Happy Birthday, Schweiz! – Ein Fahrtag Richtung 🇨🇭
August 1 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C
Den heutigen Tag nutzen wir als reinen Fahrtag. Am Ende des Tages zeigt der Tacho 317 Kilometer. Eigentlich wollten wir etwas mehr Strecke machen, doch der Verkehr war zäh und geprägt von Staus und viel Stop-and-go.
Doch zuerst geht es über die Storebælt-Brücke. Leider funktioniert auch hier unsere Flytbox wieder nicht. Aber kein Problem: Hilfeknopf drücken und die Überfahrt einfach mit der Karte bezahlen. Warum unsere Box bereits zum zweiten Mal nicht funktioniert, wissen wir nicht. Vielleicht liegt es am Alkoven, sodass das Signal den Sender nicht richtig erreicht. Da unser Wohnmobil ohnehin über 3,5 Tonnen wiegt, profitieren wir hier sowieso von keinem Rabatt.
Die Storebælt-Brücke gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken Europas. Sie verbindet die dänischen Inseln Seeland und Fünen und überquert den Grossen Belt. Zusammen mit einem Eisenbahntunnel bildet sie die rund 18 Kilometer lange Grosser-Belt-Festverbindung. Besonders beeindruckend ist die Ostbrücke mit ihrer Hauptspannweite von 1'624 Metern und den 254 Meter hohen Pylonen. Mit einer Durchfahrtshöhe von 65 Metern können selbst grosse Frachtschiffe unter ihr hindurchfahren. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1998 nutzen jährlich mehr als 13 Millionen Fahrzeuge diese wichtige Verbindung.
Die weitere Fahrt verläuft wenig spektakulär. Viel Ferienverkehr, einige Baustellen und immer wieder Staus bremsen uns aus. Einen Zwischenstopp legen wir in Deutschland ein, um den Dieseltank etwas günstiger zu füllen und bei einem grossen Discounter einzukaufen.
Nach gut 300 Kilometern finden wir, dass es für heute reicht, und machen uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz. In Neumünster werden wir fündig und ergattern gegen 17.00 Uhr einen Platz auf dem Wohnmobilstellplatz.
Heute passiert nicht mehr viel. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen. Da heute Nationalfeiertag in der Schweiz ist, gibt es zur Feier des Tages Cervelats mit Kartoffelsalat und einem Bürli. Happy Birthday, Schweiz🇨🇭!Read more
Unser 9. Reiseland - Dänemark
July 31 in Denmark ⋅ ☁️ 19 °C
Nach dem gestrigen heissen Tag zog am Abend ein heftiges Gewitter auf, das bestimmt zwei Stunden dauerte. Begleitet von kräftigem Regen blitzte und donnerte es gewaltig. Auch heftige Windböen waren mit dabei. Eine gute Nachricht gab es trotzdem: Andreas' Abdichtung hält nach wie vor! Auch nach diesem Wetter blieb im Innern alles trocken – besser geht es nicht.
Heute Morgen verlassen wir Schweden über die Öresundverbindung in Richtung Dänemark. Für die Überfahrt haben wir uns einen Jahresvertrag ØresundGO gelöst und diesen mit unserer norwegischen Mautbox von Flytpass verknüpft. Damit profitieren wir bereits bei der ersten Fahrt von einem deutlich günstigeren Preis.
Für unsere heutige einfache Fahrt sparen wir damit insgesamt rund 25 Euro. Ohne ØresundGO würde die Fahrt für unser Fahrzeug 1'330 SEK kosten, mit ØresundGO sind es 520 SEK. Die Jahresgebühr beträgt 530 SEK. Da wir im Winter nochmals über die Öresundbrücke fahren werden, wird sich die Jahresgebühr für uns also gleich doppelt lohnen.
Bei der Storebælt-Brücke, die wir morgen überqueren werden, können wir leider nicht von einem vergleichbaren Rabatt profitieren. Dort gilt die entsprechende Vergünstigung nur für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen.
Den Vertrag mit ØresundGO und die Verknüpfung mit Flytpass haben wir bereits vor einigen Tagen erledigt. Natürlich ist auch die Mautbox heute montiert. Wir sind nun gespannt, ob die automatische Öffnung der Schranke tatsächlich funktioniert.
Tut sie natürlich nicht. 😉 Zum Glück ist das Problem schnell gelöst: Einfach den Assistance-Button drücken, kurz warten und schon wird uns geholfen. Wir halten die Flytpass-Mautbox hin – und tatsächlich öffnet sich die Schranke. Wir dürfen los!
Und dann liegt sie vor uns: die Öresundbrücke. Was für ein gewaltiges Bauwerk!
Die Verbindung zwischen Schweden und Dänemark wurde am 1. Juli 2000 eröffnet und ist eine beeindruckende Kombination aus Brücke, künstlicher Insel und Tunnel. Zunächst fahren wir über die imposante Schrägseilbrücke. Danach geht es für ein kurzes Stück über die künstlich angelegte Insel Peberholm, bevor die Strecke schliesslich unterirdisch im Drogdentunnel weiterführt und uns Richtung Kopenhagen bringt.
Die Öresundbrücke ist dabei nicht nur für Autos gebaut. Sie ist eine kombinierte Strassen- und Eisenbahnverbindung: Oben verlaufen die vier Fahrspuren der E20, darunter die Eisenbahnstrecke. Die beiden markanten Pylone ragen rund 204 Meter in die Höhe, und unter der Hochbrücke bleibt mit rund 57 Metern genügend Raum für den Schiffsverkehr.
Wir finden die Konstruktion einfach beeindruckend. Nach rund 20 Minuten ist unser kleines Öresund-Abenteuer auch schon wieder vorbei.
Unser heutiges Ziel ist Korsør. Dort steuern wir den Hafen-Wohnmobilstellplatz an. Von hier aus können wir bereits einen Blick auf unser morgiges Highlight erhaschen: die Storebælt-Brücke.
Heute schauen wir sie uns noch aus der Ferne an – morgen werden wir selbst darüberfahren. Und nach der Öresundverbindung sind wir natürlich gespannt, was uns dieses ebenso beeindruckende Bauwerk zu bieten hat.Read more

TravelerWir haben vor einem Jahr im Nachbarort Halskov übernachtet. Dort gibt es eine VE-Station auf einem normalen Parkplatz. Die Stœrebelt Brücke war sehr beeindruckend für uns. Dort ist der Tunnel nur für den Zug .

Yvi on tourWir haben gestern entsorgt auf der Autobahn. In Dänemark findet man an Autobahn-Raststätten VE‘s.

TravelerDas stimmt, und sei es ein normaler Parkplatz - da ist immer eine Entsorgung für Chemiewc.

Yvi on tourWir sind mit Festtank unterwegs…aber auch das ist in Dänemark kein Problem.
Ein kleiner Vorgeschmack auf den Winter
July 30 in Sweden ⋅ ☁️ 27 °C
Die letzten Tage haben wir in einem gemütlichen gemieteten Haus in Småland, direkt an einem wunderschönen See, verbracht. Genau die richtige Mischung aus Ruhe, Natur und gemeinsamer Familienzeit.
Wir haben die Tage sehr genossen und einfach die gemeinsame Zeit ausgekostet. Manchmal braucht es gar nicht viel – ein schönes Haus am See, gutes Essen, liebe Menschen und Zeit füreinander.
Besonders schön war, dass auch unsere „Finca-Vorgänger“ aus unserer Mallorca-Zeit mit dabei waren. Sie machen zufällig Urlaub in der selben Gegend. So wurde Yvonnes besonderer Tag gleich zu einem kleinen Wiedersehen mit Menschen, die uns schon ein Stück unseres Weges begleitet haben.
Es sind oft genau diese besonderen Begegnungen und gemeinsamen Momente, die eine Reise unvergesslich machen. ❤️
Heute Morgen sind wir gemütlich weiter bis nach Malmö gefahren. Dort steht noch ein besonderer Termin auf dem Programm: Wir haben einen Termin bei einem Reifenhändler bzw. Reifenhotel vereinbart und gleich die Spikes für unser nächstes grosses Winterabenteuer bestellt – es geht ans Nordkap! ❄️
Nach gerade einmal einer Viertelstunde ist alles erledigt und wir schon wieder unterwegs. Unser heutiger Übernachtungsplatz liegt etwas ausserhalb von Malmö, wo wir nun noch die letzten heissen Sonnenstrahlen geniessen.
Morgen beginnt dann definitiv unsere Rückreise in die Schweiz. Ein bisschen Wehmut ist dabei, aber gleichzeitig freuen wir uns auch auf Zuhause – und natürlich auf alles, was auf dem Weg dorthin noch vor uns liegt.Read more

Yvi on tourWir wollen uns auch mal der Herausforderung stellen, den hohen Norden im Winter zu bereisen. Freuen uns auf dieses Abenteuer. Spanien im Winter kann jeder 😉.

