Bis bald Berlin ❤️✌️
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 23 °C
Nach Osten Richtung Altlandsberg geht es raus aus Berlin. Ein letzter Blick zurück und hinein ins schöne Brandenburger Land ❤️
Mehrow - Trappenfelde
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C
Mehrow ist etwa um das Jahr 1300 entlang der historischen Verbindung von Köpenick nach Bernau entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung des Ritterlehens geht aus einer Urkunde vom 12. Mai 1327 hervor, in der der ehemalige Besitzer Alvericus von Snetlingen das Lehen an Reinicke von Berlin übergab. Der Besitz wechselte in den Folgejahren mehrmals und ging im 16. Jahrhundert an die Adelsfamilie Britzke über. Diese waren bis 1716 Herren über Mehrow. 1725 brannte ein Großteil der Dorfkirche nieder, lediglich die aus Feldsteinen errichteten Mauern blieben erhalten. Danach erhielt der Bau seinen hölzernen Turm und 1828 neue Glocken.
Die beginnende Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts führte auch zum Ausbau von Mehrow. Neben einer Dorfschule entstand östlich des Dorfkerns ein Vorwerk, das 1888 den offiziellen Namen Trappenfelde erhielt. Ab 1900 befand sich Mehrow im Besitz des Berliner Industriellen Robert Stock, der zudem drei weitere Güter erwarb. Er hielt das Gut bis zu seinem Tod 1912. Das Gut selbst wurde 1937 aufgelöst, parzelliert und anschließend an SS-Angehörige vergeben.
Seitens der Naziregierung war der Bau eines Gemeinschaftshauses für die Ertüchtigung junger Menschen im Sinne des Nationalsozialismus in Mehrow geplant. Die Skizzen und Baupläne lieferte das Berliner Architekturbüro Böhmer & Petrich im Jahr 1935.[1]
Während des Zweiten Weltkrieges blieb Mehrow von Kampfhandlungen oder Zerstörungen nahezu verschont. Das Land wurde nach Kriegsende 1945 im Zuge der Bodenreform an Neubauern und Flüchtlinge aus den Ostgebieten verteilt. 1954 ging daraus die LPG Mehrow hervor, die später mit der benachbarten LPG Blumberg vereinigt wurde. Im Jahr 1990 erfolgte deren Auflösung.
Nach der Wende 1990 erlebte Mehrow im Gegensatz zu den Nachbardörfern einen vergleichsweise geringen Zuzug aus Berlin, da sich der Ort nicht an einer Hauptverkehrsstraße befindet und eine direkte Verbindung nach Berlin (unter Umgehung von Ahrensfelde oder Eiche) fehlt. Am 26. Oktober 2003 wurde Mehrow zusammen mit den Dörfern Blumberg, Eiche und Lindenberg in die neue Gemeinde Ahrensfelde-Blumberg eingegliedert,[2] die am 1. Oktober 2004 in Ahrensfelde umbenannt wurde.[3]Read more
Brandenburg ❤️
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 25 °C
Altlandsberg
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 25 °C
Altlandsberg mit Schloss & Gutshof
Ursprung Altlandsbergs war ein erst slawischer, dann deutscher Burgflecken namens Jabel, der von Wasser und Sumpf umgeben und dadurch natürlich geschützt war. Er lag an einem Handelsweg von der Spree zur unteren Oder. Daran erinnern noch heute die „Jabelwiesen“ westlich des Altlandsberger Fließes. Altlandsberg wurde im Jahr 1300 mit dem Personennamen Johannes de Landesberg erstmals urkundlich erwähnt.[3] Der Name der Stadt könnte vom wettinischen Landsberg bei Halle übertragen worden sein. Anfang des 13. Jahrhunderts entstand eine deutsche (vielleicht wettinische) Burg mit Suburbium um die heutige Stadtkirche. Sehr wahrscheinlich gehörte Altlandsberg zu der wettinischen Herrschaft, die der Markgraf von Meißen Heinrich der Erlauchte um Hönow im Zuge des deutschen Landesausbaus nach Osten gegen die Interessen der askanischen Markgrafen Brandenburgs aufbauen wollte. Im Teltow-Krieg zwischen 1239 und 1245 entschieden die gemeinsam regierenden Askanier Johann I. und Otto III. die Auseinandersetzungen für sich. Seit 1245 gehören der gesamte Barnim (wie auch der Teltow) und damit auch Altlandsberg dauerhaft zu der Mark Brandenburg beziehungsweise Brandenburg. Südlich der Burg errichteten die Askanier noch vor 1257 eine regelmäßige Stadtanlage. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadtanlage mit einer Stadtmauer befestigt. 1335 stiftete der Wittelsbacher Markgraf Ludwig ein Kloster für den Bettelorden der Serviten, die einzige Klosterstiftung für diesen Orden in der Mark. Altlandsberg sank um 1400 zur Minderstadt herab. 1409 gelangte die Stadt in den Besitz der Ritter von Krummensee. 1421 gewährte Kurfürst Friedrich von Brandenburg den Bürgern das Recht, Jahrmärkte abhalten zu dürfen.[4] Am 24. oder 25. April 1432 überfielen Hussiten die Stadt und brannten sie nieder. Vermutlich aus dieser Zeit stammt der nahezu 7500 Münzen umfassende Münzschatz von Altlandsberg, der 2016 im Schlossviertel entdeckt wurde. 1537 vernichtete ein großer Stadtbrand auch das Rathaus mit allen Urkunden. Das Kloster wurde mit der Reformation 1540 aufgelöst. 1550, 1566 und 1598 wüteten Pestepidemien in der Stadt.
Im Dreißigjährigen Kriege brannte Altlandsberg 1632 nieder und blieb verwüstet. 1654 erwarb der kurfürstliche Minister Graf Otto von Schwerin das Schloss und die abgebrannte Stadt. Er ließ sie neu aufbauen und um 1670 das Barockschloss und die zugehörige Saalkirche errichten. Hier verbrachte der preußische König Friedrich I. seine Jugend. Als reformierter Gutsherr siedelte Otto von Schwerin 1670 hier die ersten Refugiés (Hugenotten) Brandenburgs an, die jedoch schon 1672 nach Berlin in die dortige, 1661 privilegierte Französische Kolonie umzogen. 1684 vernichtete ein neuerlicher Stadtbrand 90 Prozent der Stadt.
Im Herbst 2007 wurde bei Baumaßnahmen südlich der Altstadt neben archäologischen Strukturen auch ein bislang unbekannter Friedhof freigelegt. Im Bereich des Bauvorhabens wurden insgesamt 79 Gräber festgestellt. Aufgrund von Scherbenfunden, Tracht und Ausstattung sowie der verwendeten Holzsärge sind die Bestattungen sicher ins 17./18. Jahrhundert zu datieren. Dieser Friedhof wurde vor 1625 angelegt und ist mit der Anlage des neuen Friedhofes im Jahr 1817 wieder aufgegeben worden. Die überlieferte Bezeichnung „Armenfriedhof“ lässt erkennen, dass bei gleichzeitig beibehaltener Belegung des an der Pfarrkirche liegenden Friedhofs im 17. Jahrhundert innerhalb der Stadtbevölkerung ein gewisses soziales Gefälle bestanden haben muss. Seuchen und Krieg als Auslöser für Armut waren in Altlandsberg in dieser Zeit ein wichtiges Thema. Insbesondere im Zuge und als Folge des Dreißigjährigen Krieges waren weite Teile der Bevölkerung verarmt. 61 Skelette wurden von der Anthropologin Bettina Jungklaus und der Mittelalterarchäologin Blandine Wittkopp untersucht.[5][6] Bei den Bestatteten gab es einen geringen Kinderanteil von 18 % und einen hohen Anteil an Personen, die über 50 Jahre alt wurden. Das war ein für eine vorindustrielle Bevölkerung niedrige Kindersterblichkeit. Als Anzeichen eines fortgeschrittenen Lebensalters fanden sich bei einigen Individuen zahnlose Gebisse, die so genannten Greisenkiefer. Von Armut waren besonders Witwen, Kranke und Verkrüppelte bedroht. Entsprechend wurden fast doppelt so viele Frauen wie Männer gefunden. Spuren von Mangelerkrankungen kamen insgesamt nicht sehr häufig vor. Die Belastung mit Zahnkaries war mit 83 % an betroffenen Gebissen sehr hoch. Das wies auf überwiegend pflanzliche Kost hin. Entzündliche und degenerative Erkrankungen bei etwa dreiviertel der Wirbel und Hüftgelenke sprechen für eine starke körperliche Belastung.
