ɪᴄʜ ᴍᴀʟ ᴍɪʀ ᴅɪᴇ ᴡᴇʟᴛ ɪɴ ᴋᴜɴᴛᴇʀɢʀᴀᴜ & ᴅᴜɴᴋᴇʟʙᴜɴᴛ. Message
  • Day77

    Costa Rica: Montezuma & Isla Tortuga

    November 22 in Costa Rica ⋅ ☁️ 27 °C

    Lun, 21 al Mar, 22 de Noviembre 2022

    Unser nächster Halt war Montezuma. Es wirkt wie ein kleines, verschlafenes Dörfchen mit einem wilden Strand und einem Wasserfall.
    Unser AirBnb war direkt am Pazifik am Sandstrand und Ricky war auch der Erste, der sich gleich in die Wellen stürzte.
    Montezuma ist keine Stunde von Santa Teresa entfernt, daher hatten wir heute noch genug Zeit, um einen Ausflug zu den berühmten Cataratas in Montezuma zu machen. Die Cataratas sind mehrere Wasserfälle mit natürlichen "Pools", die sich super zu einem erfrischenden Sprung ins Wasser anbieten - vor allem bei den Temperaturen.

    Ich mache mich öfter über die Touristen lustig, die auf einer Wanderung mit Flipflops unterwegs sind. Ich gebe es nicht gerne zu, aber hier in Costa Rica gehöre ich auch manchmal zu dieser Sorte. Man weiß nämlich nie, wann es wieder anfängt zu regnen, man durchs Wasser waten muss oder man so tief im Matsch versinkt, dass er oben zu den Schuhen wieder reinläuft. In dem Land irgendwelche Kleidungsstücke oder gar Schuhe zu trocken ist nämlich fast unmöglich. Daher: Flipflops!
    Der Weg zu den Wasserfällen war nicht sehr weit, trotzdem abenteuerlich! Man musste über Wurzeln und Steine, ein bisschen klettern, an Seilen entlang hangeln und einmal sogar das hüfthohe Wasser durchqueren. Wir machten mehrere Badestopps, genossen das kühle Wasser und die wenigen Touristen, und sprangen von Felsvorsprüngen die kleineren Wasserfälle hinunter in die von der Natur geschaffenen Pools. Na gut, alle außer Ricky, der von einer riesigen Spinne aufgescheucht wurde, und panisch ins Wasser fiel, als diese seine Hand als Kletterhilfe verwenden wollte.

    Am Abend bekamen wir die Empfehlung, in ein kleines Restaurant namens "Soda El Artesano" um die Ecke zu gehen, um Fisch und Lobster zu essen. Es war uuunglaublich gut! Hier wurde der Tagesfang angeboten und frisch serviert. Wir gönnten uns dazu unsere erste Flasche Wein hier in Costa Rica. Neben der Restaurantempfehlung bekamen wir auch noch den Tipp bzw. das "Okay" von dem Restaurantbesitzer, einem Einheimischen, ein Lagerfeuer am Strand zu machen. Das Feuermachen am Strand ist hier auch erlaubt, wenn es sich um einen öffentlichen Strand handelt. Seit in Santa Teresa unser Versuch ein kleines Feuer zu entzünden wortwörtlich ins Wasser gefallen war, wollten wir unbedingt ein Feuer machen und an diesem Strand wartete ein bereits aufgetürmter Holzstapel nur darauf, in Brand gesetzt zu werden. Gesagt - getan. Wir holten uns ein wenig Brennhilfe aus dem Supermarkt (das Holz war ja immer noch ein bisschen feucht), nahmen uns eine Stranddecke, die Zutaten für S'Mores und etwas zu trinken und setzten uns an unseren kleinen Funken (für die Deutschen: Funken = großes Lagerfeuer), der bereits von Ricky angezündet wurde. Bald leisteten uns auch ein paar Ticos Gesellschaft. Mit zwei davon unterhielten wir uns den ganzen Abend angeregt auf Englisch und (so gut es ging) auf Spanisch. Ein anderer war etwas angetrunken und nicht sonderlich erfreut darüber, dass wir den Holzhaufen entzündet hatten. Trotz der Versuche uns zu verscheuchen, war der Abend ausgelassen und wir hatten eine schönen und extrem witzigen Tag am Strand!

    Den nächsten Tag hatten wir schon verplant: ein Ausflug zu der Isla Tortuga! Isla Tortuga besteht eigentlich aus zwei Inseln (Alcatraz und Tolinga) und ist für seine Fauna und Flora bekannt. Ein Speedboot holte uns direkt vom Playa Montezuma ab und brachte uns zum 1,5 Stunden entfernten Paradies im Golf von Nicoya. Erst gingen wir Schnorcheln. Obwohl das Wasser vom Regen in der Nacht trüb war, sahen wir Unmengen von Fischen, hielten Seesterne in der Hand und beobachteten den Tourguide, der wiederum einen Oktopus beobachtete - für uns war das Tier leider zu versteckt ;-). Danach gings zum Strand und wir bekamen Mittagessen, Pipa Fria (eine, mit der Machete geöffnete Kokosnuss mit Rum) und Piña Colada aus der Ananas, spielten Frisbee zwischen den Pfauen und Schweinen am Strand (jaaaa hier gibts Schweine!!) und machten einen kurzen Hike auf den Hügel, um die Aussicht zu genießen.
    Auf dem Weg zurück war das Meer ein bisschen rauer als bei der Hinfahrt, aber umso witziger! Maja hatte sich gleich mit einem der Tourguides angefreundet und sich den Pole-Position-Platz ganz vorne im Boot gesichert.

    Wieder zurück in Montezuma gingen wir Tacos und Chalupas essen. Das sind frittierte Mais-Fladen mit allen möglichen "Toppings" - einfach nur mmmmmh - und spielten mit unseren neu erworbenen Karten. Erst Poker mit "small and big Money" und später Rommé bis es Zeit wurde ins Bett zu gehen. Da war es auch schon 3 Uhr morgens.
    Nebenher lernten wir Maja und Ricky ein paar deutsche Wörter wie Bitte, Danke, Scheiße, Bussi, Nudelsieb und noch ein paar weitere unglaublich wichtige Wörter und fütterten Kittler, ein Kätzchen mit auffälligem Bart, das hier in der Gegend rumstreunerte.
    Read more

  • Day75

    Costa Rica: Santa Teresa

    November 20 in Costa Rica ⋅ 🌧 27 °C

    Sáb, 19 al Dom, 20 de Noviembre 2022

    Samstagmorgen holte uns Ricky mit seinem Auto in Santa Rosa ab. Der Abschied von unserer Tico Mama Ana war neutral. Sie erwartete wahrscheinlich schon am nächsten Tag neue EF Schüler. Wir ließen ihr noch ein kleines Geschenk da (eigentlich zwei ;-) und freuten uns jetzt endlich aus Tamarindo raus zu kommen und etwas Neues zu sehen. Hello Roadtrip, wir sind bereit!! Das Abenteuer startet in Santa Teresa auf der Nicoya Peninsula an der Pazifikküste.