Staunend reisen mit EdithSpanien im Winter kann wirklich jeder. Wir reisen ja im Frühling und im Herbst. Sommer ist zu Hause und Berg und Familie und Klettern und Freunde. Winter ist auch zu Hause, weil so schön und gemütlich. Aber toll, wenn ihr den Winter im Norden probieren wollt 🤩🥰
Miniurlaub - Reisepause
July 25 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C
Für die nächsten sechs Tage tauschen wir das Unterwegssein gegen etwas Ruhe ein. Wir haben uns ein Häuschen an einem See, irgendwo im Nirgendwo in Südschweden, gemietet und gönnen uns eine kleine Reisepause. Mit dabei sind Yvonnes Mami Ruth und ihr Lebenspartner Paul – wir freuen uns auf gemütliche Tage, schöne Gespräche und gemeinsame Familienzeit.
Bevor wir unser Feriendomizil beziehen, steht noch ein besonderer Moment auf dem Programm: Wir holen unsere selbst geblasenen Gläser ab. Das Ergebnis gefällt uns richtig gut – jedes Glas ist ein Unikat und erinnert uns an dieses besondere Erlebnis. Vielleicht werden sie heute Abend bereits bei einem gemütlichen Getränk eingeweiht.
Für die nächsten Tage wird es hier etwas ruhiger. Wir wünschen euch eine schöne Zeit und freuen uns, wenn ihr nach unserer kleinen Auszeit wieder mit uns weiterreist.Read more
Unser erstes Mal am Glasofen
July 24 in Sweden ⋅ ☁️ 22 °C
Nach einer ruhigen Nacht auf diesem herrlichen Stellplatz machen wir uns heute etwas früher auf den Weg. Um 11:00 Uhr haben wir nämlich einen besonderen Termin – Yvonnes Geburtstagsgeschenk wartet auf sie. Heute dürfen wir in einer Glashütte in Orrefors unsere eigenen Trinkgläser blasen.
Die Region rund um Orrefors, Kosta, Boda und Målerås in Småland wird als Glasriket („Glasreich“) bezeichnet. Sie zählt zu den bedeutendsten Glasregionen Europas und blickt auf eine fast 300-jährige Tradition der Glaskunst zurück.
Orrefors wurde 1898 zur Glashütte und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer weltweit bekannten Marke für Kristallglas. Berühmte Designer wie Simon Gate und Edward Hald machten Orrefors mit innovativen Techniken wie Graal- und Arielglas international berühmt. Spätestens nach der Weltausstellung 1925 in Paris war der Name Orrefors weltweit bekannt.
Heute wird unter der Marke Orrefors weiterhin hochwertiges Glas hergestellt, die Produktion findet jedoch inzwischen in Kosta statt. Das eigentliche Glaswerk in Orrefors wurde Ende 2012 geschlossen.
In Orrefors befinden sich heute noch die ehemaligen Fabrikhallen, ein Museum mit Shop sowie eine kleine Glashütte, in der Vorführungen stattfinden und Besucher selbst Glas blasen können. Da wir etwas früher ankommen, spazieren wir zuerst durch den schönen Park, bevor wir den Shop und das Museum besuchen. Dort erfahren wir viel über die Geschichte der Glasherstellung und bestaunen beeindruckende Exponate aus den vergangenen über 100 Jahren.
Für uns beide ist das Glasblasen eine Premiere und wir sind entsprechend gespannt. Zuerst ist Yvonne an der Reihe – ihr Erlebnis seht ihr im nächsten YouTube-Video – später darf auch Andreas ans Werk. Wir entscheiden uns beide dafür, jeweils ein individuelles Trinkglas herzustellen.
Eines können wir schon vorwegnehmen: Es hat uns riesigen Spass gemacht! Faszinierend war zu erleben, wie sich die glühend heiße, zähflüssige Glasmasse formen lässt und wie viele kleine Ungenauigkeiten sie verzeiht, bevor am Ende dennoch ein wunderschönes Werkstück entsteht. Besonders am Anfang braucht es beim Hineinblasen ordentlich Puste und Kraft. Ist die erste Blase jedoch einmal entstanden, wird das Formen deutlich einfacher. Gemeinsam mit einem erfahrenen Glasmacher gestalten wir Schritt für Schritt unsere ganz persönlichen Trinkgläser.
Morgen ab 12:00 Uhr dürfen wir unsere fertigen Gläser abholen. Bis dahin werden sie langsam im Kühlofen abgekühlt – ein wichtiger Prozess, der Spannungen im Glas verhindert. Obwohl die Temperatur dabei noch rund 500 Grad beträgt, kühlen die Gläser kontrolliert und gleichmäßig aus, damit sie später stabil und langlebig sind.Read more
Granhults Kyrka - älteste Holzkirche Schwedens
July 23 in Sweden ⋅ ⛅ 19 °C
Nach einer erholsamen und ruhigen Nacht verlassen wir diesen herrlichen Stellplatz und setzen unsere Reise weiter in Richtung Süden fort.
Bevor es weitergeht, steht erst einmal ein Grosseinkauf auf dem Programm. Unsere Vorräte müssen wieder aufgefüllt werden – natürlich dürfen auch ein paar Flaschen Wein und etwas Bier nicht fehlen. Dafür steuern wir ein Systembolaget an, denn alkoholische Getränke mit mehr als 3,5 Prozent Alkohol werden in Schweden ausschliesslich in den staatlichen Fachgeschäften verkauft. Wein, Spirituosen und Starkbier sind nur dort erhältlich.
Für heute haben wir eine eher gemütliche Etappe von gut 120 Kilometern geplant. Unterwegs legen wir einen Stopp bei der Granhults Kyrka ein – einer der ältesten und faszinierendsten Holzkirchen Schwedens.
Die Kirche stammt aus den 1220er-Jahren und gilt als die älteste vollständig erhaltene Holzkirche des Landes.
Schon von aussen beeindruckt das kleine Gotteshaus mit seiner traditionellen Bauweise aus massiven Blockbohlen und den dunkel geteerten Holzschindeln. Eingebettet in die sanfte Landschaft Smålands wirkt die Kirche beinahe wie ein kleines Märchenhaus.
Im Inneren erwartet uns ein wahres Schmuckstück. Farbenprächtige Wand- und Deckenmalereien aus dem Jahr 1753 schmücken den Kirchenraum. Darunter verbergen sich sogar noch Reste mittelalterlicher Fresken. Besonders sehenswert sind ausserdem eine spätgotische Madonnenfigur aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Darstellung des heiligen Olav.
Dass wir dieses Kleinod heute überhaupt noch besichtigen können, ist den Bewohnern von Granhult zu verdanken. Nachdem im 19. Jahrhundert im nahegelegenen Nottebäck eine grössere Kirche gebaut worden war, sollte die alte Holzkirche abgerissen werden – ein Schicksal, das viele historische Kirchen in Schweden ereilte. Die Dorfbewohner setzten sich jedoch mit grossem Engagement für ihren Erhalt ein und konnten den Abriss verhindern. Noch heute wird die Kirche für Gottesdienste genutzt.
Der Platz gefällt uns so gut, dass wir unsere ursprünglichen Pläne kurzerhand über Bord werfen. Spontan beschliessen wir, direkt neben der Kirche zu übernachten. Selbstverständlich fragen wir vorher im benachbarten Haus nach, ob das für die Anwohner in Ordnung ist. Die freundliche Zustimmung lässt nicht lange auf sich warten – und so verbringen wir einen wunderschönen Nachmittag an einem ganz besonderen Ort.Read more

TravelerDas ist eine wunderschöne Kirche und älter als die Schweiz (1291). Ein Prunkstück in der Einfachheit mit den schönen alten Malereien😍
Pausentag unter der Linde?
July 22 in Sweden ⋅ 🌧 16 °C
Für den heutigen Tag ist Regen angesagt. Nach den vielen Eindrücken und Sehenswürdigkeiten der vergangenen Tage kommt dieser Regentag eigentlich genau richtig, um einmal eine kleine Pause einzulegen.
Für einen kurzen Spaziergang reicht es dennoch. Unser Weg führt zu einem kleinen Bauernhof, auf dem mit viel Liebe Kerzen gezogen und gegossen werden. Ein kleiner Hofladen lädt zum Stöbern ein.
Am Wegesrand entdecken wir jede Menge frische Waldhimbeeren. Einige wandern direkt in den Mund, der Rest ins Tupper. Eingefroren werden sie und in den nächsten Tagen finden sie ihren Platz in einem Drink oder einer Bowle.
Was uns seit Mittelschweden immer wieder auffällt, sind die unzähligen Lindenbäume, die gerade in voller Blüte stehen. Ihr Duft ist einfach unglaublich – oft nimmt man ihn schon wahr, lange bevor man die Bäume überhaupt sieht.
Die Linde ist in Schweden nicht nur ein wunderschöner Baum, sondern hat auch eine lange Geschichte. Besonders die Winterlinde wächst hier hervorragend, denn das kühle Klima und die geeigneten Böden bieten ideale Bedingungen. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert wurden Linden gezielt gepflanzt – entlang von Strassen und Alleen, auf Gutshöfen und vor Herrenhäusern, auf Dorfplätzen sowie rund um Kirchen. Sie wachsen gleichmässig, können sehr alt werden und lassen sich gut beschneiden.
Der Lindenbaum – auf Schwedisch "lind" – besitzt zudem eine besondere kulturelle Bedeutung. Früher war er Treffpunkt für Versammlungen und Feste und galt als Symbol für Gemeinschaft. Gleichzeitig steht die Linde, wie in vielen Teilen Europas, für Liebe, Frieden und Geborgenheit. Auch heute lebt ihre Bedeutung weiter, denn sie findet sich in zahlreichen schwedischen Orts- und Familiennamen wie Lind, Lindgren oder Lindberg wieder.
Im Juli stehen die Linden in voller Blüte und liefern grosse Mengen Nektar. Unter ihren Kronen summt und brummt es ununterbrochen, denn Honigbienen und Hummeln lieben ihre Blüten. Kein Wunder also, dass Lindenhonig in Schweden besonders geschätzt wird.
Am Nachmittag haben wir uns auf einem Stellplatz einquartiert. Nur eines fehlt: ein Lindenbaum. Nach den vielen duftenden Linden der vergangenen Tage wäre es schön gewesen, den Nachmittag unter ihrem schattigen Blätterdach zu verbringen und dem Summen der Bienen zu lauschen. Stattdessen geniessen wir die Gemütlichkeit unseres kleinen Zuhauses auf Rädern. So wird das Wohnmobil heute zu unserem ganz persönlichen Rückzugsort, während der Regen leise aufs Dach trommelt. Morgen wartet bestimmt wieder die nächste blühende Lindenallee auf uns.Read more

