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2026.3 Nordkap Ost-Route

Entlang der Ostseite Europas machen wir uns auf den Weg zum Nordkap. Die Rückfahrt verläuft durch Schweden – 21 Wochen voller Eindrücke, Natur und Abenteuer liegen vor uns.
Kommt mit und begleitet uns.
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    🇵🇱 Niepolomitz, Polen

    Krakau - ehemalige Hauptstadt

    Yesterday in Poland ⋅ ☁️ 6 °C

    Der Tag beginnt mit einem kurzen Moment Sonnenschein, doch die frische Luft lässt uns schnell zur Mütze greifen. Es ist einer dieser Morgen, an denen man spürt, dass der Frühling zwar da ist, sich aber noch nicht ganz durchgesetzt hat.

    Noch bevor wir richtig in den Tag starten, bekommen wir besonderen Besuch: Zwei Alpakas und eine kleine Ziege schauen bei uns vorbei. Sie gehören zum Campingplatz und übernehmen hier ganz natürlich die Rasenpflege. Der Betreiber bringt uns sogar Karotten, sodass wir die Tiere füttern dürfen. Während die Alpakas neugierig und zutraulich sind, hält sich die Ziege lieber im Hintergrund und beobachtet das Geschehen mit vorsichtiger Distanz. Ein herrlich entschleunigter Start in den Tag.

    Der Campingplatz selbst ist ziemlich matschig, doch wir schaffen es problemlos hinaus und machen uns auf den Weg Richtung Krakau.

    Schon bald erreichen wir die Stadt und steuern einen bewachten Parkplatz an, den wir über park4night gefunden haben. Die Lage ist ideal – nur etwa 800 Meter vom Zentrum entfernt. Kaum angekommen, beginnt es leicht zu nieseln. Dick eingepackt und mit Regenschirm ausgestattet, machen wir uns trotzdem auf den Weg.

    Krakau zeigt sich trotz des grauen Wetters von seiner schönen Seite. Die Stadt gehört zu den ältesten und beeindruckendsten in Polen und war einst sogar Hauptstadt. Die Altstadt ist hervorragend erhalten und erzählt Geschichten aus Mittelalter, Renaissance und Moderne. Überall entdecken wir prächtige Gebäude, die restauriert sind.

    Schon bald stehen wir auf dem großen Marktplatz. Passend zur Jahreszeit findet hier ein Ostermarkt statt, der dem Platz zusätzlich Leben einhaucht. Trotz des Regens schlendern wir einmal rundherum, bestaunen die Fassaden und das Rathaus in der Mitte. Eine Passage im Inneren (Krakauer Tuchhallen) bietet uns die perfekte Gelegenheit, auch im Trockenen ein wenig zu bummeln.

    Ein weiteres Highlight ist der Besuch der Marienkirche. Die Atmosphäre im Inneren ist beeindruckend, auch wenn wir den berühmten Trompetenruf zur vollen Stunde leider verpassen.

    Für den heutigen Tag haben wir uns eine Stadttour zusammenstellen lassen, die uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führt. So geht es weiter hinauf zum Wawel-Schloss, der ehemaligen Residenz der polnischen Könige. Von dort oben genießen wir einen schönen Blick auf die Weichsel. Auch die Kathedrale beeindruckt uns sehr.

    Zum Abschluss erkunden wir noch das Viertel Kazimierz, das mit seiner jüdischen Geschichte, kleinen Cafés und Bars eine ganz besondere Stimmung versprüht. Der Rückweg führt uns entlang der Weichsel zurück zu unserem Wohnmobil, während der Regen langsam stärker wird.

    Unterwegs gönnen wir uns noch zwei Pączki – gefüllt mit Kirsch- und Himbeermarmelade. Zurück im Wohnmobil genießen wir sie mit einer heißen Tasse Tee und wärmen uns wieder auf. Ein perfekter Moment, um den Tag kurz innezuhalten.

    Zum Übernachten bleiben wir nicht in der Stadt. Stattdessen fahren wir noch ein Stück weiter ins Umland. Durch den dichten Feierabendverkehr geht es hinaus aus Krakau, bis wir schließlich einen ruhigen Platz finden, an dem wir den Abend entspannt ausklingen lassen.
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  • Pläne ändern sich!

