Tag 35&36: Ein unbeschreibliches Gefühl
17.–18. jul. 2024, Spanien ⋅ ☀️ 25 °C
Nach der Ankunft in Santiago de Compostela haben wir erstmal ausgiebig gefrühstückt und unsere Wäsche gewaschen - so richtig, in einer Maschine. 😍 Ich war ganz glücklich, sodass ein Waschmaschinen-Selfie nicht fehlen durfte. 😅 Danach haben wir offiziell unsere Compostela abgeholt - hier wird von offizieller Stelle dein Pilgerausweis geprüft und geschaut, ob alle Stempel samt Datum sinnig sind oder man geschummelt hat. Die nette Dame am Schalter beglückwünschte mich ganz freudig, dass alles seine Richtigkeit hat und ich meine Compostela erhalte. 🥳 Und dann…wurde es noch emotionaler. In der Kathedrale von Santiago de Compostela fand um 12:00 Uhr die feierliche Pilgermesse statt. Dabei wird zunächst verlesen, wer in den letzten 24h offiziell die Compostela erhalten hat, ohne Namen, aber mit Startort und Herkunft. Gleich zu Beginn hörte ich „Alemania, Bilbao“ - das war ich. Was für ein Gefühl! Meine Gruppe drehte sich direkt zu mir und wir fielen uns in die Arme. Wie schön diesen Moment mit so wunderbaren Menschen teilen zu dürfen. 🫶🏻🥹 Nach dem Gottesdienst hatten wir das große Glück erleben zu dürfen wie der Weihrauchkessel, der sogenannte Botafomeiro, in 1,60m Höhe und seinen 80kg mit ca. 65 km/h geschwungen wurde. Amber war so lieb ein Video zu machen, damit wir es genießen konnten.
Nach einer weiteren Foto-Session vor der Kathedrale schenkte mir Cristina ihre spanische Flagge, die den ganzen Weg über an ihrem Rucksack hing. Nun schmückt er meinen. Was für ein Zeichen - ein Heiligtum für die Spanier. Sie übersetzte in einer App für mich „Du bist ein unglaublicher Mensch. Ich werde dich vermissen.“ 🥹🫶🏻
Nach diesen vielen emotionalen Momenten musste erstmal ausgiebig gefeiert werden! Bei einigen Cervezas habe ich so viele Menschen wiedergesehen, die ich auf meinem Weg manchmal nur kurz, manchmal länger kennengelernt habe. Wir haben uns so füreinander gefreut. 😊
Und dann ist etwas passiert, was vermutlich ein absolutes Sinnbild für die Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft unter den Pilgern ist. Vor einigen Tagen haben wir an einem Stand, am Rand des Weges, einen Pilgerausweis gefunden - ohne Namen, aber mit Stempeln, die Person ist in Irland gestartet und hatte dort den 1. Stempel vom Flughafen. Auf unserem Weg haben wir jede Person gefragt, ob sie in Irland angefangen hat - Fehlanzeige. An jeder Station mit Stempeln haben wir den Pass auch stempeln lassen, schließlich scheint die Person auch auf dem Weg zu sein. Gestern, nach Ankunft in Santiago, schrieb uns Cristina, dass ein Ire in ihrer Unterkunft ist und seinen Pass sucht. Wenige Stunden später konnten wir ihm den Pass in Santiago geben und er erhielt seine Compostela. Er war so glücklich und dankbar, dass wir fleißig Stempel gesammelt haben und ihn suchten. Nun kann er seinen Weg glücklich und erfolgreich abschließen. 🫶🏻🥹
Danach folge der traurige Abschied von unserer kleinen „Girls-Gang“. Es war eine wunderschöne und so lustige Zeit mit diesem verrückten Hühnerhaufen. Ich bin unendlich dankbar für alles, was ich aus dieser Zeit mitnehmen darf. Ich habe so viel über mich gelernt und werde diese Erfahrung, mit allen Höhen und Tiefen, nie vergessen. Danke an alle, die mich begleitet haben. ❤️❤️❤️Læs mere























RejsendeDas liest sich so toll. 😍 Hab Gänsehaut!