Yvi on tourBis jetzt scheint es trocken zu sein. Das Gefäss hat bis jetzt kein Wasser drin.
Katthult - auf den Spuren von Michel
July 21 in Sweden ⋅ ⛅ 21 °C
Wer die Geschichten von Michel aus Lönneberga liebt, sollte einen Besuch auf dem Katthult-Hof unbedingt einplanen. Schon bei der Ankunft fühlt es sich an, als wäre man direkt in die zauberhafte Welt von Astrid Lindgren eingetaucht.
Bekannt wurde Katthult Anfang der 1970er-Jahre, als hier die Filme über den kleinen Lausbuben Michel – im schwedischen Original Emil – gedreht wurden.
Schon beim ersten Blick auf das rote Wohnhaus mit den weißen Fensterrahmen erkennt man die vertraute Filmkulisse: den Hof, auf dem Michel seine Streiche ausheckte, seine Schwester Ida am Fahnenmast hochzog und anschliessend so manches Mal im Tischlerschuppen landete, um seine berühmten Holzmännchen zu schnitzen.
Der Katthult-Hof ist kein künstlich aufgebautes Filmset, sondern ein echter historischer Bauernhof. Viele Gebäude und Details wurden so erhalten, wie sie während der Dreharbeiten aussahen. Besucher können gemütlich über das Gelände spazieren, den bekannten Tischlerschuppen entdecken, alte Hofgebäude besichtigen und die besondere Atmosphäre dieses Ortes auf sich wirken lassen.
Auch Tiere gehören weiterhin zum Hofleben: Schweine, Ziegen, Schafe, Kaninchen und Hühner vermitteln einen Eindruck davon, wie ein schwedischer Bauernhof früher ausgesehen hat.
Was Katthult so besonders macht, ist nicht nur die bekannte Filmkulisse – es ist vor allem das Gefühl, das dieser Ort vermittelt. Der Duft von Holz, die roten Schwedenhäuser, die weiten Wiesen und die Ruhe Smålands lassen Besucher für einen Moment in eine andere Zeit eintauchen. Besonders für Familien und Astrid-Lindgren-Fans ist der Hof ein kleines Stück lebendig gewordene Kindheit.
Eine besondere Möglichkeit macht den Besuch für Reisende mit Wohnmobil noch schöner: Auf dem Katthult-Hof ist es offiziell erlaubt, gegen eine Spende von 10 Euro pro Nacht, hier zu übernachten. Diese Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen – und beschliessen kurzerhand, die Nacht direkt an diesem besonderen Ort zu verbringen.
Zwischen den roten Holzhäusern, der schwedischen Natur und der ruhigen Hofatmosphäre fühlte es sich fast so an, als könnte Michel jeden Moment um die Ecke kommen und den nächsten Streich planen.Read more

TravelerMit diesen Bildern habt Ihr mich um Jahre jünger gemacht. Der Bengel war einfach einmalig.👍😋

Yvi on tourWir schauen heute in der ZDF-Mediathek einen Film von Michel. Andreas sah sich heute überall. Zum Glück hatten Andreas‘ Eltern keinen Tischlerschuppen…
Filmbyn - Ein Blick hinter die Kulissen der Filme
July 21 in Sweden ⋅ ☀️ 21 °C
Unsere Reise führt uns weiter nach Mariannelund zu Filmbyn, einem interaktiven Filmmuseum, das sich den berühmten Astrid-Lindgren-Verfilmungen widmet. Hier erhalten Besucher spannende Einblicke hinter die Kulissen der schwedischen Filmwelt und können die Entstehung der beliebten Klassiker hautnah erleben.
Besonders gefallen haben uns die originalen Requisiten und Kulissen aus den bekannten Filmen. Gleichzeitig zeigt das Museum eindrucksvoll, wie Produktionen in den 1960er- bis 1980er-Jahren entstanden sind – lange bevor digitale Spezialeffekte zum Alltag gehörten. Man erkennt, wie viel Kreativität, Handarbeit und Liebe zum Detail damals in jeder Filmszene steckte.
Das Museum ist modern und abwechslungsreich gestaltet. An vielen interaktiven Stationen kann man selbst aktiv werden, was uns besonders gut gefallen hat. Wir haben sogar unseren eigenen kleinen Film gedreht und konnten so einmal selbst in die Rollen von Schauspielern und Filmemachern schlüpfen. Das war nicht nur für die Kinder ein grosser Spass, sondern auch für uns Erwachsene.
Filmbyn ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Wer mit den Geschichten von Astrid Lindgren aufgewachsen ist, wird viele bekannte Szenen wiedererkennen. Aber auch wer die Filme weniger kennt, erlebt ein kurzweiliges Museum mit spannenden Einblicken in die schwedische Filmgeschichte.
Nach unserem Rundgang haben wir im Restaurant direkt vor Ort zu Mittag gegessen und die Eindrücke noch einmal auf uns wirken lassen. Für alle, die Astrid Lindgrens Geschichten und die schwedische Filmwelt lieben, ist Filmbyn definitiv einen Besuch wert.Read more
Bullerbyn - auf den Spuren von Astrids Kindheit
July 21 in Sweden ⋅ ⛅ 19 °C
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Astrid Lindgrens Geschichten. Als erstes besuchen wir die Höfe von Bullerbyn.
Wer an Schweden denkt, hat oft sofort rote Holzhäuser, grüne Wiesen und unberührte Natur vor Augen. Genau dieses Gefühl erwartet Besucher in Bullerbyn – dem Ort, der durch Astrid Lindgrens berühmte Kinderbücher (Die Kinder von Bullerbü) weltweit bekannt wurde.
Das echte Bullerbyn heißt Sevedstorp. Die drei roten Höfe dienten Astrid Lindgren als Inspiration für die Geschichten über Lisa, Lasse, Bosse, Britta, Anna, Olle und die kleine Kerstin. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Schotterwege, blühende Wiesen, alte Steinmauern und die typisch schwedischen Holzhäuser vermitteln das Gefühl, direkt in die Welt der Bücher einzutauchen.
Eine besonders interessante Tatsache: Astrid Lindgrens Vater, Samuel August Ericsson, wuchs auf dem Hof Mellangården auf – dem mittleren der drei Höfe in Bullerbyn. Seine Kindheit und das Leben in dieser kleinen Dorfgemeinschaft erzählte er seiner Tochter immer wieder. Diese Erinnerungen inspirierten Astrid Lindgren später zu ihren weltberühmten Bullerbü-Geschichten. So steckt in jedem Winkel des Dorfes ein Stück Familiengeschichte.
Ein Spaziergang durch das Mini-Dorf ist ein besonderes Erlebnis. Besucher können die bekannten Höfe von aussen besichtigen, die idyllische Landschaft geniessen und sich vorstellen, wie die Kinder früher über die Wiesen rannten, Heu machten oder im nahen Bach spielten. Gerade für Familien ist Bullerbyn ein Ort voller Nostalgie und Fantasie.
Bullerbyn ist kein Freizeitpark, sondern ein echter Ort, der seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat. Gerade diese Authentizität macht den Reiz aus. Wer Ruhe sucht, die schwedische Natur liebt oder die Geschichten von Astrid Lindgren als Kind verschlungen hat, wird diesen Ort mit einem Lächeln verlassen.Read more

TravelerUns hat es da auch gefallen, man kann sich vorstellen wie das Leben damals war.

