• Dr. UltraBrutal
  • Like
  • Gihaluli
  • Dr. UltraBrutal
  • Like
  • Gihaluli

Sizilien Ostern 2026

Dieses Jahr geht es ausnahmsweise mal nicht nach Sardinien, sondern eine Insel weiter südlich. Kennen wir noch garnicht. Sind aber mal gespannt. Leggi altro
  • Inizio del viaggio
    27 marzo 2026
  • Von Rottweil nach Mailand

    27 marzo, Italia ⋅ 🌙 12 °C

    27.03.2026 – Tag 1: Rottweil nach Mailand. Der Urlaub beginnt mit der Praxis.
    Letzter Arbeitstag vor dem Urlaub. Natürlich war viel los – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche und die Baustelle auf der A8. Irgendwie schafft es die Praxis immer, den Abschied noch etwas hinauszuzögern. Start war dann gegen 14:30 Uhr, Kühlschrankreste ordnungsgemäß ins Womo umgezogen, und endlich: Süden.
    Hans und Gise waren von Nagold aus früher aufgebrochen, was sich als relativer Vorteil erwies – wären da nicht die Motorleuchte und der damit verbundene Werkstattabstecher gewesen. Ließ sich zum Glück schnell beheben. Ein gutes Omen, wenn man so will.
    Der Verkehr nahm zu, und irgendwie einigten wir uns spontan auf den San Bernardino statt den Gotthard. Gute Entscheidung, wie sich herausstellte: Hans stand am Gotthard im Stau und war uns damit deutlich im Rückstand, während wir über den Pass rollten. Und auf der Südseite schien tatsächlich die Sonne – fast schon mediterran, auch wenn man da noch mitten in der Schweiz ist. Das Graubünden kann einen schon kurz glauben lassen, man sei bereits angekommen. 🌤️
    Das Rheintal, der Bodensee, der Pass, dann das Tessin und schließlich die Po-Ebene – und vor Mailand das obligatorische Vorspiel: zäher Verkehr, Lastwagen, Kolonnen, alle wollen irgendwo hin, keiner kommt vom Fleck. Kurz nach 20 Uhr waren wir dann aber doch auf dem Stellplatz beim Flughafen Linate, und Hans und Gise trudelteten keine halbe Stunde später nach. 🚐
    Beim Abendessen haben wir die jeweiligen Reisetage kurz Revue passieren lassen – Staus verglichen, Routen bewertet, den San Bernardino für gut befunden. Danach war der Tag auch schon erzählt. Morgen geht es weiter Richtung Süden, irgendwo wartet die Fähre, und irgendwo dahinter wartet Sizilien.
    Man muss ja mit etwas anfangen. 🇮🇹​​​​​​​​​​​​​​​​
    Leggi altro

  • Mailand - Duomo - Scala - Castello

    28 marzo, Italia ⋅ ☀️ 11 °C

    🗓️ Samstag, 29. März – Mailand zwischen Marmor, Mode und Müdigkeit

    🌅 Start: Parkplatz am Flughafen
    Eine erstaunlich ruhige Nacht auf dem Flughafenparkplatz. Kein Drama, kein Security-Klopfen, kein italienischer Operngesang im Hintergrund.
    Dafür morgens: Sonnenschein. Und ein Karnickel, das offenbar auch auf Weltreise ist und den Parkplatz inspiziert. 🐇
    Manchmal sind es die kleinen Dinge.



    🚕 Transfer: Rein nach Mailand
    Per Uber geschniegelt und pünktlich in die Stadt gefahren. Funktioniert. Man ist fast geneigt, Vertrauen in die Menschheit zu entwickeln.



    ⛪ Dom von Mailand (Mailänder Dom)
    Dieses Ding steht da einfach und sagt: „Ich bin wichtiger als du.“
    Von außen: wuchtig, monumental, fast schon unverschämt schön.
    Von innen: noch eine Stufe drüber.
    • 52 Säulen (ja, eine pro Kalenderwoche – jemand hatte Zeit beim Planen)
    • Marmorboden, der so aussieht, als dürfte man ihn eigentlich nicht betreten
    • gehäutete Heilige… nichts für zarte Gemüter
    • Krypta
    • und als Bonus: unterirdisch ein Baptisterium aus dem 4. Jahrhundert

    Kirche früher: Eintritt frei, dafür schlechtes Gewissen.
    Kirche heute: Eintritt + schlechtes Gewissen. Fortschritt nennt man das wohl.



    🏛️ Weiter zur Galleria Vittorio Emanuele II
    Ein architektonisches Schmuckstück. Glas, Eisen, Eleganz.
    Und ungefähr alle Menschen Europas gleichzeitig darin.
    • Luxusboutiquen, bei denen selbst dein Wohnmobil nervös wird
    • Menschenmassen, die dich einfach mitnehmen, ob du willst oder nicht
    • das berühmte „Stierhoden-Ritual“: theoretisch geplant, praktisch unmöglich wegen Überfüllung

    Kurz gesagt: schön, aber mit leichtem Survival-Charakter.



