• Am Ende Afrikas

    June 7, 2015 in South Africa

    Wir durchqueren Weingüter, ein letzter Höhenzug und schon radeln wir durch die ersten Vororte von Kapstadt. Townships aus Wellblechhütten, überragt von Flutlichtscheinwerfern, dann eine hohe Mauer, Elektrozäune und Stacheldraht, die Villen der Luxusviertel. Noch nie haben wir einen so krassen Gegensatz zwischen Arm und Reich erlebt wie in Südafrika. Ein Nährboden für soziale Spannungen und Gewalt. Für uns ein Spiegel was passiert, wenn die, die alles haben sich gegen die, die nichts haben abschotten.

    Ein Abschnitt unserer Reise geht zu Ende. Noch zehn Tage bleiben uns, bevor wir für einen Monat nach Madagaskar fliegen. Dort werden wir unsere Gruppenreise an die Westküste leiten. Wir freuen uns darauf! Madagaskar bleibt auch nach der Durchquerung des ganzen schwarzen Kontinents unser bevorzugtes afrikanisches Land. Und so radeln wir mit dieser Vorfreude im Bauch der Küste entlang zum Kap Aghulas, der südlichsten Spitze Afrikas. Es ist eine gemütliche Fahrt mit viel Pausen, um das schlechte Winterwetter auszusitzen. Zwischendurch gibt es aber auch sonnige Tage. Wir hören den Wellen zu, schauen wie sich die Pinguine ins Meer stürzen und wie die Fischer ihren Fang einbringen, geniessen es, angekommen zu sein - und schmieden natürlich auch fleissig Pläne, wie unsere Reise weitergehen soll.
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