Yvi on tourAlles wird liebevoll gepflegt und unterhalten. Die Geschichten leben so unendlich weiter und wir waren erstaunt, wieviele kleine und grössere Kinder heute noch die Musik zu den Filmen pfeifft oder singt. Einfach herzig!
Vimmerby - zu Besuch bei Astrid Lindgren
July 20 in Sweden ⋅ ☁️ 14 °C
Der Tag beginnt mit leichtem Nieselregen – und einem unguten Gefühl. Noch immer wissen wir nicht, ob unsere Notreparatur am Wohnmobil wirklich hält. Wieder sammelt sich etwas Wasser im Becken und am Kabel tropft es leicht herunter. Jetzt heisst es einfach: Daumen drücken. Die Abdichtung muss die nächsten drei Wochen durchhalten. Viel ändern können wir ohnehin nicht, also lassen wir uns die Laune nicht verderben und machen uns auf den Weg nach Vimmerby – in die Heimat von Astrid Lindgren.
Auf dem Wohnmobilstellplatz haben wir Glück und ergattern einen der nur neun Stellplätze. Ein guter Start für unseren Ausflug.
Am Nachmittag besuchen wir den Hof Näs, den Geburts- und Kindheitsort von Astrid Lindgren. Hier wächst sie auf und hierher zieht es sie ihr Leben lang immer wieder zurück, wenn sie Abstand vom Trubel des Alltags sucht. Es ist ein besonderer Ort, der bis heute im Familienbesitz ist. Eines der Häuser auf dem Gelände dient als Inspiration für die Villa Kunterbunt und wird noch immer von Familienmitgliedern bewohnt.
Der Hof wird bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts von der Familie bewirtschaftet. Heute befindet sich hier ein modernes Museum, das Astrids Leben und Werk auf beeindruckende Weise erzählt. Das Elternhaus kann ausschliesslich im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Diese buchen wir zusätzlich – und sie wird sogar auf Deutsch angeboten.
Es ist ohne Zweifel die richtige Entscheidung. Unser Guide nimmt uns mit auf eine Reise in Astrids Kindheit und erzählt mit viel Herz von ihrem Leben auf Näs. Durch seine Geschichten entsteht das Gefühl, einen Blick in eine längst vergangene Zeit werfen zu dürfen. An einigen Stellen wird es sogar richtig emotional.
Im Haus selbst sind keine Fotos erlaubt – und das ist auch gut so. Die Räume werden bis heute von der Familie genutzt und wirken deshalb keineswegs wie ein Museum. Viele der Originalmöbel aus Astrids Kindheit stehen noch an ihrem Platz. Man hat fast das Gefühl, als wären die Kinder nur kurz nach draussen zum Spielen gegangen und würden jeden Moment wieder durch die Tür hereinkommen.
Auch das Museum begeistert uns. Die Ausstellung beginnt mit ihrer unbeschwerten Kindheit auf dem Hof und begleitet sie durch die verschiedenen Stationen ihres Lebens. Dabei wird schnell klar, dass Astrid Lindgren weit mehr ist als die Schöpferin von Pippi Langstrumpf, Michel oder Ronja Räubertochter. Sie ist eine starke, engagierte Frau, die sich ihr Leben lang für Kinder, Gerechtigkeit und Menschlichkeit einsetzt.
Zum Abschluss unseres Besuchs laufen wir noch auf den Friedhof von Vimmerby und besuchen ihre letzte Ruhestätte. Ein schlichter, ruhiger Ort, der gut zu dem Menschen passt, den wir an diesem Tag ein Stück näher kennenlernen.
Natürlich gibt es in Vimmerby auch die Astrid Lindgrens Värld – einen grossen Themenpark rund um ihre Geschichten und Figuren. Für Familien mit Kindern ist das sicher ein tolles Erlebnis. Wir entscheiden uns bewusst dagegen. Nach diesem Tag auf dem Hof Näs sind wir froh, Astrid Lindgren nicht als Figur eines Freizeitparks zu erleben, sondern an dem Ort, an dem alles beginnt.
Manchmal erzählen die leisen Orte die schönsten Geschichten.Read more
Eksjö - wo Geschichte aus Holz lebt
July 19 in Sweden ⋅ 🌧 16 °C
Nach dem gestrigen Wassereinbruch haben wir trotzdem gut geschlafen. Die nasse Ware ist heute Morgen bereits wieder trocken und verschwindet in einer Kiste. Den Oberschrank lassen wir noch etwas geöffnet, damit wir den Wassereintritt vom Dach weiter beobachten können. Während der Fahrt sorgt der Fahrtwind dafür, dass das Dach etwas abtrocknet und die grössten Wassermengen verschwinden.
Als sich unterwegs für kurze Zeit eine Regenpause ergibt, halten wir an. Die verdächtige Stelle auf dem Dach wird gründlich getrocknet und anschliessend provisorisch mit Klebeband abgedichtet. Nun hoffen wir, dass diese Notlösung bis zu unserem Werkstatttermin hält.
Das Trockenfenster ist allerdings nur von kurzer Dauer – schon bald setzt der Regen wieder ein. Unser heutiges Ziel ist Eksjö, eine der am besten erhaltenen Holzstädte Europas.
Nachdem das Wohnmobil geparkt ist, gönnen wir uns zunächst eine warme Suppe. Anschliessend zieht es uns – ausgerüstet mit Schirm und Regenjacke – in die Altstadt. Doch schon nach wenigen Metern lockt uns der Duft einer traditionellen Bäckerei hinein. Ein Kaffee und feines Gebäck gehören schliesslich einfach zu einem verregneten Stadtbummel. Frisch gestärkt machen wir uns danach auf den Weg, Eksjö zu erkunden.
Die kleine Stadt mit rund 10.000 Einwohnern fühlt sich an wie eine Zeitreise. Kopfsteinpflaster, bunt gestrichene Holzhäuser, verwinkelte Gassen und liebevoll restaurierte Innenhöfe verleihen der historischen Altstadt ihren ganz besonderen Charme. Mehr als 50 denkmalgeschützte Gebäude machen Eksjö zu einem echten Kulturschatz.
Besonders beeindruckend ist das Alter der Gebäude. Die ältesten Wohnhäuser stammen aus dem 17. Jahrhundert und sind heute rund 350 bis 400 Jahre alt. Ein grosser Teil der Häuser wurde im 18. Jahrhundert errichtet, einige weitere im 19. Jahrhundert erweitert oder umgebaut.
Dass die Altstadt heute noch so ursprünglich wirkt, hat einen historischen Hintergrund: Die mittelalterliche Stadt wurde 1568 bei einem Grossbrand fast vollständig zerstört und anschliessend wieder aufgebaut. Da Eksjö später von weiteren verheerenden Bränden und den grossen Abrisswellen des 20. Jahrhunderts verschont blieb, ist die historische Holzbebauung aussergewöhnlich gut erhalten geblieben.
Das Besondere daran: Die meisten dieser jahrhundertealten Häuser werden bis heute bewohnt. Die Altstadt ist kein Freilichtmuseum, sondern ein lebendiges Quartier mit Cafés, kleinen Geschäften und Wohnhäusern – genau das verleiht Eksjö seine authentische Atmosphäre.
Unterwegs treffen wir zufällig auf eine Schweizer Familie, die genauso begeistert von den hübschen Holzhäusern ist wie wir. Im leichten Regen kommen wir ins Gespräch und verquatschen uns eine ganze Weile. Es ist schon lange her, dass wir unterwegs Landsleute getroffen haben – umso schöner war diese unerwartete Begegnung.Read more
Wenn's plötzlich tropft - Wassereinbruch
July 18 in Sweden ⋅ 🌧 20 °C
Der Tag beziehungsweise der Abend hätte so gemütlich enden können. Doch daraus wurde nichts.
Kurz vor dem Znacht tropft es Andreas plötzlich auf den Kopf – aus der Leselampe heraus. Ach du Schreck! Innerhalb kürzester Zeit ist sein gemütlicher Platz eher ein Wasserbad als eine Wohlfühlecke.
Irgendwo hat das viele Regenwasser wohl eine Schwachstelle gefunden und sich den Weg in unser Wohnmobil gebahnt.
Sofort räumen wir den Oberschrank aus und stellen als erste Massnahme ein Becken unter die tropfende Stelle. Das Nötigste wird trockengelegt, anschliessend analysieren wir die Situation ganz genau. Andreas bleibt – wie immer – die Ruhe selbst.
Das Wasser tropft aus den Scharnieren der Oberschränke. Kurzerhand entfernen wir die Abdeckplatte und siehe da: Beim Kabel unserer Starlink-Antenne tritt das Wasser ein. Der Übeltäter ist also schnell gefunden.
Da es immer noch in Strömen regnet und das Dach komplett nass ist können wir vorerst nichts unternehmen. Also heisst es abwarten und das Wasser auffangen. Immerhin sind wir erleichtert, die Ursache gefunden zu haben. Sobald es trocken ist, werden wir die Stelle provisorisch abdichten. Im August wird sie dann in der Werkstatt fachmännisch repariert.
Nun ist im ganzen Wohnmobil alles verteilt, bis die feuchten Sachen wieder trocken sind.
So etwas gehört eben auch zum Camperleben dazu. Es sind die weniger schönen Seiten des Unterwegsseins – aber auch sie gehören zu unseren Reisegeschichten.Read more
Gewitterpause am See
July 18 in Sweden ⋅ 🌧 19 °C
Gestern Abend blitzte und donnerte es ganz schön heftig über und um uns herum. Dazu kam noch ein kurzer, aber intensiver Regenschauer. Für die nächsten beiden Tage sind immer wieder Gewitter angesagt. Mal schauen, was tatsächlich kommt. Wir haben ohnehin keine grossen Pläne und wollen die Zeit einfach nutzen, um ein wenig zu entschleunigen und zu entspannen.
Heute Morgen werden wir dann aber von herrlichem Sonnenschein geweckt. Der Tag beginnt also deutlich freundlicher als angekündigt. Wir lassen uns Zeit, trödeln noch ein wenig und fahren gerade einmal knapp 50 Kilometer bis zu unserem nächsten Übernachtungsplatz. Unser Tagesziel ist Rimforsa, irgendwo zwischen dem Göta-Kanal und Vimmerby.
Direkt am See finden wir einen wunderschönen Wohnmobilstellplatz der Gemeinde. Genau der richtige Ort, um es sich gemütlich zu machen und einfach den Moment zu geniessen.
Für den späten Nachmittag sagt der Wetterbericht ein kräftiges Gewitter voraus. Yvonne nutzt die trockenen Stunden für einen Spaziergang durch Rimforsa. Der Weg führt am See entlang bis zum Strandhotel und wieder zurück. Unterwegs fallen bereits die ersten Regentropfen. Zum Glück ist der Schirm mit dabei, denn der Himmel wird zusehends dunkler.
Kaum ist sie zurück am Wohnmobil, öffnet der Himmel seine Schleusen. Regen prasselt nieder, Blitze zucken über den Himmel und der Donner lässt nicht lange auf sich warten. Wir sitzen gemütlich im Wohnmobil, beobachten das Naturschauspiel und geniessen die angenehme Abkühlung nach den heissen Tagen.
Manchmal sind es genau diese ungeplanten Pausen, die eine Reise besonders machen. Uns geht es gut – und wir geniessen diese kleine, fast schon erzwungene Auszeit in vollen Zügen.Read more

