Chile
Facultad de Medicina (Edificio Bruno Günter) - Universidad de Valparaiso

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Travelers at this place
    • Day70

      Valparaiso

      January 4 in Chile ⋅ ⛅ 19 °C

      Gestern ging es über die Panamericana zurück Richtung Santiago.
      Um nicht wieder komplett dieselbe Strecke fahren zu müssen bogen wir für eine kleine Schleife ins Landesinnere ab.
      Wir hofften auf einige Bauernhöfe oder Dörfer am Weg aber es war kilometerlang die Wüste. Bei einem kleinen Dorf bei der Hälfte war dann für uns Endstation. Einheimische haben mit Balken und Steinen Strassenblockaden errichtet und wir mussten umkehren (wieso die Demo wussten wir nicht🫠)
      Dann hielten wir am Playa Quirilluca und sprangen ins Meer. Über Viña del Mar ging es an der Küste entlang nach Valparaiso.
      Die Stadt am Meer ist Unesco Weltkulturerbe und ist auf unzähligen Hügeln erbaut. Überall gibt es Street Art und die Wellblechhütten streuen sich kilometerlang die Hügel hinauf. Mit Ascendedors (Zahnradbahnen) kann man für 10 Cent hinauf und hinunterfahren. Wir nahmen an einer Stadtführung teil und machten eine kurze Hafenrundfahrt (inklusive Seelöwen).
      Unser Hotel Winebox ist komplett aus Schiffscontainern gebaut und hat einen wahnsinnigen Blick auf die Bucht.
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    • Day51

      Teamabend!

      January 7 in Chile ⋅ 🌙 17 °C

      Ein Teammitglied verlässt uns morgen. Da kommt unsere Übernachtung in Valparaiso doch gerade recht um ein letztes Mal in dieser Konstellation rauszugehen und die chilenische Küche zu probieren. 😀

    • Day4

      VALPARAISO

      January 4 in Chile ⋅ ⛅ 19 °C

      My first trip to Chile was in 2019, when I explored from Cochran in North Patagonia up to Santiago. Now I’m finally back, to explore another section of this oddly shaped country. (From north to south, Chile extends 4,270 km, 2,653 mi, yet is only 350 km, 217 mi at its widest point, and averages just 177 km, 110 mi east to west.) This time I’m planning to go north from Santiago (near the middle) and my first stop is in historic Valparaiso.

      I had a truly rough time getting to this, my first destination, due to the domino effect of a 4-hour delay of my first flight from Oaxaca to Mexico City. You will be spared the details, but I missed two flights and arrived a day late, and the culprit was the airlines, AEROMEXICO. Be warned!

      I chose to stay in Valparaiso’s Historic Center (a UNESCO World Heritage Site from 2003) to explore the two cities: the lower town full of official government buildings and banks, and the upper town of steep hills, reached by 140-year-old 10-person elevators. Up on the hills are historic houses and other lavish buildings from Valparaiso’s heyday as a major port—before the Panama Canal was built in 1914. The Museum of Fine Arts is in a former palace; the Museum of Engravings is in a stately home. The hills are truly interesting and beautiful, though some parts are very rundown, filthy, and dangerous.

      The first day I walked along the coast for the entire day. With my binoculars I spied flocks of terns, cormorants, and pelicans, as well as a little sea otter. There was edible tubular kelp called “cochayuyo,” which I ate in Castro, on the island of Chiloe on my first trip to Chile. There were two lighthouses, native cacti and succulents on the hillsides, and even a very long public beach. There was celebration in the air, as January 2nd is also a holiday in Chile. By the time I was ready for lunch, the restaurants were all out of the standard fish, so I had eel! It arrived fried, and quite delicious.

      The second day I visited the Museum of Fine Arts, which is in the art nouveau/deco Palacio Baburizza. They have a collection European art, as well as the Valparaiso art for which I was searching. (See photos) And then to the Natural History Museum for descriptions of flora and fauna of here, Central Chile.