    🍝 Mittagspause – Kulinarische Selbstfindung
    Eine Mischung aus allem, was Italien so hergibt (und ein bisschen globaler Einfluss):
    • Pasta
    • Bowl
    • Schwertfisch
    • Salat

    Klingt chaotisch, war aber gut. Der Körper wusste kurz nicht, in welchem Land er ist, hat sich aber nicht beschwert.



    🏰 Nachmittag: Castello Sforzesco & Parco Sempione
    Da ist dein „Schloss in Mailand“. Bitteschön.

    Groß, historisch, leicht einschüchternd – und direkt dahinter ein Park, der das komplette Gegenteil ist:
    • grün
    • lebendig
    • voller Menschen
    • Frühling überall 🌸

    Kirschbäume in Blüte, Leute auf der Wiese, dieses seltene Gefühl von „alles passt gerade“.



    🍦 Zwischenstopp: Eisdiele (lebenswichtig)
    Italien ohne Eis wäre wie Orthopädie ohne Rücken.
    Sehr schön, sehr lecker, vermutlich völlig unnötig – also perfekt.



    🚐 Rückfahrt & Etappe Richtung Süden
    Per Taxi zurück zum Wohnmobil.
    Dann: eine Stunde Autobahn Richtung Genua. Klassischer Perspektivwechsel von „Kulturmensch“ zu „Roadtrip-Vagabund“.



    🛒 Zwischenstopp: Serravalle (Outlet & Supermarkt)
    Einkaufen, Beine vertreten, Energielevel stabilisieren.
    Man merkt langsam: Der Tag war lang. Und noch ist er nicht fertig.



    ⛴️ Abend: Warten auf die Fähre
    Die Fähre? Natürlich verspätet.
    +2 Stunden. Weil warum sollte irgendwas einfach mal nach Plan laufen.

    Also: Warten. Durchatmen. Noch ein bisschen Reisegefühl aufsaugen.
    Die Nacht wird lang – aber genau dafür seid ihr ja unterwegs.
    Leggi altro

  • Auf hoher See?

    29 marzo, Tyrrhenisches Meer ⋅ ☁️ 15 °C

    🗓️ Tag 3 – Samstag, 29. März – Seetag zwischen Bugblick und Bordroutine

    🌅 Start: Auf hoher See
    Unser Tag beginnt heute… sagen wir großzügig um 11:00 Uhr.
    Wir haben lange geschlafen, das Meer ist ruhig, kaum Bewegung. Fast schon unheimlich entspannt.



    🚢 Leben an Bord der GNV Orion
    Das Schiff ist neu, modern – aber leider auch erstaunlich zurückhaltend, was Unterhaltung angeht.
    Viel passiert nicht. Also konzentrieren wir uns auf das, was zuverlässig funktioniert:
    • Kaffee trinken ☕
    • Vespern
    • wieder Kaffee trinken
    • Aperol trinken 🍹
    • sicherheitshalber noch ein Kaffee

    Ein strukturierter Tagesablauf ist schließlich wichtig.



    🌊 Lieblingsplatz: Bug-Bar
    Der mit Abstand schönste Ort an Bord.

    Wir sitzen vorne im Bug, fast wie in einem Flugzeugcockpit,
    und schauen direkt auf das Meer, das unter uns vorbeizieht.

    Ruhig, weit, hypnotisch.
    Hier lässt sich erstaunlich gut „nichts tun“.



    😴 Mittag: Regeneration auf hohem Niveau
    Nach all den Aktivitäten folgt konsequent:

    ➡️ ein ausgedehnter Mittagsschlaf

    Man will ja nicht riskieren, sich zu überfordern.



    🌙 Abend: Ankunft in Palermo
    Gegen 22:00 Uhr erreichen wir den Hafen.
    Zumindest theoretisch.

    Praktisch heißt das:
    • 1 Stunde warten, bis wir überhaupt zu den Autos dürfen
    • weitere 30 Minuten Stillstand auf dem Fahrzeugdeck

    Grund:
    Ein Mitreisender findet sein Auto auf der Rampe nicht.

    Die Stimmung kippt entsprechend schnell.
    Faszinierend, wie effizient kollektive Ungeduld entsteht.



    🚐 Nachtfahrt: Richtung Monte Pellegrino
    Endlich dürfen wir runter vom Schiff.

    Im Dunkeln fahren wir zu unserem Stellplatz südlich des Monte Pellegrino.
    Die Stadt schläft (oder tut zumindest so),
    wir rollen leise hinein wie zwei erschöpfte Seefahrer mit Wohnmobil.