Traveler
Fast wie aus der dänischen TV Serie Badehotelett/ Seaside Hotel! Da bin ich Fan von! 😉😊
Berg-Schleusen – Das Herzstück des Göta-Kanals
July 17 in Sweden ⋅ ☁️ 34 °C
Nach einer warmen Nacht zieht es uns heute früh weiter, denn der Tag verspricht Temperaturen von über 30 Grad. Deshalb wollen wir noch vor der Mittagszeit unser Tagesziel erreichen: den Göta-Kanal mit den berühmten Berg-Schleusen. Die heutige Etappe besteht fast ausschliesslich aus Autobahn – fahrerisch nichts Besonderes, aber das Ziel entschädigt dafür.
In Berg finden wir unweit der Schleusen einen geeigneten Parkplatz für unseren „Grossen“. Übernachten wollen wir hier nicht, sondern nur ein paar Stunden verbringen und die Schleusen besichtigen.
Kaum erreichen wir den Göta-Kanal, können wir bereits die ersten Boote beim Schleusen beobachten.
Der Göta-Kanal zählt zu den schönsten Wasserstraßen Schwedens und wird nicht ohne Grund als das „blaue Band Schwedens“ bezeichnet. Auf einer Länge von rund 190 Kilometern verbindet er zahlreiche Seen und Flüsse und führt durch eine idyllische Landschaft mit kleinen Häfen, historischen Orten und dichten Wäldern. Er wird zwischen 1810 und 1832 erbaut und gilt bis heute als eines der beeindruckendsten Bauwerke des Landes.
Ein besonderes Highlight sind für uns die Berg-Schleusen. Gebannt verfolgen wir, wie die Boote Stück für Stück angehoben oder abgesenkt werden und dabei den Höhenunterschied überwinden. Die berühmte Carl-Johan-Schleusentreppe mit ihren sieben aufeinanderfolgenden Schleusen ist ein faszinierendes technisches Meisterwerk, liegt etwas weiter unten und haben wir aufgrund der Temperaturen von über 30 Grad auf unseren nächsten Besuch verschoben.
Die Sonne glitzert auf dem Wasser, Boote gleiten gemächlich durch die Schleusen und überall liegt eine entspannte Urlaubsstimmung in der Luft. Viele Menschen sitzen mit ihren Klappstühlen im Schatten direkt am Ufer und verfolgen geduldig das Schleusen der Boote – fast so, als würde die Zeit für einen Moment stillstehen. Andere suchen Abkühlung und springen kurzerhand in den Kanal, um sich im angenehm kühlen Wasser zu erfrischen.
Auch wir geniessen die entspannte Atmosphäre und kehren später im Bistro direkt am Kanal ein. Dort bestellen wir einen frischen Räksallad, einen typisch schwedischen Garnelensalat, der an diesem heissen Sommertag genau das Richtige ist. Mit Blick auf das Wasser und die vorbeiziehenden Boote schmeckt das Essen gleich doppelt so gut.
Der Göta-Kanal ist weit mehr als eine historische Wasserstrasse – er ist ein Ort, an dem Natur, Geschichte und schwedische Gelassenheit auf einzigartige Weise zusammenkommen. Gerade im Sommer entfaltet dieser Ort seinen besonderen Charme und lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten, das Treiben auf dem Wasser zu beobachten und das schwedische Lebensgefühl zu genießen.
Leider passiert heute keines der historischen Ausflugsschiffe die Schleusen. Das wäre das i-Tüpfelchen unseres Besuchs gewesen. Mit diesen liebevoll restaurierten Schiffen kann man entweder eine Tagesfahrt unternehmen oder den Göta-Kanal auf einer mehrtägigen Reise vom Wasser aus erleben. Vielleicht ergibt sich dafür bei einem nächsten Schwedenbesuch die Gelegenheit.Read more

TravelerIch habe mal im Fernsehen einen Bericht zu einer mehrtägigen Fahrt mit einem Ausflugsdampfer gesehen! Das muss wirklich genial sein!

Yvi on tourJa, wir auch, ist bestimmt ein Erlebnis, aber ich denke, Schleusen muss man mögen 😂.

Travelerdas stimmt! Ich liebe es! War vor ich glaube drei Jahren auf dem Duoro, wo sich ja mit 35 m eine der höchsten Schleusen Europas befindet!
Trosa - von Drehort zu Drehort
July 16 in Sweden ⋅ ⛅ 23 °C
Nach dem heissen gestrigen Tag und einer ruhigen, angenehm abgekühlten Nacht geht es für uns heute weiter zum nächsten Schauplatz einiger Inga-Lindström-Filme – nach Trosa.
Auch heute haben wir uns gemeinsam mit ChatGPT eine Route zu den wichtigsten Drehorten dieses idyllischen Ortes zusammengestellt. Da es erneut sehr heiss ist, starten wir unsere Tour erst am späten Nachmittag. Bis dahin haben wir einen idealen Platz gefunden, um die Zeit sinnvoll zu nutzen, ein paar Dinge aufzuarbeiten und unsere weitere Route zu planen. Dabei haben wir auch gleich einen Campingplatz in der Nähe von Uelzen für Anfang August gebucht, wo wir unsere Mallorca-Freunde treffen werden. Darauf freuen wir uns jetzt schon riesig.
Am späten Nachmittag machen wir uns schliesslich auf den Weg. Unsere Tour beginnt am Marktplatz im Zentrum bei der Torgbron. Genau hier spielen zahlreiche Filmszenen. Die kleine Brücke über den Trosaån verbindet die beiden Seiten des historischen Ortskerns und zählt zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt. Kein Wunder – der Platz bildet seit Jahrhunderten das Herz von Trosa.
Nur wenige Schritte weiter steht das markante rote Holzhaus mit seinem Glockenturm. Das Gebäude, das vom historischen Rathaus inspiriert wurde, beherbergt heute die Touristeninformation und taucht ebenfalls immer wieder in den Filmen auf.
Von dort führt unser Weg zum traditionsreichen gelben Stadshotellet am Marktplatz. Das über 150 Jahre alte Hotel diente in mehreren Filmen als Restaurant oder romantischer Treffpunkt und passt mit seinem Charme perfekt ins Bild.
Anschliessend spazieren wir entlang der Västra Långgatan zur Garvaregården, der ehemaligen Gerberei aus dem 18. Jahrhundert. Heute befinden sich hier das Stadtmuseum, ein gemütliches Café und wechselnde Ausstellungen. Die liebevoll erhaltene Anlage vermittelt das ursprüngliche Flair von Trosa und macht diesen Ort zu einer beliebten Filmkulisse.
Den Abschluss unserer Tour bildet ein Spaziergang entlang des Trosaån bis zum Hafen und wieder zurück. Der Weg führt vorbei an den typischen roten und gelben Holzhäusern, kleinen Gärten und kleinen Bootsanlegern. Gerade entlang des Flusses wird schnell klar, warum so viele Filmszenen hier entstanden sind – das schwedische Kleinstadtidyll wirkt fast wie aus dem Bilderbuch.
Trosa hat uns mit seinem besonderen Charme begeistert. Die ruhige Atmosphäre, die gepflegten Holzhäuser und die vielen bekannten Drehorte machen den Ort zu einem echten Highlight. Beim nächsten Inga-Lindström-Film werden wir bestimmt ganz genau hinschauen – vielleicht entdecken wir ja das eine oder andere Gebäude wieder.Read more

TravelerWow, das ist ja ein toller Ort! Ich kenne die Filme nicht, scheine ja richtig was verpasst zu haben 🤭