      The third day I visited the Valparaiso Museum of Engraving, which displayed great artistry and variety of techniques. But because of a blooming cold, I rested most of the rest of the day, and felt better on my last morning.

      The prices here are much more than those of Mexico, so I’ve felt some shock. But how pleasant to see cats minding many businesses along the main streets, and a few nice places to drink coffee and study Spanish in the late afternoon. It’s not difficult to be a short-term resident.

      And here, as usual, is a link for further information about the city:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Valparaíso

      Please enjoy the pictures.
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      Traveler

      Good to know you're traveling again.

      Traveler

      Yes, Valpo is wonderful and I had every confidence that you would enjoy it. Give my best wishes to the desert when you get there!

      Yes, I’m following your advice all the way! Thank you so much. [Dorée Huneven]

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    • Day51

      Valparaiso

      January 7 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C

      Willkommen in Chiles größter Hafenstadt, die 2003 sogar zum UNESCO Welterbe erklärt wurde.
      Die Stadt drängt sich auf einem schmalen Küstenstreifen, umgeben von steilen Hügeln, an dem sich die engen Gassen und kunterbunten Häuser schmiegen. Ja, das ist tatsächlich mal eine sehr sehenswerte Stadt!

      Auf den über 40 Hügeln, den sogenannten Cerros, ballen sich die Häuschen an deren Wänden Graffitis und Wandmalereien sind. Man kann sich hier wunderbar durch das Gassengeflecht treiben lassen und die Streetart an jeder Ecke bewundern. Wohin man in Valparaiso auch blickt, sind die Hauswände mit kunstvollen Wandbilden verziert, die zur schönsten Straßenkunst Amerikas zählen.
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    • Day138

      Chili - Valparaiso

      January 22, 2020 in Chile ⋅ ⛅ 18 °C

      Super tour dans les collines de Valparaiso, etape tant attendue des Marins arrivant du Cap Horn ou du Nord. Tombée en désuétude à la construction du canal de Panama, elle a Aujourd'Hui retrouvé un vrai cachet. Les ruelles et passages pavés parcourants les collines sont desormais LE repere du street art et des petits restos avec rooftop. Vraiment sympa !Read more

    • Day54

      Valparaiso

      December 26, 2022 in Chile ⋅ ⛅ 17 °C

      mir hoffed ihr hend alli schüni wiehnachte ka und hend zit gnossä mit ücherer family und liäbste. bi üs sind d wiehnachte recht bescheide usgfalle. d chilener sind eher nöd so wiehnachtsfans. Deko hets nöd viel ka und au sust isch z lebe eifach witergange ohni grossi unterbrüch. Also mir hend nöd würgli öppis gspürt as wiehnachte gsi isch. Zit hemmer trotzdem sehr gnossä.

      Valparaiso isch leider schu üserä zweit letschtä stop in Chile. alles isch recht bunt und lebhaft. sonä art hippie künstlerstadt. tolli kaffis und restaurant.

      Das land het würgli unglaublich viel z bütä. Im süde undä diä schönstä Nationalpärks mit unglaublicher natur we mirs selber nu niä erlebt hend. Ganz undä kargi landschaftä mit unzähligä guanakos (warum au immer diä det lebed), sehr chalt und windig aber traumhaft. witerobä plötzli regewald ähnlich alles verwachse und vermossed. dichti wälder wemer selte gseh hend bis ganz ufä ah jede berggipfel. Lüt lebed da natürli nöd viel. unglaublich herzigi chlini dörfli. grossstadt fehlanzeige. das musch würgli wellä. aber traumhaft zum gseh.
      Ider mitti riesigi grossstadt mit emä emsigä triebe so we mir üs südamerika vorgstellt hend. Märt eifach überall. uf de trottoire, am strasserand und überall wos platz het. alles wird verkauft wome sich nur vorstelle chan, natürli au sache wo kei mensch brucht. es wird ghandelt, aprisä we ufnä riesigä basar und das überall. de verbi fahrendä autos wird getränks, sacks, unterhaltig und vieles me abotä und d lüt chaufeds. und zäck ufsmal alles fast we inerä wuästi mit kaktus und steppä. tolli Stränd und wiedr unglaublich herzigi dörfli. Chile isch riesig und so vielsitig das hetted mir so nöd erwarted im süde ischs irgendwiä europäisch sehr gsitted und ab dr mitte südamerikanisch😍