    🥃 Ankunft: Ritual
    • Stellplatz erreicht
    • Willkommens-Grappa eingeschenkt
    • einmal tief durchatmen



    😵 Tagesabschluss
    Das viele Nichtstun war erstaunlich anstrengend.
    Wir fallen müde ins Bett und sind schneller weg als das letzte Aperolglas leer war.



    Ein Tag mit erstaunlich wenig Inhalt –
    und trotzdem genau richtig.
    Leggi altro

  • Palermo & Monte Pellegrino

    30 marzo, Italia ⋅ ☀️ 13 °C

    🗓️ Tag 4 – Sonntag, 30. März – Palermo zwischen Aussicht, Barock und Aperol-Disziplin

    🌅 Start: Stellplatz bei Palermo
    Wir stehen um 8:00 Uhr auf.
    Das Wetter: perfekt. Sonne, klar, genau richtig für große Pläne (die wir natürlich sofort umsetzen, ungewöhnlich genug).

    Frühstück. Kaffee. Noch ein Kaffee.
    Dann geht’s los.



    🚐 Auffahrt zum Monte Pellegrino
    Gemeinsam fahren wir hoch – über ein enges, uriges Sträßchen, das sich in Kurven nach oben zieht.
    • viel Aussicht
    • viel Sonne
    • immer wieder dieser Blick auf Palermo und das Meer

    Allein die Auffahrt ist schon ein kleines Erlebnis.



    🥾 Oben: Geteilte Strategien
    Am Parkplatz trennen wir uns.
    • Hans und Gise entscheiden sich für die vernünftige Variante: kleiner Spaziergang
    • wir (Kerstin und ich) nehmen den größeren Rundweg

    Und der hat es in sich:
    • überall Blumen 🌸
    • Felsen, Wege, kleine Pfade
    • ständig neue Ausblicke
    • die Bucht von Palermo liegt uns zu Füßen

    Einer dieser Wege, bei denen man immer wieder stehen bleibt, obwohl man eigentlich weiterlaufen wollte.



    ⛪ Besuch im Santuario di Santa Rosalia
    Eine Felsenkirche direkt im Berg.

    Innen:
    • viel italienischer Osterkitsch
    • viel Gold, viel Emotion
    • irgendwie genau richtig an diesem Ort

    Und ja, sogar Johann Wolfgang von Goethe war schon hier.
    Der hat vermutlich auch kurz innegehalten und gedacht: „Nicht schlecht hier.“



    🚐 Zurück & Weiterfahrt zum Stellplatz
    Wieder vereint am Parkplatz, fahren wir zurück zu unserem Stellplatz.

    Eine echte Überraschung:
    eine grüne Oase mitten in Palermo.
    • Schrebergärten
    • kleine Parzellen
    • dazwischen Stellplätze

    Fast surreal nach der Großstadt.



    🚌 Nachmittag: Rein nach Palermo
    Mit dem Bus fahren wir in die Stadt.

    Dann: treiben lassen.
    • durch die Straßen schlendern
    • Barockfassaden bestaunen
    • dieses leicht chaotische, aber lebendige Palermo aufnehmen



    🍝 Abend: Essen & Pflichtprogramm
    Wir gehen schön essen.
    Danach selbstverständlich:

    ➡️ Eis 🍦

    Man passt sich ja den lokalen Gepflogenheiten an.



    🚕 Teilrückzug
    Hans und Gise sind durch.
    Taxi zurück, klare Entscheidung.



    🍹 Abendverlängerung (unnötig, aber richtig)
    Wir bleiben noch.
    • weiter durch die Fußgängerzone treiben
    • Aperol Spritz trinken
    • nochmal schauen, nochmal genießen



    🚌 Rückweg & Einkauf
    Später mit dem Bus zurück.
    Unterwegs noch schnell einkaufen:

    ➡️ guter Käse muss mit

    Prioritäten sind gesetzt.



    😴 Ankunft am Stellplatz
    Zurück im Wohnmobil.
    Ziemlich erledigt.

    Ein Tag mit allem, was dazugehört:
    Bewegung, Kultur, Essen, Stadt, Aussicht – und natürlich ausreichend Flüssigkeitszufuhr.



    Langsam wird klar:
    Das hier ist keine Reise mehr. Das ist ein Lebensstil auf Zeit. 🐧
    Leggi altro

  • Regen & Prizzi

    31 marzo, Italia ⋅ ☁️ 7 °C

    🗓️ Tag 5 – Montag, 31. März – Von Palermo nach Prizzi: Berge, Regen und mutige Küche

    🌅 Start: Stellplatz in Palermo (Schrebergarten-Idylle)
    Ruhige Nacht, erstaunlich grün, erstaunlich friedlich – mitten in Palermo.

    Wir starten entspannt in den Tag:
    • ausgiebiges Frühstück
    • Wasser auffüllen
    • kurzer Blick auf den Himmel: noch okay

    Dann geht’s los. Richtung Süden. Richtung Berge. Richtung… Wetterumschwung.