1708 kaufte König Friedrich I. die Herrschaft Altlandsberg, wandelte sie in ein königliches Amt um und baute das Schloss als dreiflügeligen Barockbau[7] zur Nebenresidenz aus. Nach dem Tode von Friedrich I. gab sein Sohn Friedrich Wilhelm I. 1713 das Schloss als Residenz auf und ließ die Ausstattung entfernen. 1757 brannte es ab und wurde bis auf die 1765 bis 1768 wiederaufgebaute Saalkirche abgerissen. 1854 wütete der letzte Großbrand in der Stadt.
Die Schlosskirche (weiß), einziger erhaltener Teil des Schlosses Altlandsberg, und die danebenliegende Stadtkirche Altlandsberg.
Jahrhundertelang war das Wirtschaftsleben der Stadt durch Land- und Forstwirtschaft sowie das Handwerk geprägt. In den vor etwa 400 Jahren gegründeten Zünften waren die Tuchmacher, Schuhmacher/Lohgerber, Bäcker, Schlächter/Knochenhauer und die Stellmacher/Böttcher die bedeutendsten Gewerke. Erst mit dem Ausbau der Chaussee Berlin – Strausberg – Prötzel im Jahr 1850 und dem Anschluss an die Altlandsberger Kleinbahn im Jahr 1898 erlebte die Stadt einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung.
In Altlandsberg diente das königliche Land- und Stadtgericht Alt Landsberg bis 1849 als Eingangsgericht. Daneben bestanden Patrimonialgerichte. Ab 1849 war das königliche Kreisgericht Berlin das zuständige Gericht. In Altlandsberg wurde eine Zweigstelle (Gerichtskommission) gebildet. Von 1879 bis 1952 bestand das Amtsgericht Altlandsberg.
Am 21. April 1945 erreichten von Strausberg kommende Spitzenverbände der Roten Armee unter Nikolai Bersarin über Altlandsberg, das hinter dem äußeren Sperrring um die Reichshauptstadt Berlin lag, die Berliner Stadtgrenze. Die Gruppe Ulbricht hatte vom 1. bis 8. Mai 1945 ihren Standort im heutigen Ortsteil Bruchmühle. Von Kriegszerstörungen blieb Altlandsberg weitgehend verschont.
Das Busunglück von Altlandsberg 1999 forderte fünf Todesopfer.
Altlandsberg gehörte seit 1817 zum Landkreis Niederbarnim in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Strausberg (bis 1990 im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), 1990–1993 im Land Brandenburg). Seit der Kreisreform 1993 liegt die Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland.
Eingemeindungen
Am 31. Dezember 1997 wurde Wegendorf nach Altlandsberg eingemeindet.[8] Am 31. Dezember 2002 wurden im Zuge einer weiteren Gebietsreform im Land Brandenburg die amtszugehörigen Gemeinden Buchholz, Bruchmühle, Gielsdorf und Wesendahl als Ortsteile nach Altlandsberg eingemeindet.Read more
Am Bötzesee
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 27 °C
Der Bötzsee ist ein circa vier Kilometer langer und 400 Meter breiter See, der sich zwischen den Orten Altlandsberg und Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland des Landes Brandenburg erstreckt. Er ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Strausberger- und Blumenthaler Wald- und Seengebiet und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu zahlreichen anderen Seen, wie dem Fänger- und Straussee.Read more
1. Rast in Herrensee
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C
Garzau
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 29 °C
Atombunker Garzau und Garzauer Pyramide
Der Bunker Garzau ist eine Militärbunkeranlage in Garzau, einem Ortsteil von Garzau-Garzin im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg.
Der Atombunker – Objektbezeichnung 05/206 – wurde von 1972 bis 1975 vom Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) als Organisations- und Rechenzentrum (ORZ) der Nationalen Volksarmee der DDR gebaut.
Es handelt sich um einen zweigeschossigen Bunker der Schutzklasse „B“ von ca. 48 × 43 m mit 4.000 m² Gesamtfläche. Der oberirdische Gebäudekomplex bestand im Wesentlichen aus einem Stabsgebäude mit Küchentrakt und Speisesaal sowie einem Wachgebäude. Die Zentrale der Anlage lag 17 m unter der Erdoberfläche. Durch Schiffsdiesel autark, konnte er für 24 Stunden hermetisch abgeriegelt werden.
Das ORZ war mit Rechentechnik aus dem RGW-Programm ESER ausgestattet. So waren bis 1985 zwei Rechner vom Typ ES 1040 und anschließend ES 1055 im Einsatz.
Der Bunker Garzau war in das Nachrichtensystem der NVA integriert und unmittelbar mit der Hauptnachrichtenzentrale des Ministeriums für Nationale Verteidigung über Fernmeldekabel und Richtfunkverbindungen verbunden. Das „Operative Auskunftssystem des Stabes“ im ORZ fasste tägliche Meldungen über Stärke, Bestände und Vorkommnisse aus allen Teilstreitkräften zusammen und stellte es dem MfNV zur Verfügung. Im Ernstfall hätte man im Bunker in Harnekop die tagesaktuellen Daten aus Garzau auf einem baugleichen Rechner eingelesen.
Der Bunker kann besichtigt werden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Garzau im Jahr 1247 als Garzou. Der aus einer slawischen Sprache stammende Ortsname deutet auf eine slawisch-frühdeutsche Burganlage in der Nähe des Ortes hin, ebenso wie der Ortsname des Nachbardorfes Garzin.[2] Im 14. oder 15. Jahrhundert fiel Garzau zunächst wüst, ab dem 16. Jahrhundert wurde der Ort wieder als Rittersitz genutzt. 1659 datiert ein Georg Christoff von Röbel zu Garzau.[3] Ab 1726 läuft ein Prozessverfahren der Gebrüder von Flemming auf Buckow wider dem Major von Löben auf Garzau.[4] Das Schmettausche Kartenwerk von 1767/87 erwähnt eine Gartzauer Mühle südwestlich von Garzau. Im Jahr 1779 wurde das Rittergut Garzau von Friedrich Wilhelm Karl von Schmettau gekauft, der dort einen Landschaftspark anlegen ließ.[5] Für 1879 weist das erstmals publizierte General-Adressbuch der Rittergutsbesitzer der Provinz Brandenburg für das Rittergut Garzau 1137 ha aus, davon 664 ha Forsten. Zum Gut gehört eine Brennerei. Eigentümer sind die Weiss’schen Erben mit Wohnsitz in Berlin.[6] Später übernimmt die Familie von Rohrscheidt[7] den Besitz, zunächst der gut situierte[8] königlich preußische Landrichter Paul von Rohrscheidt (1847–1916), verheiratet mit Martha Pringsheim. Rohrscheidt[9] hatte seine Laufbahn an der bekannten Landesschule Pforta begonnen.[10] Ihm folgt der Sohn Dr. jur. Hans[11] von Rohrscheidt (1880–1963).[12] Er heiratete die Generalstochter Anneliese von Rohrscheidt (1892–1939) aus einer Nebenlinie der Familie. Das Ehepaar hatte keine Kinder.[13] Der Gutsbesitzer und Jurist war Rechtsritter des Johanniterordens, Vorstandsmitglied seines 1891 gegründeten Familienverbandes. Hans von Rohrscheidt lebte nach der Bodenreform noch einige Jahr im Nachbarort Rehfelde.[14] Rittergut Garzau hatte kurz vor der großen Wirtschaftskrise um 1929/30 eine Größe von 1470 ha.[15]
Garzau gehörte in der Mark Brandenburg bereits zum Kreis Oberbarnim, bei dem er auch nach der Kommunalreform im Königreich Preußen von 1816 verblieb. Bei der Volkszählung am 1. Dezember 1871 hatte die Landgemeinde Garzau 107 Einwohner, die sich auf 23 Familien und einen Einzelhaushalt verteilten. Von den Einwohnern waren 54 Männer und 53 Frauen; 27 Einwohner waren Kinder unter zehn Jahren. Der Gemeindehauptort Dorf Garzin hatte 92 Einwohner, dazu kamen sechs Einwohner im Vorwerk Anitz und neun Einwohner im Ortsteil Haus Rothesbach. Im Gutsbezirk Garzau lebten zum gleichen Zeitpunkt 188 Einwohner in 29 Familien. Hier waren 108 Einwohner männlich und 80 weiblich; 49 Einwohner waren jünger als zehn Jahre. Zum Gutsbezirk gehörten die Siedlungen Rittergut Garzau mit 157 Einwohnern, Vorwerk Anitz mit sieben Einwohnern und Bahnwärter-Häuser mit 24 Einwohnern.[16]
Am 10. Juni 1910[17] wurde das Schloss Garzau durch einen Brand zerstört und danach wieder durch die Familie von Rohrscheidt aufgebaut. Am 30. September 1928 wurde der bis dahin juristisch eigenständige Gutsbezirk Garzau in die Landgemeinde Garzau eingegliedert. An den privaten und kommunalen Besitzungen änderte dies nichts. Am 1. Dezember 1910 hatten die Landgemeinde und der Gutsbezirk Garzau zusammen 288 Einwohner. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Garzau Teil der Sowjetischen Besatzungszone, aus der 1949 die DDR gebildet wurde. Bis zum 25. Juli 1952 gehörte Garzau noch zum Landkreis Oberbarnim, danach wurde die Gemeinde dem neu gebildeten Kreis Strausberg im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder) zugeordnet. Nach der Deutschen Wiedervereinigung gehörte Garzau zunächst zum Landkreis Strausberg in Brandenburg, der am 6. Dezember 1993 im neuen Landkreis Märkisch-Oderland aufging. Am 31. Dezember 2001 schloss Garzau sich mit Garzin zu der neuen Gemeinde Garzau-Garzin zusammen.
