Daniela reist

Joined August 2017Living in: München, Deutschland

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  • Day97

    Ja, dieser Titel wird Euch sicherlich verwundern. Und schuld daran ist so eine blöde übereifrige Lufthansa-Tussi am Frankfurter Flughafen😡. Aber der Reihe nach. Gestern habe ich mich von Montezuma zurück auf den Weg in ein B&B in der Nähe des Flughafens gemacht schon voller Vorfreude auf die Ankunft meines Manns Matthias, der zu unchristlicher Zeit um 3:30h heute früh landet. Diesmal nehme ich den Weg mit Minibus und Fähre über Puntarenas und bin bereits am frühen Nachmittag da. Genug Zeit also für einen Abstecher ins Zentrum von Alajuela. Als ich gerade gemütlich bei einer Pizza sitze klingelt mein Handy und ein aufgeregter Matthias ist am Apparat. Er ist in Frankfurt am Flughafen und eine Lufthansa-Miarbeiterin lässt ihn nicht in den Flieger, weil er keine Buchung für die Ausreise aus Costa Rica nachweisen kann (unser Rückflug geht von Panama aus, was ihr aber nicht reicht). Auch die zahlreichen Hotelbuchungen in Panama überzeugen sie nicht... Ich habe zwar Internet in der Mall, aber in der verbleibenden Zeit schaffe ich es einfach nicht, eine Buchung herzubringen. Meine Flugbuchung bricht mir mehrfach ab, und auch einen Privattransfer von der gebuchten Lodge bringe ich nicht zu Stande, denn dort ist gerade aufgrund der Weihnachtsfeier keiner zu sprechen. Und an Online Bustickets bin ich die letzten Tage schon gescheitert. Und dann startet der Flieger letztlich ohne Matthias nach San José.

    Nach einem kurzen Telefonat steht die alternative Route und wir machen uns parallel an die Buchungen. Matthias bleibt in Frankfurt (leider 2 Nächte) und fliegt dann direkt nach Panama. Dort wird er nach einer Übernachtung einen Mietwagen nehmen und mich damit an der Grenze zu Costa Rica abholen. Den eigentlich gebuchten Mietwagen, im Norden Panamas kann ich noch kostenfrei stornieren, mal eine gute Nachricht! Meine eigene Planung bleibt wie gehabt.

    Heute früh holt mich ein Fahrer mit glatten 75 Minuten Verspätung ab (war ein Versehen🙁) und dann stehen wir im Stau. Und dabei hätte ich mir diesen Luxustransfer für mich alleine nie gegönnt. Wir stehen erstmal Ewigkeiten, da wir durch San José müssen. Aber immerhin kann ich ihn zu einem Abstecher zu einem Busunternehmen überreden, das als eines der wenigen den Weg über die Panamericana und nicht die Pazifikroute nach Panama anbietet. Ich erstehe ein Ticket bis zur Grenze, das ich vermutlich wirklich nur hier in San José kaufen kann und bin dann anschließend auch wieder gut gelaunt. Für die 40km bis hierher sind wir jetzt zweieinhalb Stunden unterwegs, dafür kann ich in Ruhe lesen bzw. Blog schreiben. Im Radio läuft Musik der Achtziger und Neunziger, eben drang Nenas 99 Luftballons aus den Lautsprechern (in deutsch!j. Jammern hilft mir ja auch nicht weiter und so freue ich mich jetzt auf die gebuchte Lodge, die hoffentlich so schön ist wie auf den Bildern.

    Die Straße führt immer weiter ins Hochland, immer aber durch Wald. Es wird empfindlich und kühl, dazu kommen Nebel und Nieselregen 🌧. Dann hellt der Himmel wieder auf und sogar die Sonne scheint. Gegen drei sind wir dann in der wundervollen Lodge, die mitten im Nirgendwo liegt. Der Garten ist herrlich, ein Bach fließt einmal quer durch das Grundstück. Für heute bin ich versöhnt, mal schauen was die nächsten beiden Tage bringen.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day93

    Um der Weihnachtshektik bei Euch entgegen zu wirken hier ein kurzes Video, dass ich vorgestern am Strand gedreht habe. Der erste Weg zum Meer! 🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢🐢

  • Day89

    Einen Tag habe ich beim Tauchen vor Ambergis Caye verbracht. Kaum sind wir im Wasser, schon umringen uns Ammenhaie. Sie haben keinerlei scheu und lassen sich von uns streicheln. Die beiden Tauchgänge führen durch einen Teil des Korallenriffs, das von Schluchten durchzogen ist. Die Haie begleiten uns ständig und sind fast immer zum Greifen nah.