      Chile isch eher tür was mir so nöd erwarted hend. zum teil sinds schwizer prisä chunt ganz druf ah wod gad bisch. Je nach job da isches sicher eher schwierig i somnä lad über d rundä z chu. im südä undä hend mir kei obdachlosi gseh würgli alli hend es hus ka. diä einte selber but us spanblatte, blech und was au immer si gfunde oder sich leistä hend chänä. witer obä wos wärme gsi isch hesch viel obdachlosi gseh zum teil ganzi familiä. da lernte me eifach wieder dankbar z si, für das wo mir alles hend und das üs alles offä staht.

      Danke Chile viel hesch üs vu dir zeiged aber es isch doch nur en bruchteil. du hesch nuu viel me z bütä mir chend wiedr versprochä. adios du vielsitigs, wünderschüs chile.
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    • Day163

      Valparaíso

      August 31, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 14 °C

      Abends kamen wir in Valparaíso an, und schon beim reinfahren hatten wir das Gefühl, dass uns diese Stadt gefallen wird. Zum Glück passten wir auch knapp in die Tiefgarage des Hostels! Einen Campingplatz gab es in der Stadt leider nicht.

      Am nächsten Tag fuhren wir zuerst zum Fischmarkt. Dort ist richtig was los, ständig wird frischer Nachschub von Booten angeliefert, und überall wird frisches Ceviche angeboten. Nach einer Portion gingen wir zum Strand gleich hinter dem Markt, und hier war die Hölle los: von einem Steg warfen Fischer die Fischabfälle ins Wasser, sehr zur Freude von unzähligen Möwen, Pelikanen und riesigen Seelöwen. Wir waren richtig froh, dass wir das ohne angeschissen zu werden überstanden haben 😂

      Mit der Bahn ging es weiter zum Hafen. Im Bahnhof wollten wir in einem großen Supermarkt eigentlich nur Wasser kaufen, aber es gab 40% Rabatt auf alle Weine, da mussten wir zuschlagen! Wo sollten wir chilenischen Rotwein genießen wenn nicht hier? 😀 Also haben wir den Rucksack vollgeladen, dann haben wir und noch den Containerhafen angeschaut. Valparaíso verlor mit der Eröffnung des Panamakanals enorm an Bedeutung, da der Hafen nicht mehr die erste Anlaufstelle für Frachtschiffe war. Mittlerweile ist durch die steigenden chilenischen Obstexporte und haltende Kreuzfahrtschiffe aber wieder mehr Betrieb.

      Valparaíso wird als kulturelle Hauptstadt Chiles bezeichnet. Hier gibt es viele Musiker und Künstler, auch auf den Straßen ist das erkennbar. Wir sind mit einer alten Standseilbahn auf den Cerro Concepcion gefahren. Von dort oben hatten wir eine tolle Aussicht über die Stadt, und dort befindet sich auch eins der Viertel mit der meisten Straßenkunst. Extrem viele Mauern tragen Kunstwerke, und die kleinen Gassen laden zum Spazieren ein. Insgesamt hat uns die Stadt sehr gut gefallen, die Stimmung war angenehm und fröhlich.