    🚐 Fahrt durch Sizilien: Von Sonne in den Regen
    Kaum unterwegs, wird das Wetter zunehmend… sagen wir „charakterstark“:
    • Wolken ziehen auf
    • Regen setzt ein
    • die Landschaft wird dramatischer

    Die Straßen?
    Ein Kapitel für sich.
    • eng
    • kurvig
    • teilweise Durchfahrten zwischen Häusern, die eher wie Garageneinfahrten wirken

    Man fragt sich kurz, ob das Navi einen hasst.



    🌧️ Straßenzustand: Marokko lässt grüßen
    Teilweise stehen ganze Abschnitte unter Wasser.
    • riesige Schlaglöcher
    • unsichtbar unter Wasser
    • Fahrgefühl irgendwo zwischen Rallye und Glücksspiel

    Dazu durchgehend 20 km/h Begrenzung.
    Genial eigentlich: Wenn alle langsam fahren müssen, merkt keiner, wie schlecht die Straße ist.



    🌄 Mittagspause: Stausee irgendwo im Nirgendwo
    Zwischen Regen, Wolken und grünen Hügeln erreichen wir einen Stausee.

    Mittagessen mit Aussicht.
    Ruhig, fast schon melancholisch.
    Einer dieser Momente, in denen man merkt, warum man genau hier ist.



    🏘️ Ankunft in Prizzi
    Und dann: Prizzi.

    Ein Dorf, das sich gedacht hat:
    „Fläche ist überbewertet, wir bauen einfach nach oben.“
    • an den Hang geklebt
    • steile Gassen
    • Dächer gefühlt näher als Straßen

    Mit dem Wohnmobil?
    Vergiss es.
    • Durchfahrten teilweise 1,30 m breit
    • selbst mit gutem Willen nicht machbar



    🚐 Stellplatz: Friedhof mit Aussicht
    Wir stehen unterhalb des Dorfes am Friedhof.

    Klingt morbide.
    Ist aber wunderschön:
    • weiter Blick ins Tal
    • absolute Ruhe
    • keiner beschwert sich über späte Grillaktivitäten



    🥾 Erkundung: Aufstieg durch Prizzi
    Zu Fuß geht’s los:
    • durch enge, steile Gassen
    • auf der Suche nach Kaffee
    • und vor allem: Fleisch fürs Abendessen

    Der Weg führt uns bis zum Aussichtspunkt ganz oben.
    Die Stimmung: ruhig, fast zeitlos.



    🌆 Rückkehr in der Dämmerung
    Mit einsetzender Dämmerung erreichen wir wieder das Wohnmobil.
    Zeit für den wichtigsten Programmpunkt des Tages.



    🔥 Abend: Grillen mit Überraschungseffekt
    Grill raus.
    Einkäufe auspacken.

    Was wir gekauft haben, klang zunächst… mutig:
    • in Speck gewickelte Lauchzwiebeln
    • „irgendwas“ mit Innereien

    Realität nach dem ersten Biss:
    → Hackfleisch mit umwickeltem Hähnchen

    Also weniger Abenteuer als gedacht.
    Aber ehrlich: gar nicht schlecht.



    🍷 Begleitung: Amarone
    Dazu eine Flasche Amarone.
    Und plötzlich wirkt alles ziemlich stimmig.



    😴 Tagesabschluss
    Satt.
    Müde.
    Zufrieden.

    Ein Tag zwischen Schlaglöchern, Bergdörfern und kulinarischen Missverständnissen.



    Man merkt langsam:
    Die wirklich guten Geschichten entstehen nicht bei perfekten Bedingungen. 🐧
    Leggi altro

  • Weinprobe und Hochzeit

    1 aprile, Italia ⋅ 🌧 13 °C

    🗓️ Tag 6 – Dienstag, 1. April

    Vom Regen in die Sonne, Weinprobe mit Nebenwirkungen und Siculiana als Hochzeitskulisse



    🌅 Start in den Bergen bei Prizzi
    Der Tag beginnt überraschend freundlich. Sonne statt Regen.
    Während wir noch beim Frühstück sitzen, zieht eine Schafherde direkt an unserem Wohnmobil vorbei. Dazu ein paar neugierige Hunde, die kurz prüfen, wer wir sind und ob wir essbar sind.

    Ein ziemlich perfekter Start in den Tag. Ländlich, ruhig, ein bisschen wie aus dem Bilderbuch – nur echter.



    🚐 Weiterfahrt Richtung Süden
    Wir brechen auf und fahren weiter durch die Berge.
    Das Wetter wird mit jedem Kilometer besser. Die Wolken verschwinden, die Sonne kommt zurück, und plötzlich wirkt alles wieder leicht und weit.

    Unterwegs halten wir spontan bei einem Fabrikverkauf und kaufen frische Mandeln und Pistazien. Direkt vor Ort, keine Verpackungsromantik, einfach gut. Genau solche Stopps sind es, die man nicht planen kann.



