Highlight ist der Fluss in der Mitte, indem die ganze Zeit Menschen schwammen und sich mit Reifen flussabwärts treiben ließen. Wir haben dann sogar da unseren ersten Thomas‘s Leaf Monkey gesehen. Er hockte gemütlich in einer Palme und hat an einer Bananenschale geknabbert. Das besondere a den Languren ist, dass sie nur in Nordsumatra zu finden sind und extrem witzig aussehen. Als wir dann zurück wollten ist etwas wirklich abgefucktes passiert. Wir standen am Straßenrand, um uns ein TukTuk zurück in unser Guesthouse zu nehmen. Während wir dort standen, sah ich eine Katze, die dort am Straßenrand lang gegangen ist. Ich drehte mich kurz um, weil Sarah etwas zu mir sagte und plötzlich hörten wir ein lautes Katzengeschrei. Wir drehten uns in die Richtung und sahen, dass die Katze von einem Auto überfahren wurde und mit einem verkrüppelten Gang unter dem langsam fahrenden Auto hervorkroch. Das Auto ist wohl über ihre Hinterpfoten oder sogar über ihr ganzes Hintergelenk gefahren. Man sah ihr den Schock und die Schmerzen sehr an. Dieser Anblick hat mir wirklich das Herz gebrochen. Ich weiß, dass sowas natürlich täglich auf der Welt passiert, aber eine vorerst gesunde Katze zu sehen, die innerhalb eines Momentes ein so schlimmes lebensveränderndes Ereignis erlebt war wirklich grausam. Jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich Katzen liebe und deshalb war es für mich nochmal besonders schlimm und ich hatte auch Tage danach noch immer wiederkehrende unangenehme Gedanken wegen diesem Ereignis, da sich die Bilder und das Gefühl der Machtlosigkeit so eingebrannt hat. Nichtsdestotrotz musste das Leben natürlich weitergehen und so starteten wir am nächsten Tag unseren Trek in den Dschungel. Dabei wurden wir von unserem Hauptguide Helmi und einem Assistenzguide namens Anto begleitet. Die beiden waren ein cooles Team. Helmi hat uns mit so viel Liebe und Witz Dinge gezeigt und erklärt und Anto ist erstmal vorgegangen, um schon mal nach Orang Utans Ausschau zu halten. Nach kurzer Zeit kam dann auch schon der Anruf von Anto, dass er welche gesichtet hat. Mit zügigen Schritten eilten wir zu dem Spot, den er meinte und dann sahen wir auch schon unseren ersten Orang Utan weit oben in den Bäumen. Kurz danach haben wir dann auch einen weiteren weiblichen Orang Utan mit einem Baby im Arm von ziemlich nahem gesehen. Es war echt ziemlich überwältigend ein so beeindruckendes Tier von so nah sehen zu dürfen. Zum runterkommen gab es dann erstmal ein paar Früchte. Anto packte aus seinem Rucksack plötzlich Drachenfrüchte, Bananen, Passionsfrüchte, Wassermelone und Mandarinen aus. Das war natürlich viel zu viel, aber mega lecker. Als wir etwas weiter gegangen sind sahen wir eine Gruppe von Thomas‘s Leaf Monkeys. Einer kam dann sogar auch ganz nah und es wirkte so als ob er gerne fotografiert wird. Danach gab es dann unser Mittagessen. Die Guides hatten für uns Nasi Goreng mit Ei, Chicken und Tofu dabei. Als Nachtisch gab es dann noch eine halbe Ananas für jeden. Also am verhungern waren wir auf jeden Fall nicht. Nach ungefähr 8 Stunden trekken kamen wir dann am Camp an. Dort entspannten wir erstmal, tranken Tee, spielten Tic Tac Toe und aßen Kekse. Später sind wir dann noch in den Fluss gegangen, um uns ein bisschen abzukühlen und zu waschen. Dann war auch schon Abendessenszeit und es gab Curry, Reis, Potatoecake und Chicken. Nach so einem langen Tag waren wir dann auch echt froh uns hinlegen zu können. Allerdings war das “Bett” absolut unbequem und die Schlafsäcke komplett durchnässt, weshalb die Nacht nicht so erholsam war, wie erhofft. Am nächsten Tag machten wir uns dann nach einem kurzen Frühstück wieder auf dem Rückweg. Der Plan war es aber diesmal nur ungefähr 3 Stunden zu einem Fluss zu gehen, von wo aus wir zurück ins Dorf mit einem Reifen raften würden. Auf dem Weg dorthin sahen wir Thomas’s Leaf Monkeys, einen Pig-tailed Macaque und einen Hornbill (Nashornvogel). Das e Pig-tailed Macaque Begegnung war aber am interessantesten, denn die können durchaus aggressiv sein. Und dieser war es wohl auch 😂. Nachdem wir ihn entdeckten und anhielten, um ihn zu beobachten und Fotos zu machen, kam er mit schnellem Gang auf uns zu und machte bedrohliche Geräusche. Helmi nahm einen Stock und versuchte ihn etwas zu verscheuchen. Wir gingen dann weiter, aber er verfolgte uns tatsächlich noch ein paar Minuten. Als wir ihn dann losgeworden sind, machten wir erstmal eine kleine Pause und aßen wieder diverse Früchte 😂. Kurz darauf erreichten wir dann den Fluss, wo es dann erstmal Mittagessen für uns gab. Wieder Nasi goreng mit Beilagen und zum Nachtisch Wassermelone und Ananas. Ich glaube ich habe noch nie so viel gegessen wie in diesen beiden Tagen. Nachdem wir fertig waren begann dann der spaßige Part. Ungefähr 30 Minuten rafteten wir zu viert flussabwärts und wurden dabei ziemlich nass und hin und her geschleudert. Wieder im Guesthouse angekommen hieß es nur noch entspannen und erstmal verarbeiten, was man da alles in den letzten 36 Stunden erlebt hatte. Auch wenn es mega anstrengend war, wir uns am Ende extrem versifft gefühlt haben, von Blutegeln und Moskitos halb aufgefressen wurden und Sarah mehrmals hingefallen ist war diese Tour auf jeden Fall einer unserer Highlights im Leben bisher und ich kann es nur jedem empfehlen sowas einmal im Leben zu machen.Read more