    March 31 in Poland ⋅ ☁️ 5 °C

    Vor ein paar Tagen haben wir spontan beschlossen, auf einem Campingplatz in der Nähe von Krakau eine kleine Pause einzulegen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellt: Seit gestern Nachmittag regnet es ununterbrochen, und auch morgen früh soll es weiter regnen. Alles um uns herum ist matschig und aufgeweicht – wir hoffen nur, dass wir morgen wieder problemlos vom Platz wegkommen.

    Eigentlich hatten wir vor, diese Woche Auschwitz-Birkenau zu besuchen, das wohl berühmteste Konzentrationslager. Doch daraus wird nichts. Momentan haben wir auch einfach keine Lust, uns in die Menschenmassen zu stürzen. Seit dem 1. März werden Tickets ausschließlich online vergeben – sowohl für Führungen als auch für den freien Eintritt. Für die nächsten Wochen ist alles ausverkauft. Vor Ort gibt es keine Möglichkeit, Tickets zu kaufen, und ohne Ticket darf man gar nicht erst anreisen. In der Vergangenheit standen Besucher schon um 4 Uhr morgens an den Toren, um Einlass zu bekommen – täglich 6.000 bis 7.000 Menschen. Allein der Gedanke an diese Menschenmassen lässt uns an einem Besuch zweifeln.

    Vielleicht wird die Handhabung in Zukunft etwas gelockert, sodass nicht alle Tickets Wochen im Voraus verkauft werden. Aber im Moment genießen wir es einfach, nicht alles planen zu müssen, sondern den Moment zu nehmen, wie er kommt.

    Heute machen wir es uns gemütlich im Wohnmobil. Ein Spaziergang draußen? Fehlanzeige – zu matschig und zu nass. Stattdessen genießen wir die ruhige Zeit, lesen, schreiben und lassen den Regen einfach auf uns wirken.
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  • Weltkulturerbe oder Touristenattraktion?

    March 30 in Poland ⋅ 🌧 4 °C

    Die Nacht am Friedhof war überraschend ruhig – und fast ein wenig romantisch. Überall flackerten Lichter und Kerzen, eine ganz besondere Atmosphäre. Wir haben jedenfalls hervorragend geschlafen.

    Am heutigen Morgen heißt es schon bald wieder: weiterziehen. Unser Programm mussten wir kurzfristig anpassen, denn Tickets für die Salzmine von Wieliczka haben wir nur für heute – auf Deutsch – bekommen. Da die Mine ausschließlich im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann, ist das natürlich ein klarer Vorteil. Unser Tipp: Tickets unbedingt im Voraus online buchen! Vor Ort kann es gut sein, dass alles ausverkauft ist.

    Schon bei der Ankunft wird klar: Diese Sehenswürdigkeit ist perfekt auf Tourismus eingestellt. Es gibt jede Menge Parkplätze – für Autos, Busse und Wohnmobile. Gefühlt gibt es hier sogar mehr Busse- als PKW-Parkplätze.

    Pünktlich um 14:15 Uhr startet unsere Führung. Helm brauchen wir heute keinen, wir sind auf der sogenannten „touristischen Route“ unterwegs – dafür gibt es einen Audioguide. Gleich zu Beginn geht es ordentlich zur Sache: 320 Stufen führen uns 64 Meter in die Tiefe. Das merkt man in den Beinen!

    Danach geht es auf gut ausgebauten Wegen weiter – oft laufen wir tatsächlich über Salz. Zwischendurch immer wieder Treppen, immer weiter nach unten. Der tiefste Punkt unserer Tour liegt bei 135 Metern unter der Erde.

    Die Salzmine selbst ist beeindruckend alt: Seit dem 13. Jahrhundert wurde hier Salz abgebaut und bis 1998 aktiv gearbeitet. Heute ist sie ein Museum und seit 1978 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Insgesamt erstreckt sich die Mine über bis zu 300 Kilometer Gänge und neun Ebenen – gesehen haben wir davon allerdings nur einen Bruchteil (2% und 3 Ebenen).

