Ramadan, Louvre und Me(e)hr
24. februar, Forenede Arabiske Emirater ⋅ ☀️ 28 °C
Das im Zimmer inkludierte Frühstück wird in zwei verschiedenen Restaurants angeboten.
In beiden kann man entweder Englisch oder Arabisch wählen. Die Speisen sind gesetzt. Dennoch interpretiert es jedes Restaurant anders. Den entsprechenden Gutschein holen wir uns immer kurz vorher. Letztendlich sind wir öfter beim Italiener. Hier gibt es den schnelleren Service und wir können draußen im Garten sitzen.
Das Schöne ist, sie servieren bis 11Uhr. Das schaffen wir gerade so. Denn unsere Tage sind elend lang. Nicht einmal schaffen wir es abends vor Elf wieder zurück im Hotel zu sein.
Das schlaucht ein wenig. Das wollen wir an den letzten zwei Tagen ändern. Wir streichen den Besuch des TeamLabs und des Qasr Al Watan Palace von unserer Liste. Eine Attraktion pro Tag muss reichen.
Heute hat die Zeit des Ramadan begonnen. Wir sind schon ganz gespannt, was sich im Vergleich zu den anderen Tagen für uns ändert.
Seit Tagen schon ist nicht nur die Stadt sondern auch die Hotels und Malls festlich geschmückt. So ähnlich wie das bei uns zur Weihnachtszeit ist. Überall steht in großen Lettern „Ramadan Kareem“ oder „Ramadan Mubarak“, was so viel heißt wie großzügiger bzw. gesegneter Ramadan.
Vollkommen neu für uns ist, dass der Beginn des Ramadan nicht schon Jahre vorher feststeht. Ich wusste zwar, dass der Beginn - ähnlich wie unser Ostern - flexibel ist, aber dass bis zur „letzten Minute“ der Beginn ungewiss ist, das war uns neu.
Seit Tagen lesen wir nämlich, dass religiöse Autoritäten eines Landes noch am Termin knobeln.
Der Beginn des Ramadan wird nämlich nach dem islamischen Mondkalender durch die Sichtung der Neumondsichel bestimmt. Genau dann beginnt der neunte Monat im islamischen Kalender.
Da ein Mondjahr etwa 10–11 Tage kürzer als das Sonnenjahr ist, wandert der Ramadan aber auch jedes Jahr nach vorne.
Moderne Gelehrte möchten gern den Weg der Berechnung gehen. Dem stimmen die religiösen Autoritären nicht zu. Da es zur Zeit des Propheten eben keine solchen Berechnungsmethoden gab, soll die Sichtung entscheidend sein.
Und so ist man 2026 unterschiedlicher Meinung. Während also die UAE, Saudi Arabien, Qatar, Kuweit und Bahrain den 18.Februar als Beginn des Ramadan ausruft, beginnt Oman erst am 19. Februar.
Um was geht es also im Ramadan?
Der Ramadan ist der heilige Fastenmonat. Muslime verzichten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und andere Bedürfnisse. Dabei geht es nicht nur um Verzicht, sondern um Selbstdisziplin, Dankbarkeit und Mitgefühl für Bedürftige. Dieser Monat ist eine Zeit für Gebet, Besinnung, Nächstenliebe und spirituelle Erneuerung. Von Essenbeschränkungen sind Kinder, Schwangere, Kranke und Alte ausgenommen. Nicht-Muslime werden gebeten, in der Öffentlichkeit nicht zu essen und zu trinken.
Und wie sieht’s in der Realität aus?
Restaurants sind geöffnet und bieten ganz normal ihre Speisen an. Man sieht aber keinen Muslim - jedenfalls die, die offensichtlich durch ihre Kleidung für uns identifizierbar sind - am Tage in einem sitzen. Es gibt für uns also keine Einschränkungen.
Am dritten Tag in Abu Dhabi gehts es nochmals in ein Museum. Und zwar ins Louvre Abu Dhabi.
Louvre?
Das kennt man doch aus Paris.
Und nein. Es ist kein Ableger.
2007 hat Frankreich mit UAE ein 30jähriges Kulturabkommen geschlossen. So lange darf dieser Name benutzt werden. Dieses Abkommen umfasst unter anderem die Ausleihe von Kunstwerken aus Frankreich. Unter anderem eben auch aus dem Louvre.
Ich will ganz ehrlich sein. Die Idee das Louvre Abu Dhabi zu besuchen entstammt Fotos bei Insta. Die Architektur ist, was mich besonders interessiert. Und ich werde nicht enttäuscht. Was also von der Straße aussieht wie eine große Kappe mit vielen Durchbrüchen, ist das Dach, unter dem sich ein großzügiger Bau befindet. Ausgestellt sind Objekte aus verschiedenen Teilen der Welt. Momentan gibt es eine Sonderausstellung mit Werken von Picasso. Man könnte hier Tage verbringen, um alles zu sehen. Aber solche Kunstfanatiker sind wir dann doch nicht. Beeindruckend ist dann der Aussenraum der zum Golf offen gestaltet ist. Hier gibt es Restaurants, weitere Objekte zum Bestaunen und vor allem viel Platz zum lounchen. Es gibt auch ein sehr großzügiges Schildkrötenbecken.
Alles in Allem war der Besuch des Louvre eine gute Wahl.
Am letzten Tag finden wir dann doch noch einen „public beach“, der public UND kostenlos ist. Auch das scheint aufgeschüttetes Land zu sein. Der Sand ist sehr fein und hell. Das Wasser - genau wie schon in Al Dhanahh - karibisch. Leider ziemlich frisch. Aber das hält uns vom Baden nicht ab. Anschließend lümmeln wir noch an und in den Hotel-Pools. Was für ein Genuss. Mit solchen Pools braucht man eigentlich kein Meer!
Das war unsere Zeit in Abu Dhabi.
Morgen geht es zur allerletzten Station: Nach Dubai.Læs mere

























Rejsende
Absolut Cool 👏
SYLWIA B.Rainer musste mehrfach dran vorbeifahren damit ich das irgendwie aufgenommen bekomme
Rejsende
So schön 🥰