      Abends haben wir im Hostel gekocht, am nächsten Tag sind wir in Richtung Santiago aufgebrochen.
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      Florian Troeger

      😜👍🏻

      9/3/19Reply
      Florian Troeger

      Wie cool, Seelöwen 🤗👍🏻👌🏻

      9/3/19Reply
      Traveler

      ... von gato y sol🌞

      9/4/19Reply
       
    • Day16

      Der Chile Speedrun?

      October 31, 2022 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

      Ist eine Woche Chile nicht viel zu wenig Zeit?
      Wenn ich in Hostels anderen Reisenden erzählt habe, dass ich nur eine Woche in Chile bin, habe ich im ersten Moment immer einen fragenden Blick bekommen. Das ist verständlich. Wenn man das Land Chile in all seinen Facetten sehen möchte, reichen wahrscheinlich nicht mal 2 Monate.
      Als ich dann aber, kurz nachdem ich den fragenden Blick bekommen habe, erzählte, dass Chile für mich nur ein Zwischenstopp ist, erntete ich Verständnis. Ich hatte nämlich das Privileg eine Woche alleine in Südamerika verbringen zu dürfen, bevor ich mit Tim die Mittelamerikaetappe meiner Reise beginne. Ich treffe Tim in Kuba und von dort geht es nach Mexico, Panama, Costa Rica und Nicaragua.
      Meine Wahl für mein Zwischenstoppland fiel auf Chile - seien wir ehrlich - weil die Flüge von Montevideo nach Santiago de Chile und von Santiago nach Havana am günstigsten waren. Es nur darauf zu reduzieren wäre aber auch nur die halbe Wahrheit. Meine Fam und einige Freunde waren auch schon in Chile und somit hatte ich eine Premiumberatung für meinen Zwischenstop, welche mir die Woche schmackhaft machte.

      Durch die ausführliche Beratung (Danke nochmal!) erfuhr ich aber auch schnell, dass es sich keinesfalls lohnen würde, die komplette Woche in Santiago zu verbringen. Aus diesem Grund buchte ich mich nur 2 Nächte in Santiago in einem Hostel ein, um dann weiter in die wunderschönen Küstenstädte Valparaiso, Viña del Mar und Concon weiterzureisen.

      Ich sitze übrigens aktuell im Flugzeug nach Panama um von dort dann nach Kuba weiterzufliegen (insg. 10h). Ich bemühe mich diesen Beitrag noch am Flughafen in Panama online zu bekommen. Wir haben ziemlich krasse Stories über Internet, Strom und sogar über die aktuelle Verpflegungslage in Kuba gehört, weshalb ich euch den Beitrag nicht noch zwei weitere Wochen vorenthalten möchte. Es ist aktuell 3 Uhr nachts und ich habe einen vollen Arbeitstag hinter mir, weshalb ich hoffe, dass meine Gedanken halbwegs Sinn ergeben.