Die Pyramide ist Teil einer Gesamtanlage, bestehend aus dem Schloss Garzau und dem zugehörigen Landschaftspark. Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau legte den Park ab 1779 an; die Pyramide entstand 1784 und hätte dem Grafen ursprünglich als Mausoleum dienen können. Allerdings verkaufte er 1802 das Anwesen. 1911 brannte der Vorgängerbau des Schlosses, das Herrenhaus Garzau, ab. Während man das Schloss neu errichtete, verfiel die Pyramide. Aufgrund ihres Anblicks nannte man das Bauwerk im Dorf die „Ritterburg“. Es wurde erst 1999 wiederentdeckt. Ein Jahr später gründete sich der Förderverein Pyramide und Schloßpark Garzau e. V., legte das Bauwerk frei und baute es in den Jahren 2000 bis 2010 überwiegend aus eigenen Mitteln wieder auf. Der Innenraum befindet sich heute weitgehend im Originalzustand.Read more
Hinein in die Märkische Schweiz
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 29 °C
Langer See bei Garzin
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 30 °C
Ab in den See! ❤️☀️
Garzin
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 31 °C
Uriges Brandenburger Dorf. Gefühlt eine Zeitreise ins Deutschland vor dem Krieg.
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Wie der Burgwall Garzin zeigt, war die Region der heutigen Dörfer bereits spätestens zur slawischen Zeit im 8./10. Jahrhundert besiedelt. In der Deutschen Ostsiedlung wurde das ursprüngliche Angerdorf Garzau erstmals urkundlich im Jahr 1247 als Grenzort im Besitz des Klosters Zinna auf dem Barnim erwähnt. Die Ersterwähnung des Straßenangerdorfs Garzin erfolgte 1309 im Namen des Strausberger Konsuls Johanne de Garzin. Beide Dörfer waren im 14. und 15. Jahrhundert im Besitz des Adelsgeschlechts Wulkow, anschließend im Besitz derer von Pfuel.[3] Schon 1724 ist die Familie des Grafen von Flemming als Besitzer nachgewiesen.[4]
Garzau gehörte seit 1817 zum Kreis Oberbarnim, Garzin zum Kreis Lebus in der Provinz Brandenburg. Beide wurden 1952 in den Kreis Strausberg im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder) eingegliedert. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.
Die Gemeinde Garzau-Garzin entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Garzau und Garzin.[5]Read more
Bukow (Märkische Schweiz)
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 32 °C
Mitten in der märkischen Schweiz angekommen. Buckow ein wunderschönes, kleines, idyllisches Dorf, das einem sofort Urlaubsfeeling vermittelt. Definitiv eine Reise wert.
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Buckow war ursprünglich eine slawische Siedlung, deren Name etwa Buchenaue bedeutete (buk = „Buche“). Archäologische Funde lassen eine Erstbesiedlung im 9. Jahrhundert vermuten. Am Anfang des 13. Jahrhunderts erwarb Herzog Heinrich I. von Schlesien das Land Lebus, zu dem die Märkische Schweiz gehörte. 1224 schenkte er den Zisterzienserklöstern Leubus und Trebnitz Teile des Landes. Es entstanden die Ortschaften Mönfberg (Müncheberg), Münchehofe, Trebnitz, Obersdorf und andere. Die Besiedlung erfolgte vorwiegend mit deutschen Kolonisten. Die, wie Ausgrabungen belegen, seit etwa 850 ansässigen Slawen mussten sich in die Töpfergasse (heute Wallstraße) zurückziehen, wo sie kleine Grundstücke mit sogenannten Wallgärten erhielten.
In den Jahren 1249–1251 kam das Land Lebus an den Erzbischof Wilbrand von Magdeburg. Erzbischof Rudolf überließ 1253 den Mönchen des Klosters Leubus das Dorf villa Buchowe mit der Hälfte der Mühle, sowie Siewersdorf (später Waldsieversdorf), Slawentin (Schlagenthin) und Obersdorf als Entschädigung für die an ihn abgetretene Stadt Monafeberg (Müncheberg). Dies ist die erste urkundliche Erwähnung Buckows. 1375 wird im Landbuch Karls IV. ein preurbium (Vorstadt) Buckow erwähnt. 1405 wurde das oppidum (Städtchen) Buckow vom Abt und dem Leubuser Konvent an Poppo von Holzendorf verkauft. Sein Sohn, Ritter Albrecht von Holzendorf verkaufte bereits 1416 Buckow und die zugehörigen Ortschaften an Kuno von Segeser. Am 17. April 1432 wurde Buckow von den Hussiten zerstört. 1463 war Buckow im Besitz von Jost von Ziegesar, einem Nachfahren des Kuno von Segeser. Unter der Herrschaft dieser Familie entwickelte sich der Hopfenanbau und -handel. Bis ins 19. Jahrhundert hinein baute man eingeschossige Ackerbürgerhäuser mit einfachen, verputzten Fassaden, die auch heute noch in weiten Teilen das Stadtbild prägen. Sie künden von einer Zeit, als Hopfenanbau und Bierbrauen den Ort bekannt machten. 1489 bezogen 39 Dörfer ihr Bier aus „Hoppen-Buckow“. 1465 erteilte Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg der Stadt das Recht, Jahres- und Wochenmärkte abhalten zu dürfen.[15] Um 1550 erhielt Buckow Stadtfreiheit. Mehrfach wurde die Stadt von Feuersbrünsten fast komplett zerstört (1654, 1665 und 1769).
Bis zu dessen Säkularisation 1546 waren Einzelgüter auf der Feldmark Buckows, wie auch ein Teil des Schermützelsees, im Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Friedland. Zur Zeit des Großen Kurfürsten gehörte das Gut Buckow nebst den Dörfern Obersdorf, Möschen, Garzin, Sieversdorf, Hasenholz, Damsdorf und Münchehofe dem General Georg Adam von Pfuhl, welcher 1663 Schloss Buckow errichten ließ. Sein Schwiegersohn, Feldmarschall Heino Heinrich von Flemming, erhielt 1688 das Schloss, das seine Frau, Dorothea Elisabeth, 1673 geerbt hatte.[16] Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss Buckow nach Plänen von Schinkel umgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts gehörte die Herrschaft Buckow den Gebrüdern Felix, Edmund und Albert, Grafen von Flemming-Buckow. Graf Albert war Wirklicher Geheimer Rat, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, verheiratet mit Armgard von Arnim-Wiepersdorf, Tochter des Dichterpaares Bettina und Achim von Arnim.[17] Das Ehepaar von Flemming hatte zwei nicht unmittelbar erbberechtigte Töchter, und so fiel das spätere Erbe an die Familienlinie Zebbin.[18]
Buckow blieb bis 1945 im Besitz des Adelsgeschlechts von Flemming. Letzter Eigentümer[19] war Dr. jur. Hans von Flemming-Zebbin-Buckow (1873–1954). Flemming war in erster Ehe mit Clementine von Pfuel-Wilkendorf verheiratet, das Paar hatte zwei Töchter. Der Sohn Felix ist im Krieg geblieben und stammt aus der zweiten Ehe mit Gertrud von Stutterheim (1894–1978).[20] Er hätte als Erbe die Herrschaft mit Buckow, Drei Eichen, Wüste-Sieversdorf, Rotes Luch, Garzin mit Vorwerk Liebenhof, Bergschäferei und Torhaus, den Ländereien im Stadtbezirk Buckow, und in den Gemeindebezirken Hasenholz, Garzin, Bollersdorf, Dahmsdorf und das Allodialgut Wald-Sieversdorf bekommen, und damit eines der größten Gutskomplexe in der Provinz Brandenburg überhaupt. In den letzten Jahren wurde dieser Fideikommiss zu einem Schutzforst umgebildet, kurz vor der Weltwirtschaftskrise mit einer Gesamtgröße von 6440 ha Fläche.[21] 1948 wurde das im Krieg stark beschädigte Schloss auf staatliche Anordnung abgerissen. Der fünf Hektar große Schlosspark, im 19. Jahrhundert vom Barockgarten in einen englischen Landschaftspark umgestaltet, erstreckt sich nördlich des Marktplatzes bis zum Schlossberg und wurde nach historischen Plänen rekonstruiert.
