Chile
El Olivar

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Travelers at this place
    • Day34

      Strandtag - Viña del Mar

      December 10, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 25 °C

      Ferie vom Reise - nochem Usschlofe ond Zmörgele hemmer üsi Badisache iipackt ond send metem Colectivo Bus Rechtig Viña del Mar gfahre. 🚍 D Fahrt esch wie do üblich sehr abentüürlich gsi. Bevors öberhaupt los got, muesmer de Bus dör Wenke zom Halte brenge.👋 D Fahrt esch de es Wächselspeli vo Vollgas gäh ond Brämse gsi - ond de erst no die rechtig "Haltestell" gfende brucht chli Üebig. 🤓 De Räst vom Tag hemmer am Strand verbrocht. 🏝 Noch de Dosis Sonne vom Vormittag ond ere chorze Abchüelig im (rechtig) chalte Pazifik hemmer am Nomittag de Schatte bevorzogt. ☀️ Före Sonneontergang semmer nochli wiiter ade Köste entlang noch Reñaca gloffe.🌅 En entspannte Tag met (Hör)buech, Speli spele ond feinem Ässe got z Änd. 🤗Read more

    • Day5

      Blue Horizon

      December 1, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

      Heute morgen geht s früh um sieben Uhr los. Ronny holt mich ab. Er ist Deutscher und lebt seit 25 Jahren hier in Chile und ist mit einer Chilenin verheiratet. Auf der Fahrt nach Valparaiso gibt es natürlich viel zu erzählen. Er ist absoluter Insider und hat ne ganze Menge Tipps und Tricks. In Valparaiso angekommen nehmen wir ein französisches Paar auf. Der letzte im Bunde ist Torsten aus Bremen. Jetzt geht s durch den dichten Verkehr nach San Antonio. Es wird jetzt Englisch gesprochen damit alle von den Tipps die Ronny für uns hat profitieren können. Am Eingang zum Hafen vergrößert sich unsere Gruppe. Ein Paar aus Braunschweig sowie Martin aus Lyon und Peter, der seit dreißig Jahren in der Schweiz lebt, stossen dazu. Auch Peter fährt eineTransalp älteren Semesters. Verkleidet wie Hafenarbeiter betreten wir das Gelände und holen unsere Motorräder ab. Da steht Sie, meine "Blue Horizon", wie ich sie jetzt nenne. Gute Nachricht, alle Motorräder haben die lange Reise unbeschadet überstanden. Erstmal die Batterie wieder anklemmen. Die Alarmanlage gibt einen freudigen Dauerton von sich. Choke ziehen, Start-knopf drücken und die Kölner Orgelpfeifen lassen grüßen. Mittlerweile haben alle anderen die Halle bereits Richtung Sammelplatz verlassen. Ach ja, Benzinhahn von Hand öffnen. Starten und,... wir bleiben in Köln. Ob die umher stehenden Hafenarbeiter anschieben? Die "Blue" gibt ein schwaches Herzsignal von sich. Und ja, aus dem schwachen Signal wird ein kräftiges Motordröhnen. Geschafft. Die Formalitäten mit dem Zoll dauern bis zum Mittag und ohne Kontrolle und Schwierigkeiten verlassen wir das Gelände. Kurzer Stopp am Parkplatz. Ronny ist sehr hilfsbereit und sagt seine Hilfe zu. Er bleibt Kontaktperson für den Aufenthalt hier. Und freut sich auf zwischenzeitlichen Rückmeldungen. Er will mir einen Routenvorschlag für die Rückreise von Patgonien machen. Ich tausche die Telefonnummer mit Peter. Er und Martin übernachten in Santiago. Sie haben sich im Casamatta kennengelernt und reisen am Samstag zusammen nach Ushaia. Alle wollen nach Patagonien. Wir werden uns wieder sehen. Torsten und ich fahren die Küste entlang zurück nach Valparaiso. Herrliches Wetter und die ersten Kurven zum räubern. Zwischenstopp und Wasser besorgen. Die Route gibt immer wieder den Blick auf den Pazifik frei. Und immer wieder Strassenverläufe mit Serpentinenartigen Kurvenverläufe. Zwischenstopp in einem kleinen Fischerdorf, welches Ronny uns empfohlen hatte. Hat sich gelohnt. Ein wirklich leckeres Essen bei Meeresblick. Kurz vor Valparaiso trennen sich unsere Wege. Torsten wird seine Reise Richtung Norden fortsetzen. Schade. Telefonnummern sind getauscht. Zurück in meiner Unterkunft werde ich mit einer Überraschung begrüßt. Ein Sandwich in HotDog Style. Mit kleinen Würstchen, Tomaten, Avocadocreme und einer weiteren cremigen Soße. Lecker. So, jetzt mal eine Nacht darüber schlafen, was ich morgen mache. Gute Nacht, DeutschlandRead more

      Traveler

      moiiiin!!! Viele liebe Grüße nach Chile von mir

      12/2/22Reply
      Traveler

      Moin Muppi. 😀

      12/2/22Reply
      Traveler

      Glückwunsch, vereint mit Deiner Blue 💙 und was für ein herrlich blauer Himmel. Wenn Engel reisen ...😘

      12/2/22Reply
      Traveler

      🙂 Es ist Sommer. Danke.