    Die Mine ist nicht einfach nur ein Bergwerk – sie wirkt eher wie eine unterirdische Stadt:

    🏛️ Kapellen aus Salz, vor allem die berühmte St.-Kinga-Kapelle
    🗿 Skulpturen, komplett aus Salz gehauen (z. B. „Das letzte Abendmahl“)
    🌊 Unterirdische Seen
    🕯️ Große Hallen, Kronleuchter – ebenfalls aus Salz gefertigt

    Alles wurde über Jahrhunderte von Bergleuten geschaffen, oft in ihrer Freizeit.

    Trotz all der Eindrücke bleibt ein kleiner Wermutstropfen. Die Führung ist ziemlich straff organisiert, unser Guide eilt zügig von Station zu Station. Zeit zum Innehalten und Staunen bleibt kaum. Teilweise fühlt es sich eher nach „Durchschleusen“ an – ein bisschen wie im Freizeitpark.

    Nach etwas mehr als zwei Stunden ist alles vorbei. Ein Museumsbesuch wird uns noch empfohlen, aber wir verzichten – es reicht für heute. Stattdessen geht es bequem mit dem Stollen-Lift zurück nach oben.

    Unser Fazit: Wenn man in der Gegend ist, sollte man die Salzmine von Wieliczka auf jeden Fall gesehen haben. Ein absolutes Highlight war es für uns allerdings nicht. Ohne die beeindruckende St.-Kinga-Kapelle würden wir den Besuch vermutlich nicht unbedingt weiterempfehlen – aber genau sie macht den Ort dann doch besonders.
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  • Untertagebau - Zeche Guido

    March 29 in Poland ⋅ ☁️ 6 °C

    Der Tag beginnt ungewöhnlich lebhaft – und das schon früh am Morgen. Es ist Palmsonntag und bereits um 7:00 Uhr ist unser Übernachtungsplatz komplett zugeparkt. Kirchgänger strömen in Scharen zur Messe, jeder mit einem kleinen Sträußchen in der Hand, das gesegnet werden soll.

    Kaum ist die erste Messe um 8:00 Uhr vorbei, leert sich der Platz schlagartig. Für einen kurzen Moment kehrt Ruhe ein – doch nicht für lange. Um 9:00 Uhr beginnt bereits die nächste Messe, und das geschäftige Treiben startet von vorn. Es wirkt fast wie in einem Bienenstock.

    Erst gegen 10:00 Uhr ist der Spuk vorbei. Die Autos verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind – und auch wir nutzen die Gelegenheit, endlich aufzubrechen.

    Unser Ziel ist die Guido Mine in Zabrze – eines der tiefsten Besucherbergwerke Europas. Die ehemalige Steinkohlezeche wurde Ende des 20. Jahrhunderts stillgelegt und dient heute als eindrucksvolles Zeugnis der Bergbaugeschichte.

    Für den Nachmittag haben wir eine Führung auf Deutsch gebucht – etwas, das wir jedem nur empfehlen können.

    Pünktlich um 15:00 Uhr geht es los. Ausgerüstet mit Helm werden wir von unserem Guide abgeholt – einem ehemaligen Bergmann mit über 30 Jahren Erfahrung. Schon die Einfahrt ist spektakulär: In einem originalen Förderkorb fahren wir 320 Meter in die Tiefe – in nur 80 Sekunden. Ein Moment, den man so schnell nicht vergisst.

    Unten angekommen tauchen wir in eine völlig andere Welt ein. Die Zeche ist zwar nicht mehr aktiv, doch viele Maschinen sind noch erhalten – und werden für uns sogar in Betrieb genommen. Das Dröhnen, Knirschen und Rattern der alten Geräte lässt erahnen, wie hart und laut die Arbeit hier einst war.

    Während der rund zweistündigen Führung erkunden wir die Stollen und erfahren aus erster Hand, wie der Alltag der Bergleute aussah. Besonders eindrücklich sind die Schilderungen der Gefahren: Einstürze, Gase, Lärm – und wie wichtig Erfahrung und Aufmerksamkeit waren, um Risiken frühzeitig zu erkennen.

    Ein weiteres Highlight ist die Fahrt mit der unterirdischen Schwebebahn. Heute deutlich komfortabler, aber auf derselben Strecke wie früher – ein spannender Blick in die Vergangenheit.

    Mit der Zeit verliert man völlig das Gefühl dafür, wie tief man sich unter der Erde befindet.