Rathaus
Brecht-Weigel-Haus
Im 18. und 19. Jahrhundert endete das „Goldene Hopfenzeitalter“. Die Buckower suchten nach neuem Broterwerb, von Leineweber- und Tuchmacherei über Seidenraupen- bis zur Rosenzucht. Erst als ab 1867 die Preußische Ostbahn und dann ab 1897 auch die Buckower Kleinbahn Ausflügler aus Berlin in die von Theodor Fontane beschriebene „ländliche Schönheit“ brachten, entwickelte sich eine neue Einnahmequelle, der Fremdenverkehr. Begüterte Leute von Rang und Namen ließen sich Villen bauen für die Sommerfrische, reich verziert im sogenannten Heimatstil. Fast jede Buckower Familie richtete ein Gästezimmer ein. Poeten, Maler, Musiker – die Märkische Schweiz zog viele an. Der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch schlug hier seine Sommerzelte auf, ebenso wie der Fotomonteur und Grafiker John Heartfield. Bertolt Brecht und Helene Weigel zog es in den 1950er Jahren nach Buckow. Sie hatten hier ab 1952 ein Sommerhaus (Brecht-Weigel-Haus) auf einem Grundstück am Schermützelsee. Hier arbeitete der Dramatiker an Inszenierungen wie Katzgraben, Turandot und Coriolan. Ebenso entstand hier die Lyriksammlung Buckower Elegien, die noch lange nach Brechts Tod 1956 in der DDR kulturpolitische Erschütterungen auslöste. Auch nach dem Tode Brechts lebte und arbeitete Helene Weigel hier in den Sommermonaten. Seit 1977 steht das Haus als Museum für alle offen.
Zwischen 1959 und 1991 hatte das Theologische Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR seinen Standort in Buckow. Am ehemaligen Seminargebäude (Neue Promenade 34), das heute von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde genutzt wird, befindet sich eine Gedenktafel.[22]
Buckow gehörte seit 1817 zum Kreis Lebus in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Strausberg im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.
Am 30. Dezember 2004 genehmigte das Ministerium des Innern des Landes Brandenburg die Änderung des Namens der Stadt Buckow in Buckow (Märkische Schweiz) mit Wirkung zum 1. Februar 2005.Read more
Drei Eichen
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 33 °C
Die Gemarkung wurde im 16. Jahrhundert als Strauch[2] bezeichnet und war zu dieser Zeit bereits im Besitz der Stadt. Deren Bürger waren berechtigt, dort Holz zu schlagen. Im Jahr 1816 kam die Fläche an das Land Lebus. Zu dieser Zeit errichteten 16 Einwohner im Jahr 1823 auf einer Fläche von drei Morgen ein Familien-, Jäger- und Gasthaus. Im Jahr 1864 stand dort ein Gasthofsetablissement mit einem Wohngebäude, in dem nur noch zehn Personen lebten. Drei Jahre später erschien erstmals die Bezeichnung Drei Eichen in einer Statistik der Ortschaften. Die Anzahl der Einwohner sank weiter: von acht Personen im Jahr 1871 auf nur noch eine Person im Jahr 1885. Zehn Jahre später lebten in einem Wohnhaus wieder drei Personen; 1905 waren es vier. Im Jahr 1925 wurde von drei Bewohnern berichtet; 1927 von einem Jagdhaus, das von den Buckower Adeligen genutzt wurde. Es entstanden ein Gutsbesitz mit Wohn-, Gäste- und Försterhaus sowie eine Bäckerei, einer Wäscherei und Stallungen – allesamt vermutlich im Besitz der Herren von Flemming mit einer Gesamtgröße von rund 167 Hektar. Ein Jahr später erfolgte die Vereinigung mit der Stadt Buckow und wurde dort von 1931 an als Wohnplatz geführt. In den 1920er Jahren erwarb der Berliner Kommerzienrat Carl Harter das Gut und nutzte es fortan als Sommersitz. In dieser Zeit kam auch ein kleiner Weiher (Pfuhl) hinter dem Grundstück zu seinem Namen: nach einer Köchin Liebich benannte er das zuvor namenlose Gewässer in Liebichpfuhl.
Der letzte Besitzer von Dreieichen, Carl Harter, verstarb am 29. Januar 1944. Das Gut wurde im Zweiten Weltkrieg zum Teil zerstört, Einrichtungsgegenstände gingen verloren. Auf Befehl des SMAD wurde die Familie enteignet und die Neubauern Wilhelm zu Dohna und seine Frau Elfriede, siedelten auf dem Gut. Da es ihnen auf Grund der geringen Güteklasse des Bodens nicht gelang, die geforderten Abgaben zu erwirtschaften, wollten sie in Dreieichen eine Pension einrichten. Dies wurde jedoch von den Behörden abgelehnt. Ab dem Jahr 1953 nutzte das Forstamt das Gelände zu Ausbildungszwecken. Hierzu wurde das Garagengebäude im Jahr 1956 zu einem Schulungsraum umgebaut. Zusätzlich entstand in den 1950er Jahren die Touristenstation Dolores Ibárruri. Ab 1967/1968 nutzte der Politiker Werner Lorenz ein Gebäude als Feriensitz. Rund ein Jahr später wurde die Touristenstation in Wilhelm Pieck umbenannt.
Liebichpfuhl
Nach der Wende wurde die Touristenstation abgewickelt und schloss am 31. Mai 1991. Anschließend übernahm der Verein Naturschutzpark Märkische Schweiz die Gebäude und betreibt seit dieser Zeit dort ein Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung.Read more
Münchehofe
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 33 °C
Herzog Heinrich I. hatte den Zisterziensermönchen aus dem Kloster Leubus sowie den Nonnen aus dem Kloster Trebnitz insgesamt 400 Hufen Land geschenkt. Die Zisterzienser nutzten das Geschenk, um in den Jahren 1232/1238 auf einer Fläche von 15 Hufen ein Vorwerk anzulegen. Kurz vor Heinrichs Tod erhielten die Mönche weitere 15 Hufen Acker und sechs Hufen Wiesen an der Stöbber und konnten so den Hof vergrößern. Er wurde von den benachbarten Bauern Mönchehof genannt.[2] Ein Angerdorf mit Vorwerk erschien erstmals urkundlich im Jahr 1253 als ad curiam, villam que Curia uocatur. Nach Müncheberg ist Münchehof damit der zweitälteste Ortsteil der Stadt. Im gleichen Jahr wurde bereits die Alte Mühle erwähnt, die ab 1871 als Wohnplatz zur Gemeinde gehörte. Aus archäologischen Grabungen an einer Flugsanddüne sind jedoch bereits Siedlungsspuren aus der Steinzeit nachgewiesen. Im Jahr 1405 gelangte Monchehofe in den Besitz der Herrschaft Buckow mit „aller Herrlichkeit“ und verfügte über „zwei Mühlen, Weinberge, freien Schank, vier Freihufen und Freihäuser“ (1688). Das Dorf war mittlerweile 26 Hufen groß und wuchs auf 28 Hufen im Jahr 1460 in Monchehoüe an. Hiervon standen dem Pfarrer vier Hufen zu – ein Indiz, dass es im Ort bereits eine Dorfkirche gegeben haben muss. Der Richter hielt sieben Hufen, der Landschöppe war von Abgaben befreit. Weitere 18 Hufen mussten Zinsen bezahlen; es gab fünf Kossäten sowie einen weiteren Hof, der der Kirche zustand und somit ein weiteres Indiz für einen Sakralbau war. Dies korreliert mit einer Angabe im Dehio-Handbuch, die die Feldsteinkirche bereits in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts verortet.[3] Diese war 1405 wohl Mutterkirche. Die Bewohner zahlten im Jahr 1541 insgesamt 29 Rheinische Gulden (fl) 25 Groschen (gr) Landsteuer.