Yvi on tourKein Problem, wenn du sie nicht kennst, auch für Schwedenfans ein perfekter Ort.
Schloss Gripsholm – Schwedens Märchenschloss
July 15 in Sweden ⋅ ⛅ 28 °C
Schon von Weitem fällt das imposante Schloss Gripsholm mit seinen vier runden Türmen und den roten Backsteinmauern ins Auge. Es liegt malerisch direkt am Ufer des Mälarsees und gilt als eines der schönsten Renaissance-Schlösser Schwedens.
Erbaut wurde das Schloss im Jahr 1537 unter König Gustav Vasa, der an dieser Stelle eine mittelalterliche Festung zu einer königlichen Residenz umbauen liess. Im Laufe der Jahrhunderte diente Gripsholm verschiedenen schwedischen Königen als Wohn- und Jagdschloss.
Bei einem Rundgang durch die rund 70 Räume taucht man in die schwedische Geschichte ein. Prächtige Säle, königliche Gemächer und verwinkelte Gänge vermitteln einen eindrucksvollen Einblick in das Leben vergangener Jahrhunderte. Besonders beeindruckend sind das gut erhaltene Schlosstheater aus dem 18. Jahrhundert sowie die berühmte Schwedische Nationalporträtsammlung mit ihren über 4'000 Porträts, die zu den ältesten ihrer Art weltweit zählt. Uns persönlich war diese Sammlung allerdings fast schon etwas zu umfangreich – irgendwann fühlten wir uns von der schieren Menge an Porträts regelrecht erschlagen.
Auch ausserhalb der Schlossmauern lohnt sich ein Spaziergang. Vom Schlosspark aus eröffnet sich ein herrlicher Blick über den Mälarsee und auf die kleine Stadt Mariefred – ein Fotomotiv wie aus dem Bilderbuch.
Gerade an diesem heissen Sommertag war der Besuch des Schlosses die perfekte Entscheidung. Während draussen die Sonne brannte, herrschten im Inneren des Schlosses angenehm kühle Temperaturen. So konnten wir die prachtvollen Räume ganz entspannt erkunden und der Hitze für eine Weile entfliehen.Read more
Mariefred – Schloss, Dampfbahn und Inga Lindström
July 15 in Sweden ⋅ ⛅ 29 °C
Heute Morgen verlassen wir unseren idyllischen Stellplatz am Kanal schon früh. Voller Vorfreude brechen wir zu den nächsten Zielen unserer Schwedenreise auf. In den kommenden Tagen wollen wir einige Drehorte der Inga Lindström-Filme besuchen – schliesslich sind wir bekennende Herzkino-Fans.
Bevor es richtig losgeht, müssen wir allerdings noch unseren Gastank auffüllen. Bis jetzt haben wir in Schweden keine Tankstelle gefunden, an der man das selbst erledigen kann. Auch heute werden wir auf einer Tankstelle in einem Industriegebiet freundlich bedient. Alles funktioniert problemlos, und schon kann unsere Reise weitergehen.
Unser heutiges Ziel ist Mariefred, ein malerisches Städtchen am Mälarsee. Bekannt ist der Ort vor allem für das beeindruckende Schloss Gripsholm, die liebevoll erhaltene Altstadt und die historische Dampfeisenbahn.
Für die Nacht haben wir einen privaten Stellplatz auf einem ehemaligen Bauernhof mitten im Wald gewählt. Von dort radeln wir gemütlich nach Mariefred – eine wunderschöne Strecke durch die schwedische Natur.
Unser erster Stopp ist Schloss Gripsholm. Das imposante Renaissance-Schloss wirkt schon von aussen beeindruckend, doch auch ein Rundgang durch die historischen Räume lohnt sich. Bei den sommerlichen Temperaturen geniessen wir die angenehme Kühle im Inneren besonders.
Danach lassen wir uns ohne Eile durch die kleinen Gassen der Altstadt treiben. Die bunten Holzhäuser, die gemütlichen Cafés und der Blick auf den Mälarsee verleihen Mariefred eine ganz besondere Atmosphäre. Genau im richtigen Moment hören wir das unverwechselbare Pfeifen einer Dampflok: Die historische Dampfeisenbahn fährt an uns vorbei. Sie gehört zu den bekanntesten Museumsbahnen Schwedens. Auf der nur 600 Millimeter schmalen Spur verkehren liebevoll restaurierte Dampflokomotiven und Wagen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert – ein echtes Erlebnis für Eisenbahnfreunde und Nostalgiker.
Mariefred hat aber auch für deutschsprachige Besucher eine besondere Bedeutung. Der Schriftsteller Kurt Tucholsky lebte hier im Exil. Sein Roman Schloss Gripsholm entstand unter dem Eindruck seiner Aufenthalte in Mariefred, und auf dem Friedhof der Stadt befindet sich seine letzte Ruhestätte.
Beim weiteren Bummel durch die Altstadt fühlen wir uns plötzlich wie mitten in einem Inga Lindström-Film. Tatsächlich entdecken wir das Rathaus, das heute auch eine Bibliothek beherbergt und in einer Filmproduktion als Polizeiwache diente. Für uns als Herzkino-Fans ist das natürlich ein besonderes Highlight.
Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen, gönnen wir uns noch ein leckeres Eis und geniessen das bunte Treiben am Hafen.
Doch der Tag hält noch eine letzte Überraschung für uns bereit. Auf dem Rückweg begegnet uns das historische Dampfschiff S/S Mariefred. Seit 1903 verbindet das kohlebefeuerte Schiff Stockholm mit Mariefred und ist bis heute ein lebendiges Stück schwedischer Verkehrsgeschichte. Der Anblick des nostalgischen Dampfers auf dem Mälarsee bildet den perfekten Abschluss unseres Besuchs.
Zurück auf unserem ruhigen Stellplatz lassen wir den Tag entspannt ausklingen. Mit den Füssen hoch vor dem Wohnmobil lassen wir die vielen Eindrücke Revue passieren. Mariefred hat uns mit seinem historischen Charme, seiner entspannten Atmosphäre und den vielen kleinen Besonderheiten begeistert – ein Ort, den wir allen Schwedenreisenden ans Herz legen können.Read more
Eine überraschende Entdeckung am Strömsholm-Kanal
July 14 in Sweden ⋅ ☀️ 26 °C
Nach zwei erholsamen Tagen auf dem Wanderparkplatz heisst es für uns, die Reise weiter Richtung Süden fortzusetzen. Mit Schrecken stellen wir fest, dass wir bereits in einem Monat wieder zu Hause sein werden und unser Wohnmobil schon einen Werkstatttermin für den Austausch des Wechselrichters hat. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Umso mehr geniessen wir die verbleibende Zeit in vollen Zügen.
Die Fahrt verläuft ruhig und ohne grosse Highlights. Schon bald erreichen wir den ausgesuchten Übernachtungsplatz – doch daraus wird nichts. Unser Wohnmobil ist schlicht zu gross, um den Platz anzufahren. Also heisst es einmal mehr: Plan B.
Zum Glück dauert die Suche nicht lange. Direkt am Fluss entdecken wir einen kostenlosen Stellplatz und haben sogar das Glück, einen der vier offiziellen Stellplätze zu ergattern. Manchmal muss eben erst etwas schiefgehen, damit man etwas noch Schöneres findet.
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Verschnaufpause machen wir uns zu Fuss auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Direkt vor uns liegt der Strömsholm-Kanal, einer der ältesten schiffbaren Kanäle Schwedens. Entlang des Wassers führen schöne Wege vorbei an historischen Schleusen, alten Gebäuden und gepflegten Grünanlagen – perfekt für einen gemütlichen Spaziergang.
Unser Weg führt uns am Kanalmuseet Skantzen vorbei, dem historischen Zentrum des Kanals in Hallstahammar. Hier erfährt man viel über die Entstehung des Kanals und die Industriegeschichte der Region. Das Gelände ist liebevoll gestaltet und an vielen Stellen informieren Schautafeln über die Geschichte dieses beeindruckenden Bauwerks.
Schliesslich erreichen wir die imposante Schleuse „König Gustav IV. Adolf“. Es ist faszinierend, sich vorzustellen, wie hier bereits vor über 200 Jahren Schiffe geschleust wurden.
Der Strömsholm-Kanal wurde zwischen 1777 und 1795 erbaut und verbindet auf einer Länge von rund 110 Kilometern die Region Bergslagen mit dem Mälarsee. Insgesamt überwinden 26 Schleusen den Höhenunterschied und machten es damals möglich, Eisen und andere Güter aus den Bergwerken effizient bis nach Stockholm und weiter zur Ostsee zu transportieren. Heute ist der Kanal vor allem ein beliebtes Ausflugsziel für Bootsfahrer, Radfahrer und Spaziergänger.
Als wir am späten Nachmittag zu unserem Wohnmobil zurückkehren, sind wir uns einig: Mit diesem Stellplatz und dieser schönen Umgebung hätten wir niemals gerechnet. Aus einer ungeplanten Änderung wurde ein schönes Erlebnis. Genau solche Überraschungen machen für uns den Reiz des Reisens aus – offen bleiben, spontan umplanen und dafür mit Orten belohnt werden, die man sonst vielleicht nie entdeckt hätte.Read more
Ruhetag? Nicht für alle!
July 13 in Sweden ⋅ ☀️ 24 °C
Der gestrige Tag hatte definitiv keinen Platz auf der Liste der grossen Abenteuer. Stattdessen standen die weniger glamourösen Seiten des Camperlebens auf dem Programm: entsorgen, Frischwasser bunkern und anschliessend der obligatorische Grosseinkauf.
Zum Glück ist das Einkaufen hier in Schweden deutlich entspannter als in den letzten Wochen. Viele Produkte kennen wir aus der Heimat und müssen nicht erst mit der Übersetzungs-App herausfinden, ob wir gerade Joghurt, Katzenfutter oder Tapetenkleister in den Einkaufswagen legen. Das spart Zeit – und schont die Nerven.
Nachdem Yvonne die letzten Tage mit einer Erkältung gekämpft hat, hat sich das Virus nun wohl gedacht: «Jetzt ist Andreas an der Reihe.» Also suchen wir uns einen ruhigen Waldparkplatz, schalten einen Gang runter und verbringen den Nachmittag gemütlich im Wohnmobil. Während Andreas seine Erkältung pflegt, wird nebenbei noch das neueste YouTube-Video fertiggestellt.
Nach einer herrlich ruhigen Nacht sieht die Welt schon wieder etwas besser aus. Für Yvonne steht heute eine Wanderung im Naturreservat Gyllbergen auf dem Programm, während Andreas dem Wohnmobil treu bleibt und hofft, dass Ruhe und Nichtstun wahre Wundermittel sind.
Schon nach den ersten Schritten zeigt sich, warum dieses Naturreservat so beliebt ist. Alte Kiefern- und Fichtenwälder wechseln sich mit Moorlandschaften ab und immer wieder führen Bohlenwege durch die feuchten Stellen. Trockene Füsse inklusive. Der Waldboden ist angenehm weich, federt jeden Schritt ab und überall liegt dieser typische Waldduft in der Luft. Es ist so ruhig, dass man fast das Gefühl hat, der Wald flüstert.
Ein weiteres Highlight lässt nicht lange auf sich warten: Blaubeeren! Und zwar jede Menge. Natürlich wird fleissig probiert – schliesslich muss die Qualität überprüft werden. Das Ergebnis: bestanden! Ein paar Beeren schaffen es tatsächlich bis in die Dose und werden nicht alle direkt unterwegs vernascht.
Nach gut 4,5 Kilometern wartet ein grosser See mit mehreren Schutzhütten und Grillstellen. Der perfekte Ort für eine Pause. Wenige Minuten später folgt bereits die nächste Überraschung: eine holzbefeuerte Waldsauna mitten im Nirgendwo. Was für ein idyllischer Platz mitten in der Natur.
Der Rückweg führt zunächst weiter durch den Wald und später entlang der Winter-Langlaufloipe zurück zum Parkplatz. Überall summt und brummt es. Die Bienen sind fleissig und sammeln emsig den Nektar der blühenden Blumen.
https://www.komoot.com/de-DE/tour/3107579488?re…
Nach fast vier Stunden und 9,7 Kilometern bin ich wieder zurück beim Wohnmobil. Das Erste, was auf dem Programm steht: eine ausgiebige Dusche.
Danach gibt es schwedische Erdbeeren und die selbst gepflückten Blaubeeren zum Abendessen. Gesund? Vielleicht. Lecker? Definitiv. Und wenn man die Blaubeeren selbst pflückt, schmecken sie sowieso mindestens doppelt so gut.Read more

