• Doolin Cave

    7. juni, Irland ⋅ 🌧 14 °C

    Die "Doolin Cave" (irisch: Pol an Ionain) ist eine Kalksteinhöhle nahe dem kleinen Fischerdorf Doolin am Westrand des Burren im County Clare, Irland. Sie liegt etwa 80 Kilometer südlich von Galway an der Westküste Irlands am Atlantischen Ozean. Die Höhle befindet sich unter einem Kalksteintal, das wahrscheinlich in warmen Perioden vor der letzten Eiszeit entstand und heute von glazialen Gesteinen und Lehm bedeckt ist. Ihre Entstehung begann vor etwa 350 Millionen Jahren, als schwach säurehaltiges Wasser vom nahegelegenen Schiefer die Kalksteinriffe allmählich löste.

    Das bedeutendste Merkmal der Doolin Cave ist der sogenannte "Great Stalactite" (Großer Stalaktit). Er ist 7,3 Meter lang und gilt als der längste frei hängende Stalaktit in Europa sowie als der größte Stalaktit der nördlichen Hemisphäre. Mit einem Gewicht von etwa 10 Tonnen wächst er nur 2,5 Zentimeter pro 100 Jahre und würde bei diesem Wachstum noch etwa 30.000 Jahre benötigen, bis er den Höhlenboden erreichen würde. Dieser eindrucksvolle Tropfstein ist bereits mindestens 70.000 Jahre alt.

    Die Höhle wurde 1952 von den Universitätsstudenten J.M. Dickenson und Brian Varley entdeckt, die einem kleinen Fluss unter einer großen Kalksteinklippe folgten, der zwischen Felsen verschwand. Sie zwängten sich durch die enge Passage, um mehr als 400 Meter bis zur großen Kammer vorzudringen. 1990 kaufte das Ehepaar John und Helen Browne das Land. Es wurden Zugänge und ein "Treppenhaus" erschaffen, sodass die Höhle seit 2006 als Schauhöhle für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

    Für Besucher führt ein Pfad über 125 Stufen bis zu 21 Meter unter die Erde in dieses geologische Wunderland. Die geführten Touren dauern etwa 45 Minuten und finden stündlich statt. Direkt vor Ort gibt es ein Besucherzentrum mit Möglichkeiten für Essen und Getränke sowie einen Souvenirshop. Ein ein Kilometer langer Naturweg um das Besucherzentrum führt durch die umliegende Landschaft mit seltenen Pflanzen und Tieren.
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