• Bastian Waldorf
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Transsibierische Eisenbahn

A 21-day adventure by Bastian Read more
  • Trip start
    September 24, 2012

    Frankfurt am Main Flughafen

    September 24, 2012 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Eine mir unbekannte Person schickt eine Mail an einen Verteiler von ~3000 Personen. In diesem Verteiler war auch ich. In der Mail wurde ein Angebot gemacht, viel Geld zu bezahlen, um an Orte zu kommen, dessen Reputation als fragwürdig bezeichnet werden kann.
    Klingt wie herrlicher Spam, aber ich habe das Angebot angenommen. Es handelte sich nämlich um eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Peking nach Moskau.
    Neben mir antworteten auch noch 15 andere auf den Spam und so entstand eine Gruppe, die ans Ende der Welt flog, um mit der Bahn zurückzukommen.
    Vorab musste dazu noch einiges organisiert werden, was dankbarerweise, fast alles von dem Sender der Mail, Daniel, übernommen wurde. So hatten wir dann alle unserer Visa, die für quasi alle Länder nötig waren, und Buchungen vorab.
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  • Shanghai

    September 25, 2012 in China ⋅ ⛅ 25 °C

    Als Auftakt ging es für einige, ich nenne sie mal Pufferknutscher, nach Shangai. Nicht weil es kulturelle, architektonisch oder sonst wie interessant wäre, Neeeiin. Shanghai ist der einzige Ort, an dem der Transrapid betrieben wird und eine Ankunft in Shanghai stellte quasi sicher, dass man die Hochgeschwindigkeitsstrecke Shangai Beijing fuhr (1.200 km in ~4h).
    Daneben besichtigte man dann auch noch die Stadt und probierte seltsame Dinge wie Entenzunge, die überraschend gut schmeckt.
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  • Peking

    September 28, 2012 in China ⋅ 🌬 23 °C

    Entgegen aller Erwartung hatten wir in Beijing strahlend blauen Himmel und ausreichend Zeit die Stadt zu erkunden. Da ein Großteil der Gruppe die naheliegende große Mauer sehen wollte, wurde unser Meisterorganisator aktiv und charterte kurzerhand einen ganzen Bus für uns. Die Fahrt, aufgrund der Fahrtkünste unsres chinesischen Fahrers, verleitete einige Personen dazu spontan ihren Letzten Willen aufzusetzen. Mehr als einmal glaubten wir einen Zusammenstoß als unvermeidlich. Wir kamen aber unbeschadet an der Mauer an und hatten ausreichend Zeit entlang zu gehen.
    Dann kam auch schon der große Tag, an dem die Herzen aller Pufferknutscher höher schlugen, wir bestiegen die Transsibirische Eisenbahn.
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  • Ulan Bator

    October 3, 2012 in Mongolia ⋅ ⛅ 9 °C

    Die Fahrt ging über Nacht und an der Grenze musste umgespurt werden. Für nicht Pufferknutscher, das heißt die Spurweite in China ist eine andere als in der Mongolei und um das auszugleichen, müssen die kompletten Achsen getauscht werden. Natürlich ein Highlight, das nicht an Schlaf denken ließ.
    In Ulan Bator folgte nach Ankunft schnell Ernüchterung, die Stadt hat, abgesehen von einer riesen Dschingis Khan Statue, nicht viel zu bieten. Also organisierte Daniel mal wieder einen Bus und es ging in einen nahe gelegenen Nationalpark, der einen guten Eindruck von der Landschaft der Mongolei vermittelte. Dank Ausbildung in der DDR sprach unser Guide auch noch einige Brocken deutsch.
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  • Listvyanka, Baikalsee

