Unser 3. Reiseland - Litauen
April 23 in Lithuania ⋅ 🌬 12 °C
Nach einer etwas stürmischen Nacht beginnt für uns ein ganz besonderer Tag: Wir verabschieden uns von Polen und sagen „Labas“ zu Litauen. Ein neues Land, neue Eindrücke – und die Vorfreude reist natürlich mit.
Polen hat uns wirklich überrascht. Es ist ein unglaublich vielseitiges und wohnmobilfreundliches Reiseland. Die Straßen sind in einem hervorragenden Zustand, die Menschen begegnen einem entspannt und freundlich, ganz ohne Hektik. Besonders angenehm: die gute Infrastruktur und die moderaten Preise. Einziger kleiner Wermutstropfen – Camping- und Stellplätze sind oft nur bar zu bezahlen, dafür wird neben Złoty fast immer auch der Euro akzeptiert.
Bevor wir die Grenze erreichen, machen wir noch einen kleinen Zwischenstopp, um unsere letzten Złoty sinnvoll auszugeben – und entscheiden uns für eine gute Flasche Wein (aus Italien!). Bis zur Grenze sind es nur etwa 30 Kilometer. Schon von Weitem sehen wir die Kontrollstelle. Tatsächlich wird hier jedes Fahrzeug angehalten. Ein kurzer Austausch auf Englisch, einen Blick auf unsere Ausweise und ein Blick ins Wohnmobil – und schon heißt es: Willkommen in Litauen!
Unser erster Halt im neuen Land ist ein einfacher Rastplatz. Mit einem Kaffee in der Hand betreten wir zum ersten Mal litauischen Boden. Die Sonne scheint, die Luft ist mild – ein perfekter Moment, um einfach kurz innezuhalten und anzukommen.
Am Nachmittag fahren wir weiter zu unserem ersten Übernachtungsplatz: ein kleiner Waldparkplatz mit einem beeindruckenden Aussichtsturm. Ganze 25 Meter ragt er in die Höhe. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen. Für Yvonne ist der Aufstieg eine kleine Herausforderung, doch oben angekommen werden wir mehr als belohnt.
Vor uns breitet sich die weite Landschaft des Dzūkija-Nationalparks aus. Der Blick schweift über dichte Wälder, den ruhig dahinfließenden Fluss Nemunas – und sogar bis hinüber nach Belarus. Der Turm selbst ist ein echtes architektonisches Highlight: Seine Konstruktion erinnert an eine Gruppe von Bäumen, die Plattformen wirken wie stilisierte Kiefernkronen, und der Aufstieg fühlt sich an wie ein kleiner Spaziergang durch den Wald – nur eben in luftiger Höhe.
Die Nemunas, auch als „Vater der litauischen Flüsse“ bekannt, begleitet diese Szenerie in aller Ruhe. Mit ihren 937 Kilometern gehört sie zu den längsten Flüssen Europas. Im Winter gefriert sie teilweise und trägt eine Eisschicht – ein faszinierender Gedanke, während wir jetzt auf das sanft fließende Wasser blicken.
Am Abend lassen wir unseren ersten Tag in Litauen ganz entspannt ausklingen. Die untergehende Sonne taucht die Landschaft in warme Farben, und wir genießen die Ruhe in unserem Wohnmobil. Ein gelungener Start in ein für uns völlig neues Land – und wir sind gespannt, was noch vor uns liegt.Read more






















TravelerGuter Gott, auf den Turm wäre ich ja nie hinauf gekommen und schon gar nicht wieder herunter 🫣🫣
TravelerLandschaftlich geht es fast gleich weiter, einfach andere Sprache. Der Turm wäre mein Untergang, den würde ich nur von unten anschauen. Speziell ist er ja.
Traveler
Tolle Konstruktion