    Erst machten wir aber noch einen Zwischenstopp beim Samstagsmarkt in Tamarindo, um einzukaufen und Maja abzuholen, die Vierte unserer zusammengewürfelten supercoolen Reisegruppe. Sie war aber nirgends aufzufinden und auch per Smartphone nicht erreichbar. Wir waren es schon gewohnt, dass Maja oft verschlief oder einfach ein bisschen (charmant) verpeilt ist und wir beschlossen, erst mal tanken und einkaufen zu gehen und zu warten, bis sie sich endlich meldet. Schlussendlich brauchte es noch eine ganze Stunde und einen unnötigen Stopp in Langosta in ihrer Unterkunft um herauszufinden, dass ihr gebraucht gekauftes iPhone den Geist aufgegeben hat und sie sich in Tamarindo im Handy Shop befand.

    Endlich waren wir komplett: Maja, Ria, Ricky und ich + einem Cooler + Snacks + einer heruntergeladenen Spotify Playlist! Erster Stop: Santa Teresa, ein kleiner, bekannter, etwas touristischer Surferort. Wir hatten alle super Laune und hatten schon bei der Hinfahrt jede Menge Spaß. Ria kam zum ersten Mal in den Genuss von Cheetos und wusste danach nicht genau, was sie mit ihren, vom Fake-Käse orange gewordenen Händen anfangen soll ("What am I doing with my hands now?"); Ricky hatte unglaublich viel Freude, als er auf unserer Playlist ein paar Country Songs entdeckte; Maja machte Gebrauch von ihrer Superkraft und schlief 50% der Fahrt in den unbequemsten Positionen und ich schlug mir so unglücklich meine eigene Faust ins Gesicht, das ich mir sicher war ein blaues Auge zu bekommen ("OMG, I hit myself so stupid"). Zum Glück hatten wir den Cooler bereits mit kalten Getränken gefüllt und ich konnte mein Auge mit einer Dose Bier kühlen und gleichzeitig eines zur Beruhigung trinken.

    Wir hatten ein kleines Cottage über AirBnb gebucht, das, als wir ankamen auch schon von einem Hündchen bewacht wurde, den wir Charlie tauften (nach dem Film "Drei Engel für Charlie"). Wir erkundeten das Dorf, das scheinbar nur aus einer ewig langen Straße mit Boutiquen, süßen Cafés und Restaurants und Surfschulen bestand, aßen richtig gutes Tico Essen (Tacos, Burritos & Quesadillas) im "Corner Taco" und tranken dazu ein Modelo, mein neues Lieblingsbier aus Mexico - sorry Corona!

    Zum Sonnenuntergang spazierten wir zum Strand. Wir beobachteten hunderte von kleinen Krabben im Sand, chillten uns bei einer Strandbar in die Hängematten (Hammocks), unterhielten uns und spielten unser selbstkreiertes Spiel "The Game", bei dem es eigentlich nur darum geht, Fragen zu beantworten - man will ja schließlich wissen, mit wem man die nächsten Tage zusammen unterwegs ist.

    Wieder zurück in der Unterkunft spielten wir dann TRES, ein weiteres selbsterfundenes Spiel mit den DOS Karten, dem Nachfolger von UNO.
    Während wir so auf unserer kleinen Terrasse spielten, hatte sich ein kleiner Vogel in unser Cottage verirrt. Als er es später, als Maja schon lange schlief, immer noch nicht geschafft hatte, den Weg alleine in die Freiheit zu finden, beschlossen wir zu helfen. Der Versuch ging leider komplett in die Hose, denn der von uns aufgescheuchte Vogel schaffte es in das einzige Zimmer zu fliegen, in dem der Deckenventilator eingeschaltet war und sich mit einem sauberen Schnitt selbst zu köpfen. Fassungslos, ungläubig und sich gleichzeitig vor Lachen kaum auf den Beinen haltend, starrten wir zu dritt auf den Vogelkopf und den zwei Meter danebenliegenden Körper. Und Maja hatte von all dem nichts mitbekommen. Passiert.
    Um unsere Ich-liebe-alle-Tiere-und-Menschen-Freundin zu verschonen, entsorgten wir die kleine Leiche schnell im Müllkübel und beseitigten alle Federn und Blutspuren.

    Am nächsten Tag regnete es immer mal wieder. Wir sahen uns am Vormittag das Dörfchen an und verbrachten den Nachmittag am Strand, spielten Frisbee, Fußball und genossen das Wasser mit den Wellen bis es dunkel wurde. Abends probierten wir ein kleines Feuer für S'Mores zu machen, was aber wegen der ganzen Feuchtigkeit unmöglich war. Zum Abendessen gingen wir in eine Sushibar und wollten danach für einen Absacker in die "Dorfdisco". Da wir aber die einzigen Gäste waren, drehten wir gleich wieder um und machten einen gemütlichen Filmabend mit "The Notebook". Wir Mädls zumindest :-)

    Und da war noch...
    . Das Standardbier hier in Costa Rica ist das Imperial, meistens aus der Dose.

    . Ein beliebter Shot ist der scharfe Chiliguardo, der aus dem typischen Likör Cacique Guaro, Tomatensaft, Zitronensaft, Tabasco & Gewürzen besteht. Mega lecker!

    . Maja hat es geschafft, erst ihr iPhone zu verlieren, es aber wieder zu bekommen, nur damit sie es Tage später bei der Schildkröten-Tour im strömenden Regen zerstören konnte. Anschließend verlor sie ihre Geldtasche, die aber nicht mehr auftauchte.
    Ein paar Tage später ging dann der Akku ihres gebraucht gekauften iPhones kaputt.
    Passiert #2.

    🎶 Zac Brown Band - Chicken Fried
    Read more

  • Day72

    Tamarindo, Costa Rica: EF Graduación

    November 17 in Costa Rica ⋅ ☀️ 30 °C

    Jue, 17 de noviembre 2022

    Die 4 Wochen in Tamarindo sind wie im Flug vergangen. Am Donnerstag war Zeugnistag bzw. "Día de la Graduación".

    Vormittags hatte ich noch Unterricht, nachmittags spielten wir im Regen Wasserball im schuleigenen Pool und beobachteten eine Familie von Brüllaffen, die es sich im Baum neben der Schule gemütlich gemacht hatte. Das Affenbaby fand uns genau gleich interessant wie wir es und sprang ziemlich nahe an einem Ast zu uns herunter, was dem Affen-Vater überhaupt nicht gefiel. Wahnsinn, was so ein kleines Äffchen für ein Gebrüll machen kann.

    Um halb 5 Uhr Nachmittags war Graduation! An dem Tag bekamen um die 15 Leute ihr Zeugnis, darunter auch Ria, Maja und Ricky - die Wichtigsten in der Runde :-) Es war eine schöne Abschlussfeier! Wir bekamen alle einen Absolventenhut und die Lehrer sagen zu jedem Absolventen ein paar liebe, persönliche Worte. Bei mir war es Siu, eine meiner Lehrerinnen, die mir mein Spanisch-Zeugnis Level A 1.2 feierlich überreichte.

    Danach spielten Ria und ich eine Runde Pool, genossen die Ruhe, die immer eintritt, wenn die ganzen Schüler die Schule abends verlassen und zu ihren Gastfamilien oder Unterkünften verschwinden. Später holten wir Ricky ab, gingen auf den Nachtmarkt, der jeden Donnerstag in Tamarindo statt findet, und aßen noch eine - oder auch zwei bis fünf Kleinigkeiten.