      12/2/22Reply
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    • Day7

      Eine deutsche Begegnung

      December 3, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C

      Ziel ist heute Las Docas an der Küste. Die Strecke soll etwas Off-Road mäßig sein. Irgendwie beginnen Tag und Tour aber zäh. Da mangels Zeit in der Vorbereitung keine Handyhalterung für die Navigation montiert ist muss jetzt improvisiert werden. Also Handy unter die Folie des Tankrucksackes geklemmt. Bei den Temperaturen überhitzt das Handy alsbald und geht auf Standby. Zur Orientierung muss man mehrmals anhalten und ist nicht da wo man sein wollte. Handy auf die Folie kleben hilft auch nicht weiter. Meiner Blue ist es egal und sie brubbelt vor sich hin. OK, ich werde es ihr gleich tun und den Schildern nach Laguna Verde folgen. Es wird staubiger und aus Asphalt wird Sand. Während die Frage aufkommt ob es der richtige Weg ist eröffnet sich plötzlich ein großes Markttreiben. Mitten im Nichts. Sogar kleine Busse halten hier. Mein Motorrad hier abzustellen um durch die Gassen zu schlendern ist keine Option, also mache ich aus einem Churros-Stand ein Drive-in. Was sind Churros? Keine Ahnung, von innen mit Choko-Karamel Füllung. Ziemlich süß aber verdammt gut. Bitte noch einen. Ein kleiner Junge bekommt glänzende Augen als er meine Blue sieht. Meine Aufforderung aufzusteigen lassen seine Augen noch größer werden. Und das Posen hat er auch drauf. Weiter geht's zum Strand von Las Docas. Eine Lose Sand, Asphalt-Schotter Rüttelpiste mit Berg und Talfahrt tut sich auf. Genau das Richtige für einen Hardcoreflachländer wie mich um erste Erfahrung mit "Off-Road" und Maschine zu machen. Der Blick in die Bucht von Las Docas ist ein Traum. Postkartenmotiv und Traumwetter. Und wie bestellt kommen noch 4 Naturereignisse dazu, die unbedingt mit aufs Bild wollen. Steil geht es runter bis ans Meer. Ich genieße den Augenblick in vollen Zügen. Es geht den selben Weg zurück. Vorbei am Churros-Stand wo man mir lächelnd zuwinkt. Ich lass mich einfach treiben und finde mich in Valparaiso wieder. Mitten in der Stadt geht es teilweise steil bergab durch verwinkelte Gassen. San Franzisko lässt grüssen.
      Vor dem Monumento a Los Heroes Iquique auf dem Sotomyor Plaza lockt die nächste Versuchung kulinarischer Art, der man nicht wiederstehen kann.
      "Kommst Du wirklich aus Deutschland?" Unglaublich aber wahr. Eine deutsche Stimme in Chile. Wie sich herausstellt gehört sie zu Marco aus Rheinland Pfalz. Seine Mutter ist Chilenin, sein Vater Deutscher und nach bestandenem Bachelor besucht er seinen Onkel mit Familie. Das Nummernschild hatte die Herkunft verraten. Eine fröhlich und immer noch ungläubig staunende Unterhaltung begann. Zum Abschied noch ein paar Fotos.
      Als Hafenstadt hat Valparaiso schon lange keine Bedeutung mehr. Aber jährlich treffen sich die Künstler hier um Wände zu bemalen oder wie ich finde, teilweise zu beschmieren.
      Berühmt ist Valparaiso auch für seine Ascensoren bzw. Schrägaufzügen. Von 30 gibt es noch 15 von denen nur noch 9 funktionieren.
      Entlang der Küstenstraße geht es zurück zur Unterkunft.
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      Traveler

      Guten Morgen☀ 🌝⏰ Dieter nun weden bei mir Erinnerungen geweckt und Fernweh steigt. Dir wuensche ich weiter gute Fahrt. Es geht doch. Super. Liebe Gruesse Lieselotte

      12/4/22Reply
      Traveler

      Moin Liesel. Ich kann Dir Chile empfehlen. Es ist auch angenehm warm hier,... 😃😀🫶

      12/4/22Reply
      Traveler

      Tolle Bilder Dieter! Weiterhin gute Fahrt und interessante Begegnungen!

      12/4/22Reply
      Traveler

      Danke Anja. Ich hoffe auch darauf.