    October 6, 2012 in Russia ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach einer weiteren Nacht im Zug kamen wir in Irkutsk an, dort erwartete uns schon ein Bus samt deutschsprachiger Reiseführerin. Sie war Kategorie Matroschka Mama und hatte eine Ausstrahlung, die einen gleich, wie bei Oma fühlen ließ. Deutsch hatte sie in der DDR gelernt, wo sie studiert hatte.
    Mit dem Bus ging es nach Listvyanka, einem kleinen Ort am Baikalsee. Durch das Gleichzeitige verlangen, aller 16 Nachtzug Reisenden zu duschen, hatten wir es dann auch schnell geschafft, den gesamten Warmwasservorrat aufzubrauchen, sodass die Letzten kalt duschen oder stinken mussten. Auf einer Führung entlang des Sees gab es dann noch einiges zu entdecken.
    Etwas schockierend, besonders für mich war, dass es dort Fisch gibt, der schmeckt. Es handelt sich um eine endemische Spezies, den sie Omul nennen und frisch gefangen Räuchern. Es gibt ihn dann direkt warm auf die Hand und ich hätte ihn tonnenweise Essen können.
    Abends ging es dann noch in die typische russische Sauna. Die Birkenzweige, die zum Abklopfen des Körpers genutzt werden, haben dann bei dem ein oder anderen doch Spuren und Striemen hinterlassen, die gegebenenfalls schwer zu erklären warn.
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  • Irkutsk

    October 7, 2012 in Russia ⋅ ☁️ 6 °C

    Natürlich mussten wir dann auch noch eine Nacht in Irkutsk verbringen. Die Stadt ist aber leider so karg wie Sibirien und das Highlight ist eine Statue zum Bau der Transsib. Ansonsten erinnert es an eine typische Sowjet Stadt, die ihren Höhepunkt in den 60er und 70ern hatte.
    Spannend wurde es dann tatsächlich vor unserer nächste Zug Etappe. Wir wollten zeitig am Bahnhof sein, um dem flexiblen Fahrplan zu entsprechen und die Lounge noch zu genießen. Unser Hotel war aber leicht außerhalb von Zentrum und Bahnhof. Also wurden Taxen bestellt. Aussage war, dass 3 Minibusse für 16 Personen vollkommen reichen. Jetzt war zum einen Minibus etwas übertrieben und zum anderen rechnete man da wohl nicht damit, dass wir auch unser Gepäck mitnehmen wollten. Es war aber leider schon etwas zu spät weitere Taxen zu bestellen, also musste gestapelt werden auf Teufel komm raus.
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  • Jekaterinburg

    October 11, 2012 in Russia ⋅ ⛅ 13 °C

    Die Zugfahrt von Irkutsk nach Jekaterinburg geht über 48 Stunden. Auf dieser freundeten wir uns dann etwas zu gut mit dem Restaurantpersonal an, was zu unserem Leidwesen Wodka ausschenkte ohne Ende. An dieser Stelle auch noch mal ein riesen danke an die Gruppe, die mir geholfen hat, die Folgen des letzten Abends zu überstehen.
    Jekaterinburg ist eine Industriestadt, Kategorie Sowjetunion. Planmäßig angelegt und tatsächlich nicht viel zu sehen oder zu machen, wozu der halbe Tag bis zur Weiterfahrt dann auch vollkommen reichte und es dann auch bald weiter nach Moskau ging, auf dem Weg überquerten wir dann auch die Grenze zwischen Asien und Europa mehrmals. Das liegt daran, dass diese nicht eindeutig ist und so gibt es gleich mehrere Monumente, die angeben, dass genau hier im Nichts, die Grenze verläuft.
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  • Moskau

    October 13, 2012 in Russia ⋅ ⛅ 6 °C

    Nach zweieinhalb Wochen, von denen wir geschlagene 6 komplette Tage im Zug verbracht haben, erreichten wir unser Ziel, Moskau. Hier gab es dann noch eine mehr oder weniger spontan organisierte Führung, bevor sich die Gruppe langsam auflöste. In den zwei vollen Tagen, die ich dort verbrachte, habe ich mir dann noch einige Sehenswürdigkeiten angeschaut, wie die U-Bahn Stationen. Das klingt jetzt natürlich etwas seltsam, aber das sind richtige Untergrundpaläste.Read more

  • Frankfurt am Main Flughafen

    October 14, 2012 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich hatte mich vor der Reise dazu entschieden, zurückzufliegen und nicht, wie einige andere, von Moskau aus auch noch den Rest der Strecke mit der Bahn nach Deutschland zu fahren. Das wäre mit Sicherheit mehr im Gedanken des großen Pufferknutschers, aber dazu fehlten dann leider die Urlaubstage.
    So habe ich in zweieinhalb Wochen einmalige Erlebnisse gewonnen und ebenso neue Freunde und zukünftige Reisegefährten.
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    Trip end
    October 14, 2012