• Wenn das Auto streikt …

    20. august 2024, Spanien ⋅ ☀️ 31 °C

    Ihr Lieben, ich bin gut in Málaga angekommen und sollte eigentlich von meiner ersten „Urlaub gegen Hand“- Erfahrung am Flughafen abgeholt werden. Tja, das Leben schreibt manchmal andere Geschichten - das Auto streikt - Batterie defekt - mitten auf dem Land und keine Möglichkeit dort anders wegzukommen. Also startete mein aufregendes Abenteuer mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo ins nirgendwo zu kommen. 😅

    Die erste Bahnfahrt in einem wahnsinnig überfüllten Zug war zum Glück nach zwei Stationen beendet. Die abenteuerliche Beschilderung zu meinem Anschlusszug in Victoria Kent war nicht sehr hilfreich. Die einzige Anzeige ohne Gleis - naja - da habe ich dann einfach geraten. 🤣 Mit etwas Verspätung stand dann tatsächlich der richtige Zug vor mir - auf nach Pizarra. Im Zug saß ich keine zwei Sekunden, da sprach mich ein älterer Herr ganz panisch an, ob ich wirklich im richtigen Zug sei - alle Backpacker wollen nach Málaga und nicht ins Niemandsland. 😅

    Bis dahin - alles ziemlich unkompliziert, aber wie komme ich nun die letzten 11 km in die Natur? Bus? Taxi? Laufen? Keine der Optionen schien so richtig zu klappen - und Laufen bei 38 Grad war nun nicht mein Favorit. Kein Bus fuhr in die Richtung, von Taxis weit und breit nichts zu sehen. Alle Taxi Apps zeigten an „Kein Service in dieser Region verfügbar“. Naja, ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und setzte mich erstmal an die Busstation und wartete - auf ein Wunder. 😅 Das Wunder kam dann auch tatsächlich in Form von 3 freundlichen Menschen aus Argentinien ohne Englischkenntnisse, dafür mit einem coolen Metalshirt. 🤘🏻 Sie fragten mich, ob ich wisse wie man von hier nach Casarabonela kommt und tatsächlich war das genau die Richtung in die ich auch musste. Dank Übersetzerapp fanden wir schnell eine Idee: Ich hatte genügend Taxi-Nummern, die ich aber nicht anrufen konnte, da mein Spanisch dafür einfach zu schlecht ist. Sie hatten keine Nummern und sprachen dafür Spanisch - die Lösung wurde also schnell gefunden und wenige Minuten später war ein Taxi auf dem Weg zu uns. Vor Freude rannte Nicolas in den Supermarkt und kam mit drei kalten Bieren zurück - vielen Dank! 😍😬🍻
    Während der Fahrt versuchten wir uns mit Händen und Füßen gegenseitig zu erklären, wie er zum Wacken Open Air kommen kann und das obligatorische Selfie durfte nicht fehlen. 😬 Nach einer 20-minütigen Fahrt war ich endlich angekommen - was für ein Abenteuer!!

    Am Tor erwartete mich bereits eine alte Bekannte - die liebe Sandra (@Sandra W. - solltest du das hier lesen - ja, ich werde deinen Namen einfach nicht los - auf jedem Reiseziel habe ich eine Sandra aufgegabelt. 😋)!

    Die liebe Sandra und ich kennen uns seit ca. 5-6 Jahren und hatten im politischen Kontext eine Weile miteinander zutun. Danach brach der Kontakt ab und aufgrund eines Gesuchs meinerseits in den sozialen Medien ist sie wieder auf mich aufmerksam geworden und prompt kam die Nachricht „Charline, ich bin nach Spanien ausgewandert und lebe auf einer Finca - wir brauchen dringend Hilfe!“
    Und nun: Bin ich da - nach so vielen Jahren haben wir uns wiedergetroffen an einem Ort, den wir nie für möglich gehalten hätten. Das Leben schreibt immer wieder die schönsten Geschichten. 🥰
    Nach einer kalten Cola und schönen Gesprächen wurde mir das 7ha große Anwesen gezeigt. Überall gibt es was zutun und trotzdem ist es ein fabelhafter Ort der Ruhe und Entspannung. Sofort wurde ich zum Mangos pflücken mitgenommen, konnte spontan die erste Wasserleitung reparieren und hatte sofort das Gefühl, Willkommen zu sein. Nach einem wirklich leckeren veganen Abendbrot und einem Begrüßungssektchen on top saßen wir noch eine Weile draußen und waren vertieft in faszinierende Gespräche.

    Was für ein Tag … glücklich und k.o. habe ich mein schönes Zimmer bezogen und bin sofort ins Land der Träume abgetaucht. 🥰
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