    Mein letzter Tag rückt immer näher und natürlich kann er nach dem Sonnenuntergang bei Maggie‘s nur in der Sportsbar enden. Ich fühle mich schon richtig heimisch, den Barkeeper kenne ich bereits gut und auch einige der sonstigen Gäste. Es wird nochmal spät, aber mein Flug morgen geht auch erst am späten Nachmittag. Nach dem Checkout am Morgen bleibt mir noch Eine Stunde in der Hängematte am Strand 🏖. Mein Abschiedsschmerz von Caye Caulker ist schon groß. Richard macht es mir etwas leichter, indem er mir in Belize City einen Taxifahrer vom Bootsanleger zum Flughafen inklusive Sightseeing organisiert für ein letzte schönes Foto😎.Read more

  • Day88

    Dieser Eintrag fällt mir nicht ganz leicht. Denn ich habe Caye Caulker zu meinem Lieblingsort der bisherigen Reise erkoren. Aber wie bringt man so etwas rüber? Vor allem weil die kleine Insel direkt vor Belize City von Außen betrachtet sicher nicht perfekt ist. Sie ist klein, die meisten Touristen bleiben nur 1-2 Tage. Die Strände sind auch nicht die besten, vieles ist den Hurrikans zum Opfer gefallen. Und trotzdem, die Insel hat ihren ganz eigenen Flair. Auf der Straße grüßt man sich und statt einem einfachen Hi höre ich auch öfter etwas wie Hi honey oder ähnliches und das so im Vorbeigehen, ganz ohne irgendeine Anmache. Meine erste Unterkunft (übrigens geführt von einer Deutschen) ist mir zu steril und zu weit weg vom Leben. Ich ziehe um in ein kleines Hostel direkt am Meer und entscheide mich schnell, den Rest meiner Zeit in Belize hier zu verbringen. Meine Woche hier ist eirklich herrlich. Ich verbringe sie mit Baden, Schnorcheln, Tauchen, nette Leute treffen, Lobster, Rum punch... So einfach NICHTS tun kann so erfüllend sein!!!

    Eine feste Institution ist die Sportsbar, in der sich allabendlich Einheimische und Touristen treffen. An meinem ersten Abend hier ist Quiztag und Richard, der Seniorchef meiner heutigen Schnorcheltour (er dürfte so um die 70 sein) rekrutiert direkt Lena (kenne ich vom Schnorcheln heut früh) und mich in sein Team. Wir halten uns ganz gut im Mittelfeld. Ich weiß, dass Valetta die Hauptstadt von Malta ist, kriege aber die chemische Formel von Salz nicht hin, nach NA ist leider Schluss🙁 Dann wird die letzte Runde eingeläutet mit dem Motto „Knowing Belize“ und Lena und ich klatschen uns bereits ab. Aber Richard schwächelt... Gut, beim längsten Fluß Deutschlands würde ich auch zwischen Rhein und Donau schwanken. So ãhnlich war es hier auch und am Ende werden wir sehr gute Dritte. Danach wird das Tanzparkett eröffnet und zusammen mit Richard, der definitiv all die jungen Ausländer beim Tanzen schlägt hatte ich unglaublich viel Spaß!

    Ich verbringe einen Tag beim Tauchen, der unter dem Motto steht „Streichelzoo mit Ammenhaien“, sowie zwei Tage beim Schnorcheln Dazwischen immer wieder Strandtage. Einer meiner absoluten Lieblingsorte ist definitiv „Maggies sunset kitchen“, ein kleines Restaurant direkt am Meer mit Sonnenuntergang live. Die langen Tische sind herrlich, so dass man sich immer irgendwo dazu setzen und Erfahrungen austauschen kann. Heute treffe ich einen „audio engineer“, der es irgendwie geschafft hat, Reisen und Arbeiten unter einen Hut zu bringen. Das absolute Highlight ist aber der Lobster, der frisch auf dem Grill zubereitet wird. Im Schnitt hatte ich auf Caye Caulker jeden zweiten Tag Lobster 😎

    Ganz ehrlich: wenn ich in Belize hier angekommen wäre dann weiß ich nicht, ob ich die Insel bis zum Rückflug verlassen hätte. Hach...
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  • Day87

    Das Inselmotto auf Caye Caulker ist mir natürlich heilig. Daher ist erst mal Blog Pause😎🦀🐠🦑🚤🏖🌅