    Der krönende Abschluss erwartet uns ganz am Ende der Tour: die tiefstgelegene Bar der Welt – auf 320 Metern unter Tage.

    Zum Vergleich: Der Eiffelturm ist etwa genauso hoch – nur eben nach oben statt nach unten. Ein faszinierender Gedanke.

    Wer in der Region unterwegs ist, sollte sich die Guido Mine auf keinen Fall entgehen lassen.

    Am Abend fahren wir weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz – diesmal wieder ganz ruhig, fast schon symbolisch: direkt an einem Friedhof, etwas außerhalb von Zabrze.

    Ein Tag voller Gegensätze geht zu Ende.
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  • Toszek - kleine Stadt mit Geschichte

    March 28 in Poland ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute Morgen starten wir ganz entspannt in den Tag: Während Yvonne noch eine Maschine Wäsche wäscht und das Wohnmobil durchsaugt, bereiten wir alles für die Weiterfahrt vor. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Platzbetreiber und der Ver- und Entsorgung geht’s los.

    Doch kaum auf der Autobahn – ein kurzer Schreckmoment 😅
    Eine Mautstelle! Können wir hier einfach durchfahren? Das Schild ist nur auf Polnisch und nicht sofort verständlich. Vorsichtig rollen wir weiter und merken: Diese Anlage stammt noch aus der Zeit vor dem heutigen e-TOLL-System. Ab hier muss jedoch jeder Maut bezahlen.

    Die Fahrt selbst ist wunderschön: weite Felder, viele Rehe, sogar ein Fuchs zeigt sich kurz 🦊 Wälder und kleine Seen begleiten uns durch die abwechslungsreiche Landschaft.

    Am Ziel angekommen: ein Parkplatz direkt an der Burg von Toszek 🏰
    Die Burg aus dem 14. Jahrhundert wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut – und sogar Johann Wolfgang von Goethe soll hier einmal übernachtet haben!

    Heute ist die Anlage liebevoll restauriert, frei zugänglich und mit spannenden „Sprechsäulen“ ausgestattet – sogar auf Deutsch. Außerdem dient sie als Kulisse für verschiedene Kulturveranstaltungen.

    Die Altstadt ist klein, aber voller Charme: ein ruhiger Marktplatz, schlesische Architektur und eine angenehm entspannte Atmosphäre.

    🍰 Zum Abschluss des Tages sichern wir uns noch zwei Stück Kuchen aus einer lokalen Tortenbäckerei – perfekt für später. Den Nachmittag lassen wir gemütlich im Wohnmobil ausklingen und arbeiten noch an unserem Video, das morgen online gehen soll.

    Toszek ist kein Touristen-Hotspot – und genau das macht es so besonders ❤️.
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  • Breslau

    March 27 in Poland ⋅ ⛅ 5 °C

    Bei strahlendem Sonnenschein führt uns unsere Reise tiefer hinein nach Wrocław – besser bekannt als Breslau. Unser Tagesziel: ein gemütlicher Stellplatz auf einem Hostel & Camp am Stadtrand. Die Fahrt dorthin verläuft entspannt, begleitet von weiten Landschaften und gelegentlichen Begegnungen mit Rehen am Straßenrand. Leider sind wir jedes Mal zu schnell vorbei, um den perfekten Schnappschuss zu erwischen.

    Nach einer kleinen Mittagspause machen wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Stadt. Das System ist einfach: Haltewunsch beim Einsteigen mit der Hand verlangen! Tickets lassen sich bequem direkt im Bus am Automaten lösen – Sprache wählbar, Bezahlung per Kreditkarte, ganz unkompliziert.

    Schon bei der Ankunft im Zentrum fällt uns auf, wie sauber und gepflegt alles wirkt. Die Menschen bewegen sich ruhig durch die Straßen, ohne Hektik – eine angenehme, fast entschleunigte Atmosphäre.

    Wenig später stehen wir mitten in der Altstadt von Wrocław. Sie gilt als eine der schönsten Europas – und das völlig zu Recht. Farbenfrohe Fassaden, lebendige Gassen und eine spürbare Geschichte prägen das Bild. Im Herzen der Stadt liegt der beeindruckende Rynek Wrocław, einer der größten Marktplätze Europas. Die prachtvollen Bürgerhäuser rundherum sind ein echter Blickfang.