    🍷 Weingut irgendwo im Nirgendwo
    Das nächste Ziel ergibt sich fast zufällig: ein Weingut, erreichbar über einen Feldweg, der eher an eine Prüfung für Fahrwerk und Nerven erinnert.
    Schlaglöcher, in denen problemlos ein Fiat Panda verschwinden könnte. Unser Wohnmobil kämpft sich tapfer durch.

    Am Weingut öffnet uns eine Nonna. Wortkarg, aber eindeutig. Ihr Neffe komme gleich zur Weinprobe.
    „Gleich“ bedeutet in diesem Fall: irgendwann.



    🍇 Weinprobe… mit Überraschung
    Zur Auswahl stehen fünf, sieben oder neun Weine.
    Wir entscheiden uns für fünf. Man möchte ja noch fahren können und nicht dauerhaft auf diesem Weingut einziehen.

    Nach etwas Wartezeit passiert dann etwas, womit wir nicht wirklich gerechnet haben:
    Es wird Essen serviert. Und zwar nicht zu knapp.

    Brot, Käse, Salami, Oliven, Auberginen – alles kommt auf den Tisch.
    Dazu werden die Weine verkostet, von richtig gut bis solide, aber insgesamt sehr stimmig.

    Am Ende kaufen wir natürlich Wein.
    Und dann kommt die Rechnung.

    45 € pro Person – für das Essen.
    Kurzes Schlucken.
    Dann akzeptieren. War ja auch ziemlich gut.



    😴 Mittagsschlaf mit Aussicht
    Nach dieser Kombination aus Wein und Essen folgt konsequent:
    ein Mittagsschläfchen direkt auf dem Weingut.

    Man passt sich eben den Gegebenheiten an.



    🏘️ Zwischenstopp im Bergdorf
    Auf dem Weg machen wir noch Halt in einem kleinen Dorf, um einen Osterbogen zu besichtigen.
    Der ist allerdings noch im Aufbau und erst in ein paar Tagen fertig.

    Dafür erleben wir etwas anderes:
    Wir werden überall auf Deutsch angesprochen.

    Im Café.
    In der Eisdiele.
    Von Einheimischen.

    Ein italienischer Cafébesitzer spricht so gut Deutsch, dass er uns direkt Immobilien anbietet.
    Seine Einschätzung: Für 500.000 € bekommt man hier keinen einzelnen Wohnsitz, sondern gleich eine ganze Straße.
    Kleiner Haken: Man müsste sie auch komplett sanieren.

    Ein fairer Deal, wenn man gerade nichts Besseres vorhat.



    🏰 Ziel: Siculiana
    Am Nachmittag erreichen wir Siculiana, die „Hochzeitsstadt“.
    Hoch oben auf dem Berg thront ein großes Schloss, das offenbar regelmäßig für Hochzeiten genutzt wird.

    Die Lage: spektakulär.
    Der Blick: entsprechend.

    Ein Ort, der wie gemacht ist für große Gesten und noch größere Feiern.



    😴 Tagesabschluss
    Ein Tag, der alles hatte:

    Sonne nach Regen,
    Berge, Essen, Wein,
    und völlig unerwartete Gespräche auf Deutsch mitten in Sizilien.

    Und irgendwo dazwischen die Erkenntnis:
    Man weiß morgens nie, wie der Tag endet.
    Zum Glück. 🐧
    Leggi altro

  • Cattolica Eraclea

    3 aprile, Italia ⋅ ☁️ 16 °C

    🗓️ Tag 8 – Donnerstag, 3. April

    Eraclea Minoa – Blumen, weiße Klippen und ein schlammiger Rückweg



    🌅 Start Richtung Eraclea Minoa
    Heute stehen römische Ausgrabungen und die weißen Klippen von Eraclea Minoa auf dem Programm.
    Schon beim Ankommen fällt auf: Die Ruinen sind interessant, aber die eigentliche Show liefert die Landschaft.

    Hüfthohe Blumenwiesen in allen Farben, dazwischen die römischen Überreste und im Hintergrund die hellen, fast leuchtenden Felsen. Besonders der rote Klee bleibt hängen.



    🚐 Weiter zum Stellplatz: Sosta Camper Torre Salsa “U Pantanu”
    Am Nachmittag ziehen wir weiter zu unserem Stellplatz. Ruhig gelegen, gute Infrastruktur, warme Duschen – für 25 € absolut passend.

    Die Nachbarn warnen uns noch vor schlammigen Wegen nach dem Regen.
    Wir nehmen es zur Kenntnis. Und gehen trotzdem los.



    🥾 Wanderung zwischen Blüten und Schlamm
    Zuerst geht es entspannt über Hügel durch eine beeindruckende Blumenlandschaft, dann hinunter zum Strand und entlang der weißen Kreideklippen. Immer wieder sieht man kristallinen Gips in den Felsen.

