Ekkodalen und die Gamle Borg
November 27, 2025 in Denmark ⋅ 🌬 5 °C
Das Ekkodalen (Echotal) ist Bornholms längstes und spektakulärstes Spaltental. Es liegt im Herzen der Insel, mitten im Waldgebiet Almindingen. Es erstreckt sich über etwa 15 Kilometer von Saltuna an der Nordostküste bis zur Vallensgårds-Mose, ist bis zu 70 Meter breit und beeindruckt mit Felswänden von bis zu 20 Metern Höhe.
Geologische Entstehung
Es entstand durch tektonische Kräfte, die den Granit- und Gneisuntergrund aufbrechen ließen. Wind, Wasser und Frost formten die Bruchzonen weiter und schufen die markanten, steil aufragenden Felswände. Während der Eiszeiten modellierten Gletscher die Landschaft zusätzlich und hinterließen charakteristische Spuren wie Gletscherschrammen an den Felsen.
Das berühmte Echo
Das Tal ist besonders für sein Echo bekannt, das entsteht, wenn der Schall von den steilen Felswänden reflektiert wird. Der beste Ort, um dieses akustische Phänomen zu erleben, ist die H.C.-Ørsted-Quelle, die sich etwas links vom Hauptweg nahe dem Parkplatz am Ekkodalshuset befindet. Dänen testen das Echo traditionell mit dem Ruf „Hvad drikker Møller?” („Was trinkt Müller?“), worauf das Echo mit „Øller!“ („Bier!“) antwortet. Ich habe es ausprobiert und man sollte das Echo nicht überbewerten. Es kommt nicht vielfach zurück, wie man es aus klischeehaften Filmen über Echos in den Bergen kennt. Es ist eher kurz und knapp, aber doch recht deutlich zu hören.
Natur und Wandermöglichkeiten
Die Hänge sind mit über 200 Jahre alten Eichen- und Buchenwäldern bewachsen, die unter Naturschutz stehen. Im Tal selbst weiden Kühe auf den Wiesen und bewegen sich frei umher, sodass Besucher sich das Tal mit den Tieren teilen. Deshalb muss man auf den Wegen auch einigen fetten Tretminen ausweichen.
Praktische Informationen
Das Ekkodalen liegt zentral auf Bornholm, südlich des Almindingen-Waldes, in der Nähe von Aakirkeby, und ist kostenlos zugänglich. Der Hauptparkplatz befindet sich am Ekkodalshuset.
Gamleborg – die „alte Burg“
Gamleborg ist Bornholms älteste Festung. Sie liegt seitlich neben dem Ekkodalen auf einer Anhöhe im Almindingen-Wald. Die um 750 nach Christus erbaute Wikingerfestung wurde auf einem schwer zugänglichen Felsplateau errichtet und diente als Hauptsitz der Bornholmer Könige sowie als Zufluchtsburg für die Inselbevölkerung bei feindlichen Überfällen. Die massive Anlage war 264 Meter lang und 110 Meter breit. Sie wurde um 1100 mit einer bis zu sechs Meter hohen Steinmauer verstärkt, aber kurz darauf zugunsten der moderneren Lilleborg aufgegeben. Heute sind nur noch die Ruinen der Wallanlage zu sehen. Diese sind über einen gut ausgeschilderten Wanderweg vom Ekkodalen aus erreichbar.Read more






