  • Day81

    Auf dem Weg zurück nach Belize habe ich nochmals einen Stopp in Flores eingelegt. Hier ist mir zum ersten Mal seit meinem Aufbruch aufgefallen wie schön es ist, an einen bekannten Ort zurückzukehren. Es ist einfach entspannt, wenn man sein Hotel kennt, den Lieblingsplatz für den Sonnenuntergang und auch das Restaurant für den Abend bereits beim letzten Mal ausgesucht hat. Ich merke, es wird Zeit für einen längeren Stopp. Den habe ich allerdings erst in gut 2 Wochen in Costa Rica vorgesehen. Mal sehen, wohin das alles führt... Nach der Grenze halte ich nochmals in San Ignacio und schaue mir das Green Iguana Conservation Project an, das vor allem die Nachzucht von Leguanen verfolgt. Mein Tagesziel ist Cheers Cabanas, wo mich der Bus 🚌 direkt am Highway im Nirgendwo absetzt. Chef hier ist Chrissy, etwa in meinem Alter und ursprünglich aus Kanada mit einer sehr abenteuerlichen Geschichte. Mit 18 war sie mit ihren Eltern und einer Freundin in Belize im Urlaub und aufgrund einer Autopanne hier einige Wochen gestrandet. Zurück in Kanada haben sie und ihre Freundin dann beschlossen, in Belize ein Restaurant/ eine Bar zu eröffnen. Ihre Eltern, selbst Barbesitzer haben sie die ersten Monate mit Know-How, z.B. Buchführung unterstützt, dann waren sie auf sich selbst gestellt. Besonders am Anfang waren vor allem die hier stationierten Soldaten Kunden. Die Geschichten klingen abenteuerlich, ich habe Bilder aus dem Film Coyote Ugly vor Augen, was Chrissy auch nicht wirklich bestreitet... Da ich 2 Nächte hier bin haben wir viel Zeit uns zu unterhalten und sehr viel Spaß dabei! Mein Abendessen ist eines der Highlights. Anita, Chrissys Mutter ist aus Dänemark nach Kanada eingewandert und bittet die Kellnerin um ihr Spezial-Krabbenbrot. Ich schließe mich spontan an. Das Brot ist ok, der Belag schmeckt so als wäre ich gerade an der Nordsee!

    Am nächsten Morgen besuche ich den Zoo, meinen eigentlichen Grund für den Abstecher hier. Gegründet wurde er, weil Naturfilmer am Ende des Drehs nicht wussten, wohin mit den Tieren. Er ist ganz anders als unsere Zoos. Es wirkt so, als habe man sich ein Stück Dschungel gesucht und überlegt, welches Tier am besten in welchen Bereich passt. Dann hat man darum einfach einen Zaun gezogen. Die meisten meiner Bilder habe ich fast zaunfrei hinbekommen und so habe ich kurz überlegt, ob ich nicht einen eigenen Tagebucheintrag erstelle mit einem überragenden Aufenthalt in einer Lodge, in dem ich diese Tiere in freier Wildbahn gesehen habe. Ich glaube, es hätte geklappt... Aber ist mir zu anstrengend, schließlich bin ich ja im Urlaub.

    Am Donnerstag dem 30.11. stelle ich mich dann morgens an die Straße, um einen Bus herauszuwinken. Aber leichter gesagt als getan. Zwei Expressbusse passieren mich korrekterweise, aber auch der normale Bus hält nicht☹️ Aber inzwischen ist ja Belize voll mein Land und ein Einheimischer, der gerade zum ☕️ bei Chrissy war bietet mir eine Mitfahrgelegenheit an. Ich sehe meine Mutter und meinen Mann schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber das passt schon. Er lässt mich in Belize City an einem Taxistand nahe der Fährboote zu den Inseln raus und wenig später bin ich in Caye Caulker.
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  • Day79

    Ich taste mich nach dem Licht, aber nix passiert. Ja klar, hier gibt es Strom nur zu ausgewählten Zeiten, was ich schon wieder vergessen hatte. So taste ich mich mit Stirnlampe zunächst ins Bad und dann zum Treffpunkt mit meinem Guide. Wer mich kennt weiß, dass es sehr gute Gründe geben muss, mich um diese Zeit aus dem Bett zu holen. Der heutige ist der 🌅 über Tikal. Um 4:00h starten wir (6 Touristen und unser Guide) durch die stock dunkle Nacht. Der schœnste Platz für den Sonnenaufgang liegt im Norden der Anlage von Tempel IV. Der Aufstieg ist anstrengend, insbesondere da unser Guide ein straffes Tempo anschlägt. Wir sind die zweite Gruppe, die ankommt, setzen uns auf die Tempelstufen und genießen die Stille. Mit dem ersten Morgengrauen melden sich die Brüllaffen weit aus dem Wald. Dann erhebt sich langsam die Sonne, unkommentierbar... einige französische Touristen trödeln noch ein, aber nach wie vor sind wir weit weniger als 50 Personen vor Ort, so dass ich den atemberaubenden Sonnenaufgang in seiner vollen Schönheit genießen kann.