    Irgendwann endet der Weg, weil das Meer sich ausbreitet und keinen Platz mehr lässt. Also kraxeln wir die Steilküste hoch und schlagen uns durch Wald und Macchia zurück. Mit einsetzender Dämmerung wird der Weg zunehmend… schwierig.

    Die letzten zwei Kilometer haben es in sich: Schlamm, teilweise knietief. Jeder Schritt ein kleiner Kampf. Spätestens jetzt ist klar, dass die Warnung berechtigt war. Wer hier zu seinem Ferienhaus wollte, hätte ernsthafte Probleme bekommen.



    🚐 Zurück am Platz
    Ziemlich verdreckt, aber heil kommen wir wieder am Stellplatz an.
    Kurz sauber machen, dann Abendessen.



    😴 Tagesende
    Ein Tag, der mit Farben und Leichtigkeit beginnt und im Schlamm endet.
    Und genau deshalb im Gedächtnis bleibt. 🐧
    Leggi altro

  • Sciacca

    4 aprile, Italia ⋅ ☀️ 16 °C

    🗓️ Tag 9 – Freitag, 4. April

    Sciacca, Treppen, Fleischeskalation und ein einsamer Strand



    🌅 Start & erster Stopp: Monte San Calogero
    Bevor es in die Stadt geht, fahren wir noch hoch zum Monte San Calogero.
    Oben eine kleine Kirche, dazu ein großartiger Blick über die Umgebung und die Küste. Ruhig, weit, fast schon ein bisschen ehrfürchtig.

    Ein guter Einstieg in den Tag – noch.



    🚐 Ankunft in Sciacca
    Wir parken unten am Hafen.
    Erster Eindruck: eher unspektakulär.

    Dann geht es los – und zwar nach oben.
    Treppen. Viele Treppen.
    Zum leichten Unmut von Hans und Gise, die sich vermutlich einen flacheren Urlaub vorgestellt hatten.



    🍖 Mittagessen mit Konsequenzen
    Oben angekommen meldet sich der Hunger ziemlich deutlich.
    Wir nehmen das erstbeste Restaurant – halb Metzgerei, halb vier Tische, also genau die Art von Ort, bei der man weiß: Das wird ernst.

    Und das wird es.

    Gise bestellt Carpaccio. Eine Vorspeise, die problemlos zwei Personen satt machen könnte.
    Hans nimmt Pasta mit Soße und Parmesan, klassisch und solide.
    Ich entscheide mich für den gemischten Grillteller: Schnitzel, Hähnchenspieß, Lammspieß und gefühlt ein Kilometer Wurst.
    Kerstin nimmt ein Angus-Steak in einer Größe, die eher als Gemeinschaftsprojekt gedacht ist.

    Wir kämpfen tapfer.
    Wir verlieren.

    Reste werden eingepackt.
    Das Fleisch war allerdings überragend.



    🏘️ Sciacca zeigt sich von seiner schönen Seite
    Nach dem Essen schlendern wir durch die Stadt – und die überrascht.

    Plötzlich ist da doch viel Charme:
    • alte Torbögen
    • Kirchen
    • leicht verfallene Palazzi
    • enge Gassen

    Und dann eine große Terrasse direkt an der Kante mit Blick über den Hafen.
    Kaffee, Aussicht, genau der richtige Ort, um kurz alles stehen zu lassen.

    Natürlich folgt noch ein Eis. Man bleibt ja konsequent.



    🌅 Abend am Meer
    Später fahren wir noch ein paar Kilometer weiter zu einem abgelegenen Strand.

    Weiße, grobe Kiesel, kaum Menschen, Blick Richtung Sonnenuntergang.
    Still, weit, fast ein bisschen kitschig – aber genau richtig.

    Wir sitzen dort, trinken einen Grappa und genießen die Ruhe.



    😴 Tagesende
    Ein Tag mit allem: Aussicht, Bewegung, völlig überdimensioniertes Essen und am Ende Einsamkeit am Meer.

    Und irgendwo dazwischen die Erkenntnis:
    Man sollte nie unterschätzen, wie viel Carpaccio eine Vorspeise sein kann. 🐧
    Leggi altro

  • Selinunte & und die Sause

    5 aprile, Italia ⋅ ☀️ 20 °C

    🗓️ Tag 10 – Sonntag, 5. April (Ostersonntag)

    Verstärkung, kaltes Wasser und ein Abend wie früher.

    🌅 Ein später Start am Meer
    Am Vorabend sind noch unsere Freunde aus dem Saarland mit ihrem Wohnmobil angekommen.
    Natürlich blieb es nicht bei einem kurzen „Hallo“, sondern wurde eine kleine Willkommensfeier im Dunkeln.

    Entsprechend kommen wir am Ostersonntag eher langsam in die Gänge.
    Das Wetter ist dafür umso besser: Sonne, blauer Himmel, ein richtig schöner Strandtag.

