Weinprobe und Hochzeit
April 1 in Italy ⋅ 🌧 13 °C
🗓️ Tag 6 – Dienstag, 1. April
Vom Regen in die Sonne, Weinprobe mit Nebenwirkungen und Siculiana als Hochzeitskulisse
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🌅 Start in den Bergen bei Prizzi
Der Tag beginnt überraschend freundlich. Sonne statt Regen.
Während wir noch beim Frühstück sitzen, zieht eine Schafherde direkt an unserem Wohnmobil vorbei. Dazu ein paar neugierige Hunde, die kurz prüfen, wer wir sind und ob wir essbar sind.
Ein ziemlich perfekter Start in den Tag. Ländlich, ruhig, ein bisschen wie aus dem Bilderbuch – nur echter.
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🚐 Weiterfahrt Richtung Süden
Wir brechen auf und fahren weiter durch die Berge.
Das Wetter wird mit jedem Kilometer besser. Die Wolken verschwinden, die Sonne kommt zurück, und plötzlich wirkt alles wieder leicht und weit.
Unterwegs halten wir spontan bei einem Fabrikverkauf und kaufen frische Mandeln und Pistazien. Direkt vor Ort, keine Verpackungsromantik, einfach gut. Genau solche Stopps sind es, die man nicht planen kann.
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🍷 Weingut irgendwo im Nirgendwo
Das nächste Ziel ergibt sich fast zufällig: ein Weingut, erreichbar über einen Feldweg, der eher an eine Prüfung für Fahrwerk und Nerven erinnert.
Schlaglöcher, in denen problemlos ein Fiat Panda verschwinden könnte. Unser Wohnmobil kämpft sich tapfer durch.
Am Weingut öffnet uns eine Nonna. Wortkarg, aber eindeutig. Ihr Neffe komme gleich zur Weinprobe.
„Gleich“ bedeutet in diesem Fall: irgendwann.
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🍇 Weinprobe… mit Überraschung
Zur Auswahl stehen fünf, sieben oder neun Weine.
Wir entscheiden uns für fünf. Man möchte ja noch fahren können und nicht dauerhaft auf diesem Weingut einziehen.
Nach etwas Wartezeit passiert dann etwas, womit wir nicht wirklich gerechnet haben:
Es wird Essen serviert. Und zwar nicht zu knapp.
Brot, Käse, Salami, Oliven, Auberginen – alles kommt auf den Tisch.
Dazu werden die Weine verkostet, von richtig gut bis solide, aber insgesamt sehr stimmig.
Am Ende kaufen wir natürlich Wein.
Und dann kommt die Rechnung.
45 € pro Person – für das Essen.
Kurzes Schlucken.
Dann akzeptieren. War ja auch ziemlich gut.
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😴 Mittagsschlaf mit Aussicht
Nach dieser Kombination aus Wein und Essen folgt konsequent:
ein Mittagsschläfchen direkt auf dem Weingut.
Man passt sich eben den Gegebenheiten an.
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🏘️ Zwischenstopp im Bergdorf
Auf dem Weg machen wir noch Halt in einem kleinen Dorf, um einen Osterbogen zu besichtigen.
Der ist allerdings noch im Aufbau und erst in ein paar Tagen fertig.
Dafür erleben wir etwas anderes:
Wir werden überall auf Deutsch angesprochen.
Im Café.
In der Eisdiele.
Von Einheimischen.
Ein italienischer Cafébesitzer spricht so gut Deutsch, dass er uns direkt Immobilien anbietet.
Seine Einschätzung: Für 500.000 € bekommt man hier keinen einzelnen Wohnsitz, sondern gleich eine ganze Straße.
Kleiner Haken: Man müsste sie auch komplett sanieren.
Ein fairer Deal, wenn man gerade nichts Besseres vorhat.
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🏰 Ziel: Siculiana
Am Nachmittag erreichen wir Siculiana, die „Hochzeitsstadt“.
Hoch oben auf dem Berg thront ein großes Schloss, das offenbar regelmäßig für Hochzeiten genutzt wird.
Die Lage: spektakulär.
Der Blick: entsprechend.
Ein Ort, der wie gemacht ist für große Gesten und noch größere Feiern.
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😴 Tagesabschluss
Ein Tag, der alles hatte:
Sonne nach Regen,
Berge, Essen, Wein,
und völlig unerwartete Gespräche auf Deutsch mitten in Sizilien.
Und irgendwo dazwischen die Erkenntnis:
Man weiß morgens nie, wie der Tag endet.
Zum Glück. 🐧Read more

