    Auf dem Rückweg haben wir noch genug Zeit für einige Abstecher auf der Anlage. Auch wenn gestern nicht wirklich viel los war, ist es jetzt absolut ruhig, kaum Besucher unterwegs.
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  • Day78

    So, nachdem ich das wirklich stressige Nichtstun auf Caye Caulker hinter mir gelassen habe ist auch wieder Zeit für Reiseberichte, jetzt zuerst mal zurück nach Guatemala 🇬🇹.

    Von Flores nehme ich den Touribus nach Tikal, erstehe meine Eintrittskarte und checke erstmal in meinem Hotel ein. Nach der größten Nachmittagshitze sehe ich mir dann noch einen großen Teil der Anlage an, die herrlich im Dschungel eingebettet ist. Tikal war eine der bedeutendsten Maya-Städte und wurde im 9. Jahrhundert verlassen. Fast alle der Tempel sind gut erhalten. Mehr zu Tikal unter https://en.m.wikipedia.org/wiki/Tikal.Read more

  • Day76

    Da die Besichtigung der Maya-Stätten sich hier etwas schwierig gestaltet beschließe ich, stattdessen Tikal einen Besuch abzustatten. Ich habe auch noch die Worte der Dänin in den Ohren, die mir in Hopkins so sehr von Flores in Guatemala vorgeschwärmt hat. Gesagt getan, ich nehme ein Taxi zur nahen Grenze, die ich zu Fuß passiere und anschließend mit einem Kleinbus in etwa zwei Stunden den Busbahnhof in Santa Elena erreiche. Von dort geht es per Tuktuk nach Flores, einer Insel im See Peten Itza, nur durch eine Brücke mit dem Ufer verbunden. Flores ist ein echtes Touri-Städtchen, das viele als Ausgangspunkt für die Besichtigung von Tikal nutzen. Es gibt zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants und viele kleine Shops zum Bummeln. Die Menschen hier sind genauso freundlich, unaufgeregt und zuvorkommend wie in San Ignacio, mit dem einzigen Unterschied, dass hier spanisch gesprochen wird. Auch die Landschaft ist die gleiche. Irgendwie alles auch kein Wunder bei einer Grenze, die wie mit dem Lineal gezogen aussieht. Waren bestimmt die Spanier und die Briten dachte ich mir. Einer der Vorteile eines öffentlichen Tagebuchs ist es jedoch, dass man (zumindest ich) den Anspruch hat keinen totalen Mist zu erzählen. Also habe ich erstmal schnell recherchiert und festgestellt, dass ich die Spanier zu Unrecht beschuldigt habe. Die Briten habe die Grenze in den 1850er Jahren mit Guatemala ausgehandelt, aber immer wieder bis heute noch beansprucht Guatemala weitere Gebiete.

    Den restlichen Nachmittag verbringe ich damit, meine weitere Route für die nächste Woche zu planen und dann auch natürlich meine Unterkünfte zu buchen. Denn worauf ich echt keine Lust habe ist es irgendwo anzukommen und dann mit Rucksack zu Fuß auf Hotelsuche zu gehen. Zumal die Internetpreise durchgängig günstiger sind.

    Am nächsten Morgen beschließe ich, mich etwas um meine inzwischen sehr bescheidenen Spanischkenntnisse zu kümmern. Das steht für Costa Rica und Panama sowieso auf dem Programm aber für heute nehme ich mir die ersten Lektionen vor. Dazu lasse ich mich von einem der kleinen Boote auf die Museumsinsel bringen. Nach der kurzen Besichtigung von Ausgrabungsgegenständen aus der Region sowie Ausstellungsstücken des heute noch hier ansässigen Radiosenders inkl. Blick auf den aktuellen DJ habe ich im Café ausreichend Ruhe und Muße für die ersten Auffrischungen meiner Sprachkenntnisse. Verstehen klappt noch ganz gut, aber mit dem Finden der richtigen Vokabeln tue ich mir schwer, auch wenn es nach jedem kleinen Gespräch mit einem Einheimischen etwas besser wird. Gegen Abend schaue ich mir dann noch den zentralen Platz in der etwas höher gelegenen Inselmitte an. Neben Rathaus, Kirche und Basketballfeld gibt es einen kleinen Park inkl. Weihnachtsbaum. Außerdem traumhaften Meerblick. Damit habe ich meinen Lieblingsplatz für den Sonnenuntergang hier gefunden, ebenso wie viele Einheimische. Mit einem Bier von Kiosk sitzen alle rundum zufrieden auf den zahlreichen Bänken hier im Park, während sich in den Bäumen eine riesige Schar von schwarzen lautstarken Vögeln sammelt, die mich in Belize schon mehrfach um den Schlaf gebracht haben, vor allem früh am Morgen.
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  • Day73