    Danach wollten wir - Ria, Ricky, Chris (ein Münchener) und ich - zur "Fiesta de Tamarindo". Wir wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz, was uns da erwartete. Tatsächlich fand an dem Wochenende ein Bullenreiten statt. Es war ein riesiges Volksfest, das einer Kilbi ähnelte inklusive einer großen, selbstgebauten Arena, in dem dieses ominöse Rodeo stattfand.
    Das Ereignis wurde von einer Gruppe Tänzerinnen aus unserem "Zuhause" Santa Rosa in den typischen Tico-Gewändern mit den bunten Röcken eröffnet. Das nach dem Volkstanz stattfindende Bullenreiten war interessant, spannend, beängstigend und zugleich total obszön. Die Bullen werden erst aufgehetzt, dann setzt sich ein lebensmüder Tico (Costa-Ricaner) darauf und versucht, so lange wie möglich auf dem Bullen zu reiten. Wird er abgeworfen, wird der Bulle mit Lassos gefangen und aus der Arena geführt. Als einige unserer Schulkameraden und danach auch Ricky in die Arena kletterten, um vom Bullen wortwörtlich gejagt zu werden (👉 Video) und ein anderer Tourist einen Hieb vom Stier bekam und sich die Nase am Holzzaun brach, hatten wir genug gesehen und gingen an die Bar. Nach dem Spektakel füllte sich auch die Tanzfläche und wir trafen noch zwei Bekannte, Nino und Raphi (zwei Schweizer) aus der Schule und verbrachten den restlichen Abend mit der kleinen Gruppe.

    Am nächsten Tag (Freitag) "schwänzten" wir die Schule und verbrachten den Tag in Tamarindo, am Strand und auf dem Schulgelände und genossen die Sonne und den letzten Tag hier im Ort. Unser letztes Abendmahl unserer Gastmutter bestand aus - wer hätte es gedacht - Arroz und Frijoles (Reis mit Bohnen) und S'Mores über dem Toaster. Zweiteres ist natürlich eine Eigenkreation, von der unsere Gastmutter nichts wusste. Interessanterweise schmolz dabei das Original(!!)-Gehäuse des Geräts ein bisschen.... das ist gute, costa-ricanische Qualität, hm ;-)

    Es fühlt sich ein bisschen komisch an, nach so langer Zeit seine Sachen zu packen, wenn man genau weiß, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr an den Ort zurückkehren wird, den man die letzten Wochen sein Zuhause genannt hat. Trotzdem war ich mehr als bereit, mal wieder etwas Neues zu sehen und zu entdecken!

    Am Tag darauf startet ein (fast) neues Kapitel meiner Reise: Roadtrip mit Maja, Ria und Ricky durch Costa Rica! Eine richtig coole, total wild zusammengewürfelte Gruppe von Menschen wird super :-)

    🎶 Edward Sharpe & The Magnetic Zeros - Home
    Read more

    Traveler

    Well said

     
  • Day71

    Costa Rica: Tortugas & Cocodrilos

    November 16 in Costa Rica ⋅ 🌧 28 °C

    Lun, 7 al Mié, 16 de Noviembre 2022
    Schildkröten & Krokodile

    Die letzten 2 Wochen ging ich mehr oder weniger brav zur Schule. Die meiste Zeit verbrachte ich mit Ria, obwohl sie einen invertierten Stundenplan hatte, und Maja, wenn sie nicht gerade schlief oder sich von der Nacht erholen musste.

    Es hatte sich mittlerweile eine Art Routine eingespielt. Wir gingen oft zum Mercadito Mittagessen, einem kleinen, aber teuren Food Court in Tamarindo, blieben Abends im Städtchen am Strand oder einfach nur in der einen belebten Straße oder gingen nach Hause zu unserer Gastfamilie Abendessen und schauten eine Folge Hilda an.
    Die Tage hier starten spätestens um 05:30 Uhr, egal ob man will oder nicht. Die Gänse, Hunde, Hähne, Hühner, Katzen, Affen, Schweine und was sonst noch alles auf dem Hof unserer Gastfamilie lebt, weckte uns jeden morgen ohne unser Einverständnis mit einem Mordslärm und ich antwortete jeden morgen mit einem neuen Fluch, bevor ich unter die immer kalte Dusche sprang.

    An einem Wochenende standen wir freiwillig früher auf, weil Maja, Ria und ich eine Tour zum Playa Ostional gebucht hatten, um Schildkröten ("Tortugas" in Spanisch) beim Schlüpfen zu beobachten! Es regnete an dem Tag in Strömen, wie schon die ganze Nacht davor und die Fahrt durch Straßen bis zum Strand war abenteuerlich. Die ganze Straße war aufgeweicht, matschig und voller Schlaglöcher und unser Tourguide Germain spielte die ganzen 2 Stunden denselben Song: "I want to know what love is" von Foreigner. Das Gerüttel hat sich dennoch gelohnt! Sobald wir das Auto verließen, waren wir komplett durchgeweicht, aber wir sahen jede Menge Olive-Ridley Turtles beim Eierlegen und noch mehr Mini-Schildkröten, die zum ersten Mal in ihrem Leben den Strand erblickten und versuchten, ihren Weg ins Meer zu finden. Der ganze Strand war voller Eierschalen aber leider auch vielen Baby-Schildkröten, die es nicht geschafft hatten, den Weg ins Meer zu finden. Nur ca. 30% der Schildkrötenbabys überleben diesen Weg. Eine solche Schildkröte hievt sich zwei bis sechs Mal im Jahr den Strand hoch, um dann um die 100 Eier in ein selbstgebuddeltes Loch zu legen, die dann nach 52 bis 56 Tagen aufknacken und die Babys schlüpfen. Es war ein einmaliges Erlebnis, die kleinen Schildkröten zu sehen!

    Am nächsten Tag machten Victoria und ich spontan eine Bootsfahrt auf der Flussmündung bei Tamarindo, dem "Estero de Playa Grande", um Krokodile zu sehen. Lustigerweise war der Tourguide zufällig derselbe Typ, der uns gestern zu den Schildkröten gebracht hat. Wir fuhren mit drei anderen aus Kanada mit einem kleinen Boot die Flussmündung entlang und sahen erst nur ein paar Vögel. Der erste Vorschlag des einen Kanadiers war gleich mal, die Deutsche, also Victoria, ins Wasser zu schmeißen, um Krokodile anzulocken.
    Nach 20 Minuten gings irgendwo im Dschungel vom Las Baulas Nationalpark an Land. Den Kanadiern war es zu matschig und sie blieben im Boot. Wir gingen also zu dritt los. Germain (der Tourguide) versprach uns, ein paar Krokodile zu Gesicht zu bekommen. Wir kämpften uns durchs Dickicht und mussten an einem Punkt sogar die Schuhe ausziehen, die wir ansonsten im Matsch verloren hätten. Wir waren 40 Minuten unterwegs und sahen auch hier kein Krokodil, obwohl Germain versuchte, sie mit einem Stock aufzuscheuchen (WTF). Dafür gab einen super Snack: Lebendige Termiten, frisch vom Baumstamm.

    Am selben Abend wurden wir eingeladen, die Schildkröten auch bei Nacht zu beobachten. Abends kommen die Schildkröten zu Hunderten an den Strand, um zu brüten. Auf halbem Weg mussten wir aber umdrehen und das ganze abblasen, weil der Regen die Straße zum Strand in Las Baulas komplett zerstört hatte und sie unpassierbar machte. Da wir aber den Tag davor schon so ein schönes Erlebnis mit den Tieren gemacht hatten, war es nur halb so schlimm.