    Doch Breslau ist nicht nur historisch – es lebt. Cafés, Restaurants und Bars laden überall zum Verweilen ein. Ob ein traditionelles polnisches Gericht oder ein Kaffee mit Blick auf die Altstadt: Die Gastfreundschaft ist überall spürbar.

    Für den perfekten Überblick wagen wir den Aufstieg auf den Turm der Maria-Magdalena-Kirche. 304 Stufen führen uns hinauf auf 91 Meter Höhe. Der Weg ist anstrengend – die hohen Stufen haben es in sich – aber die Aussicht über die Dächer Breslaus ist jede Mühe wert. Morgen werden wir unsere Beine wohl deutlich daran erinnert bekommen.

    Ein echtes Highlight sind die berühmten Breslauer Zwerge – kleine Figuren, die überall in der Stadt versteckt sind und jeweils ihre eigene Geschichte erzählen. Es macht richtig Spaß, sie beim Schlendern zu entdecken.

    Am späteren Nachmittag spazieren wir weiter zur Sandinsel und zur Dominsel – dem ältesten Teil der Stadt. Die Atmosphäre hier ist besonders ruhig. Trotz der kühlen Temperaturen bleibt das Wetter sonnig und lädt zum Verweilen ein.

    Zum Abschluss besuchen wir noch die Markthalle Wrocław – ein lebendiger Ort voller regionaler Produkte und Eindrücke.

    Am Abend geht es mit dem Bus zurück zu unserem Wohnmobil. Draußen ist es inzwischen deutlich kälter geworden – umso mehr freuen wir uns auf eine warme Dusche und lassen den Tag zufrieden ausklingen.
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  • 2. Reiseland - Polen

    March 26 in Poland ⋅ ☁️ 5 °C

    Der Morgen startet kalt und windig. Eigentlich hatten wir geplant, noch das Friedensdenkmal in Leipzig zu besuchen und sogar zu besteigen. Doch bei diesen Temperaturen entscheiden wir uns dagegen – das heben wir uns für einen nächsten Besuch auf.

    Also machen wir uns gemütlich auf den Weg in Richtung Polen. Für uns beide ist es ein völlig unbekanntes Land, und wir verspüren eine Mischung aus Vorfreude und Respekt. Mit etwas Umsicht und Vorsicht, da sind wir uns sicher, wird uns in den nächsten 30 Tagen eine spannende Reise entlang der Ostflanke Polens erwarten.

    Kaum sind wir unterwegs, gibt es den ersten kleinen Dämpfer: Unser Steuerungs-Panel im Wohnmobil funktioniert plötzlich nicht mehr – weder über das Handy noch direkt im Fahrzeug. Keine Wasserpumpe, keine Anzeige der Füllstände – nichts geht mehr. Ein ungutes Gefühl macht sich breit, denn ohne diese Funktionen wird die Weiterreise schwierig.

    Wir halten an, probieren alles Mögliche aus, sogar das komplette Trennen vom Strom – ohne Erfolg. Erst ein Blick in die Bedienungsanleitung bringt die Lösung: Ein bestimmter Stecker muss getrennt werden, damit sich das System neu startet. Gesagt, getan – und tatsächlich läuft danach alles wieder einwandfrei. Ein kurzer Schreckmoment, den wir gut gemeistert haben.

    Zurück auf der Straße sind wir gespannt auf den Grenzübertritt nach Polen – doch dieser verläuft überraschend unspektakulär. Kein Zoll, keine Kontrolle. Lediglich die Autobahn verengt sich kurz von zwei auf eine Spur und öffnet sich kurz darauf wieder. Das war’s also – wir sind in Polen.

    Mit unserem Wohnmobil über 3,5 Tonnen sind wir mautpflichtig unterwegs. Zum Glück haben wir alles bereits vorab online eingerichtet. Eine App auf dem Handy reicht aus, und die Abrechnung funktioniert problemlos im Hintergrund.

    An unserem ersten Etappenziel angekommen, zieht es uns direkt noch zu einem Spaziergang in den Ort Bolesławiec. Die Stadt ist weltweit bekannt für ihre traditionelle Keramik – handgestempelt, meist in Weiß und Blau mit natürlichen Farbtönen. Bolesławiec wurde im Mittelalter gegründet und gehörte im Laufe der Geschichte zu verschiedenen Herrschaftsgebieten, darunter Böhmen, Preußen und Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Stadt an Polen. Heute präsentiert sich der historische Stadtkern liebevoll restauriert und lädt zum Flanieren ein.