TravelerGueti Besserig Andreas! Und nu schöne Rückreise! Liebi Grüess für Beide 👍❤️🍀

Andy und Yvi on TourDanke Esther. Der heutige „Ruhetag“ hat mir gut getan. Morgen geht es dann wieder weiter. Liebe Grüsse 😘👋
Hälsingland – Wo Bauernpaläste Geschichte erzählen
July 11 in Sweden ⋅ ☁️ 24 °C
Nach einer sehr ruhigen Nacht an der Küste und zwei erlebnisreichen Stadttagen entscheiden wir uns heute wieder für eine Fahrt ins Landesinnere. Unser Ziel sind die Hälsinghöfe.
Die Hälsinghöfe (schwedisch: *Hälsingegårdar*) sind historische Bauernhöfe in der schwedischen Region Hälsingland. Sie sind bekannt für ihre großen, repräsentativen Holzhäuser, die wohlhabende Bauern im 18. und 19. Jahrhundert errichten ließen. Besonders beeindruckend sind die aufwendig bemalten Innenräume mit kunstvollen Wand- und Deckenmalereien. Die Höfe vereinen bäuerliche Lebensweise mit außergewöhnlicher Architektur und Handwerkskunst.
2012 wurden sieben besonders gut erhaltene Hälsinghöfe unter dem Namen *Decorated Farmhouses of Hälsingland* in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Auszeichnung würdigt vor allem zwei Besonderheiten: Zum einen bauten die Bauern in Hälsingland aussergewöhnlich grosse Festräume – grösser als Bauernhöfe irgendwo sonst auf der Welt. Zum anderen sind hier mehr reich dekorierte bäuerliche Innenausstattungen erhalten geblieben als in jeder anderen Region.
Bereits im 17. Jahrhundert begannen die Hälsingbauern, grosszügige Wohnhäuser zu errichten und einzelne Räume ausschließlich für festliche Anlässe aufwendig auszustatten. Im 19. Jahrhundert erreichte diese Entwicklung ihren Höhepunkt. Ein einziger Hof konnte damals bis zu 15 eingerichtete Zimmer besitzen, obwohl im Alltag oft nur zwei oder drei genutzt wurden. Die übrigen Räume kamen nur zu besonderen Ereignissen wie Hochzeiten oder anderen grossen Familienfeiern zum Einsatz. Die Festräume waren häufig prachtvoll dekoriert. Landschaften, Stadtansichten und farbenfrohe Blumenornamente wurden direkt auf Wände und Decken gemalt und sollten den festlichen Charakter sowie den Wohlstand der Besitzer unterstreichen.
Unser erster Halt ist das Besucherzentrum auf dem Hof Ol-Anders. Dort bestaunen wir einen wunderschön bemalten Festsaal, der für eine Hochzeit dekoriert ist. Anschließend besuchen wir die drei Höfe Löka, Pallars und Jon-Lars, die wir von außen besichtigen. Die beiden letztgenannten können im Rahmen einer Führung zur Mittagszeit auch von innen besichtigt werden. Die Führungen finden auf Schwedisch statt, eine Voranmeldung wird empfohlen.
Die vielen Eindrücke, die wunderschönen falunroten Häuser und die weite Landschaft wirken noch lange nach. Für heute reicht es – wir suchen uns einen ruhigen Übernachtungsplatz und verbringen den Rest des Tages ganz entspannt. Als am Abend leichter Regen einsetzt und die Tropfen leise auf unser Dach fallen, kehrt eine wohltuende Ruhe ein. Ein perfekter Ausklang dieses besonderen Tages.Read more
Hudiksvall – eine unerwartete Perle
July 10 in Sweden ⋅ ☁️ 22 °C
Nach einer kurzen und leider wenig erholsamen Nacht verlassen wir unseren Übernachtungsplatz schon sehr früh. Die nächtlichen Ruhestörungen haben ihre Spuren hinterlassen, und wir sind froh, weiterzufahren. Ob unser nächstes Ziel und vor allem der neue Stellplatz die ersehnte Ruhe bringen werden, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Heute führt uns unser Weg nach Hudiksvall.
Die kleine Küstenstadt liegt in der schwedischen Region Hälsingland direkt an der Ostsee und empfängt uns mit einer angenehm entspannten Atmosphäre. Hudiksvall trägt bei den Schweden den liebevollen Spitznamen „Glada Hudik“ – das fröhliche Hudik. Dieser Name passt erstaunlich gut, denn schon bei unserer Ankunft spüren wir eine gewisse Leichtigkeit und Gelassenheit, die diesen Ort auszeichnet.
Am Hafen entdecken wir etwas versteckt den Wohnmobilstellplatz. Kaum stehen wir, kommt auch schon der Betreiber vorbei und schaut nach dem Rechten. Er kontrolliert freundlich, ob alle Wohnmobilisten ihre Gebühr bezahlt haben, und natürlich kommen wir schnell ins Gespräch. Auch hier sind nächtliche Ruhestörungen ein Thema – ein Problem, das uns auf dieser Reise bereits begleitet. Er beruhigt uns jedoch: Dieser Platz sei normalerweise sehr ruhig. Wir sind gespannt und hoffen auf eine entspannte Nacht.
Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. Entlang der Uferpromenade spazieren wir in Richtung des historischen Viertels Fiskarstan – und werden nicht enttäuscht.
Fiskarstan gehört zu den schönsten Ecken Hudiksvalls. Zwischen schmalen Gassen, bunten Holzhäusern und den typischen roten Bootsschuppen am Wasser fühlt man sich ein Stück weit in vergangene Zeiten zurückversetzt. Die liebevoll erhaltenen Gebäude erzählen von der Geschichte der alten Hafenstadt. Nach mehreren schweren Stadtbränden, besonders nach dem Russeneinfall im Jahr 1721, wurde dieser Bereich wieder aufgebaut und ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt.
Hudiksvall ist keine Stadt, die mit einer langen Liste spektakulärer Sehenswürdigkeiten aufwartet – und genau darin liegt ihr Charme. Hier geht es nicht um große Attraktionen, sondern um kleine Momente: ein Spaziergang am Wasser, historische Holzhäuser, Boote im Hafen und diese typisch schwedische Ruhe, die man als Reisender so gerne sucht.
Zwischen den roten Bootshäusern, der Promenade am Lillfjärden und den gemütlichen Straßen erleben wir Schweden von seiner authentischen Seite. Wer abseits der bekannten Touristenorte unterwegs ist, findet hier einen Ort mit viel Herz, Natur und einer ganz besonderen Gelassenheit.
Für uns ist Hudiksvall eine echte Überraschung. Eigentlich nur als Zwischenstopp geplant, wächst uns die Stadt schnell ans Herz. Sie ist ruhig, ursprünglich und genau das, was wir auf unserer Reise suchen.
Den Abend genießen wir ganz entspannt an unserem Wohnmobil. Bei gegrilltem Fleisch lassen wir den Tag ausklingen und sitzen noch lange gemütlich zusammen. Der Blick über das Wasser ist wunderschön – ein perfekter Abschluss für einen unerwartet schönen Tag in Hudiksvall.
Jetzt hoffen wir nur noch auf eine ruhige Nacht …Read more
Auf dem Indalsleden nach Sundsvall
July 9 in Sweden ⋅ ⛅ 19 °C
Heute verlassen wir die unberührte Natur Nordschwedens und machen uns auf den Weg Richtung Bottnischer Meerbusen. Unser Tagesziel ist Sundsvall – eine Stadt, auf die wir uns nach den vergangenen Tagen in der Einsamkeit der schwedischen Wälder ganz besonders freuen.
Schon die Fahrt dorthin überrascht uns mit ihrer Schönheit. Die Strasse führt durch das Gebiet des Flusses Ammerån, dessen Landschaft uns immer wieder begeistert. Natürlich darf auch hier eine beeindruckende Stromschnelle nicht fehlen, die wir uns nicht entgehen lassen. Die Region ist ein wahres Paradies für Angler. Überall entdecken wir Hinweisschilder zu Fischereigebieten sowie liebevoll angelegte Rastplätze, die sogar speziell für Wohnmobile und Wohnwagen ausgeschildert sind.
Doch heute zieht es uns weiter – wir möchten endlich wieder die Nähe des Meeres spüren. Kilometer um Kilometer fahren wir vorbei an unzähligen typisch schwedischen Bauernhäusern, fast alle in dem charakteristischen Falunrot gestrichen. Dieses Bild gehört einfach zu Schweden und verliert auch nach vielen Kilometern nichts von seinem Charme.
Schon bald erreichen wir den Indalsleden, eine der schönsten Touristenstrassen Schwedens. Die Route folgt dem mächtigen Fluss Indalsälven und bietet immer wieder Ausblicke auf Wasser, Wälder und die sanfte schwedische Landschaft.
Am späten Nachmittag treffen wir in Sundsvall ein und finden direkt am Hafen einen idealen Übernachtungsplatz. Von dort aus machen wir uns zu Fuss auf den Weg in die Innenstadt. Die Fussgängerzone lädt zum Bummeln ein, und schon nach kurzer Zeit sitzen wir gemütlich im Aussenbereich eines Restaurants – mit einem Cocktail in der Hand und herrlichem Sommerwetter.
Es ist das erste Mal auf dieser Reise, dass wir draussen sitzen können, ohne ständig von Mücken umschwärmt zu werden. Dazu kommen angenehm warme Temperaturen – fast schon ungewohnt nach den letzten Tagen. Wir geniessen das lebendige Stadtleben, beobachten die Menschen und freuen uns über die entspannte Atmosphäre. Nach so viel Natur fühlt sich dieser Kontrast richtig gut an.
Heute haben wir überhaupt keine Lust zu kochen. Stattdessen entscheiden wir uns spontan für ein Steakhouse. Bei einem ausgezeichneten Essen und einem guten Glas Wein verbringen wir einen herrlich entspannten Abend und führen lange, interessante Gespräche.
Wobei – beim Wein gibt es in Schweden eine kleine Besonderheit. Wir bestellen eine Flasche, trinken aber nicht alles aus. Unser Plan, den Rest einfach mitzunehmen, wird schnell zunichtegemacht. In Schweden ist das gesetzlich nicht erlaubt – eine geöffnete Weinflasche muss im Restaurant bleiben. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als noch etwas länger sitzen zu bleiben. Ganz ehrlich: Es hätte uns schlimmer treffen können. So geniessen wir den restlichen Wein in aller Ruhe, dazu werden uns sogar noch Oliven und ein paar Chips serviert. Ein schöner Ausklang eines rundum gelungenen Tages – und ein perfekter Start in unseren Aufenthalt am Bottnischen Meerbusen.Read more
Vildmarksvägen – Schwedens schönste Wildnisstrasse
July 8 in Sweden ⋅ ☁️ 9 °C
Der Vildmarksvägen gilt als eine der schönsten Panoramastrassen Schwedens. Auf rund 500 Kilometern führt die Strecke durch die beeindruckende Wildnis von Jämtland und Lappland. Dichte Wälder, unzählige Seen, rauschende Flüsse und das baumlose Hochgebirge wechseln sich ab und machen jede Etappe zu einem besonderen Erlebnis. Besonders spektakulär ist die Überquerung des Hochplateaus am Stekenjokk, das nur während der Sommermonate befahrbar ist.
Erst vor gut einer Woche erfahren wir von dieser einzigartigen Strecke. Schnell ist für uns klar, dass wir den Vildmarksvägen unbedingt in unsere Reiseroute einbauen wollen – eine Entscheidung, die wir keinen Moment bereuen.
Unsere Etappe beginnt auf dem Übernachtungsparkplatz unweit des Trappstegforsen. Die Nacht ist etwas kürzer als geplant, denn natürlich lassen wir uns das Achtelfinalspiel der Fussball-WM zwischen der Schweiz und Kolumbien nicht entgehen. Das Durchhalten hat sich gelohnt: Die Schweiz gewinnt und steht nun im Viertelfinal – ein perfekter Start in den neuen Reisetag.
Schon bald erreichen wir das Hochplateau des Stekenjokk. Hier legen wir einen kurzen Spaziergang ein, um uns die Beine zu vertreten und die eindrückliche Landschaft auf über 800 Metern Höhe zu geniessen. Die karge Tundralandschaft wirkt beinahe arktisch und bildet einen faszinierenden Kontrast zu den dichten Wäldern der tieferen Lagen.
Am Stekenjokk erinnert auch vieles an die ehemalige Bergbauzeit. In den 1970er-Jahren wurden hier Erze mit wertvollen Metallen wie Kupfer, Zink, Blei sowie Silber und Gold abgebaut. Der Bergbau dauerte jedoch nur wenige Jahre. Heute sind die meisten Anlagen zurückgebaut, und die Natur hat sich einen grossen Teil des Gebiets wieder zurückerobert. Nur wenige Spuren erinnern noch an die Zeit, als hier hoch oben im Fjäll Bergbau betrieben wurde.
Ein besonderes Highlight lässt nicht lange auf sich warten: Mitten auf dem Hochplateau entdecken wir mehrere Rentiere direkt neben der Strasse. In der weiten, offenen Landschaft wirken sie völlig entspannt und bieten einen unvergesslichen Anblick.
Anschliessend führt unsere Route weiter über Gäddede bis nach Strömsund. Insgesamt legen wir an diesem Tag rund 270 Kilometer zurück. Die Fahrt ist geprägt von einer unglaublichen Vielfalt an Landschaften: unzählige Seen, endlose Wälder, von blühenden Lupinen gesäumte Strassen und immer wieder wunderschöne Ausblicke über die schwedische Wildnis. Das Wetter zeigt sich grösstenteils von seiner besten Seite. Nur zwischendurch fallen ein paar Regentropfen, die der Stimmung jedoch keinen Abbruch tun.
Der Vildmarksvägen macht seinem Ruf alle Ehre. Heute ist einmal mehr nicht das Ziel entscheidend, sondern der Weg dorthin. Genau solche Tage sind es, die eine Reise durch Skandinaviens Wildnis unvergesslich machen.Read more