    🌊 Der heldenhafte Badeversuch
    Der Strand liegt direkt vor uns, und ich fasse einen mutigen Entschluss: Baden.

    Das Wasser ist… sagen wir mal sehr belebend.
    Nachdem alle zuschauen, gibt es kein Zurück mehr. Also rein.

    Kurz darauf folgt die Erkenntnis:
    Das Wasser ist deutlich kälter, als man es sich vorher schönredet.

    Ich verlasse es daher recht zügig wieder – mit dem guten Gefühl, es immerhin ausprobiert zu haben.

    🏛️ Weiter nach Selinunte
    Danach fahren wir weiter nach Selinunte.

    Eine riesige Anlage mit griechischen Ruinen, Tempeln und Säulen, weitläufig und beeindruckend.
    Und heute sogar kostenlos – erster Sonntag im Monat.

    Zwischen den antiken Überresten blüht alles, im Hintergrund das Meer, dazu diese Weite.
    Ziemlich gute Kombination für Fotos und für das Gefühl, dass sich der Ausflug gelohnt hat.

    🍝 Mittagspause ohne Drama
    Mittagessen in einer kleinen Kantine.
    Sizilianisch, einfach, gut.
    Kein Highlight, aber genau richtig für zwischendurch.

    🚐 Weiter zur Spiaggia Torrazza
    Am Nachmittag fahren wir weiter zum Strand bei Spiaggia Torrazza, wo wir auch übernachten.

    Der Strand ist nicht unbedingt geschniegelt – viel Seegras, ein bisschen wild.
    Aber dafür unglaublich weitläufig. Viel Platz, viel Ruhe, perfekte Bedingungen für unsere kleine Wagenburg.

    🔥 Abendprogramm: Eskalation in Zeitlupe
    Dann passiert, was passieren muss:

    Es wird gegrillt, gekocht, gegessen.
    Irgendwann taucht eine Gitarre auf.
    Es wird gesungen. Laut.

    Mit zunehmendem Alkoholpegel wird auch die Musikauswahl älter.
    Schließlich landen wir bei Musik aus den sechziger Jahren.

    Hans und Gise sind begeistert.
    Die anwesende Jugend eher… zurückhaltend.

    Es wird trotzdem getanzt.

    Spät am Abend löst sich alles langsam auf.
    Einer nach dem anderen verschwindet im Wohnmobil.
    Leggi altro

  • Marsala, Mozia, San Theodoro

    6 aprile, Italia ⋅ ☀️ 17 °C

    🗓️ Tag 11 – Montag, 6. April

    Marsala, Salinen und ein Oktopus zum Abschluss



    🍷 Erster Stopp: Marsala
    Heute kommt Hans endlich auf seine Kosten: Weinprobe in Marsala.

    Wir probieren verschiedene Marsala-Weine, trockene und süße, drei- und fünfjährige.
    Geschmacklich irgendwo zwischen „wirklich gut“ und „interessant, aber man muss es wollen“.

    Am Ende nimmt jeder zwei Flaschen mit.
    Man will ja vorbereitet sein.



    ☕ Stadtbummel
    Danach schlendern wir durch Marsala.
    Die Stadt zeigt sich entspannt, fast unaufgeregt schön.

    Natürlich folgen die Pflichtpunkte:
    Eis – sehr gut.
    Kaffee – wie immer in Italien, einfach zuverlässig hervorragend.



    🚐 Weiter zu den Salinen
    Am Nachmittag geht es weiter Richtung Salinen bei Isola di Mozia.

    Dort steigen wir in ein kleines Boot und machen eine Rundfahrt durch die Lagune.



    🚤 Bootstour durch die Salinen
    Die Landschaft ist flach, weit und fast surreal ruhig.
    So flach, dass wir mit unserem Boot mehrfach aufsetzen.

    Zwischendurch überqueren wir sogar eine alte Straße, die etwa 50 cm unter Wasser liegt und sich mehrere Kilometer durch die Salinen zieht. Früher wurden hier Holzkarren bewegt – heute fahren Boote drüber. Fortschritt auf sizilianisch.

    Die Insel Mozia selbst hat Geschichte:
    Schon von den Phöniziern besiedelt und später von Joseph Whitaker aufgekauft – Philanthrop, Archäologe und nebenbei auch noch Weinbauer. Ein Mann mit klaren Interessen.



    🌅 Abend am Leuchtturm
    Am späten Nachmittag fahren wir weiter zum Faro di San Teodoro.

    Dort finden wir einen schönen Stellplatz auf einer Wiese direkt bei einem Restaurant.
    Ruhig, weit, mit Blick Richtung Meer.



    🐙 Abendessen mit Meerblick
    Im Restaurant gibt es Fisch – und zwar richtig gut.

    Unter anderem einen ganzen Oktopus, der deutlich überzeugender schmeckt, als er aussieht.