    Am Montag war "Planungsabend" für die kommenden Wochen mit Ricky, einem Klassenkameraden von mir, der uns angeboten hat, ihn ein Stück auf seinem Roadtrip zu begleiten. Er ist 35, kommt aus Oregon (USA) und will ein paar Jahre in Costa Rica bleiben. Aus dem Grund hat er ein Auto gekauft. Nachdem ich sichergestellt hatte, dass er schon weiß auf was er sich mit uns drei Mädls einlässt und er mit "Yes, I'm so excited!!" geantwortet hatte, war der Abend mehr eine Party, als ein Organisationstreffen. Wir feierten, dass wir bald wiedermal Neues erleben werden und Tamarindo hinter uns lassen können. Es ist schön da, aber vier Wochen sind genug :-)

    Die darauffolgenden Tage waren gemütlich und wir fieberten unserer Graduation, die am Donnerstag stattfand, entgegen. Auch die Unterrichtsstunden waren gechillt. Das aktuelle Thema ist nämlich "Comer" (Essen) und wir machten einmal sogar ein Picknick am Strand, um Sandwichzutaten auf Spanisch zu lernen.

    Fußnote:
    Am 16. November in einem Colectivo in Tamarindo haben wir den ersten Weihnachtssong des Jahres gehört:
    Britney Spears - My Only Wish

    Jeden Morgen sehen wir uns mit Ana, unserer Tica Mama die Nachrichten an. Ein Beitrag war über 500 kg kontaminierten Käse, der von der Polizei in einem Loch versenkt und verbuddelt wurde. Seither existiert in unserem Wortschatz das Wort "Käselöcher / Cheese holes"

    2 Wochen später haben wir rausgefunden, dass Germain in Wirklichkeit Edgar heißt 😄
    Read more

  • Day61

    Nicaragua: Volcano Boarding in León

    November 6 in Nicaragua ⋅ 🌧 24 °C

    Sab, 5 al Dom, 6 de Noviembre 2022

    Als wir nach unserem Ausflug auf die Isla de Ometepe das Festland wieder erreichten, sprangen wir in unser Mietauto und machten uns auf den Weg Richtung Norden. Da wir unsere Vulcano Boarding Tour ja verschoben hatten, war an dem Tag nichts Bestimmtes geplant.

    Wir stoppten in Granada, der drittgrößten Stadt Nicaraguas und wollten eigentlich den Markt ansteuern, der hier stattfand. Die Stadt war aber so dreckig, heiß und voller Leute, dass ich mich ziemlich schnell unwohl fühlte und ich mich zurück ins Auto setzte, anstatt mich zwischen den Menschenmassen durchzuquetschen, während Maja und Ria sich kurz ins Getümmel stürzten. Vielleicht war meine Stimmung auch nicht unbedingt auf dem Höhepunkt, weil ich mich 1. die letzten Tage gefühlt nur von Snacks ernährt hatte; 2. jeder zweite Mann in Granada uns nach pfiff und auf Spanisch irgendwas nachrief und 3. ich mir den ultraheißen Kaffee, den wir unverständlicherweise in einem Plastikbeutel in einem Plastikbecher serviert bekamen, beim Versuch diesen zu öffnen voll über die Oberschenkel schüttete.

    In Managua, der Hauptstadt von Nicaragua blieben wir beim Park Malecón de Managua stehen, aßen Hotdogs und etwas, dass sich Elote Loco (Verrückter Maiskolben) nannte, der irgendwie mit etwas Sahnig-käsigem überzogen war und gingen in die Puerto Salvador Allene, einer Touristenattraktion, die ein paar Essensstände, Restaurants und Shops bot und irgendwie an einen Rummelplatz erinnerte. Hier bekamen wir auch endlich einen genießbaren Kaffee, ohne heißem Plastik und mit einer geringeren Chance, sich zu verbrennen. Meine Stimmung wurde schnell wieder besser.
    Auf dem Malecón de Managua und in der Umgebung stehen über 100 bunte, 12 Meter hohe Bäume aus Metall herum. Mann nennt sie auch "Lebensbäume", weil sie an das Gemälde des österreichischen Malers Gustav Klimt erinnern. Nicaragua gilt als das zweitärmste Land Zentralamerikas und jeder dieser Bäume hat 20.000 US-Dollar gekostet. Kein Wunder also, dass diese "Symbole der Macht", die von der Frau des Präsidenten Rosario Murillo in Auftrag gegeben wurden, sehr umstritten sind. Einer davon wurde vor ein paar Jahren bei einem Protest gegen die Ortega-Regierung "gefällt".

    Abends kamen wir in unserer Unterkunft an, einem Yoga-Spa namens "La Barca de Oro" in Las Peñitas, 20 Minuten von Leon entfernt. Nach dem Abendessen - Piiizzzzaaaa - gingen wir recht früh ins Bett, weil wir am nächsten Tag schon um 03:45 Uhr fürs Volcano Boarding in Leon sein mussten. Ohne Franky oder andere Insekten, war es auch durchaus möglich früh ins Bett zu gehen. Außerdem regnete es in Strömen und wir hatten nicht das Gefühl, etwas zu verpassen.

    Das Volcano Boarding war der Hammer! Im Bigfoot Hostel in Leon, das die Touren organisierte, bekamen wir und noch 10 andere Leute als Allererstes ein beängstigendes Video zu sehen, wie andere Spinner schon vor uns den Vulkan in einer unglaublichen Geschwindigkeit runtergerodelt sind (das hat uns gar keine Angst gemacht, nein 😅) und fuhren dann in einem Transporter über eine unglaublich holprige Straße zum Vulkan Cerro Negro. Der junge Vulkan ist um die 800 m hoch und ist fast komplett schwarz. Das liegt daran, dass er so jung ist, denn erst nach einiger Zeit fangen die Pflanzen an, den Vulkan zu bewachsen.
    Am Fuße des Vulkans bekam jeder einen Beutel mit einem orangen Anzug, einer Schutzbrille und ein Board aus Holz, dass wir erst den Vulkan hochschleppen mussten, um damit danach den schwarzen Sand runterrodeln zu können. Beim Erklimmen des Vulkans fing es an in Strömen zu regnen (zum Glück ist es hier warm genug ;-), aber die Aussicht war trotzdem sehr beeindruckend und oben angekommen war auch der Blick in den rauchenden Krater unglaublich cool anzusehen. Man musste außerdem nur ein paar Zentimeter graben, um sich (wiedermal) die Finger am Vulkangestein zu verbrennen.
    Obwohl man keine Ahnung hatte wo man hinrodelt, weil die Schutzbrillen ziemlich zerkratzt waren und die Wolken den Blick auf das Ziel verdeckten, war es ein geniales Erlebnis! Maja war die Sichteinschränkung aber ziemlich egal - sie war eine der Schnellsten! Es war eine ziemlich lustige Szene als sie unten ankam: voller Dreck und einem "Hohoho" auf den Lippen! Durch den Rucksack, den sie vor sich unter den Sträflingsanzug gepackt hatte, sah sie nämlich aus wie der Weihnachtmann, der gerade aus dem Gefängnis geflüchtet war.
    Der Vulkansand war übrigens so fein, dass es überhaupt nichts ausmachte, wenn man mal vom Rodel fiel (gut für mich ;-). Komplett schwarz vom Sand und mit ca. drei Kilo Gestein in den Schuhen gings nach der aufregenden Rodelpartie zurück Richtung Leon. Auf dem Rückweg gabs Getränke und Bananen und Ria und ich lernten von ein paar Israelis ein Bierdosenspiel (das wir seither immer spielen) und wie man Dosen easy mit den Händen zerdrücken kann - "Wissen fürs Leben" oder so nennt sich das ;-) Maja schlief derweil neben uns... wie auch immer sie das machte bei dem Geschüttel und dem Lärm.