      12/4/22Reply
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    • Day10

      Ein ganz normaler Tag

      December 6, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 25 °C

      Aus der Heimat erhalte ich am frühen Morgen die frohe Kunde, nein, ich bin nicht wieder Opa geworden sondern es ist Nikolaus. Wie jeden Tag hatte ich meine Stiefel vor die Tür gestellt und wie jeden Morgen war nichts drin. Nikolaus ist in Chile nun mal nicht bekannt. Und aus den Augen aus den Sinn, mehr ist halt nicht drin.
      Es ist der letzte Tag um meine Weiterreise vorzubereiten. Bisher ist alles ganz easy. Man hat einen zentralen Anlaufpunkt, braucht nicht das ganze Gepäck mitschleppen und ein bequemes Bett. Allzeit Internetzugang und kann mit Freude seine Stories ins Handy tippen. Für den Einstieg absolut die besten Voraussetzungen.
      Tomas hatte mir einige Tourenvorschläge geschickt. Aber so wirklich bin ich noch nicht bei der Tour. Dafür bei meiner Blue. Ihr schmuckes Halsband braucht Kettenfett und der automatische Kettenöler ein nachfüllen. In den Tiefen meiner Alutaschen finde ich die Lenkererhöhung die ich zu Hause nicht mehr einbauen konnte. Macht schon was her, fern der Heimat mit dem eigenen Werkzeug herumzuschrauben. Den Handyhalter nochmal neu platzieren und fertig.
      Wie gesagt, alles ganz easy, bei strahlenden Sonnenschein und bei Pablo auf dem Hof. Zwischendurch ist Waschtag für meine Klamotten. Pablo richtet mir die Waschmaschine ein, und nach 45 min wird aus der Waschmaschine ein Wäschetrockner. Ich bin irritiert. Sonnenschein und bestes Wetter, da freut sich die Hausfrau/-mann. Hier vermutlich der Energieversorger. Hauptsache die Sachen sind sauber, trocken und reisebereit verpackt. Zwischendurch meldet sich Torsten. Er ist in einem Hostel und ihm geht es gut. Also auch bei ihm alles ganz easy.
      Nach all der Zeit der Vorbereitung wird mir zum ersten Mal bewusst, welch umfangreiches Material hier gerade vor mir liegt und sinnvoll verteilt und verstaut werden muß. Außer Sommer gibt es auch die kalten Zonen in Patagonien und in den Anden. Und Moskitos in Amazonien, aber warum jetzt unnötigerweise 2 Rollen Isolierband vor mir liegen, bleibt mir ein Rätsel.
      Es wird endlich Zeit meine Route festzulegen. Vorher aber lieber doch noch eine Probefahrt zum Telefonnetzanbieter um meine Karte wieder aufzuladen. Handy in die Halterung und los. Klappt prima, wenn ich beim nächsten mal noch die Bildschirmsperre einschalte, dann brauche ich mir nicht jedesmal den Kopf verrenken wenn sich das Bild dreht.
      Ich parke Blue in der Nähe eines Ladens Namens Cruz Verde, neben all den anderen Zweirädern und gehe die 150 Meter zu Fuß zum Laden. Man ist hier freundlich und hilfsbereit und lädt mir erstmal die App mit den schlechten Bewertungen aufs Handy. Zeigt mir, dass die Karte fast abgelaufen ist und das ich dies mit Bargeld wieder aufladen kann. Dafür müsste ich in eine Farmacia. Das geht hier nicht. OK, Chile ist auch ein Land der deutschen Einwanderer.
      Ich frage mich durch zur nächsten Farmacia und man zeigt auf ein Geschäft mit grünem Banner auf dem Cruz Verde steht. Kurz ein Blick auf Blue und rein ins Geschäft. Nachdem ich 2 Verkäuferinnen mit Sprachapp und einen Verkäufer mit Handy gleichzeitig beschäftigt halte, ruft man eine ältere Verkäuferin die anscheinend fließend französisch spricht. Gott sei Dank auch Englisch. Mich interessieren keine Laufzeiten, GB und Sprechminuten mehr, ich lasse einfach nur aufladen.
      Noch ein Blick auf das bunte Treiben in dieser Straße, ein Milchshake, ein süßes Etwas und dann weg von hier. Es ist mal wieder Rush-Hour. Und für Zweiradfahrer gibt es eine Extraspur, die ist genau zwischen den wartenden Autoschlangen. Man lernt dazu. Die neue Lenkererhöhung fühlt sich noch etwas seltsam an. Aber 40 mm machen eine Menge aus, auch die Schultern fühlen sich jetzt breiter an.
      Zurück in der Unterkunft öffne ich meine Flasche Wein und rufe Pablo an. Er hat mir eine Liste mit Highlights zusammengestellt die er teilweise selber besucht hat. Somit steht dem Start in Teil 2 der Reise nichts mehr im Wege. Wir reden über Gott und die Welt. Ich kann meine Tasche die ich nicht mehr benötige bei ihm unterstellen. Er zeigt mir sein Instagram Account uns sein Tattoo. "Wanderlust" steht verziert auf seinen Fuß.
      Er richtet noch einen Wunsch an mich, ein deutsches Wort, dass er mit mir in Verbindung bringen kann wenn ein nächster Gast aus Deutschland kommt. Ich empfehle ihm, "Fischers Fritze ...". Er bedankt sich für den schönen Abend und wir bleiben in Kontakt. Es ist ein ganz normaler Tag und ich weiß nicht was ich schreiben soll. Gute Nacht Deutschland.
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      Traveler

      Lieber Dieter, meine Augen hängen an deinen Blog und fühle richtig mit. Tolle Bilder und grandiose Einblicke in dein Abenteuer. Mach weiter so und pass schön auf dich auf. Allzeit eine gute Fahrt!! Liebe Grüße, Michael

      12/7/22Reply
      Traveler

      Hallo mein lieber Michael. Danke für deinen Kommentar. Es freut mich wirklich, dass es dir gefällt. Hätte ich deine Fähigkeiten bein fotografieren, dann würden die Bilder noch besser werden. Liebe Grüße, Dieter.

