• 151 Seemeilen nach Coron ⛴️

    18. august 2025, Filippinerne ⋅ ⛅ 29 °C

    Am frühen Morgen ging es für uns in den nördlichsten Teil der Insel Palawan. Wenige Stunden später fanden wir uns auf einem kleinen Boot mit anderen Reisenden wieder und unsere Bootstour nach Coron konnte beginnen. Drei Tage sind wir nun auf See und besuchen währenddessen paradiesische Strände auf unbewohnten Inseln, besuchen kleine Dörfer und schnorcheln bis uns Flossen wachsen – so wurde es uns zumindest bei der Buchung der Tour versprochen. 😉

    Der erste Tag ließ einiges davon wahr werden. Zu Beginn ging es direkt mehrfach ins kristallklare Wasser und wir erkundeten das Meer mit unseren Schnorchelmasken. Nach dem hervorragenden Mittagessen an Board wurden wir auf Kajaks gesetzt, die uns an Land brachten und wir schauten uns ein kleines Dorf auf der Insel Linapacan an. Ehrlich gesagt gefiel kaum jemandem von uns dieser Stopp. Als wir eine Schule besichtigten, fühlten wir uns sehr unwohl, weil man das Gefühl hatte ein „Eindringling“ zu sein. Wie Tiere im Zoo wurden die Kinder begafft und sie führten einen einstudierten Tanz auf – um der Touris Willen. Naja, mit gemischten Gefühlen verließen wir das Gelände und wurden auf einen Basketballplatz gebracht. Hier spielten einige Männer unserer Gruppe mit der Crew. Alle anderen saßen drumherum und wussten nicht so richtig, was dieser einstudiert wirkende Stopp tatsächlich sollte. Gern hätten wir mehr von dem Dorf oder dem Leben der Menschen hier gesehen, aber die leeren und eher trostlosen Gassen ließen uns mit vielen Fragen zurück. Eine Stunde später wurden wir wieder mit den Kajaks zum Boot gebracht und fuhren weiter. Eigentlich sollten wir nach jedem Schnorchelstopp auch auf einer kleinen Insel abgeladen werden – leider wurde dies vom Crew-Chef immer wieder zurückgenommen, aufgrund verschiedener Gegebenheiten (Wasser zu flach, Quallen oder manchmal auch einfach ohne Begründung). Insgesamt wussten wir ehrlich gesagt alle nicht so richtig, was am Tag passiert. Keine Erklärung, keine Vorbereitungszeit. Plötzlich stoppten wir und es ging rein ins Wasser und fast so schnell auch wieder raus und weiter – so verlief der gesamte Tag und wir fragten uns, ob wir eine ausschließliche Schnorcheltour gebucht hatten – die „paradiesischen Strände“ haben wir leider nur aus großer Distanz gesehen. Am späten Nachmittag kamen wir dann auf einer kleinen vermeintlich unbewohnten Insel an und bezogen unsere Hütten. Der Sonnenuntergang war unfassbar schön und wir genossen die Zeit am Strand.
    In unserer Gruppe befanden sich einige Italiener, die sich sichtlich an Karaoke erfreuten, jedenfalls beschallte man damit den ganzen Platz. 🫣 Wir zogen uns zu einer Runde UNO mit einem anderen deutschen Pärchen zurück und wurden dabei freudig von einer auf der Insel lebenden Hündin begleitet. 😅

    Frisch geduscht aus einem Wassereimer ging es in unsere kleine Hütte – schnell das Moskitonetz eingerichtet und mit Blick aufs Meer schliefen wir sofort ein. 😴

    PS: Die Drohnenaufnahmen hat einer der Guides gemacht – wir mussten lange kämpfen, um sie überhaupt zu bekommen. 🫣
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