    San Juan del Sol war unser letzter Stopp in Nicaragua, bevor es wieder zurück nach Costa Rica ging. Der kleine Ort ist ganz nett und wir blieben da für ein Stündchen am Strand.

    Diesmal ging die Aus- und Einreise ein ganzes Stück schneller und in kürzester Zeit war unsere 5-teilige Stempelsammlung komplett. Als wir wieder in Costa Rica einreisten und uns der Beamte im Land willkommen hieß, sagte er: "Have fun. Drink a lot!"

    Alles in allem war das Wochenende in Nicaragua unglaublich cool und aufregend! Auf der Insel kann man auf jeden Fall mehr als 24 Stunden verbringen und das Vulkan Boarding muss man auch uuuuunbedingt einmal gemacht haben!

    Es ist supercool mit den Mädls unterwegs zu sein und ich freue mich schon auf unsere zwei Wochen, die wir nach der Schule noch gemeinsam in Costa Rica verbringen werden. Maja fliegt dann zurück nach Schweden und Ria bleibt noch länger. Sie hat spontan beschlossen, mich noch eine Weile zu begleiten. Weihnachten und Silvester werden wir auf jeden Fall gemeinsam Feiern :-)

    🎶 Of Monsters And Men - Dirty Paws
    Read more

    Traveler

    "Se me pone la piel de gallina" bei diesen Fotos 😀

     
  • Day60

    Nicaragua: Isla de Ometepe auf 2 Rädern

    November 5 in Nicaragua ⋅ 🌧 28 °C

    Vie, 4 al Sab, 5 de Noviembre 2022

    Freitags standen wir wiedermal super früh auf. Das Shuttle holte Ria, Maja und mich und noch ein zweites Grüppchen EF-Studenten um 6 Uhr morgens ab und fuhr uns bis zur nicaraguanischen Grenze in Peñas Blancas. Die Fahrt bis dahin dauerte ca. drei Stunden, die Überquerung der Grenze nochmal fast zwei Stunden und bis wir dann endlich das Mietauto hatten war es schon Mittag. Hier gilt halt auch wie in Costa Rica das ungeschriebene Gesetz von "Pura Vida". ;-)

    Bis wir alle Dokumente, Impfzertifikate und Stempel vorgezeigt und die ganzen kleinen Geldbeträge für Was-Auch-Immer bezahlt hatten, waren wir echt froh im Mietauto zu sitzen und dem komischen, dreckigen grenznahen Ort zu entfliehen, an dem Leute mit fetten Geldbündeln wedelten und uns Córdobas zu einem (Achtung: Sarkasmus) unglaublich guten Wechselkurs anboten oder uns SIM-Karten und anderes überteuertes Zeugs andrehen wollten.

    Unser erster Stopp war die Insel Ometepe inmitten des Lago Cocibolca (auch Nicaraguasee genannt). Sie ist weltweit die größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee und hat die Form einer Acht, was sie ihren zwei Vulkanen Concepción und Maderas zu verdanken hat.

    In St. Jorge angekommen, ließen wir unser Auto beim Terminal stehen und gingen dann zu Fuß auf die Fähre, die Moyogalpa ansteuerte. Auf so eine Autofähre passen vielleicht vier Autos und alles ist ein bisschen schmudelig... aber läuft ;-) Im Ort angekommen mieteten wir uns gleich drei Scooter, um die Insel auf zwei Rädern zu erkunden.
    Die Tour mit den Scootern ist bisher definitiv eines meiner Highlights, seit ich unterwegs bin! Es war genial auf den Dingern über die Straße um den Vulkan Concepción zu cruisen und die tropische Landschaft und Luft zu genießen! Die Straße war wirklich okay und meistens richtig gut befahrbar - natürlich gab es auch hier und da ein paar löchrige und matschige Ausnahmen.

    Die einzigen Dinge, auf die man hier in Nicaragua achtgeben muss, sind streunende Hunde auf der Straße und...🥁 ... Polizeikontrollen. Leider kann man Zweiterem nicht so gut ausweichen, wie den Tieren. Wir wurden also nach ca. 20 Minuten von der Polizei aufgehalten und nach unseren Papieren gefragt. Eigentlich kein Problem, weil ja jeder von uns drei einen Führerschein und die Papiere für die Scooter dabei hatte, aber wie es halt so ist (und man uns auch vorgewarnt hat) findet die Polizei hier immer einen Grund, den Touristen Geld abzuknöpfen. Bei uns war es, weil V. (die Person möchte lieber anonym bleiben) nur ein Foto ihres Führerscheins vorweisen konnte. Laut Polizei durfte sie ohne physischen Schein nicht weiterfahren, obwohl es davor beim Mieten des Autos überhaupt kein Problem war. Nach langer Diskussion, Telefonaten mit der Scooter-Vermietung und weil wir uns weigerten, das gemietete Gefährt konfiszieren zu lassen, handelten wir eine Strafe in Höhe von 1000 Córdoba aus (~25 Dollar, also definitiv verkraftbar) und durften weiterfahren. Das Interessante an der ganzen Sache war, dass die Polizeikontrolle alle Einheimischen passieren ließ und nur die Touristen aufhielt... Nach uns wurden nämlich schon die nächsten aufgehalten. Jetzt kann ich wenigstens die erste (und hoffentlich letzte) Begegnung mit korrupten Polizisten von meiner Liste streichen - nicht, dass das tatsächlich auf meiner To-do-Liste draufstand ;-)

    Als das Geld endlich in der Tasche des Beamten verschwunden war, machten wir uns schnellstmöglich aus dem Staub, um unsere Unterkunft in Rivas noch halbwegs zeitig zu erreichen. Wir waren noch unterwegs, als es anfing zu dämmern und die Glühwürmchen am Straßenrand anfingen zu flimmern. Das magische Glitzern der Insekten - cheesy, ich weiß - ließ uns erstaunlich schnell das schräge Erlebnis von zuvor vergessen.

    Auch das Hotel "El Madroñal", das wir über AirBnb gebucht hatten, war extrem schön und idyllisch. Wir Mädls teilten uns ein kleines Häuschen mit Außenbad und einer Terrasse mitten in der Natur. Hier gibt es ganz viele Frösche, die so ein pfeifendes Geräusch machen. Es hört sich lustigerweise so an, als ob jemand im Wald Playstation spielt ;-)

    Spätabends bekamen wir noch ungewollten Besuch von einem weiteren Hotelgast: Einem riesigen, bestimmt 7 cm großen, schwarzen Insekt mit weißen Augen, orangen Flügeln und langen gruseligen Fühlern. "Franky", benannt nach dem berühmten Frankenstein, versuchte sich zu unserem Entsetzen einen Weg am Mückennetz vorbei in unser Bett zu bahnen. Nach mehreren gescheiterten Einfang- und Mordversuchen versteckte er sich unterm Bett, um unserem Geschrei zu entfliehen. Von dort aus schaffte er es dann irgendwie durch eine Lücke zwischen Bettgestell und Netz zu uns rein und dann brach das Chaos aus. Schlussendlich lockten wir ihn dann mithilfe vom Terrassenlicht nach draußen in die Freiheit. Ich glaube, wir waren alle erleichtert, dass keiner von uns - inklusive Franky - draufgegangen ist.
    Später fanden wir übrigens heraus, dass Franky eine Tarantula Hawk war, eine Riesenwespe. Der Stich der Wespe gilt als einer der schmerzvollsten der Welt! Normalerweise jagt sie Vogelspinnen, die sie mit ihrem Gift paralysiert, dann in ihr Nest schleppt und lebend verspeist. Zum Glück wussten wir das erst, als Franky schon längst verschwunden war, sonst hätte ich nicht mehr ruhig schlafen können.