      12/7/22Reply
      Traveler

      Hallo Dieter immer wieder interessante Nachrichten von dir schön das bisher alles so gut läuft weiter so und freue mich auf weitere Infos von dir hier wird es die nächsten Tage etwas kälter werden bis bald

      12/7/22Reply
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    • Day6

      Pelikano y Vino

      December 2, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

      Heute lasse ich es ruhiger angehen. Gepäck umpacken, Anbauteile ans Motorrad schrauben. Die Koffer bleiben in der Unterkunft und ich reise mit leichtem Gepäck. Während ich noch überlege wie meine Tour heute aussehen soll, kommt Pablo vorbei und gibt mir Tipps. Planung beendet und rauf auf meine "Blue". Es geht entlang der Küste nordwärts.
      INSIDER TIPP 2
      Was macht man, wenn man sein Fahrzeug mal unbeaufsichtigt lassen muss?
      An vielen öffentlichen Stellen und Restaurants gibt es sogenanntes Wachpersonal. Die Leute verdienen sich ihr Geld indem Sie die Fahrzeuge bewachen. Oder beim ein und ausparken behilflich sind. Man drückt Ihnen 300 o. 400 Pesos, ca. 30 oder 40 ct in die Hand. Super Sache.
      Also entspannt Sightseeing auch wenn man sein Fahrzeug nicht in Sichtweite hat.
      Biker sind eine Gemeinschaft weltweit. Auch wenn der Bikergruß hier nicht verbreitet ist.
      Ich "unterhalte" mich mit einem Pärchen. Und "erzähl" von meinem Plänen nach Patagonien reisen zu wollen. Sie deuten schon an, dass es dort regnerisch und kälter ist. Er inspiziert meine Blue, erkennt das es eine 600er Honda Transalp ist. Ich schreibe mit dem Finger die Jahreszahl 1991 in den Sand und habe genau damit seine Frage nach dem Baujahr beantwortet. Seine Frau, die kaum mehr Englisch als ich spanisch spreche bestätigt meine Vermutung. Erinnerungsfoto gemacht und weiter geht es.
      AUTO UND VERKEHR
      Ich glaube meine Blue ist die älteste Verkehrsteinehmerin hier. Auch wenn man es Ihr nicht ansieht. Von Porsche bis Geely ist alles vertreten. Das Straßenbild ist identisch zu unserem. Und auch der zäh fließende Verkehr in der Stadt.
      Kaum wirklich alte Fahrzeuge auf der Straße. Selbst E-Autos sollen hier unterwegs sein, laut Pablo.
      INSIDER TIPP 3
      Hier herrscht Rechtsverkehr. Also easy. Aber, genau wie in den USA , darf rechts überholt werden. Es ist auch nicht immer erkennbar ob man auf einer Vorfahrtstraße ist. Was nacht man? Man schaut ob die kreuzende Straße der Form nach ein Stoppschild oder Vorfahrt achten Schild hat. Tatsächlich. Das würde den Stahlverbrauch an Verkehrsschildern in Deutschland um einige Tonnen reduzieren.
      So fahre ich lässig entlang der Küstenstraße und genieße an verschiedenen Stellen den Blick auf den Pazifik. Pelikane fliegen entlang der Küste. Und tatsächlich habe ich das Glück einen vor meiner Linse zu bekommen. Cool.
      Ich brauche dringend Sonnencreme und ein paar Kleinigkeiten mehr. Also rein in den Supermarkt der Superlative. Das Angebot ist riesengroß und bekannte Marken wie z. B. Maggi und Co. springen einen entgegen. Erinnert mich an Carrefour in Spanien. Schnäppchenjagd nach roten, preisreduzierten Artikeln ist auch hier verbreitet. Man spricht kaum Englisch hier aber mit Hilfe einer Verkäuferin finde ich was ich suche. Von einer Kundin lasse ich mich beraten wie das Brot schmeckt, welches Sie in größerer Stückzahl in Ihren Einkaufswagen legt. Ich versteh natürlich rein gar nix, nicke aber zustimmend mit den Kopf und bedanke mich für die vielen interessanten Vorschläge womit man das Brot belegen kann.
      An der Kasse zeigt man Verständnis, daß ich das lose unverpackte Brot nicht in einzelne Tüten verpackt und selber abgewogen habe. Eine Kollegin macht das für mich und die nachfolgende Kundin hat lächelnd Verständnis für die Verzögerung.
      Zurück zur Unterkunft. Vorher noch einmal ein Blick auf die Skyline.
      Mit Pablo fahre ich noch einmal zu einem Supermarkt. Ich hatte ihn und seine Mutter zu einer Flasche Wein eingeladen. Und so lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. Wir können uns prima unterhalten und lachen zusammen. Auch die beiden genießen den Abend. Mit dem Hinweis, dass ich noch eine weitere Flasche habe ,kommt die Idee auf dann ein BBQ zu machen. Fortsetzung folgt,..
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      Traveler

      Na Schätzelein, hast du auch an Quark gedacht?? Für dein Gesicht.... Das beste Mittel gegen Sonnenbrand....;-0)

      12/3/22Reply
      Traveler

      Jawoll, hab ich mir gekauft. Und die Dame in der Drogerie oder Pharmacia hat mir Aloe Vera als Gel gegeben.