17. Jahrhundert
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Im Jahr 1617 standen dem Pfarrer nur noch drei Hufen zu (ebenso 1624 und 1715). Für das Jahr 1624 ergeben sich aus einer Statistik für Monnickehawe insgesamt fünf Hufner, ein Müller mit einem Rad, ein Schäfer, drei Kossäten, ein Laufschmied, die Schäferknechte sowie ein Paar Hausleute, die in Summe 25 Hufen bewirtschafteten. Im Jahr 1628 gab es im Dorf einen Meierhof und eine Schäferei, der von drei Bauern und drei Kossäten bewirtschaftet wurde. Im Dreißigjährigen Krieg kam es zu erheblichen Verwüstungen im Dorf. Von den zehn Bauernhufen lagen vier wüst, von den drei Kossätenhöfen einer. Allerdings berichtete die Statistik 1633/1634 über einen Schäfer, einen Laufschmied, einen Hirten mit Vieh, einen Hammel- und Lämmerknecht sowie einen Metzmüller. Wenige Jahre später lagen die vier Bauernhöfe und drei Kossätenhöfe vollständig wüst (1641). Lediglich die Meierei und Schäferei war wohl noch besetzt: Dort wurden 8 Wispel Roggen, 8 Wispel Gerste, 1 Wispel Hafer und 12 Scheffel Erbsen ausgebracht. Hinzu kam ein Tierbestand von bis zu 600 Schafen und 12 Stück Vieh. Dreizehn Jahre später lagen die Bauernhöfe nach wie vor wüst und wurden von Frau von Zabeltitz genutzt. Es gab zwei Kossätenhöfe, einen Schäfer und einen Müller, der erst vor kurzem in das Dorf gekommen war. Im Jahr 1666 lagen zwölf Hufen wüst, drei waren besetzt, darunter ein Metzmüller. Erst in den Folgejahren muss es wieder gelungen sein, die Höfe zu besetzen: Im Jahr 1687 waren die 25 Bauernhufen sowie die drei Ganzkossäten wieder besetzt; hinzu kam ein Wassermüller. Um 1690 wurde Münchehofe zur Tochterkirche von Obersdorf (ebenso überliefert 1801, 1900).
18. Jahrhundert
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Im Jahr 1711 lebten im Dorf drei Hufner, drei Kossäten sowie ein Schäfer. Der Meisterknecht war für bis zu 72 Schafe und der Hammelknecht für bis zu 48 Schafe verantwortlich. Für die 25 Hufen zahlten die Bewohner Abgaben in Höhe von je 5 gr. Dem Pfarrer standen im Jahr 1715 drei Pfarrhufen zu; im Pfarrgarten konnte er drei Scheffel Aussaat vornehmen. Hinzu kamen drei Hufen und Wiesen mit 3 Fudern Heu und Einkünfte in Höhe von 1 Wispel 2 Scheffel Korn. Der Küster erhielt 20 Scheffel Korn sowie von jedem Kossäten zwei Brote und vier Eier, vom Hof 30 Eier sowie von einem alten Müller weitere zehn Eier. Die Kirche besaß acht Morgen, die auf drei Felder verteilt waren. Eine Statistik aus dem Jahr 1734 weist für Münchehofe insgesamt fünf Kossäten, einen Müller, einen Schäfer und einen Hirten aus. Im Dorf lebten weiterhin neun Frauen, 16 große Söhne, fünf große Töchter, ein Sohn und drei Töchter unter 10 Jahren, 17 Knechte und sechs Mägde. Im Jahr 1745 wurde lediglich von sechs Kossäten und einem Vorwerk berichtet; 1772 von fünf Kossäten, einem Büdner und einem Müller. Zum Ende des 18. Jahrhunderts übernahm ein Pächter namens Senff die Güter in Sieversdorf, Obersdorf und Münchehofe sowie Garzin.[4]
19. Jahrhundert
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Im Jahr 1801 bestand Münchehofe aus einem Dorf mit Gut, in dem sechs Ganzkossäten, zwei Einlieger und ein Fischer wohnten. Sie bewirtschafteten 25 Bauernhufen und betrieben zehn Feuerstellen (=Haushalte). Eine Statistik aus dem Jahr 1816 berichtete von sieben spannfähigen bäuerlichen Nahrungen mit 1094 Mg Fläche. Sie waren durch die Preußischen Reformen zu eigenem Landbesitz gekommen. Zwei Jahre später bezeugt eine weitere Statistik ein „adeliges Dorf und Vorwerk“ mit nur noch neun Feuerstellen. In den folgenden Jahrzehnten veränderte sich nur wenig: Im Jahr 1825 gab es das einzeln liegende Vorwerk, sechs Halbkossäten, sechs Einlieger, einen Handwerker und eine ebenfalls einzeln liegende Wassermühle. Diese erschien ebenfalls in einer Statistik im Jahr 1831. Im Dorf arbeiteten zu dieser Zeit vier männliche und vier weibliche Dienstboten. Bis 1840 war Münchehofe auf zehn Wohngebäude angewachsen, während die sieben spannfähigen Bauern nur noch 738 Mg bewirtschafteten (1859). Die gesamte Fläche betrug 1862/1863 insgesamt 998,4 Mg, darunter 458,2 Mg Acker, 2 Mg Gärten, 7,3 Mg Wiese, 293,6 Mg Weide, 130,7 Mg Wald, 64,2 Mg Wasser, 34,8 Mg Wege, 0,8 Mg Flüsse und Bäche sowie 6,4 Mg Hofräume. Im Dorf mit Vorwerk standen neun Wohn-, ein gewerbliches und 15 steuerfreie Gebäude (1864). Im Jahr 1882 bestanden im Dorf drei Bauerngüter zwischen 100 Mg und 300 Mg Größe (zusammen 382 Mg), drei Kossätengüter zwischen 30 Mg und 100 Mg (zusammen 227 Mg) sowie eine Besitzung mit 2 Mg. Das Vorwerk war 2004 Mg groß.
20. und 21. Jahrhundert
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Zur Jahrhundertwende war das Dorf 199 Hektar (ha) groß und bestand aus elf Häusern. Das Vorwerk war 512 ha groß und bestand aus zwei Häusern sowie einer Getreide- und Schneidemühle. Vorwerk und Gutsbezirk wurden 1928 mit der Gemeinde vereinigt; Münchehofe 1931 Landgemeinde mit dem Wohnplatz Alte Mühle. Auf der Gemarkung standen 27 Wohnhäuser mit 44 Haushaltungen auf einer Fläche von 692 ha. Acht Jahre später berichtete eine Statistik von einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, der größer als 100 ha war, neun Betriebe zwischen 20 ha und 100 ha, zwei zwischen 10 ha und 20 ha sowie vier zwischen 0,5 ha und 5 ha.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 231 ha enteignet, darunter 92,1 ha Acker, 9 ha Wiese, 107,2 ha Wald sowie 22,5 ha Ödland und Hoffläche. Davon erhielten vier Landarbeiter und landlose Bauern 32,6 ha. Weitere 14 ha gingen an drei landarme Bauern, 80,1 ha an sieben Umsiedler, 3,7 ha an einen Handwerker, 13,7 ha an zwei Arbeiter und Angestellte sowie 56,1 ha an die Gemeinde. Die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) erhielt 28,6 ha, die Schule 0,8 ha. Müncheberg bestand im Jahr 1950 aus der Gemeinde mit dem Wohnplatz Mühle Drei Eichen und wurde 1957 nach Oberdorf eingemeindet. Im Jahr 1953 gründete sich eine LPG vom Typ I mit 18 Mitgliedern und 132 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, die zehn Jahre später an die LPG Typ III Hermersdorf angeschlossen wurde. Im Jahr 1970 wurde Münchehofe ein Ortsteil von Hermersdorf-Obersdorf und mit Wirkung zum 31. März 2002 ein Ortsteil von Müncheberg.Read more
Klobichsee bei Buckow
July 15, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 34 °C
Zwischenstopp und Übernachtung bei Freunden auf dem Campingplatz am Klobichsee 🏖️❤️
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Das Naturschutzgebiet Klobichsee ist ca. 564 Hektar groß und befindet sich ringsum den namensgeben Klobichsee. Außer dem See befinden sich in diesem Gebiet noch weitere kleine Standgewässer sowie Waldmoore, Waldsümpfe, Quell- und Trockenhänge.