    Man merkt es natürlich direkt am Titel, dass meine Umplanung genau der richtige Schritt war. Morgens sitze ich noch bei der verkaufstüchtigen Rezeptionistin im Aufenthaltsraum. Das Thema Frühstück habe ich hier bereits vorgestern aufgegeben. Mein Taxi kommt dann schließlich mit zwanzig Minuten Verspätung, der Taxifahrer bequemt sich nicht mal aus dem Wagen, um meinen Rucksack einzuladen. Ich nehme den Bus nach Dandriga und habe beim Umsteigen Glück, der Bus nach Belmopan wartet schon auf mich. Nette Mitreisende hieven mein Rucksackmonster tatsächlich auf die Ablage und außerdem erstehe ich noch schnell eine Tüte Popcorn zum Frühstück. Dann geht es auch schon los. Beim Zwischenstopp in Belmopan ist auch hier der Bus Richtung Westen bereits abfahrbereit. Bereits nach drei Stunden Gesamtreisedauer bin ich in San Ignacio, wo es mir auf Anhieb gefällt. Mein Hotel ist nur wenige Meter entfernt und zur Begrüßung gibt es einen leckeren Cocktail! Außerdem könnte ich hier sowohl eine Verkostung der Saucenpalette von „Marie Sharp“ haben, die DIE Ikone für scharfe Saucen in Belize ist, als auch im eigenen klimatisierten (!) Rumverkostungsraum eine Probe buchen. Beides stelle ich zunächst zurück und kümmere mich um mein Ausflugsprogramm der nächsten Tage.