      12/3/22Reply
      Traveler

      👌🙋🏻‍♀️

      12/3/22Reply
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    • Day4

      Ankunft Santiago de Chile

      November 30, 2022 in Chile ⋅ 🌙 11 °C

      Müdigkeit macht sich breit und ich glaube ich bin schon eingeschlafen als die Maschine in Houston abhebt. Die Landung ist unspektakulär, auf dem Weg zur Passkontrolle einen QR-Code scannen und Free WiFi im Flughafen erhalten. Bei der Passkontrolle im besten spanisch erklären, dass man kein spanisch spricht aber man dabei ist es zu lernen. Einreise genehmigt. 90 Tage Aufenthalt bis zum 28.02.2023. Zollerklärung ausfüllen und noch schnell die Reisetasche abholen. Man ist hier schnell. Alle Koffer und Taschen stehen bereits übersichtlich geordnet neben dem Band. Alle? Irgendwie scheint meine zu fehlen. Laut Trackingnummer sollte sie da sein. Dank Personal ist sie dann auch da. Puuuhhh.
      Kaum betritt man die Flughafenhalle erwarten einem mehr Taxifahrer als Fluggäste. Erstmal schnell nach draußen und das Wetter checken. Sonnenschein und angenehme Sommertemperaturen.
      Hilfsbereites Personal mit offiziell aussehenden Ausweis um den Hals erklärt mir, dass man nur mit dem Auto zur nächsten Bushaltestelle im ca. 20 KM entfernten Ort kommt. Es gibt zwar Minibus aber die sind auch nicht viel billiger und dafür ungemütlicher. 20 Dollar die Fahrt oder 70 Dollar bis zu meinem Zielort. Bevor ich mich versehe hat man meine Taschen unterm Arm geklemmt, hastet mit mir zum Parkhaus. Das kommt mir spanisch vor und verhindere gerade noch, dass man meine Sachen einlädt. Ich brauch nun Kaffee und nen Brownie. Bezahlen lässt sich sogar in Euro und Smalltalk mit dem Kellner über Fußball.
      Wer jemals nach Chile kommt und günstig weiterreisen will, hier mein persönlicher
      INSIDER TIPP 1:
      Am Ende vom Parkhaus gibt es einen offiziellen Bushalteplatz. Busfahrt in Chile ist sehr günstig. Die Überlandbusse sind sehr modern, Klimaanlage, sehr gemütlich und haben z. B. klappbare Beinauflagen.

      Die Fahrt zum 20 KM entfernten Pajaritos kostet 1.600 Pesos. Dort umsteigen und dann nach Vina del Mar (ca. 120 KM) für 5.500 Pesos. Umgerechnet ca. 7 bis 8 Euro.

      Die Dame am Schalter war sehr nett und hilfsbereit. Nach einem "I love Chile" wurde ihr grinsen noch breiter und sie winkte zum Abschied.

      Die Fahrt nach Vina del Mar erinnerte mich mit ihren Bergen an die Harleyfahrten durch die USA. Und dann wurde die Landschaft plötzlich grün. Hier beginnt das weltweit bekannte Weinanbaugebiet Chiles. Und erstreckt sich bis Valparaiso und Vina del Mar.

      Endstation Vina del Mar erreicht. Zwischenzeitlich hatte ich eine SMS an Pablo, meinem Gastgeber über AirBnb geschickt aber keine Rückmeldung erhalten.
      Was nun? Kein Free WiFi an der Endstation. Telefonate und Roaming sind sehr teuer mit dem eigenen Handy.
      Also bitte ich ein Mitglied vom Personal für mich einen Ort mit Free WiFi zu finden. Und während er im Internet stöbert halte ich ihm die Telefonnummer von Pablo unter die Nase. Freundlicherweise ruft er ihn an und keine halbe Stunde später lerne ich Pablo kennen der mich mit dem 🚗 abholt.
      Beim Warten, mach ich Smalltalk mit einer älteren Damen die mich anspricht. Sie gibt einen Satz auf deutsch von sich und es stellt sich heraus das ihre Urvorfahren aus Deutschland kommen und Verwandte in Hannover leben.
      Das Haus von Pablo ist wie von ihm beschrieben. Alles sehr sauber und modern. Praktischer Weise hat seine Mutter einen Minimarkt direkt am Haus und ich jetzt eine chilenische Prepaidkarte mit eigener Telefonnummer. So kann ich ihn anrufen falls was ist. Perfekt.
      Morgen früh um 7 Uhr geht es nach San Antonio. Good Night Germany.
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      Traveler

      Oooooh Schätzelein, das hört sich an, als ob du nie irgendwas anderes in deinem Leben gemacht hättest. Toi toi toi weiterhin. ;-))

      12/1/22Reply
      Traveler

      Der Wahnsinn!

