• Countdown: 3000km bis Cape Town

    April 6, 2015 in Namibia

    Eine Zugabe der Regenzeit, die Victoriafälle. Zwei Schritte vor und wir werden durchgespült. Zwei Schritte zurück und die Sonne scheint. So einfach sollte es immer sein. Ja, sie sind beeindruckend, diese Wassermassen, welche hier auf einer Breite von fast zwei Kilometern in die Tiefe donnern, auf den Felsen hundert Meter unter uns zerschmettern, hochwirbeln, sich zu Wolken zusammenballen und auf uns niederprasseln. Zwei Schritte vor und wir können ihn sehen, den feinen Regenbogen. Glitzernde Sonnenstrahlen in Abertausenden feinen Tröpfchen. Wir streichen uns die nassen Haare aus den Augen. Zwei Schritte zurück. So, jetzt aber genug vom Regen!

    Im Caprivizipfel treffen wir Dan. Der Brite führt hier am Kwando ein einfaches Ecocamp und bietet Bootstouren auf dem Fluss an, der etwas weiter südlich ins riesige Okavangodelta fliesst. Wir fahren durch Schilfgürtel, weisse und rosa Seerosen auf ihren dicken Stängeln spiegeln sich im dunklen Wasser, Eisvögel flitzen durch die Luft. Ein kleines Krokodil sonnt sich am Ufer und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. In der Nacht hören wir die Hippos direkt neben unserem Zelt prusten und schnaufen. Grössere Tiere sehen wir jedoch nicht. Nun am Ende der Regenzeit ist Wasser im Überfluss vorhanden. Die grossen Herden haben sich weit über das Gebiet verteilt. Das Grenzland zwischen Angola, Namibia, Zambia, Zimbabwe und Botswana ist einer der weitläufigsten Wildtierkorridore Afrikas.
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