• Das kleine Fazit

    December 4, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 4 °C

    Der Airport in Denver ist immer noch im Umbau. Was bisher fertig geworden ist, ist die zweietagige United Club Lounge. Die ist sehr nett geworden. Verschiedenste Sitzgelegenheiten stehen weit auseinander, so dass das Gefühl einer Wartehalle gar nicht erst aufkommt. Das Speisenangebot ist minimalistisch - aber sehr lecker.

    Unsere Flugroute, die wegen des wesentlich besseren Ticketpreises in Oslo begann, und folgerichtig dort enden sollte, versuchten wir telefonisch schon vor Abflug zu „modifizieren“. Doch der Aufpreis - höher als das gesamte BC-Ticket - war uns definitiv zu hoch.
    Deshalb lassen wir die Koffer nur bis FRA labeln - so der Tipp der Mitarbeiterin am Telefon - um sie dort entgegenzunehmen und sofort Richtung Berlin neu einzuchecken. So jedenfalls der Plan.

    Der Start des Rückfluges war trotz Bodennebel und ordentlichen Schneefall wohl in keiner Minute in Gefahr. So jedenfalls haben wir es von unserem überengagierten aber sehr freundlichen Flugbegleiter gehört. „In Frankfurt gäbe es Chaos“ meinte er. „Hier können die das eben“. Tatsächlich ertönt das Boarding completed rechtzeitig und dann geht’s zum Enteisen.

    Die Kulinarik meiner Hauptspeise lässt zu wünschen übrig. Schade um das Rind. Man hätte mir auch gleich einen Tennisball mit leckerer Soße servieren können. Dafür ist die Käseplatte nebst portugiesischen Tawny exzellent.

    Der 8.59 Stunden lange Flug über dem Festland ist super ruhig. Über dem Atlantik jedoch, ist der Rückenwind stark, so dass wir „zitternd“ den europäischen Kontinent erreichen.
    Den Nachtflug mussten wir ohne den LH Pyjama überstehen. Denn den gibt es nur ab einem 10-Stunden-Flug.
    In Frankfurt dann warten wir vergeblich auf die Koffer. Zwar wird uns laut LH-App mitgeteilt, dass die Koffer im Container sind. Dass der Container allerdings immer noch in Denver steht, erfahren wir dank AirTags, die wir zum ersten Mal in den Koffern platziert haben. Nun. Wir haben glücklicherweise viel Zeit für den Umstieg eingeplant, so dass wir den Verlust in der Gepäckermittlung klären um dann in der PanoramaLounge etwas abmatten können.

    Das war’s also. Nach drei Jahren Abstinenz haben wir es wieder einmal in die USA geschafft. Am Ende war dieser Roadtrip viel besser als ich erwartet habe. Einer, wie man sich den früher, als Arbeitnehmer, gewünscht hat. Nämlich mit viel Zeit.

    7.011 Meilen = 11.283 Kilometer in acht Wochen durch Colorado - Utah - Nevada - California - Arizona - New Mexico und zurück nach Colorado.
    Wiederholung nicht ausgeschlossen.

    Angenehm aufgefallen sind uns Hotelketten, die wir so nicht kannten. Viele mit einer voll ausgestatteten Küchenzeile, so dass wir teilweise auch als Selbstversorger die Restaurantbesuche skippen konnten. Denn noch nie hatte ich so viel am amerikanischen Essen auszusetzen. Vielleicht aber auch, weil wir noch nie so lange am Stück dort waren. Was dennoch definitiv ungeschlagen hervorragend ist, ist die Qualität der Steaks. Die können einfache Fleisch.
    Die Möglichkeit auch an traditionellen, amerikanischen Festivitäten teilzunehmen haben der Reise ein zusätzliches I-Tüpfelchen beschert .
    Eine Tradition - nämlich während der Reise schon die nächste zu buchen - haben wir dieses Mal allerdings etwas verpennt. But no worry - das habe ich gleich nach der Ankunft nachgeholt 😉
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