    Unser Übernachtungsplatz liegt etwas außerhalb des Zentrums, direkt am beeindruckenden Eisenbahnviadukt aus dem 19. Jahrhundert. Besonders nachts, wenn das Bauwerk stimmungsvoll beleuchtet ist, entfaltet es seinen ganz eigenen Charme.

    Unser erster Eindruck von Polen: Wir fühlen uns wohl. Alles wirkt sauber, ordentlich und angenehm ruhig – ein vielversprechender Start in unser Abenteuer.
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  • Leipzig - Treffen mit Freunden

    March 25 in Germany ⋅ ⛅ 4 °C

    Der Tag startet alles andere als sanft: Ein heftiges Sturmtief rüttelt ordentlich an unserem Wohnmobil und schüttelt uns regelrecht aus dem Bett. Ausschlafen? Keine Chance. Also nutzen wir die frühe Stunde sinnvoll und erledigen noch ein paar Dinge.

    Während Andreas sich um unsere Steuererklärung kümmert, mache ich mich auf den Weg in die Innenstadt. Der Wind hat es in sich – an manchen Ecken werde ich fast davongetragen. Trotz allem stehen noch ein paar Besorgungen an. Außerdem zahle ich im Palmenhaus die Kurtaxe für den Wohnmobilstellplatz. Wenn wir schon kostenlos stehen dürfen, ist das für uns selbstverständlich. Auch wenn der Weg dorthin – inklusive Öffnungszeiten der Touristinfo & Palmenhaus - nicht gerade die bequemste Lösung ist.

    Zurück am Wohnmobil ist schnell klar: Bei diesem Sturm fahren wir noch nicht weiter. Stattdessen gönnen wir uns erst einmal ein gemütliches Mittagessen. Und tatsächlich – danach hat sich der Wind etwas beruhigt. Dafür setzt nun Regen ein. Typisch.

    Unser nächstes Ziel ist Leipzig – zum Glück nur etwa 45 Kilometer entfernt. Eine entspannte Strecke, und schon bald stehen wir mitten in der Stadt auf dem Stellplatz „Parken am Goldstück“.

    Der Nachmittag hätte perfekt für eine kleine Erkundungstour sein können – hätte. Denn das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Regen, Windböen und grauer Himmel laden wirklich nicht zum Schlendern ein. Also bleiben wir im Wohnmobil, lehnen uns zurück und genießen einfach mal das Nichtstun. Auch das gehört zum Reisen dazu.

    Am Abend wartet dann ein echtes Highlight auf uns: Wir treffen Jeanett und Daniel und machen uns gemeinsam auf den Weg in den berühmten Auerbachs Keller. Ein Ort mit Geschichte, bekannt für seine deftige sächsische Küche – genau das Richtige nach so einem Tag.

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    Wir freuen uns auf gutes Essen, spannende Gespräche und vor allem auf die gemeinsame Zeit mit unseren Freunden, die wir in Italien kennengelernt haben.

    Ein kleiner Spaziergang durch die Stadt rundet den Abend ab, bevor wir zufrieden zurück ins Wohnmobil kehren und noch ein wenig zu Viert plaudern.

    Leipzig – wir kommen definitiv wieder. Und dann bringen wir mehr Zeit (und hoffentlich besseres Wetter) mit.
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  • Unterwegs auf Barockpfaden und Salz

    March 24 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Gestern haben wir noch rund 250 km hinter uns gebracht und sind in Ellwangen angekommen. Unser Übernachtungsplatz am Wanderparkplatz der Wallfahrtskirche Schönenberg war ruhig und ideal, um nach der Fahrt gut zu schlafen.

    Am frühen Morgen nutze ich die Gelegenheit, die Wallfahrtskirche von der Nähe zu erkunden, während Andreas gemütlich im Wohnmobil bleibt. Schon von weitem beeindruckt der mächtige barocke Bau, der malerisch über Ellwangen thront. Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und zählt heute zu den schönsten barocken Pilgerkirchen Süddeutschlands.