      2 Nächte Santiago
      Für meine ersten zwei Nächte in Santiago hatte ich das bisher schönste Hostel meiner Reise (Eco-Hostel Tambo Verde). Große Betten, extrem sauber, ein tolles Frühstück (welches ich erst nach einem Horrorfrühstück in meinem darauffolgenden Hostel schätzen lernte), leise und super liebe Menschen.
      Es lag fußläufig an schönen Vierteln Santiagos und das nutze ich auch aus. Ich kam sehr spät in der ersten Nacht in Santiago an und machte an meinem einzigen vollen Tag in Santiago wieder eine Free Walking Tour, um so viel wie möglich über die Stadt zu lernen, wie es meine kurze Zeit zuließ. Ich lernte dort seeehr viel über die Lokalitäten der Stadt, Mythen über satanistische Orgien von Katholiken und wie das ganze mit den vielen Erdbeben in Chile zu tun hat. Das beste der Tour war aber mal wieder der Kontakt zu den anderen Teilnehmern. Ich lerne vor allem einen DJ aus Montreal kennen (Francois), mit welchem ich mich befreundete und ihn auch später in den Küstenstädten wiedergetroffen habe. Dazu später mehr.
      Am zweiten Abend in Santiago trafen Francois und ich uns nochmal und gingen essen. Da mit dem Essen der eine oder andere Pisco Sour einher ging, entschieden wir uns dann noch, den !Montag Abend! mit dem Versuch abzuschließen, feiern zu gehen.
      Wir gingen in den wohl angesagtesten House/Techno Club. Dort angekommen, waren mit uns noch 3-4 andere Leute in dem voll ausgeleuchteten, für 300 Personen ausgelegten, Laden. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen. Da wir beide an Musik interessiert sind, analysierten wir die Fähigkeiten des DJs und tranken weiter. Dazu wussten wir, dass die Parties in Südamerika eigentlich erst gegen 1 Uhr morgens beginnen und wir betraten den Club gegen Mitternacht. …und tatsächlich, es füllte sich leicht. Als wir dann so gegen 3 gingen, waren ca. 40 Leute im Club, was natürlich nicht viel ist. Dennoch tanzten alle und die Stimmung war gut (und der DJ hat auch echt was drauf gehabt, auch wenn die Musikrichtung nicht 100%ig meins war).

      Am nächsten Morgen ging es dann für mich mit dem Bus ca. 2h nach Valparaiso. Die Busse kosten zwischen fünf und zehn Euro für eine 2h-Fahrt und die Fahrt ist übers Land.

      5 Nächte Valparaiso
      Auf meiner Fahrt nach Valparaiso und nach Ankunft in meinem Hostel in Valparaiso realisierte ich zum ersten Mal richtig, dass ich alleine reiste. Mein Hostel war sehr unpersönlich und ich teilte mir mein Zimmer eigentlich jede Nacht mit einem neuen Chilenen, der in der Regel kein Wort mit mir sprach.
      Dazu kam, dass ich von dem alleine sein, aber auch von der Ungewissheit wie ich meine Zeit nach der Reise verbringen würde, ein wenig gestresst war. Nach solch sehr sozialen Begegnungen wie der Hochzeit und dem Trubel einer Großstadt wie Santiago, dann auf einmal mit seinen eigenen Gedanken und Gefühlen allein zu sein, sorgt schonmal für Schwankungen. Auf der anderen Seite schien die Sonne, ich hatte schon einige Optionen im Kopf wo für mich die Reise karrieretechnisch hingehen sollte und wollte mir die Möglichkeit der tollen Erfahrungen nicht von einschränkenden Gedanken kaputt machen lassen. So ging es für mich gefühlsmäßig in den ersten 2 Tagen in Valparaiso auf und ab.
      Auch mit der Gruppe mit der ich in Valparaiso eine Free Walking Tour gemacht habe bin ich nicht 100%ig warm geworden, was wahrscheinlich an meinem mentalen hin- und her lag. Die Leute waren nämlich echt schon viel in der Welt und in Südamerika herumgekommen, kamen teilweise auch aus der Tech- oder Marketingwelt und waren sehr aufgeschlossen. Ich entschloss mich dennoch mich auf mich selbst zu konzentrieren und mich ein wenig von der Gruppe abzukapseln.
      Ich habe mich am dritten Tag dann aber gut gefangen und bin in Concon surfen gegangen. Dadurch, dass ich echt ein paar Wellen gecatcht habe und ich im Alleine-Reisen-Modus angekommen war, ging es mir deutlich besser.

      Bei dem Alleine-Reisen-Modus sollte es aber nicht lange bleiben. Erstens lernte ich eine Chilenin kennen, die mir im laufe der nächsten Tage ein paar tolle Strände zeigte und mich ein wenig mehr in die lokale Barkultur einführte.
      Zweitens kam Francois mit seinem Papa nach Valparaiso und wir gingen zusammen surfen. Bei unserem gemeinsamen surfen, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine 2-Meter Welle alleine gestanden, was mich ziemlich happy macht. Das 2-Meter Maß kommt übrigens von Francois der am Strand stand und mich gesehen hat. Angefühlt hat sich die Welle wie eine 3-Meter Welle. Man steht ja auf dem Brett, das wiederum auf der 2 Meter Welle ist, weshalb das viel höher wirkt (typisches Anfängerding die Wellen dann höher einzuschätzen).