    Dass dieser Mittwoch einer der Highlights meiner gesamten Reise werden wird, weiß ich morgens, als mich ein Kleinbus 🚐 abholt natürlich noch nicht. Ziel ist die Höhle Actun Tunichil Muknal, überall hier nur unter der Abkürzung ATM caves gehandelt. National Geographic hat die Höhle aufgrund der rituellen Bedeutung für die Maya in die top ten aufgenommen https://www.nationalgeographic.com/travel/top-10/sacred-caves/ . Nach einer halbstündigen Autofahrt sind wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Wir, das sind eine amerikanische Großfamilie, unser Guide Emile und ich. Karen und Bill verbringen mit ihren 4 erwachsenen Söhnen und der angehenden Schwiegertochter Jenny das verlängerte Thanks Giving Wochenende in Belize. Grundsätzlich ist Belize für US Amerikaner ein ähnliches Ziel wie für uns die Kanaren; eine Flucht vor dem Winter, das in 4 bis 5 Stunden zu erreichen ist. Schnell hat Emile Karen und mich als schwache Glieder ausgemacht und sofort haben wir unsere Spitznamen weg: Mom und Germany. Damit einher geht, dass wir uns in schwierigen Wegabschnitten in seiner Nähe aufhalten. Auf den Weg zur Höhle nehmen wir außer Wasser nichts mit. Es herrscht ohnehin Kameraverbot seit einige Touristen durch Unachtsamkeit einiges kaputt gemacht haben. Ausgerüstet mit Helm und Stirnlampe geht es los. Ich habe mich als einzige für die angebotene Schwimmweste entschieden da wir nicht nur mehrere Flüsse durchqueren sondern auch in die Höhle schwimmen werden. Bereits kurz nach dem Parkplatz wartet die erste Flussquerung auf uns. Eigentlich nur knietief ist der Fluss nun am Ende der Regenzeit bei über 3m Tiefe, so dass wir ihn mit Hilfe eines Seils durchschwimmen. Eine halbe Stunde und zweimal Fluss durchwaten später sind wir am Höhleneingang. Stirnlampen an und dann heißt es wieder schwimmen. Der Weg in der Höhle schlängelt sich dann weiter durch teils mehr als brusthohes Wasser und durch enge Spalten. Immer wieder gibt es größere Kammern, in denen Tropfsteine in allen Größen und Formen im Licht unserer Lampen durch die Mineralien aus dem Wasser funkeln. Je weiter wir in die Höhle vordringen, umso mehr sieht man die Spuren der Maya. Der Ort war den Priestern vorbehalten, die ihn für zeremonielle Riten inkl. Opfergaben genutzt haben. Nach etwa einer Stunde immer stromaufwärts stehen wir vor einem drei Meter hohen Felsen, der auf ein darüber liegendes Plateau führt. Ich habe keine Ahnung wie ich da hoch geschweige denn wieder runterkommen soll und bin kurz davor zu kneifen. Aber einerseits wird Karen von ihren Söhnen angefeuert und erklimmt den Felsen. Phhhh, mir doch egal! Aber wie soll dann mein heutiger Tagebucheintrag enden ohne über eines der besterhaltenen Skelette der damaligen Zeit berichtet zu haben? Also dann los. Der Weg nach oben klappt ganz gut mit einer helfenden Hand am Plateau oben. Dann geht es au Socken weiter, um den Untergrund nicht mehr als nötig zu belasten. Ab hier ist der Weg trocken und fast eben. Emile hat extrem viel Hintergrundwissen und wir lernen viel über die Denkweise der Maya. Neben Gefäßen und Knochen fallen immer wieder Tropfsteine auf, die von den Maya in Form Ihrer Götter, z.B. des Jaguars behauen sind. Dann stehen wir vor einer Aluleiter, die weitere 5m nach oben zum heiligsten Ort führt. Hier sind sowohl die am besten erhaltenen Keramiken als auch Knochen zu finden. Die Forscher haben sich bei der Entdeckung entschieden, die Gegenstände an Ort und Stelle zu lassen. Viele Knochen insb. Schädel sind hier, das Highlight ist ein vollständiges Skelett. Allerdings scheint das kein friedlicher Tod gewesen zu sein. Einige Knochen sind gebrochen und auch die Hände fehlen... Danach geht es den selben Weg zurück. Mein Angstfelsen ist schnell bezwungen, mal wieder umsonst Sorgen gemacht. Den Rest des Weges durch Wasser und Fels legen wir vielfach auf dem Hosenboden zurück und ich bin mehr als froh über meine Weichei-Schwimmweste mit der ich mich im tiefen Wasser treiben lassen kann statt mich auf Felsvorsprüngen entlang hangeln zu müssen. Irgendwann ist dann Licht am Ende des Tunnels und nach einer letzten Schwimmeinlage sind wir zurück an der Sonne und dann auch bald wieder am Parkplatz. Nachdem wir alle wieder in trockenen Klamotten stecken gibt es noch ein spätes Mittagessen vor der Rückfahrt. Da ich leider gar keine Bilder habe hier ein youtube Video, dass alles ganz gut zeigt, bis auf die Tatsache, dass bei uns das Wasser sehr sehr viel höher Stand https://youtu.be/3n1ojB6FEFo. Alles in allem ein absolutes Muss für jeden Belize-Urlaub!

    Erwartungsgemäß habe ich am nächsten Morgen etwas schwere Beine, was mich jedoch nicht von meinem heutigen Ziel der Maya-Ruine Xunantunich abhält. Mit dem Bus kommt man bis zu einer Fährverbindung über den Fluss, die zum Eingang führt. Womit ich leider nicht gerechnet habe ist, dass das Hochwasser dazu führen kann, dass die Fähre nicht verkehrt, wie exakt jetzt der Fall. Eine Brücke gibt es nicht, auch schwimmen ist heute auch keine Alternative☹️. Daher zieht Plan B und die ich fahre weiter zu den Ausgrabungen von Cahal Pech, einer etwas kleineren Maya-Stätte, die bis 850 bewohnt wurde. Am Abend schaue ich noch im San Ignacio Hotel, dem besten Haus am Platz, das aus den Siebzigern stammt und auch die Queen schon beherbergt hat. Im herrlich grünen Garten kann man Leguane in den Bäumen sehen. Leider habe ich die letzte Tour verpasst, so muss ich mich mit dem Blick von der Terrasse begnügen. Der erste knallorange Leguan sitzt mitten im Baum, der zweite hat sich für mich extra auf einem Ast in Pose gesetzt. Aber genau in dem Moment als ich die Kamera zücke ist für ihn Schlafenszeit und er rollt sich um den Ast herum zusammen.
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  • Day72

    Ich weiß nicht, ob Ihr das kennt. Manchmal gibt es so Orte/Länder, wo man sich am Anfang nicht so richtig wohl fühlt. Entweder man schafft dann relativ schnell den turn oder es bleibt dabei. In Belize bin ich genau in dieser Findungsphase. Im Anflug war ich bereits vom Land begeistert, auch die Ankunft verlief reibungslos und ich war schnell in meinem Hostel in Belize City. Allerdings haben mir sowohl Lonely Planet als auch mein Taxifahrer Angst vor der Stadt eingejagt, so dass ich dann nur in der Nähe meiner Unterkunft zum Essen war und auf weitere Stadtausflüge am Freitagabend verzichtet habe.