Die seit 1990 als Naturschutzgebiet ausgewiesene Umgebung ist Standort vieler einheimischer Orchideenarten. Der Klobichsee ist Lebensraum für Fischotter, die seltene Europäische Sumpfschildkröte und eine bereits bestandsbedrohte Fischart - den Bitterling.
Die Ferienanlage Schau ins Land und ein Campingplatz befinden sich direkt am Großen Klobichsee. In der Nähe des Campingplatzes befindet sich eine große Liegewiese mit Badestelle.Read more
Klobichsee Tag 2 - Weiter gehts!
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C
Erste Übernachtung. Gute Freunde am großen Klobichsee im Urlaub besucht und dort übernachtet.
Münchehofe, Obersdorf bis Trebnitz
July 16, 2023 in Germany ⋅ ⛅ 27 °C
Schloss Trebnitz
July 16, 2023 in Germany ⋅ ⛅ 27 °C
Trebnitz ist ein Ortsteil der Stadt Müncheberg im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Bis zur Eingemeindung nach Müncheberg am 1. März 2002 war Trebnitz eine eigenständige Gemeinde.
Trebnitz wurde erstmals im Jahr 1224 in einer Schenkungsurkunde von Heinrich dem Bärtigen an das Zisterzienserkloster Trebnitz (in der heute polnischen Stadt Trzebnica) erwähnt. Das Dorf ist eine Gründung des Klosters und wurde nach der polnischen Stadt benannt, deren Name sich wiederum auf eine Rodungssiedlung bezieht.[1] Im April 1432 wurde Trebnitz durch plündernde Hussiten zerstört, während des Dreißigjährigen Krieges wurde Trebnitz mehrfach zerstört und jeweils wieder neu aufgebaut.
Nach 1660 entwickelte sich ein Herrensitz mit Rittergut, welches mit Joachim Ernst von Görzke eine erste große Entwicklung vollzog. Es folgten weitere Vertreter bekannter Adelsfamilien, wie unter anderem die Zieten. Ende des 18. Jahrhunderts ging das Gut in die Hände des Albrecht Wilhelm von Pannwitz. Ihm folgte der Neffe Carl Otto Magnus von Brünneck. Hintergrund war auch die Verbindung der Friederike Alexandrine von Pannwitz (1758–1804), die in ihrer zweiten Ehe den Wilhelm Magnus von Brünneck ehelichte. Die Gothaischen Genealogischen Taschenbücher weisen dann für Mitte des 19. Jahrhunderts die nicht verheiratete Luise von Brünneck (1828–1880) als Gutsherrin und später um die kommende Jahrhundertwende ihren Neffen Oberst a. D. Rinaldo von Brünneck als Gutsherrn nach.[2]
Ab 1867 erfolgte in Trebnitz der Bau der Königlich-Preußischen Ostbahn, der zusammen mit dem damals in der Region betriebenen Kohleabbau einen wirtschaftlichen Aufschwung für das Dorf herbeiführte.
Bekanntester Gutsherr auf Trebnitz in der jüngeren Historie war Roland Graf Bellschwitz, der Fideikommissherr auf seinem westpreußischen Stammgut und Hauptwohnsitz Bellschwitz war sowie Mitglied des Preußischen Herrenhauses, Rechtsritter des Johanniterordens sowie Ober-Burggraf[3] in Preußen, konkret der Marienburg. Sein Gut Trebnitz hatte 1923 einen Umfang von 884 ha, verwaltet von einem Administrator.[4] Letzte gutsherrliche Grundbesitzer nach dem Genealogischen Handbuch des Adels waren die vorbestimmten Erben der Familie von Brünneck, Manfred Graf Brünneck-Bellschwitz (1872–1957) respektive sein Bruder Harald Graf Brünneck-Bellschwitz (1880–1958).
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Trebnitz bei der Offensive auf Berlin im April 1945 von der vorrückenden Roten Armee zum großen Teil zerstört. Nach Kriegsende und dem Wiederaufbau des Ortes wuchs die Einwohnerzahl in Trebnitz durch den Zuzug von rund 550 Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten stark an. Auch in Trebnitz wurde 1946 die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone vollzogen.
1951 wurde in Trebnitz die „Maschinen- und Traktorenstation“ errichtet, die später in den „Kreisbetrieb für Landtechnik“ überging. Nach der Kreisreform in der DDR gehörte die Gemeinde Trebnitz ab dem 25. Juli 1952 zum Kreis Seelow im Bezirk Frankfurt (Oder). 1956 erfolgte die Gründung einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft.[5] Nach der Wende wurde der Kreis Seelow in Landkreis Seelow umbenannt und in Folge der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 mit den Landkreisen Strausberg und Bad Freienwalde zum Landkreis Märkisch-Oderland.
Nach einem Amtsbeschluss vom 13. Februar 2002 wurde die Gemeinde Trebnitz mit Wirkung zum 1. März 2002 aufgelöst und nach Müncheberg eingemeindet.
Das Schloss Trebnitz, ein Gebäudeensemble aus dem 18. Jahrhundert, befindet sich im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Müncheberg im Landkreis Märkisch-Oderland im Bundesland Brandenburg. Die großflächige Gutsanlage prägt das Ortsbild von Trebnitz. Wegen ihrer städtebaulichen, sowie orts-, bau- und gartengeschichtlichen Bedeutung steht sie mit Schloss/Herrenhaus, Ehrenhof, Park und den ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden unter Denkmalschutz. Zum Schloss, der architektonischen Dominante der Anlage, führt eine repräsentative Zufahrt über den Ehrenhof.
Bestandteil der früheren Gutsanlage waren neben dem Schloss das Inspektorenhaus, die Remise, die Schmiede mit der anhängigen Meierei, die Waschküche, die Stellmacherei, die Brennerei sowie verschiedene Stall- und Speichergebäude.Read more
Trebnitz bis Alt Rosenthal
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C
Alt Rosenthal
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C
Alt Rosenthal ist ein Ort im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und gehört seit dem 26. Oktober 2003 zur Gemeinde Vierlinden. Alt Rosenthal besteht aus den bewohnten Gemeindeteilen Alt Rosenthal und Alt Rosenthal Vorwerk. Zusammengeschlossen mit vier weiteren Gemeinden werden die Amtsgeschäfte durch das Amt Seelow-Land getätigt. Alt Rosenthal liegt an der Bahnstrecke Berlin–Küstrin-Kietz Grenze.
1325 wird der Ort als Rosintal erstmals urkundlich erwähnt.
Am 1. Januar 1962 wurde Alt Rosenthal nach Worin eingemeindet. Worin gehört zusammen mit Alt Rosenthal und Görlsdorf seit dem 26. Oktober 2003 zur Gemeinde Vierlinden.Read more
Diedersdorf
July 16, 2023 in Germany ⋅ ⛅ 28 °C
Pause muss sein! Lecker Essen und ein Schloss. ❤️
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Der Ort wurde 1253 erstmals urkundlich als Villam Didriksdorf erwähnt. 1412 werden die von Pfuel mit dem Ort durch Friedrich I. belehnt.[1] 1598 gab es im Dorf eine Kirche, drei Rittersitz-Güter und auch eine Wassermühle. 1748 kaufte Kriegsrat Kunow das Rittergut in Diedersdorf. 1792 verkaufte er es an den Amtsrat Carl Friedrich Lehmann, Generalpächter des Amtes Wollup für 72.000 Taler. Im Jahre 1876 kaufte der Fabrikbesitzer Ludwig von Seidel aus Berlin das Rittergut. 1909 wurde er geadelt. Der letzte Besitzer 1945 war Ludwig Rudolf Hans Joachim von Seidel.
Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurden 38 Neubauernhäuser im Ort gebaut und das Gut enteignet. So erfolgte im Jahr 1953 die Gründung der LPG Diedersdorf/ Neuentempel.[2]
Die ehemalige Gemeinde schloss sich am 26. Oktober 2003 mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Friedersdorf, Marxdorf und Worin zur Gemeinde Vierlinden zusammen.[3]Read more
Blick auf Seelow
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C
Seelow und Gedenkstätte Seelower Höhen
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C
Mein eigentliches Ziel der Reise. Seelow. Ort der letzten großen Schlacht, bevor die Russen in Berlin einmarschiert sind und die bedingungslose Kapitulation der Nazis erzwungen haben. Damit war der zweite Weltkrieg beendet.