    Mehr oder weniger ausgeschlafen starteten wir am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang, um eine der ersten Fähren zurück aufs Festland zu erwischen. Wir nahmen die Straße, die nördlich am Vulkan vorbeiführte, um diesen einmal komplett zu umrunden und landeten auf einer schlecht gewarteten Landstraße durch den weniger touristischen Teil der Insel. Dadurch und weil der Scooter-Verleih noch geschlossen war als wir ankamen, verloren wir ziemlich viel Zeit und verpassten die Fähre um 7 Uhr morgens. Das hatte zu Folge, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zum geplanten Vulcano Sunset Boarding nach Leon schafften. Glücklicherweise war es kein Problem, es auf eine Sunrise Tour am darauffolgenden Tag umzubuchen. Daher nahmen wirs gemütlich, frühstückten in einem netten Kaffee und fuhren mit der späteren Fähre zurück auf Festland. Auf dieser Fähre gab es eine riesige Musikbox, mit der Maja das ganze Boot voller Nicaraguer mit Songs von ABBA beschallte. Total abstrus! (copyright by ViNo)

    🎶 Rochy RD - Alta Gama
    🎶 ABBA - Slipping Through My Fingers / Me And I
    Read more

  • Day58

    Tamarindo, Costa Rica: Muertos & Confeti

    November 3 in Costa Rica ⋅ ☁️ 27 °C

    LA SEGUNDA SEMANA
    Die zweite Woche
    Lun, 31 Octubre al Jue, 3 de Noviembre 2022

    HALLOWEEN
    Am Montag war Halloween. Eigentlich ist das hier in Costa Rica kein großes Ding. Gleich wie die US Dollar, mit denen man hier überall bezahlen (aber nur mit den ganz schönen Scheinen, da sind sie ultra pingelig ;-), hat die amerikanische Tradition auch schon ihren Platz hier zwischen den Palmen gefunden.
    Im Surf House, einem Restaurant / einer Bar in Tamarindo fand die Halloweenparty von EF statt. Die Party war super und der DJ und die zwei Cocktail-Voucher pro Person sorgten für super Stimmung. Es waren auch so gut wie alle Lehrer und Mitarbeiter von EF anwesend - alle verkleidet und top motiviert! Später am Abend gingen wir noch ins Sharkys, in dem jeden Montag Ladies Night stattfindet. In der Schule reden eigentlich alle immer von der Ladys Night und wir haben uns immer gefragt, was daran wohl so toll ist. Am Montag haben wir dann herausgefunden warum: Es bedeutet den ganzen Abend gratis Getränke für alle Ladies! Das Sharkys war vollgestopft mit Menschen und es mangelte hier auch nicht an guter Stimmung. Um ca. 2 Uhr waren wir dann zu Hause (am Tag darauf war ja Schule ;-)

    DÍA DE MUERTOS
    Am 1. November ist Tag der Toten in Mexiko. Wieder ein Feiertag, der hier in Costa Rica keine so große Bedeutung hat. Trotzdem hatten wir eine Unterrichtsstunde, in der uns (natürlich auf Spanisch) erklärt wurde, was er bedeutet und in der Schule drehte sich am Dienstag alles um die Ehrung der Toten.

    TACO TUESDAY
    Außerdem war Taco Tuesday. Wir aßen genial gute Tacos im Little Lucha mit anderen EF Schülern und genossen den schönen Dienstagnachmittag hier im karibischen Tamarindo :-)

    YOGA EN LA PLAYA
    Diese Woche hatten wir uns für Yoga am Strand bei Sonnenuntergang angemeldet. Wir und ca. 10 andere Estudiantes breiteten die Handtücher am Playa Tamarindo aus und die Yoga Lehrerin machte mit uns eine eineinhalbstündige sandige Yoga-Session, um den Tag und die Sonne zu verabschieden.

    PRIMER EXAMEN / PRÜFUNGSTAG
    Am Donnerstag hatte ich mein erstes Examen. Je nachdem wie gut man ist, kann man ins nächste Level aufsteigen oder bleibt im aktuellen. Ich habe das erste Kapitel verpasst, daher wäre es nicht schlimm, wenn ich in A1.1 geblieben wäre. Wäre ja - das heißt, dass ich tatsächlich ein richtig gutes Testergebnis hatte und ab nächster Woche das nächsthöhere Level A1.2 besuchen darf.

    DÍA DE GRADUACIÓN / ABSCHLUSSFEIER
    Donnerstag war Elisabeths Graduation. Sie war leider nur zwei Wochen da und das hieß, dass wir uns schon jetzt von ihr verabschieden mussten.
    Als kleine Überraschung packten wir ihr ein kleines Geschenk ein mit Dingen, die sie bestimmt vermissen wird, wenn sie zurück in den USA ist: Bohnenmus, Salsa und Bananenchips. Zusätzlich überließen wir ihr den Pizzaschneider, weil sie behauptete, die Pizza zu Hause mit der Schere zu schneiden. Außerdem kamen die Notfall-Konfetti zum Einsatz, die mir Biggi mit auf die Reise gegeben hat! Danke nochmal dafür :-)
    Abends gingen wir zum Abschluss noch was trinken und aßen gemeinsam "Big Ass Nachos - As big as your ass" - so stand es wirklich auf dem Menü.

    Und schon war stand das Wochenende vor der Tür und unsere Pläne waren diesmal so richtig gut: Ria, Maja und ich gehen für drei Tage nach Nicaragua! Vamos!!

    Übrigens wird man hier jeden Tag pünktlich geweckt, sobald die Sonne aufgeht, ob man will oder nicht. Der Lärmpegel wird mit dem Aufgehen der Sonne immer lauter und lauter und die Hähne, Hunde, Brüllaffen, Gänse und Enten machen es einem extrem schwer, etwas länger liegenzubleiben und zu schlafen.

    Uuuund: Hier sind überall Katzen, aber keine Streuner, sondern gefühlt jedes Restaurant, jede Bar, jedes Hotel und sogar unsere Schule hat mindestens eine Katze :-)

    🎶 Icona Pop - I Love It
    Read more

    Traveler

    Nachos Grandeeee

    Ich kennauch Leute, die Pizza mit der Schere teilen. Haha [Laura]

     
  • Day54

    Tamarindo, Costa Rica: Back to School

    October 30 in Costa Rica ⋅ ⛅ 25 °C

    LA PRIMERA SEMANA
    Die erste Woche
    Sáb, 23 al Dom, 30 de Octubre 2022


    ** El primer día & la familia de acogida **
    (Der erste Tag & die Gastfamilie)

    Im Shuttle, das mich von Liberia abgeholt hat, machte ich Bekanntschaft mit Victoria aka Ria. Sie kommt aus Dresden (Deutschland) und ist für 5 Wochen auf der Sprachschule. Obwohl sie erst 20 ist, war sie davor schon 5x mit EF unterwegs und kann auch schon um Welten besser Spanisch als ich. Victoria ist so wie ich in einer Gastfamilie in Santa Rosa untergebracht, einem Dorf, das 10 Minuten von Tamarindo entfernt ist.