      In diesen letzten Tagen in den drei Küstenstädten besuchten Francois und ich auch einen DJ, den wir im Club in Santiago kennengelernt hatten, bei einem seiner gigs und übernehmen den dann eigentlich. Er spielte auf einem Künstlermarkt und Francois hat dann mal seinen Stick mit seiner Musik angesteckt und ein bisschen den Markt abgefackelt (und mich auch ein paar Songs mixen lassen).

      Eine weitere überraschende Erfahrung war folgende: Nach einem kleinen Barabend, sind Aline und ich an der Promenade von Viña entlanggelaufen. Auf einmal hörte man gequälte Schreie. Die kamen aber nicht von Menschen, sondern Walrössern, die auf den Steinen vor der Küste lagen. Die Schreie hören sich für uns gequält an, die klingen aber normal so. …oder die müssen mal zur Gruppentherapie oder so.

      Noch ein tierisches Phänomen kann man beim Auf-Die-Wellen-Warten beim Surfen beobachten. Manchmal gibt es nämlich nicht weit von einem entfernt (manchmal ca. 10m) ein Platschen im Wasser. Das sind keine Haie (zum Glück), sondern Vögel, die nach Fischen tauchen. Die Vögel (ich weiß leider nicht welche - sie haben einen Riesen Schnabel und sind weiß - würde mich über eine Recherche freuen - ich kann nämlich nicht, ich sitze im Flugzeug) begeben sich aus 30m Höhe in einen Sturzflug und donnern ins Wasser um einen Fisch zu schnappen. Das hat mir ein Riesen Lächeln aufs Gesicht gezaubert, sowas begeistert mich.

      Valparaiso, Viña del Mar und Concon sind übrigens voller Kunst und alter europäischer Baukunst. Durch die große natürliche Bucht in Valparaiso, bot die Bucht europäischen Kolonialisten Schutz vor Unwetter auf ihrer Reise entlang der südamerikanischen Küsten. So geschah es, dass sie sich dort nach und nach ansiedelten. Man sieht in der Altstadt viele Holzhäuser mit alten europäischen Bauarten. Französische Architektur, neben deutscher, neben, spanischer, neben italienischer. Diese alte Bauweise wird unterstützt durch wirklich atemberaubende Straßenkunst.
      Ich muss echt sagen, dass mir nicht zu viel versprochen wurde bei den drei Städten (vor allem Valparaiso und der Surfstrand in Concon).

      Zwei facts noch zum Ende hin:
      - Abtreibung ist in Chile verboten, weshalb Frauen die abtreiben wollen sich mit einer Pillenflut zuschütten um das Kind hormonell loszuwerden, wobei manche sterben. Total krank. (Thema hat keinen persönlichen Anlass - keine Angst Mama und Papa)
      - In Chile ist das Trinkgeld von 10% einfach immer mit auf der Rechnung und man muss aktiv sagen, dass man es nicht geben will. Dieser Opt-Out-Weg ist viel schlauer und ich habe bisher IMMER die 10% gegeben.