    Am nächsten Morgen geht es dann zum Busbahnhof, wobei Bahnhof da ein großes Wort ist. Es gibt einen Hof, der auf allen Seiten durch Gitter abgegrenzt ist, ich schaue, dass ich demnächst mal ein Foto schieße. Die Tore, an denen die Busse ein- und ausfahren sind überwacht und werden nach jedem Bus wieder geschlossen. Auf der eigentlichen „Bahnhof-Seite“ ist kein einziges der Busunternehmen vertreten und es gibt auch keine Tafeln zu Ankunft- oder Abfahrtzeiten, sondern lediglich einige Shops, um sich für die Fahrt zu versorgen. Aus dem Internet habe ich einige Zeiten, die ich vor Ort mit Reisenden abgleiche. Das wichtigste ist, zur Ankunftszeit da zu sein, da dann der Bus aufgefüllt wird. Nach einer guten Stunde sitze ich dann im Bus nach Dandriga, immer mit einem Auge auf meinen Rucksack, der aus Platzgründen vorne beim Fahrer untergebracht ist. Belize scheint nicht das Land der Rucksacktouristen, neben mir sind nur zwei weitere Ausländer an Board. Der Bus ist zum Bersten voll, da dieses Wochenende im Süden von Belize der Garifuna Settlement Day gefeiert wird, der Tag an dem die ursprünglich aus Afrika stammenden Einwohner über Honduras eingereist sind. Das ist natürlich auch der Grund meines Abstechers gen Süden, es sind überall Parties angesagt. Nach einer Taxifahrt zu nahezu Münchner Preisen lande ich in meiner eigenen Strandhütte in Hopkins. Nach einem kurzen Sonnenbad schaue ich dann noch am Festplatz vorbei, stelle aber fest, dass die Live performance der Garifuna Drummer erst ab 10 langsam startet und nachdem ich in USA doch meist mit den Hühnern zu Bett gegangen bin schaffe ich das heute nicht. Stattdessen leihe ich mir noch erfolgreich ein Fahrrad (mein Hotel ist knappe zwei unbeleuchtete Straßenkilometer außerhalb) um von den Taxen zumindest etwas unabhängiger zu sein und genieße dann einen Wahnsinns-Sternenhimmel am Strand.

    Der Sonntag ist nun der große Feiertag und startet am morgen mit einer Nachstellung der Ankunft der Garifuna am Strand. So war es zumindest geplant. Allerdings beginnt bereits in der Nacht der Regen und steigert sich am Morgen dermaßen zu einem dichten Vorhang, so dass an ein Verlassen meiner Hütte nicht zu denken ist. Es ist das Ende der Regenzeit, daher muss man leider damit rechnen. Über Stunden schüttet es, bis es ab zwei endlich nachlässt, so dass ich gegen drei unterwegs sein kann. Das Wasser steht auf der Straße (de facto ein Feldweg), mischt sich wunderbar mit dem Sand und macht dadurch den Weg kaum befahrbar. Auch meine Jeans bleiben natürlich nicht davon verschont. Die Feierlichkeiten sind inzwischen entweder bereit größtenteils vorüber oder auch dem Regen zum Opfer gefallen, jedenfalls ist kaum etwas los. Lediglich in Ellas place wird für eine Live Konzert mit wohl eher lokalen Bands aufgebaut. Ich bekomme sogar eine signierte CD, ich werde demnächst mal googeln... Nach zwei Stunden Regenpause hat der Wettergott dann kein Erbarmen mehr und öffnet die Schleusen erneut. Während der Konzerte kein Problem, aber so ab sieben wird es dann etwas ungemütlich. Es sind viele Familien mit kleinen Kindern hier, trotzdem setzen die Eltern die Kinder der nun sehr lauten Musik aus. Einige Väter mit Kindern auf den Schultern sind betrunken und Mütter füllen Rum in Limo-Flaschen um. Die Stimmung ist am Kippen und ich nutze den etwas nachlassenden Regen für den Heimweg. Mit Regenponcho und Stirnlampe gebe ich bestimmt ein tolles Bild ab. Nerven für ein Selfie oder ein Bild der großen Regenpfütze mit kleinen Straßeninseln habe ich nicht, ich bin froh als ich zurück bin. Im Hotel unterhalte ich mich noch länger mit einem Amerikaner der für das US Friedenscorps mehrere Jahre in Belze stationiert war und einem einheimischen Sozialarbeiter, die heute hier verabredet sind. Sie bestätigen meinen gerade gewonnen Eindruck. Alkohol und auch Drogen scheinen ein größeres generationsübergreifendes Problem hier in der Gegend.