      12/1/22Reply
      Traveler

      Das hört sich jetzt ja schon alles sehr spannend an, weiterhin viel Erfolg

      12/1/22Reply
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    • Day9

      Tatü Tata

      December 5, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

      Heute Ist Montag und es wird Zeit an die Weiterreise zu denken und einen Plan zu erstellen. Pablo und seine Mutter hatten mich zwar eingeladen das Weihnachtsfest und Neujahr hier zu verbringen. Doch ich möchte im Januar in Patagonien sein, denn dann ist noch Sommer. Bevor es an die Routenplanung geht, brauche ich als erstes unbedingt einen Handyhalter. Eigentlich keine große oder wirklich spannende Sache. Pablos Rat folgend fahre ich zur Marina Mall. Ein riesiges Einkaufszentrum , genau nach meinem Geschmack. Hier kann ich endlich in voller Motorradmontur mit Helm und Tankrucksack unterm Arm durch die heiligen Hallen flanieren. Einem Securitymitarbeiter lässt sich mit den Worten Electricidad und tecnika der Weg zu einem Elektronikladen entlocken. Einfach die Rolltreppe rauf. Perfekt. Mit Fotos, Übersetzerapp und Händen und Füßen bekomme ich den Halter. Bedenken wegen der Größe der Begestigungsaufnahme verfliegen. Es gibt 10 Tage Rückgaberecht, dafür muss ich die Verpackung jetzt mitschleppen.
      Und warm ist es in den Klamotten auch. Ich bestell mir sicherheitshalber ein Erfrischungsgetränk als Cappucchino nach Foto. Und schon geht die Fragerei nach der Variante los. Nachdem alle Fragen wahrheitsgemäß mit Si beantwortet werden, überreicht man mir einen wirklich toll schmeckenden Capucchino-Eisbecher mit Sahne.
      Meine Blue leidet ebenfalls unter der Hitze und dem ständigem Stopp and Go. Immer öfter springt der Kühlerventilator an. Meiner Diagnose einer leichten Dehydration folgend werde ich ihr etwas destilliertes Wasser gönnen. Ein Securitymitarbeiter zeigt mir den Weg zum Supermarkt. Glücklicherweise gibt es dort einen wirklich kompetenten Mitarbeiter der neben spanisch und Englisch sogar griechisch spricht. Er bringt mir die Worte "agua destilada" bei, lässt sie sicherheitshalber nochmal von mir wiederholen und schickt mich dann durch die Kasse auf die andere Seite. Wohin genau habe ich nicht wirklich verstanden. Ah ja, Farmacia. Bevor ich stolz meine neu gelernten Fremdwörter an die Frau bringen kann, frage ich zuerst ob Sie englisch spricht. Nein, aber ihr Kollege. Klappt ja prima. Etwas Smalltalk über meine Reise, Gelächter weil Sie auch mal auf Weltreise nach Deutschland möchte und eine fröhliche Verabschiedung.
      Nun aber raus hier. Kleine Stände säumen den Weg mit Weihnachtsgedöns wie überall auf der Welt. Meine Blue steht immer noch da und bekommt erstmal eine Infusion mit dest. Wasser. Aus Präventionsgründen möchte ich ihr noch eine Flasche Öl bereit halten. Ein freundlicher Pizzalieferantenmotorradfahrer empfiehlt mir überschwenglich einen Shop in der Nähe. Ich mache mich auf den Weg. Vor einer Ampel gesellt sich ein Tenerefahrer zu mir, bemustert interessiert meine Blue und fragt woher ich komme und was ich hier mache. Von Ampel zu Ampel unterhalten wir uns auf Englisch weiter. Er fährt mit Warnblinklicht voraus und ich folge ihm zu einem McDonalds. Er ist schon mal mit seinem Vater Richtung Patagonien gefahren und kann interessante Routenvorschläge machen. Wir tauschen die Telefonnummern und Email-Adressen und er will mir Infos zukommen lassen. Und tatsächlich, während ich diese Zeilen verfasse halten wir Kontakt per WhatsApp. Jetzt noch schnell zum Shop. Dort herrscht reger Verkehr. Dennoch hat der Verkäufer Zeit und erzählt mir wie windig es in Patagonien ist und das sich sein Freund dabei das Bein gebrochen hat. Beim bezahlen meiner Liqui Moly Ölflasche, klebt er die Nummer der Kreditkarte ab mit den Hinweis, dass man diese in Argentinien gerne mal mißbraucht.
      Nun aber los, die Handyhalterung wartet. Zufällig komme ich an dem Platz vorbei an dem ich Marco aus Deutschland getroffen habe. Er erzählte mir von einer Feuerwehrwache mit einem Feuerwehrauto auf dem in deutscher Schrift, Feuerwehr steht. Ich nutze die Gelegenheit und mache mich auf die Suche.
      Und tatsächlich, sehe ich sogar 2 deutsche Feuerwagen auf denen Feuerwehr steht. In der Euphorie der vergangenen Tage bilde ich mir schon fast ein, man würde mir einfach die Tür öffnen und mich reinlassen. Vorsichtig versuche ich die Tür zu öffnen.Natürlich geschlossen. Nur eine Überwachungskamera und mehrere Klingelknöpfe. Ich steh schon fast wieder auf der Straße als hinter mir ein älterer Mann die Treppe herabsteigt. Ich versuche ihm zu erklären, dass ich aus Deutschland bin und mich Frage warum dort deutsche Feuerwehrautos stehen. Leider spricht er kein Englisch. Deutet mir nur an um die Ecke zu gehen. Und tatsächlich ist dort eine Holztür mit Glasscheiben auf der steht in deutscher Schrift: Gegründet .... Und während ich mein Handy zücken will um ein Foto zu machen, öffnet sich wie von Geisterhand die Tür. Man bittet mich herein und ich bekomme eine exklusive Privatführung durch die komplette Feuerwehrwache. Vom Keller bis in den ersten Stock. Man ist gerade bei Renovierungsarbeiten und will zudem ein Museum einrichten. Ich kann mein Glück kaum fassen.
      GESCHICHTE
      Diese Feuerwehrwache in Valparaiso ist die erste in Südamerika und vor ca. 200 Jahren gegründet worden.
      Fast eine Stunde verbringe ich dort. Wir verabschieden uns äußerst herzlich und ich verlasse das Gebäude.
      Meine Blue parkt vor einem Justitiargebäude und ich lasse mich auf den Stufen davor nieder. Überwältigt von den Eindrücken der letzten Tage und mit Dankbarkeit und Demut, dass ich frei aller Verpflichtungen hier sein kann und darf, fällt mir nur ein Wort ein welches Sviatlana zu mir sagte, KARMA.
      Ich spüre wie einzelne Schweißtropfen der Erdanziehung folgend aus meinen Augenwinkeln die Wange herunterlaufen.