    Die Doppelturmfassade ist ein Blickfang, drinnen erwarten einen prächtige Fresken, kunstvolle Stuckarbeiten und die stimmungsvolle Gnadenkapelle. Gleich daneben befindet sich das ehemalige Redemptoristen-Kloster, das heute als Begegnungs- und Tagungsstätte genutzt wird. Schon der kurze Rundgang hier vermittelt Ruhe, Geschichte und beeindruckende Architektur.

    Nach der kurzen Besichtigung setzen wir unsere Fahrt fort. Heute stehen fast 400 km auf dem Plan, bis wir in Bad Dürrenberg an der Saale den einen Übernachtungsplatz anfahren . Noch bevor die Dunkelheit einbricht, nutze ich die verbleibende Zeit für einen Spaziergang durch das Dorf.

    Der Kurpark von Bad Dürrenberg mit dem berühmten Gradierwerk ist ein echtes Highlight. Mit bis zu 600 m Länge gehört es zu den längsten Gradierwerken Europas. Bereits beim Vorbeigehen strömt die salzhaltige Luft aus den Schwarzdornwänden – fast wie Meeresluft – und wirkt wohltuend für die Atemwege. 🌿

    Der Park selbst lädt zu entspannten Spaziergängen ein: gepflegte Wege, alte Bäume und viele ruhige Plätze machen ihn zum perfekten Ort zum Abschalten. Besonders schön ist es, entlang des Gradierwerks zu schlendern, zwischendurch auf einer Bank zu pausieren und die besondere Atmosphäre wirken zu lassen. Kein Wunder, dass meine Jacke danach richtig „salzig“ ist und eine Reinigung nötig hat.

    Den Abend lassen wir müde, aber glücklich ausklingen, direkt an der Saale. Ein Tag voller Geschichte, Natur und kleinen Momenten des Wohlbefindens – genau das, was Reisen für uns besonders macht.
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  • Wie weit schaffen wir es heute noch?

    March 23 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute startet unser Tag etwas früher als gewohnt – ein Termin bei unserem Händler in Engen steht an. Wir planen in naher Zukunft noch einige Anpassungen an unserem Wohnmobil und wollten die Details persönlich besprechen. Nebenbei werden auch noch ein paar kleinere Arbeiten erledigt.

    Eigentlich dachten wir, dass wir am frühen Nachmittag schon wieder unterwegs sein würden… tja, daraus wurde nichts 😅. Erst nach Feierabend sind die Arbeiten erledigt, so dass wir nun definitiv losfahren können.

    Also geht es doch noch auf die Straße – ein paar Kilometer weiter Richtung Leipzig. Dort wartet am Mittwoch ein Treffen mit lieben Italien-Freunden 🇮🇹.

    👉 Manchmal dauern die Dinge länger als geplant – aber am Ende zählt, dass es weitergeht!
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  • Auf zu unserem grossen Abenteuer - kommt mit!

    March 22 in Switzerland ⋅ 🌙 7 °C

    Endlich geht’s los… unser größtes Abenteuer beginnt JETZT! 🚐🔥
    „Das erste Mal zum Nordkap“! 7 Länder, tausende Kilometer und ein Ziel vor Augen: Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Norwegen – das ist unsere Route. 93 Tage wollen wir unterwegs sein bis zum Nordkap. Ob wir es schaffen, rechtzeitig am Nordkap anzukommen?

    Kommt mit auf diese Reise und erlebt jeden Moment mit uns – von endlosen Straßen bis zu wilden Rentieren in freier Natur 🦌.

    Das wird mehr als nur ein Trip… das wird ein Abenteuer, das wir nie vergessen werden. Und ihr seid mit dabei! Wir freuen uns, wenn ihr auch wieder am Start seid.

    Bevor unser großes Abenteuer morgen endgültig startet, haben wir uns heute schon auf den Weg nach Deutschland gemacht – ganz in die Nähe unseres Händlers. 🚐✨

    Die Vorfreude steigt, denn morgen früh steht noch ein letzter Termin an: Feinschliff, Anpassungen und die Besprechung weiterer Ausbauten. Es wird langsam richtig real!

    Jetzt heißt es erst einmal ankommen, durchatmen und die Spannung genießen, bevor es morgen richtig losgeht. 🌍
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    Trip start
    March 22, 2026