      Meine letzte Nacht und mein letzter Tag in Santiago sind nicht der Rede wert. Ich musste viel am Computer machen, was liegengeblieben war, die Kubareise vorbereiten und noch einige Besorgungen machen. Eine Beobachtung die ich bezüglich des „Arbeitens“ am Computer in Südamerika mache ist, dass es deutlich mehr Aufwand benötigt um die selbe Menge Arbeit zu erledigen, für die man in Deutschland deutlich kürzer gebraucht hätte. Das hängt vor allem mit dem äußerst schlechten Internet zusammen, aber auch mit dem vielen hin- und her- reisen und den unruhigen Orten an denen man arbeiten kann. Deshalb bin ich gerade umso dankbarer, dass zwischen mir und meiner Sitznachbarin im Flugzeug ein Platz freigeblieben ist, obwohl das komplette restliche Flugzeug ausgebucht ist. So kann ich freier schreiben und jetzt besser schlafen.

      Letztendlich kann ich die Frage ob sich Chile für eine Woche lohnt mit „Ja“ beantworten. Ich habe tolle Leute kennengelernt, wunderschöne Orte gesehen, Zeit für mich gehabt und mein Spanisch verbessert. Vor allem aber, habe ich Lust bekommen nach Chile zurückzukommen und das Land noch besser kennenzulernen.
      Ich freue mich tierisch auf die Zeit mit Tim und bin sehr gespannt auf Kuba. Liebe Grüße in die Heimat, ich vermisse euch.
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      Traveler

      Hi Vinni, jaja…“wenn einer eine Reise tut, da kann er was erzählen“…. Mum und ich haben das Warten auf den ADAC-Abschlepper sehr unterhaltsam überbrücken können. Wir hatten eine kleine Motorpanne. Alles ok sonst. Das verbuchen wir mal unter UrlaubsAbenteuer…. Ja, Mum hatte an „der“ einen Stelle einen kurzen Atemaussetzer… 😄. Naja, ick auch, du Schlingel!

      11/2/22Reply
      Marvin Grocholl

      Oh damn - jetzt gibt er also den Geist auf der Gute

      11/2/22Reply
      Traveler

      Deine Erzählungen von Chile waren für uns so nachvollziehbar. An einiges konnten wir uns nun wieder erinnern. Deine Eindrücke, so lebhaft, farbenfroh. Deine Gedanken, so ehrlich, so reflektierend. In dir steckt ein guter Reisejournalist. Was dir zum reflektierenden Nacherleben dient, hat für uns Daheimgebliebene angenehmen Unterhaltungswert. Diese Ausführlichkeit haben wir nicht erwartet, um so mehr freuen wir uns darüber, regelrecht von deiner ergiebigen Reisedoku gefangen zu werden. Für uns ein Parallel-Urlaub im Urlaub. Wer hat das schon? 😉 Wir dürfen es haben! Danke dafür!!! Dicken Drücker von Mum & Paps. Du machst alles richtig.

      11/2/22Reply
      Marvin Grocholl

      Das freut mich total ❤️

      11/2/22Reply
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    • Day162

      Von Antofagasta nach Valparaiso

      August 30, 2019 in Chile ⋅ ☀️ 14 °C

      Die nächsten Tage waren von vielen Kilometern hinter dem Steuer geprägt.

      Von Antofagasta, übrigens die zweitgrößte Stadt in Chile, ging es zunächst in den Nationalpark Pan de Azucar, insgesamt so um die 450 km. Zum Glück ziemlich vorne an der Küste und mit Steigungen auf maximal 1.000 Metern, so dass Julio nicht so schwer arbeiten musste. Die Landschaft war weiterhin von der Atacamawüste geprägt: sandig und staubtrocken. Die Wüste erstreckt sich vom Süden Perus südwärts am Pazifik entlang und hat eine Gesamtlänge von 1.200 Kilometern. Hier gibt es auch viele Minen, vor allem Kupfer und auch Lithium. Die Atacamawüste gilt als die trockenste Wüste der Welt. An machen Stellen regnet es oft jahrzehntelang nicht.

      Nach ca. 50 km hielten wir kurz an, um die Mano del Desierto anzuschauen. Wir spulten so unsere Kilometer runter und kamen dann kurz vor Abend am Campingplatz im Nationalpark Pan de Azucar an. Es ist Nebensaison und so waren wir alleine auf dem Campingplatz und hatten die Anlage wie auch den Strand für uns. Das Meeresrauschen auch und das tat mal wieder gut! Vor allem in der Nacht.