      Eine junge Frau die soeben die Treppe heraufkommt bitte ich darum diesen Moment für mich als Foto festzuhalten. Er ist es wert. Und so verbringe ich meine Zeit hier und beobachte das Handeln auf dem Vorplatz. Zwischenzeitlich kommt die junge Frau zurück, dreht sich nochmal um, lächelt und winkt kurz. Dann ist Sie in einer Nebenstraße verschwunden.
      Es wird Zeit, Blue und ich machen uns auf den Weg. Es macht immer mehr Spaß die steilen und manchmal engen Strassen herauf und hinab zu fahren. Hier und da die bunten Bilder an den Hausfassaden anzuschauen und dann wieder die nächsten steilen Straßen hochzufahren.

      Es wird Zeit zur Unterkunft zu fahren. Vor der Dunkelheit schaffe ich es noch den Handyhalter anzubauen. Dann ist Feierabend. Tatü Tata. Was für ein Tag.
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      Traveler

      Hallo lieber Dieter. Es ist schon ein kleines Ritual geworden. Am Morgen eine Tasse Tee, eine Kerze anzünden( die passt in unser graues Wettereinerlei) und sich dann mit Deinem Reisebericht und den Bildern für eine Weile verzaubern lassen. Vielen lieben Dank und weiterhin ein gutes Händchen für Deine Reisepläne.

      12/6/22Reply
      Traveler

      Hallo liebe Sigi, hallo lieber Andi. Ich habe gerade die passenden Bilder von eurem Heim vor Augen und kann es mir lebhaft vorstellen. 🤗

      12/6/22Reply
      Traveler

      Moin Dieter super tolle Bilder und bei der Feuerwehr ist schon dein neuer Arbeitsplatz??? Ich wuensche dir weiter alles Gute und viel Spaß. Es klappt ja alles prima weiter so. Liebe Gruesse aus der kalten Heimat🫶

      12/6/22Reply
      Traveler

      Danke Liesel. Ich werde den Job doch nicht annehmen und weiterreisen.😃

      12/6/22Reply
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    • Day2

      Party off!

      September 5, 2022 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

      Guten Morgen!

      Nach der spontanen Einladung völlig fremder Menschen in ihr Haus in Vina del Mar wurde noch kräftig gefeiert und getrunken. Jetzt ist Frühstück angesagt.

      Bin mal gespannt wie ich zurück nach Santiago komme😅Read more

    • Day10

      Vamos a la playa : Viña del Mar

      December 5, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

      L'après-midi, je suis parti avec deux amis à Viña del Mar, une jolie petite ville côtière connue pour ses plages.
      Le trajet s'est fait en bus. A Valparaiso, les chauffeurs de bus sont indépendants et se font leur propre salaire comme des taxis. Il est possible de leur faire signe sur le bord de route pour qu'ils s'arrêtent et peuvent également vous déposer à tout moment sur leur trajet. Niveau sécurité, c'est pas top mais c'est très pratique!
      La ville est assez typique d'une ville côtière. Nous avons quand même trouvé un musée sur les peuples autochtones du Chili, très intéressant. Avec en prime, une belle tête de Mohai!
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    • Day119

      Zwischen Hochhäusern, Gärten und Dünen

      April 26, 2019 in Chile ⋅ 🌙 13 °C

      Der Sand steht zentimeterhoch in meinen Schuhen als ich mich wieder die steilen Sandberge hinaufkämpfe. Der Sand ist butterweich, ich versinke bei jedem Schritt, fast wie in Pulverschnee. Und trotzdem bin ich kläglich gescheitert, mit einer improvisierten Rutschmatte (in Wirklichkeit eine Plastikschale), den Hang hinunterzudüsen. Ob es an der Reibung des Sandes oder doch an der nicht ganz optimalen Aerodynamik meines Turbo-Gefährtes liegt, kann ich schwer sagen, aber trotz des steilen Hanges bleibe ich etwa jeden Meter im Sand stecken und komme nur mit Händen und Füßen vorwärts. Meine Versuche sehen dabei wahrscheinlich extrem lächerlich aus. Immerhin hat Susi was zu lachen, die mich ermutigend von hinten anfeuert. Enttäuschend, aber auf diese Weise bleibt mehr Gelegenheit, die beeindruckenden Sanddünen der „Dunes de Cocon“ zu bestaunen. Nördlich von Vina Del Mar erheben sich diese hohen Dünen einige Kilometer weit zwischen Hochhäusern und der Küste des pazifischen Ozeans. Feiner Sand soweit das Auge reicht, der dazu verlockt, wieder Kind zu sein. Ich hüpfe die Dünen hinab, schmeiße mich in den Sand und lasse mich einfach auf die weichen angenehm warmen Hänge fallen. Dabei immer den fantastischen Blick auf die Küste von Vina Del Mar und Valparaiso. Obwohl die Dünen relativ gut und schnell mit dem Bus erreichbar sind, ist es hier angenehm ruhig und leer. Bis zum Sonnenaufgang verteilen sich nur noch wenige andere (hauptsächlich junge Pärchen, die den Sonnenuntergang genießen möchten) in den weiten Dünen. Von Massentourismus fehlt hier jede Spur. Vielleicht haben wir aber auch einfach Glück, dass die Hauptsaison schon lange vorbei ist und die Tage spürbar kühler werden. Wie auch immer, die Dünen sind eine echte Oase der Ruhe und wir verbringen hier den gesamten Nachmittag als würdigen Abschluss unseres Aufenthaltes in Vina Del Mar.