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Gedenkstätte Seelower Höhen
Die Gedenkstätte Seelower Höhen erinnert an die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden. Im Frühjahr 1945 standen sich im Oderbruch und auf dem Höhenzug hunderttausende Soldaten, 14 000 Geschütze, 5 000 gepanzerte Fahrzeuge und die gleiche Anzahl an Flugzeugen gegenüber.
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Seelow
Im Jahr 1252 wurde das Dorf (Villa) Zelou (Zelov) erstmals als Besitz des Domstifts Lebus erwähnt, 1308 und 1311 als Städtchen (oppidum).[3] Bis zur Auflösung des Bistums 1556 blieb es in dessen Besitz.
In den Jahren 1630, 1788 und 1809 gab es große Stadtbrände.
Auf den Seelower Höhen fand 1945, am Ende des Zweiten Weltkrieges, eine der größten Schlachten zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht statt – die Schlacht um die Seelower Höhen. Nach hohen Verlusten auch auf ihrer Seite konnten sich die sowjetischen Streitkräfte den Weg nach Berlin freikämpfen und die damalige Reichshauptstadt schließlich einnehmen. Seelow wurde bei den Kämpfen stark zerstört, vor allem durch einen Luftangriff am 17. April 1945, danach auch durch Brände bei Plünderungen.
Seelow gehörte seit 1816 zum Landkreis Lebus im Regierungsbezirk Frankfurt in der preußischen Provinz Brandenburg. Das Landratsamt befand sich seit 1863 in Seelow. 1950 wurde der Landkreis Lebus in Landkreis Seelow umbenannt. Von 1952 bis 1993 war Seelow Kreisstadt des Kreises Seelow im Bezirk Frankfurt (Oder).
Ab 1849 war das königliche Kreisgericht Crossen das zuständige Gericht. In Seelow war eine Zweigstelle (Gerichtsdeputation) eingerichtet. 1879 wurden diese Gerichte aufgehoben und das Amtsgericht Seelow eingerichtet. 1952 wurde dies in der DDR durch das Kreisgericht Seelow ersetzt, das 1993 aufgehoben wurde.
Eingemeindungen
Am 26. Oktober 2003 wurde Werbig in die Stadt Seelow eingegliedert.[4]
Blick auf die Gedenkstätte mit Museum
Am 16. April 1945 begann die letzte sowjetische Großoffensive auf europäischem Territorium. Die "Berliner Operation" hatte das Ziel den deutschen Widerstand endgültig zu brechen und den Krieg in Berlin zu beenden.
Im Winter und Frühjahr starben bei den Kämpfen um die Brückenköpfe und bei der "Schlacht um die Seelower Höhen" mehr als 100 000 Soldaten unterschiedlicher Nationen.
Der Krieg forderte bei der märkischen Bevölkerung viele Opfer und Entbehrungen. Als der Krieg Berlin erreichte, war eine einzigartige Kulturlandschaft zerstört.
In Einheit von "Erinnern, Mahnen und Gedenken" stellt dieser Ort heute eine wichtige Begegnungsstätte dar.Read more
Aussichtspunkt Krugberg-Moseberg
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C
Toller Weitblick von den Seelower Höhen hinunter ins Oderbruchtal Richtung Oder und Polen. Für mich persönlich einer der Highlights der Reise.
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Der Krugbergverein hat sich die Aufgabe gestellt, das Dorfleben zu aktivieren und den Friedenswald auf dem Krugberg zu pflegen. Viele erfolgreiche Projekte mit Schulen und Kitas sind bereits entstanden.
Das Seniorenkaffee nach den Sommerferien auf dem Anger ist nur eine der regelmäßigen Veranstaltungen, zu denen der Krugbergverein einlädt. Das Halloweenfest auf dem Anger und das Osterfeuer auf dem Krugberg werden ebenfalls gern angenommen und besucht.
Bei vielen anderen Veranstaltungen unterstütz der Krugbergverein aktiv mit. Der Bungalow auf dem Krugberg, mit seiner idyllischen Lage und der fantastischen Aussicht, kann für Festlichkeiten gemietet werden. Bis zu 25 Personen können diesen Raum mit integrierter Küche und Geschirr nutzen.
Der Krugberg mit seiner fantastischen Aussicht, die Skulpturen und der Friedenswald sind wunderschöne Ausflugsziele. Sie können den Verein mit unterstützen und Mitglieder jeden Alters sind gern gesehen.
SKULPTUREN & FRIEDENSWALD
Im Ortsteil Werbig findet man eines der beliebtesten Ausflugsziele in Seelow: den Friedenswald.
Zur Erinnerung an den mörderischen Krieg, an die vielen toten Soldaten und Zivilisten aus Russland, Polen, Weißrussland, sowie Deutschland und um dem sinnlosen Sterben ein Gegensignal zu setzen,ist die Vision gewachsen, genau an diesem Ort Bäume zu pflanzen. Maßgebliche Wegbereiter waren Manfred Stolpe, damaliger Ministerpräsident des Landes Brandenburg, der ehemalige Landrat Gunther Fritsch und der damalige Oberbürgermeister Gernot Schmidt. Der Friedenswald auf dem Krugberg in Werbig wurde der Anfang einer Kette von Friedenswäldern, die über Polen bis Russland reicht. Sie wurden von deutschen, polnischen und russischen Jugendlichen gepflanzt. Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums auf den Seelower Höhen pflegen eine Partnerschaft mit der Schule Nr. 7 in Brest.
Künstlerinnen und Künstler aus mehreren Ländern haben hier Skulpturen geschaffen als "Zeichen für den Aufbau eines gemeinsamen Hauses Europas".
Ginko-, Eschen- und Birkenbäume symbolisieren Unterschiede und Zusammenhalt, geen Hoffnung auf eine menschen- und naturfreundliche Welt: "Für unsere Völker!" Auch unsere Staaten sind sich näher gekommen trotzt mancher Missverständnisse, Vorurteile und Differenzen.Read more
Hackendorf - Sachsendorf - Hathenow
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 27 °C
Fahrt hinein in das Oderbruchtal und durchs Gebiet des ehemalige Schlachtfeldes der Seelower Höhen.
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Die Gemeinde Alt Tucheband wurde erstmals in einer auf den 9. Mai 1336 datierten Urkunde erwähnt. Der Magistrat von Frankfurt (Oder) tauschte Reitwein und den See Piscenige gegen das halbe Dorf Alt Tucheband und das halbe Dorf Maatzinova mit dem Markgraf von Brandenburg Ludwig I.[3] 1355 wurden Henning und Otto von Haken als Besitzer der Ortschaft genannt, die anschließend von 1401 bis 1456 im Besitz des Bischofs von Lebus verblieb. Im Jahr 1456 erwarb die Familie von Schapelow, die von 1405 bis 1450 im Besitz von Hathenow war, bis dieses an den Johanniterorden ging, den Ort. 1487 kam Tucheband in den Besitz derer von Pfuel.[4]
Im Jahr 1601 lässt sich in Tucheband der Hexenprozess gegen Gertrud Paul nachweisen.
Der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648) und vor allem die Pestepidemie in den Jahren 1634 bis 1636, die in Tucheband und Umgebung ungefähr 12.000 Menschen das Leben kostete, brachten dem Ort schweren Schaden.
1663 wurde das Gut Tucheband von Maximilian von Schlieben, Kommendator der Johanniterkommende Lietzen gekauft. Ihm folgte sein Sohn Adam Georg von Schlieben, ebenfalls Kommendator in Lietzen nach. Tucheband kam schließlich durch die Heirat von dessen Tochter Agnes Juliane von Schlieben in den Besitz des Grafen Paul Anton von Kameke. 1797 wurde es an einen von Bornstaedt, Erb- und Gerichtsherrn auf Ehrenberg verkauft.
Im Jahr 1787 schloss der Bau der kürzesten Ost-West-Verbindung durch Preußen, die von Kleve nach Königsberg führte, Tucheband an die Heer- und Handelsstraße an.
19. und 20. Jahrhundert
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1800 brannte der Ort einschließlich der Kirche bei einer Feuerkatastrophe fast vollständig nieder. 1814 erwarb Kommissionsrat Gilbert, der durch die Freigabe von Land zur Erbpacht das spätere Neu Tucheband begründete, das Gut. 1820 kaufte der Syndikus und spätere Bürgermeister von Berlin, Ludwig Wilhelm Rehfeld, das Gut, das letztmals 1896 den Besitzer wechselte, als es von der Familie Schmelzer erworben wurde.
Im Verlauf der Napoleonischen Kriege war Tucheband mehrfach von Einquartierungen und der damit verbundenen jeweiligen Plünderung des Dorfes betroffen. Der damalige Pfarrer Fleischfresser berichtete, dass im Vorlauf der Erstürmung der Küstriner Festung nicht nur das gesamte Kircheninventar, sondern auch sämtliche Leitern gestohlen wurden.