    EF - Education First - ist eine Sprachschule, die verschiedenste Sprachkurse in unterschiedlichen Ländern anbietet. Meine Schule liegt mitten in Tamarindo, einem Surf-Paradies an der Pazifikküste von Costa Rica. Neben den ganzen Spanischkursen in unterschiedlichen Leveln bieten sie auch verschiedene Aktivitäten und Wochenend-Trips an, die wir Schüler buchen können.

    Es dauerte eine Weile, bis der Shuttlefahrer mein temporäres Zuhause gefunden hatte. Es gibt hier keine Adressen, wie wir sie kennen, sondern nur vage Beschreibungen. Beispielsweise lautete meine Adresse: "250 m oeste del Cruce de Santa Rosa, Guanacaste, entrada por el Salon Michelle camino a la derecha" sprich "250 m östlich von... " und die Angaben scheinen nicht nur uns Touris zu verwirren.
    Als ich vor einem kleinen bunten Haus mitten in dem kleinen costa-ricanischen Dorf stand, fing ich an, nervös zu werden. Mein Schul-Spanisch war mehr als eingerostet und die Familien sprechen hier kein Wort Englisch. Die Gastmutter Helena empfing mich mehr oder weniger freundlich, stellte mir gleich etwas zu essen hin - Reis mit Bohnen natürlich -, probierte mir ein paar Fragen zu stellen und ließ mich erst mal ankommen. Als meine drei Mitbewohnerinnen später nach Hause kamen, wurden mir auch endlich ein paar Fragen beantwortet, die ich auf Spanisch (noch) nicht stellen konnte. Frühstück gab es um 06:30 Uhr, der Schulbus kam morgens um 7 Uhr nach Santa Rosa und holte uns abends um 17 Uhr wieder von der Schule ab, Abendessen war zwischen 18 und 19 Uhr. Das war mal das Wichtigste fürs Erste.

    Das Abendessen war irgendwie komisch still und "geordnet", obwohl die drei Mädls schon länger hier in sowas wie einem Gästehaus nebenan wohnten, schien keiner so richtig in der Stimmung zu sein, eine Unterhaltung führen zu wollen. Ich denke, ich war zu dem Zeitpunkt noch nie so weit außerhalb meiner Komfortzone.

    ** La primera semana de escuela **
    (Die erste Schulwoche)

    Der Vormittag des ersten Schultags bestand ausschließlich aus Einführung, Orientierung und einem Einstufungstest. Der Test dient dazu, die bereits bestehenden Spanischkenntnisse abzuprüfen, um in die richtige Klasse eingestuft zu werden. Weil mein Spanischunterricht schon mehr als 10 Jahre zurückliegt, skippte ich den Test und ließ mich mal beim niedrigsten Level einstufen. Nach zwei Tagen fand ich aber heraus, dass ich mich doch noch an mehr erinnerte als erwartet und wechselte zum nächsthöheren Level. Juhuuu :-)

    Am Nachmittag des ersten Tages hatten wir auch den ersten Unterricht. Die Lehrerinnen - es sind wirklich ausschließlich Frauen, die unterrichten - sind super nett und bemüht und es macht richtig Spaß zu lernen. Sie kennen auch ab dem ersten Tag alle neuen Schüler beim Vornamen, was das ganze unglaublich familiär macht. Im Unterricht wird übrigens ausschließlich Spanisch gesprochen. Es ist interessant, wie man eine Sprache lernen kann, ohne dass irgendetwas ins Englische übersetzt wird und alles auf Spanisch erklärt wird.

    Abends bekamen wir Neuankömmlinge eine kurze Tour durch Tamarindo und genossen die Welcome Drinks in einer Strandbar bei Sonnenuntergang. Ca. 10 Mädls begannen mit mir an diesem Montag den Sprachkurs. Die meisten EF-Schüler kommen aus Holland und sind zwischen 20 und 24 Jahre alt. Natürlich gibt es auch ein paar ältere Ausnahmen, so wir ich ;-) Zu meinem Glück bildete sich an dem Abend gleich ein kleines Grüppchen von Nicht-Niederländisch-Sprechenden Chicas - die Holländer sind einfach gerne unter sich - indem ich auch meinen Platz fand: Unser supercooles Grüppchen besteht seither aus Victoria aus Deutschland (20), Maja aus Schweden (21), Elisabeth aus den USA (32) und mir.

    Pro Woche habe ich 16 Stunden Unterricht, entweder Vormittags oder Nachmittags. Freizeit habe ich also genug. Die erste Woche verbrachte ich meistens mit Victoria. Wir gingen Nachmittags an den Strand, hatten eine Tanzstunde auf dem Campus, flanierten durch das kleine Tamarindo und gingen an manchen Abenden etwas essen oder aßen selbstgemachte Tacos am Strand. Die erwähne ich nur deswegen, weil ich Pfadi genau an dem Tag, an dem ich so Hunger auf Tacos hatte, mein Messer zu Hause vergessen hatte und stattdessen einen Pizzaschneider im Supermarkt kaufen musste, um die Avocado zu schneiden. Natürlich gabs auch Abendessen bei meiner Gastfamilie, aber ich fühlte mich da immer noch nicht wohler als am ersten Tag. Daher verbrachte ich die Zeit lieber in Tamarindo mit meiner neuen kleinen "Gang".

    Am Donnerstag entschied ich mich, die Gastfamilie zu wechseln und bei Victoria einzuziehen. Sie hatte wie ich keine Mitbewohnerin und war auch froh, abends nicht mehr alleine nach Hause gehen zu müssen.

    ** ¡Por fin el fin de semana! **
    (Endlich Wochenende!)

    Am Freitagnachmittag meldeten Maja, Victoria und ich uns zu unserer ersten Surf-Stunde an. Die Wellen am Tamarindo Strand waren an dem Tag perfekt für uns Einsteiger und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, endlich mal auf einem Surfboard die Wellen zu reiten. Ich hatte es tatsächlich schon nach ein paar Versuchen geschafft, stabil auf dem Board zu stehen. Das war vor allem durch die motivierenden Worte des Surf-Lehrers möglich, die "Paddle, Paddle!!!", "Harder!!" und "Are you ready for a fun one?" lauteten. Also beim nächsten Mal: Größere Wellen und eine GoPro für die Beweisvideos ;-)

