• Lynchs Memorial Window

    8. juni, Irland ⋅ 🌬 14 °C

    Das Lynch’s Memorial Window in Galway ist ein kleines, aber sehr bekanntes Denkmal an der Market Street, direkt bei St. Nicholas’ Church. Es erinnert an die berühmte Legende von James Lynch Fitz Stephen, dem Bürgermeister von Galway. Der hat 1493 angeblich seinen eigenen Sohn wegen eines Mordes an einem Fremden eigenhändig aus dem Fenster seines Hauses durch Erhängen hingerichtet.

    Das Denkmal besteht aus einem gotisch wirkenden Fensterfragment mit einer Tafel und einem Symbol aus Totenkopf und gekreuzten Knochen. Die Inschrift verweist auf „Sterblichkeit“ und „Vanitas“, also auf die Vergänglichkeit des Lebens.

    Die Geschichte ist in Galway tief verankert, wird aber oft als Mischung aus historischer Überlieferung und Legende verstanden. Der Ort selbst wurde später als Erinnerungsstätte neu gefasst; einige Quellen erwähnen, dass die heutige Form des Memorials aus dem 19. Jahrhundert stammt.

    Für viele Besucher ist das Fenster ein typischer Galway-Ort: klein, leicht zu übersehen, aber geschichtsträchtig. Es verbindet Stadtgeschichte, lokale Legenden und die Tradition der „Tribes of Galway“, also jener einflussreichen Familien, zu denen die Lynchs gehörten. Das Wort "Lynchmord" oder "lynchen" soll nicht im Zusammenhang mit diesem Ereignis stehen.
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