• Beehive Huts

    6. juni, Irland ⋅ ☁️ 13 °C

    Die "Beehive Huts" (irisch: "Clocháin") sind eine Ansammlung frühzeitlicher konischer Steinhütten aus Trockenmauerwerk auf der Dingle-Halbinsel in County Kerry, Irland. Die bekannteste Gruppe befindet sich in "Fahan", etwa 13 km westlich von Dingle, direkt am Slea Head Drive mit Blick auf den Atlantik. Den Namen „Beehive“, also Bienenstock, verdanken Sie der Tatsache, dass sie wie Bienenstöcke aussehen.

    Die Hütten wurden ohne Mörtel errichtet: Steine wurden in konzentrischen Ringen geschichtet, wobei jede Lage etwas weiter nach innen ragte, bis eine Kappe den konischen Abschluss bildete. Diese Bauweise („corbelling") ermöglichte eine stabile, wetterfeste Konstruktion – die Steine zeigen nach außen leicht abwärts, sodass Regenwasser abläuft und das Innere trocken bleibt.

    Der Ursprung der Hütten ist archäologisch nicht eindeutig geklärt. Manche Quellen datieren sie ins Frühe Christentum (8. bis 12. Jahrhundert, vermutlich als Unterkünfte für Mönche), andere gehen auf das Neolithikum zurück (über 1.400 Jahre alt). Historisch dienten sie wahrscheinlich als Wohnstätten, Lager oder Schutz für Farmer – einige wurden sogar nach der normannischen Invasion genutzt.

    Von ursprünglich über 400 Hütten auf der Halbinsel sind heute nur noch wenige erhalten. Die Fahan-Gruppe ist eine der bestbekannten und umfasst neben den Hütten weitere archäologische Funde wie Menhire, geschnitzte Kreuze, Ruinen alter Forts und eine mittelalterliche Kirche.

    Die Beehive Huts bieten einen einzigartigen Einblick in die antike und mittelalterliche irische Bautechnik und sind ein bedeutendes kulturelles Denkmal der Wild Atlantic Way.
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