    Neuer Tag neues Glück! Die Wolken haben sich weitestgehend verzogen und durch den vielen Sand versickert das Wasser schnell im Boden. Beim Frühstück und später am Strand überlege ich mir nun, wie es weiter geht. Von einem heutigen Schnorchelausflug habe ich wegen des Wetters abgesehen. Auch starten die Boote nicht von hier. Einerseits kann ich mir mein Boot also nicht vorher ansehen, andererseits brauche ich wieder ein Taxi um hinzukommen. Ähnlich sieht es auch mit den umliegenden Nationalparks aus. Entweder Taxi oder Tour. So oder so ist das alles nicht in meinem Budget. Ich habe das Gefühl, man hat einfach US Preise als Vorlage genommen dabei aber vergessen die Währung von US durch BZ Dollar zu ersetzen🙁. Damit ist Hopkins ein Dead End. Hier kann man außer am Strand liegen nichts machen und mit dem Bus kommt man fast nirgends hin. Auch der schöne Strand und die Palmen können es nicht ändern, mir gefällt es hier einfach nicht, der Wohlfühlfaktor fehlt! Ich unterhalte mich mit einer Dänin, die gerade erst angekommen ist aber genau den gleichen Eindruck hat. Sie denkt bereits jetzt über die Weiterreise nach und schwärmt außerdem von Flores in Guatemala wo sie gerade herkommt. Ich habe inzwischen bereits zwei deutsche kennengelernt, die nach Hopkins ausgewandert sind und ihr Glück in der Gastronomie/Hotellerie suchen. Ich kann es nicht nachvollziehen und beschließe spontan einfach umzuplanen und Belizes Süden den Rücken zu kehren, trotz der Schwärmereien im Lonely Planet.

    Zum Abendessen gönne ich mir (ich glaube zum zweiten Mal bisher) ein richtig schönes Restaurant in einem Resorthotel etwas südlich, zu dem mich ein kurzer Strandspaziergang führt. Am Pool schnell noch Füße waschen und schon bin ich bereit für die Bar. Nur einen Drink später ist mein Reiseziel für morgen klar und das Zimmer gebucht. Auch das Steak und der Schokoladenkuchen zum Nachtisch sind lecker. Darüberhinaus bringt mich ein Hotelangestellter ganz kostenlos bis vor die Haustür, ein rundum gelungener Abschluss!
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  • Day68

    Meine letzten beiden Tage auf US Boden verbringe ich nochmals am Pazifik, an dem auch hier die Strände um diese Jahreszeit nur vereinzelt besucht sind. Ausgesucht habe ich mir den Touristenort Laguna Beach, von dem es dann auch weniger als 100 km zum Flughafen LA sind. Die Filmstadt selbst lasse ich aus, da ich auf den ganzen Trubel keine Lust habe.

    Gleich am Dienstag Abend bin ich in das Finale einer lokalen Version von „The Voice of Germany“ geraten. Die Bar war zum bersten voll und es gab auch eine Jury, die nach einer Kombi von Musikern und vielleicht Radiomoderatoren oder DJs aussah. Die 4 Finalkandidaten hatten alle eine gute Stimme und schnell war ich mir mit meiner Tischnachbarin über unseren Favoriten einig. Leider sah die Jury das nach der zweiten Songrunde anders und er wurde nur Dritter... Aber auf jeden Fall hatte ich viel Spaß!

    Gestern war ich dann in San Juan Capistrano und habe mir vor allem die dortige Missionsstation von 1776 angesehen. Die Kapelle ist vermutlich das älteste Gebäude Kaliforniens, auch wenn das für europäische Verhältnisse natürlich nichts heißt. Den Rest meiner Zeit hier habe ich mit Bummeln und Strandspaziergãngen in den beiden Städtchen verbracht.

    Auf den heutigen Reisetag habe ich so gar keine Lust. Um 10h abends muss ich den Mietwagen am Flughafen in LA zurückgeben, mein Flieger startet um halb eins nach San Salvador. Dann 7h Aufenthalt vor dem Weiterflug nach Belize City. Meine Freude hält sich in Grenzen. Mit einer Stunde Verspätung sitze ich nun in der Propellermaschine nach Belize. Etwas beunruhigend ist es, dass Mechaniker sehr lange auf der linken Flugzeugseite über dem Reifen rumgebastelt haben. Aber beim Start war alles normal, ich hoffe es bleibt auch so.
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