TravelerSo schön, dass man beim Womoreisen flexibel entscheiden kann, welchen Weg man einschlägt, was man nicht auf der Planung hatte und sich noch anbietet! Wir sind euren Spuren gefolgt und wurden nicht enttäuscht! Ab Breslau geht es für uns Richtung Masuren! Wir sind gespannt! Gute Reise für Alle die unterwegs sind! Man trifft sich bei den Pinguinen 🐧

Yvi on tourDas freut uns, dass wir dich bei eurer Reise in die Masuren unterstützen können. Weiterhin gute Reise euch.
Inlandbahn - längste Bahnstrecke Schwedens
July 7 in Sweden ⋅ 🌧 8 °C
Wir starten heute den Motor bei eher mässigem Wetter. Es regnet immer wieder, und der Regen wird uns wohl den ganzen Tag über begleiten.
Auch heute fahren wir eine Strecke entlang der Inlandsbahn. Nach rund 30 Kilometern erreichen wir Sorsele und besuchen dort das Inlandsbahn-Museum. Bei diesem Schmuddelwetter ist das genau die richtige Entscheidung. Im Museum ist es angenehm warm, und ein integriertes Café lädt zu einer Kaffeepause ein. Dazu gibt es schwedisches Gebäck – eine willkommene Abwechslung.
Das Museum ist im ehemaligen Güterschuppen eingerichtet, in dem früher Waren, Pakete und Gepäck umgeschlagen wurden. Die Ausstellung erzählt die hundertjährige Geschichte der Inlandsbahn – von den ersten Ideen im 19. Jahrhundert, eine Bahnverbindung durch das schwedische Inland zu bauen, bis hin zur heutigen Nutzung als Touristenbahn.
Die schwedische Inlandsbahn, auch „Inlandsbanan“ genannt, gehört zu den längsten Bahnstrecken (1'289 Kilometer) des Landes. Sie führt von Kristinehamn im Süden bis nach Gällivare.
Beim Bau der Bahnstrecke mussten zunächst grosse Flächen gerodet und entwässert werden, bevor überhaupt mit dem Bau des Bahndamms und dem Verlegen der Gleise begonnen werden konnte. Insgesamt dauerte es 30 Jahre, bis die gesamte Strecke am 6. August 1937 feierlich eingeweiht wurde.
Doch zur gleichen Zeit begann auch das Auto, das Leben der Menschen immer stärker zu beeinflussen. Dadurch erlangte die Bahn nie die Bedeutung, die man sich ursprünglich erhofft hatte. In den 1970er-Jahren wurden erste Teilstrecken stillgelegt, und in den 1990er-Jahren drohte sogar die komplette Aufgabe der Strecke.
Die 15 Gemeinden entlang der Inlandsbahn gründeten daraufhin eine Aktiengesellschaft und führen die Bahn seither als Touristenbahn weiter. Heute verkehrt sie von Mitte Juni bis Mitte September einmal täglich in Richtung Süden und einmal täglich in Richtung Norden. In Sorsele treffen sich die beiden Züge jeweils am Nachmittag kurz vor 15 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sind wir allerdings bereits wieder unterwegs.
Unsere Route führt uns noch ein kurzes Stück über den bekannten Inlandsvägen, bevor wir auf eine nicht mehr asphaltierte Strasse abbiegen. Diese führt uns immer tiefer in die schwedische Bergwelt. Unser Ziel für heute ist, noch die berühmte Strasse Vildmarksvägen zu erreichen, die wir dann morgen bei hoffentlich besserem Wetter befahren möchten.
Unser Übernachtungsplatz liegt etwas abseits des Trappstegsforsen - eine der bekanntesten Stromschnellen Schwedens. Der Name bedeutet auf Deutsch etwa „Treppenstufen-Stromschnelle“ – passend zu den natürlichen Felsstufen, über die sich das Wasser in mehreren Kaskaden talwärts bewegt. Hier herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Besuchern. Wir schauen uns den Wasserfall kurz an und entscheiden uns anschliessend im Café für einen Rentierburger mit Pommes. Danach geht es endgültig zu unserem Übernachtungsplatz.
Für heute haben wir genügend Kilometer zurückgelegt – am Ende sind es stolze 240 Kilometer geworden.Read more





































































































































































































































































































































































































































































































































































































Traveler
Echt oder Ki ? Richtig Schweiz
Andy und Yvi on TourDiese Cervelats haben über 14 000 Kilometer hinter sich. Das ist echt und sie schmeckten noch immer. Alles Gueti zum Geburtstag Schwiez🎂🥳
Traveler
Aber immerhin vorbildlich mit Rettungsgasse...
Yvi on tourJa, das stimmt, gleich von Anfang an.