      Am nächsten Morgen fuhren wir weiter in den Nationalpark rein, sahen aber leider keine Tiere wie eine spezielle Art von Lamas, Füchsen, Humbolt-Pinguinen usw. Daher machten wir uns relativ schnell auf die Weiterreise nach Punta de Choros, ein kleiner, verschlafener Ort an der Küste, auf. Wieder lagen 450 km vor uns. In Bahia Inglesa machten wir am Strand kurz Halt und aßen mal wieder Ceviche. In Chile kommt oft Hunderte von Kilometern keine Tankstelle und wir sind froh, dass wir unseren Ersatzkanister stets gefüllt hatten. Heute brauchten wir ihn mal wieder. Erst gegen 20.00 Uhr kamen wir endlich am Campingplatz an: wieder direkt am Strand und wieder alleine mit dem Meeresrauschen. Das kannten wir bereits vom Vortag.😀😎

      Am nächsten Morgen wurden wir von Vögeln aufgeweckt, die auf dem Bullidach rumliefen. Wir buchten uns dann eine Tour zur Isla Damas und einer Nebeninsel. Dort konnten wir endlich einzelne Humboldtpinguine aus großer Entfernung sehen, außerdem Seelöwen und diverse Vögel. Auf dem Rückweg wurden wir richtig nass, was bei der Kälte nicht so angenehm war. Bei einer kleinen Kneipe wärmten wir uns bei Tee und frischen Empanadas auf, den besten seit langem! Nachdem wir anschliessend im Hafen noch 5 Liter Sprit von unserem Kapitän abgekauft hatten, ging es los nach La Serena, einer Küstenstadt mit altem Stadtkern. Auch hier blieben wir wieder auf einem Campingplatz, direkt an der Strandpromenade.

      Ohne weitere Stadtbesichtigung fuhren wir nach Valparaiso weiter. Wieder lagen so knapp 400 km vor uns. Die Gegend änderte sich langsam: die Atacamawüste lag hinter uns und es wurde endlich grüner und bewachsener. Erneut kamen wir erst abends an. Diesmal blieben wir dann im Hostel, da wir mitten in der Stadt bleiben wollten.

      In Summe sind wir in den letzten 4 Tagen so an die 1.400 km weiter südwärts in Chile gefahren, die Hauptstadt Santiago ist nicht mehr weit entfernt. Der Norden Chiles ist vor allem von der Wüste, aber auch von sehr schönen Wildstränden geprägt. Uns hat es jedenfalls sehr gefallen.😊
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    • Day79

      Valparaíso

      November 23, 2022 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

      Beautiful, vibrant, funky, enigmatic, Valparaíso has to be the most colourful city we've seen. Every single square inch of the entire town is covered in bright colors, street art of all different kinds. It's colonial, with more than a touch of 'street', filled with interesting looking people of all kinds, colours and backgrounds.

      Friendly, welcoming, chill, what a place to explore on foot and admire.

      Anna was feeling better by the time we got here, we had a great time with a group of Irish guys we met at the airport, enjoyed way too much craft beer, had some really good burgers, and just chilled.

      We spent a half-day, a very grey day in Viña del Mar which we thought was just ok, a modern resort town.

      We absolutely loved Valpo and would it's our highlight of Chile!
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      Traveler

      Absolutely gorgeous

      11/29/22Reply
      Traveler

      Beautiful house

      11/29/22Reply
      Traveler

      So unique

      11/29/22Reply
      2 more comments
       

    You might also know this place by the following names:

    Facultad de Medicina (Edificio Bruno Günter) - Universidad de Valparaiso, Facultad de Medicina (Edificio Bruno Guenter) - Universidad de Valparaiso

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