      Unsere Woche in Vina Del Mar neigt sich dem Ende und damit bereits die zweite Woche meines Spanischkurses. Während ich am Vormittag stets in der Schule büffele, kann Susi die Zeit für sich genießen und den Tag ganz entspannt angehen lassen. Wir haben mit unserer Unterkunft eine gute Wahl getroffen, ein Appartment in einem großen neuen Appartment-Hochhaus. Modern, hell und sauber und sehr zentral gelegen. Einziger Wermutstropfen ist mal wieder der Krach aus der Umgebung, denn den lauten Verkehr von der anliegenden vielbefahrenen Hauptstraße hört man doch deutlich, auch wenn wir uns im 10. Stockwerk befinden. Was soll’s, das sind wir ja von Santiago inzwischen schon gewohnt und die Nächte schlafen wir trotzdem ganz gut durch. Neu sind allerdings die vielen kleinen Erdbeben, die mich nachts immer mal wieder wachrütteln. Komisches Gefühl, aber wie mir die Chilenen beigebracht haben, wird in Chile jede Erschütterung unterhalb von Skala 7 gar nicht als Erdbeben gewertet. Erst darüber verdient es den Namen „Terremoto“. Vina del Mar ist spürbar entspannter als Santiago, ein beliebter chilenischer Urlaubsort mit vielen Grünflächen und Parks, Kneipen, Restaurants Cafés und natürlich einigen schönen Stränden, an denen man wunderbar nach Feierabend entspannen und „abhängen“ kann. Zudem bekommt man den Herbst hier nicht mehr nur am kühleren Klima zu spüren, sondern auch an den sich buntverfärbenden Blättern der vielen Bäume zu sehen. Ein Stück weit erinnert die Szenerie an einen schönen sonnigen Herbsttag in Deutschland und lässt uns für einen Moment auch wieder an unsere schöne Heimat zurückdenken, in der jetzt wohl gerade erst die ersten Blüten des Frühlings zu sprießen beginnen. Die Herbststimmung wird natürlich gebührend von uns genutzt und wir machen einen kleinen obligatorischen Ausflug in den gefühlt 247ten botanischen Garten unserer Reise 😂 Zu unserer Verteidigung muss jedoch gesagt werden, dass der Ausflug diesmal von meiner Schule organisiert wurde und als kleines i-Tüpfelchen noch ein schönes BBQ im Garten veranstaltet wurde. Lecker chilenische Bratwurstbrötchen 🙂 (die aber leider nicht ganz an das gute deutsche Original heranreichen).

      Ansonsten verbringen wir die Woche relativ entspannt: an den beiden kühlen Regentagen machen wir es uns in unserem Apartment gemütlich und schauen seid langem mal wieder etwas mehr Fernsehen (aber natürlich auf Spanisch 🙂), ich lerne wie man Sopapillas macht (eine Art frittiertes Kürbisgebäck, anscheinend der chilenische Klassiker für Regentage), wir machen ein ausgiebiges Picknick am langen Sandstrand, Susi stattet am Vormittag dem lokalen Fischmarkt einen Besuch ab (und kann das Spektakel beobachten, wie fette Seelöwen gierig die Fischreste verschlingen) und ich komme in das Vergnügen, meinen ersten „Terremoto“ zu verkosten (gar nicht mal so schlecht und Susi hält mich fürsorglich davon ab, die 1 Liter Kanne vollständig zu leeren 😊).

      Wir haben durchaus eine schöne Woche in Vina Del Mar, merken aber auch, dass die zwei Wochen „Großstadtleben“ uns erstmal wieder reichen. Wirsing wohl doch Naturburschen und freuen uns wieder auf Ruhe, Natur und beeindruckende Landschaften. Es wird Zeit für uns weiterzureisen. Wir fahren in die Wüste. Atacamaz, wir kommen...
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      Gertraud M

      😁😅😂😂🤣🤣🤣

      4/29/19Reply
      Traveler

      Irgendwie unwirklich, und ein krasser Gegensatz!

      4/30/19Reply
      Traveler

      👍 Seid ihr auch runtergehüpft? 😊Das war eins meiner Highlight-Erlebnisse in Namibia (Düne 45)!

      4/30/19Reply
      2 more comments
       

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    El Olivar

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