Der langsame wirtschaftliche Aufschwung ermöglichte den Wiederaufbau der Kirche als neogotischer Backsteinbau erst im Jahr 1862. 1864 wurden eine Ziegelei, eine Brennerei, eine Sirup- und Stärke- sowie eine Zuckerfabrik errichtet. 1911 wurde die Oderbruchbahn gebaut.
In den Jahren 1928 und 1929 erfolgte der Zusammenschluss des Gutes Hackenow mit Alt Tucheband.
Bau des Schweinestalls für die LPG Befreite Erde
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Alt Tucheband am 5. Februar 1945 evakuiert. Beim Angriff der Roten Armee auf die Seelower Höhen im April 1945 (im Rahmen der Schlacht um Berlin) wurde der Ort fast vollständig zerstört. (Die Kirche blieb Ruine. 1996 wurde der Platz rund um die Ruine neu gestaltet.)
Der Bruch des Oderdammes am 22. März 1947 ließ das Hochwasser bis auf rund 100 m vor das Ortsschild steigen, richtete aber an den Gebäuden keinen Schaden an.
Bei der Bodenreform von 1945 wurden über 650 ha Land an Kleinpächter, Umsiedler, Landarme und Landarbeiter verteilt, 1946 wurde ein Ortsverband der VdgB gegründet und 1952 die LPG Befreite Erde. 1955 wurde ein Wasserwerk zur Trinkwasserversorgung der umliegenden Orte errichtet.
Alt Tucheband, Hathenow und Rathstock gehörten seit 1817 zum Kreis Lebus in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Seelow im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.
1991 schloss sich Alt Tucheband der Verwaltungsgemeinschaft Golzow, ab 1992 dem Amt Golzow an. Mit Wirkung vom 31. Dezember 2001 schlossen sich die Gemeinden Hathenow, Rathstock und Alt Tucheband im Rahmen der Gemeindegebietsreform des Landes Brandenburg freiwillig zur heutigen Gemeinde Alt Tucheband[5] zusammen.Read more
Podelzig
July 16, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C
Der slawische Name „Podolzk“ deutet auf eine vorherige slawische Besiedlung, vermutlich mindestens seit dem 8. Jahrhundert. Archäologisch nachgewiesen ist eine Besiedlung seit dem 11. Jahrhundert (Ausgrabungen in der alten Kirche 2004).
Das Dorf Podelzig wurde zuerst 1354 urkundlich erwähnt; zugleich mit dem Städtchen Lebus wurde Podoltzgk von Markgraf Ludwig II. an Bischof Heinrich II. übergeben. Um 1400 waren Hans und Peter von Borghaßdorf (von Burgsdorff) die Lehnsbesitzer des Dorfes, ferner Hans und Heinrich Weynschutze und Heinrich List, die aber keine Anteile an Podelzig erwarben. Der 1439 verstorbene Lebuser Bischof Peter II. von Burgsdorff ist vermutlich im Erbbegräbnis derer von Burgsdorff in Podelzig beerdigt worden. Schon vor 1495 bis etwa 1514 hatten die von Gellnitz (Göllnitz) einen Wohnhof in Podelzig[3]. 1497 verkaufte Hans von Göllnitz das Dorf Birkholz an Bartholomäus (Barthus) Kracht auf Groß Rietz[4].
Am 4. April 1563 wurde der 1515 geborene Hans von Burgsdorff Rittergutsbesitzer; er erwarb später einen zweiten Rittersitz, zwei Schäfereien und eine Windmühle in Podelzig sowie etliche Dörfer in der Umgebung. 1594 kaufte er für 13.000 Taler ein Drittel des ganzen Ortes Podelzig von seinem entfernten Verwandten Levin Burgsdorff. Nachdem 1539 die Reformation in der Mark Brandenburg eingeführt wurde, erhielt Mitte des 16. Jahrhunderts auch Podelzig einen evangelischen Prediger. In der Folge wurden auch Umbau- und Instandsetzungsarbeiten an der Kirche durchgeführt.
Im Dreißigjährigen Krieg kam es mehrfach zu schweren Verwüstungen und Plünderungen. Im Jahre 1636 wurde Podelzig von den kaiserlichen Truppen unter Oberst von Manteuffel geplündert, die Kirche beschädigt, das Pfarrhaus angezündet und der Pfarrer Crupsacius ermordet. Im August 1639 wurde Podelzig durch schwedische Truppen unter den Obersten Drewitz und Stenbock in Brand gesteckt; fast das ganze Dorf wurde vernichtet. Nach dem Ende des Krieges forderte der Rittergutsbesitzer Arnim von Burgsdorff 1652 kurfürstliche Hilfe für den Neubau des Pfarrhauses ein, da Podelzig vollständig verarmt war.
Um 1674 kaufte Kurfürst Friedrich Wilhelm etwa die Hälfte des Ortes und richtete in Podelzig ein Vorwerk zum Domänenamt Lebus ein, zu dem bereits das damals selbstständige Dorf Wuhden gehörte. Nach der Trockenlegung des Oderbruchs durch Friedrich den Großen wurde 1775 Neu Podelzig als Kolonistendorf gegründet und trug lange die Bezeichnung „Kolonie“. Podelzig hatte am wirtschaftlichen Aufschwung teil, 1829 wurde die Chaussee von Frankfurt (Oder) nach Manschnow durch Podelzig gebaut, 1856 wurde die Eisenbahnlinie Frankfurt–Küstrin über Podelzig eingerichtet, allerdings bekam Podelzig erst 1879 einen Haltepunkt.
20. Jahrhundert
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Die die in der Oderland-Region bald weit verbreitete Gutsbesitzerfamilie Schulz wurde Besitzer des Rittergutes Podelzig. Um 1900 umfasste das Gut im Ort 618 ha Land.[5] Familie Schulz blieben dann bis 1945 die Eigentümer. Deren letzte Vertreter waren nachweislich unter anderem Dr. phil. Richard Schulz-Wulkow (1860–1926). Er blieb auch berechtigt lt. Verfügung des Amtsgerichtes zu Berlin vom 17. Juli 1920 für sich und seine Nachfahren den Doppelnamen führen zu können. Ihm folgte der sehr wohlhabende[6] Konrad Schulz-Wulkow (1897–1945).[7] Zeitgleich gab es einen Rusticalbesitz (159 ha), ein Rusticalgut mit Platanenhof (33 ha) und eine Königliche Domäne (440 ha) gemäß dem amtlichen Handbuch des Grundbesitzes für Brandenburg in der Gemarkung Podelzig.
1928 wurden die Landgemeinden Alt Podelzig und Neu Podelzig sowie die Gutsbezirke Adlig Podelzig und Königlich Podelzig zur Gemeinde Podelzig zusammengeschlossen. Für das Rittergut liegen die Daten von vor der großen Wirtschaftskrise vor, 580 ha. Verwalter war Fr. Wuttke. Mit den 23 ha des Emil Reimann ist ein weiterer Hof vorgegeben.[8]
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Podelzig durch die Kriegshandlungen während der Schlacht um Berlin zu 85 Prozent zerstört. In der Hauptkampfzone liegend, war der Ort ständigen Angriffen und Gegenangriffen von Wehrmacht und Roter Armee ausgesetzt. Bahnhof und Versorgungsleitungen waren zerstört. Von den vorher etwa 1000 Einwohnern kehrten nur 180 nach Podelzig zurück; von ihnen starben 52 an Typhus. In den nachfolgenden Jahren verunglückten 20 Menschen durch Minen. Auch das Pfarrhaus war völlig zerstört; die darin enthaltenen alten Unterlagen und Kirchenbücher sind vollständig verbrannt.
Die Ortsteile Klessin und Wuhden wurden 1946 und 1950 nach Podelzig eingemeindet.
Podelzig gehörte seit 1817 zum Kreis Lebus in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Seelow im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.
Eingemeindungen
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Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Wuhden (ohne die Wuhdener Loose) eingegliedert.Read more











































































































































