    Am Samstag war Umzugstag. Meine erste Gastmutter war nicht einmal zu Hause als alle Mädls inklusive mir das Haus verließen. Der Empfang bei der neuen Gastfamilie López Duartes war herzlich und total entspannt. Schon jetzt fühlte ich mich wohler wie in meiner vorherigen Bleibe.
    Nach einer kurzen Führung über den Hof wollten Ria (Victoria) und ich noch einen Ausflug nach Santa Cruz und Nicoya unternehmen. Um dahin zu kommen, nutzten wir sogenannte "Colecivos". Die sind hier total gängig, weil viele Dörfchen wie unser Zuhause Santa Rosa, keine gute oder gar keine Busverbindung haben. Wie der Name schon sagt, sammelt ein Colectivo Leute ein, d. h. es funktionieren eigentlich wie ein Taxi: Man stellt sich an den Straßenrand und wartet bis ein schäbiges Auto stehen bleibt und jemand "Colecivo!!??" aus dem Fenster schreit und/oder hupt. Fußnote: Alle Autos hier sind schäbig und zusammengeklebt. Für eine Fahrt zahlt man 1000 Colones pro Person, also ca. ~1.20 Euro und bei längeren Strecken 2000 Colones. Es ist also unglaublich günstig und sehr praktisch, aber auch ein bisschen gruselig in so ein Auto einzusteigen. Trotzdem klappt es wunderbar und ist jedes Mal ein Erlebnis ;-)
    Erst bummelten wir durch Santa Cruz, nahmen danach den Bus nach Nicoya, aßen lustige Sachen von denen ich den Namen natürlich schon vergessen habe (die aber auch nicht unbedingt so gut waren, dass man sie sich merken muss) und kauften uns ein Kostüm für die Halloweenparty am Abend.

    Abends gingen wir also wie gesagt als Mariquita und Abeja (Marienkäfer und Biene) verkleidet auf die Halloween Party in einen Club namens Crazy Monkey in Tamarindo. 99% der Besucher waren Schüler von EF und es gab von 21 bis 23 Uhr gratis Drinks! Es war ein super Abend bis der DJ so um Mitternacht herum wechselte und die Musik untanzbar wurde.

    Sonntag war dann ein chilliger Tag am Strand mit Victoria und Elisabeth.

    🎶 J Balvin, Maria Becerra - Qué Más Pues

    EF Education First
    https://www.ef.at/
    Read more

  • Day47

    Costa Rica: Ricón de la Vieja

    October 23 in Costa Rica ⋅ 🌧 22 °C

    So, 23. Oktober 2022

    Am Sonntagvormittag besuchten wir den Nationalpark Ricón de la Vieja, der eine halbe Stunde mit dem Auto von Liberia entfernt ist.

    Aus Zeitmangel entschieden wir uns dazu, den kürzeren Hike im Park zu machen. Das bedeutete aber nicht unbedingt weniger Sehenswertes! Es gab blubbernde Mud Pots, einen Wasserfall, diese unglaublich coolen Bäume und überall rauchte es ein bisschen durch die Bäume dank des immernoch aktiven Vulkans. Der Geruch von Schwefel war fast immer allgegenwärtig (mmh dieser Geruch von faulen Eiern... naja, wenigstens erinnerte es mich an Island ;-). Auf dem ganzen Trail gab es Schilder, die die Evakuierungsroute kennzeichnen, falls sich der Vulkan doch entscheiden würde, etwas mehr zu tun als nur zu blubbern. Außerdem habe ich das erste Mal eine frische Passion Fruit gegessen!
    Ricón de la Vieja ist einer der schönsten Nationalparks bisher, die ich hier in Costa Rics besucht habe. Wir hätten wirklich gerne mehr Zeit gehabt, um noch mehr zu erkunden!

    Gegen Mittag verabschiedeten wir uns in Liberia. Flos Reise geht erst nach Tamarindo zum Surfen - das ist auch mein Ziel für die nächsten 4 Wochen aufgrund der Sprachschule - und dann noch ein wenig tiefer in den Dschungel von Costa Rica. Der Urlauber hats gut ;-)
    Anschließend gab ich das Mietauto zurück und war froh, dass anscheinend noch alles okay zu sein schien. Ich war mir wirklich nicht sicher, wie viel die costa-ricanischen Straßen dem Auto abverlangt hatten.

    Um 13 Uhr wurde ich dann vom EF (Education First) Shuttle abgeholt und zu meiner Gastfamilie gefahren. Let the next chapter begin!
    Read more

  • Day46

    Costa Rica: Monteverde Cloud Forest

    October 22 in Costa Rica ⋅ 🌧 20 °C

    Sa, 22. Oktober 2022

    Heute starteten wir unseren Tag sehr früh. Zum einen, weil wir aus dem Hostel in Santa Elena rauswollten, und zum anderen, weil wir den Monte Verde Cloud Forest besuchen wollten. Das Hostel war für den Preis okay, aber die Leute waren irgendwie einfach etwas schräg. Der Kerl an der Rezeption sah immer ein bisschen verängstigt und etwas traurig aus; vor allem, wenn seine Mutter ihm bei der Arbeit über die Schulter schaute. Außerdem gabs wohl auch so eine Art Wettbewerb, wer die Türen im Hostel am leisesten und langsamsten schließen kann. Wir bekamen zwar eine sehr ausführliche Instruktion dazu, belegten aber laut der Jury (der Hostel-Mutter) belegten wir den letzten Platz ;-)

    Am Vormittag gingen wir Ziplining über dem Dschungel im Sky Adventure Park. Es war sooo cool! Es gab eine Seilbahn und sieben unterschiedliche Ziplines und ein "Free Fall" am Ende. Den Regenwald von oben zu sehen war ein tolles Erlebnis, aber der Free Fall am Ende der Tour machte mich etwas nervös. Es ist wie eine Art Mini-Bungee-Jump und ich habe immer gesagt, ich werde mich niemals an einem Seil angemacht von irgendeiner Brücke stürzen. Aber hier steckte ich schon mitten im Abenteuer. Also: Go for it! Man musste "nur" rückwärts von einer Hochplattform runterspringen und wurde dann von einem Seil langsam aufgefangen und auf einer Matte abgesetzt. Der freie Fall an sich dauerte vielleicht 300 Millisekunden. Also war es nicht wirklich rentabel zu kreischen. Ich machte es natürlich trotzdem. Als Einzige der Gruppe 😄

    Nachmittags stoppten wir noch an ein paar schönen Plätzen und genossen den Pura-Vida-Vibe und die tolle Natur:
    Nachdem wir am Cerro Plano Viewpoint (Mirador Valle Escondido Preserve) für ein kleines Ananas-Picknick anhielten, sahen wir uns "Ficus La Raiz" an, eine Birkenfeige, die mit ihren Wurzeln eine Brücke gebildet hat. Diese Art von Bäumen heißen Würgefeigen. Es gibt sie hier ganz oft in den Wäldern und man hat dauernd das Gefühl, dass man jeden einzelnen Baum fotografieren muss.

    Abends kamen wir dann in Liberia an. Die Stadt selbst ist nicht wirklich sehenswert und der Typ vom Hostel gab uns irgendwie zu verstehen, dass man nur bestimmte Straßen zu Fuß gehen sollte und unser Auto nur direkt vor dem Hostel sicher geparkt ist. Der Versuch, noch irgendwo schwimmen zu gehen, scheiterte leider daran, dass der nahegelegene Bade-Spot "Pozas del Cañón" schon geschlossen war, als wir ankamen. Hier wird es nämlich schon um halb 6 Uhr abends dunkel. Zum Abendessen kochten wir uns eine Restepfanne - voll guat wars ;-) - und unterhielten uns mit einem Deutschen, der mit seinem 12-jährigen Sohn hier in Costa Rica einen Abenteuerurlaub machte.
    Read more

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android