    😴 Ausklang
    Ein Tag zwischen Wein, Geschichte und Wasser.
    Und am Ende wieder genau dort, wo es am besten ist: draußen, ruhig, satt und zufrieden. 🐧
    Leggi altro

  • Trapani & Erice

    7 aprile, Italia ⋅ ☀️ 19 °C

    🗓️ Tag 12 – Dienstag, 7. April

    Trapani & Erice – Barock, Aussicht und ein Abend am Strand



    🏙️ Vormittag in Trapani
    Heute stehen Trapani und Erice auf dem Programm.
    Wir starten mit einem Stadtbummel durch die barocke Altstadt von Trapani, direkt vom Hafen aus – immer mit Blick hinauf auf den Berg mit Erice, unser Ziel für später.

    Die Altstadt zeigt sich typisch sizilianisch: enge Gassen, Kirchen, bröckelnde Fassaden mit Charme.
    Dazwischen das übliche Pflichtprogramm, diesmal in besonders gelungener Form: Kaffee, Granita und Brioche.
    Man könnte sich daran gewöhnen. Gefährlich.



    🚐 Fahrt hinauf nach Erice
    Mittags geht es über eine kurvige Panoramastraße hinauf nach Erice, etwa 800 Meter über dem Meer.

    Die Auffahrt ist schon ein Erlebnis, aber oben wird es noch besser.
    Wir finden einen richtig guten Parkplatz etwas außerhalb, im Grünen, und laufen von dort in die Stadt.



    🏰 Erice – Gassen, Touristen und Aussicht
    Erice ist genau das, was man sich erhofft:

    Kopfsteinpflaster, enge Gassen, alte Mauern, viele Touristen – aber ehrlich gesagt völlig zu Recht.

    Die Aussicht ist spektakulär.
    Blick über Trapani, die Bucht und die Salinen – weit, klar, beeindruckend.

    Eine der Kirchen mit Eintritt lassen wir bewusst aus.
    Die Aussicht draußen ist kostenlos und schwer zu schlagen.



    🌅 Abend am Strand
    Am Nachmittag fahren wir über eine andere Panoramastraße wieder hinunter, diesmal Richtung Norden.

    Wir landen an einem Kies- und Sandstrand nördlich von Trapani.
    Ruhig, weit, genau richtig für den Abend.

    Es gibt Abendessen, ein Bad im immer noch recht frischen Wasser (man hat ja dazugelernt… ein bisschen) und schließlich sitzen wir am Lagerfeuer und lassen den Tag ausklingen.



    Ein Tag mit viel Blick nach oben und noch mehr Blick nach unten.
    Sizilien kann schon ziemlich überzeugend sein, wenn es will. 🐧
    Leggi altro

  • Monte Cofano

    8 aprile, Italia ⋅ ☀️ 19 °C

    🗓️ Tag 13 – Mittwoch, 8. April

    Monte Cofano – Hitze, Höhenmeter und ein leicht ignoriertes Warnschild



    🥾 Start zur Rundwanderung am Monte Cofano
    Heute steht die Umrundung des Monte Cofano auf dem Programm.
    Hans schwingt sich aufs Fahrrad, Gise bleibt entspannt am Wohnmobil – und wir starten zu Fuß.

    Startzeit: 11:30 Uhr.
    Also genau dann, wenn man es eigentlich nicht tun sollte.

    Es geht direkt los mit etwa 250 Höhenmetern an einem Südhang.
    Sonne, Hitze, kein Schatten – und wir mittendrin. Schwitz.

    🌄 Belohnung: Aussicht & Blumen
    Oben angekommen öffnet sich der Blick auf die Bucht von Cala Rossa.
    Weit, blau, beeindruckend.

    Der Weg führt weiter durch eine Landschaft, die wieder alles gibt: Blumen bis zur Hüfte, mal rauf, mal runter, ständig neue Perspektiven.

    Dann eine Grotte, in der Mauersegler nisten – laut, lebendig, ein bisschen chaotisch.

    ⚠️ Der Moment der Wahrheit
    Wenig später stehen wir vor einer Sperrung.

    Großes Schild: Weg gesperrt wegen Steinschlag.

    Kurze Lagebesprechung:
    Umkehren? Zu anstrengend.
    Weitergehen? Eigentlich keine gute Idee.

    Wir gehen weiter.

    Vorbei an weiteren Warnschildern, unter einer überhängenden Felswand entlang.
    Irgendwann wird das Gehen leiser, vorsichtiger, fast automatisch.
    Als würde das den Steinen signalisieren: „Alles gut, wir sind harmlos.“

    Irgendwie schaffen wir es durch und schließen den Rundweg wieder am Ausgangspunkt.



    🚐 Zurück am Wohnmobil
    Alle wieder vereint. Erstmal durchatmen, Wasser auffüllen, kurz regenerieren.
    Man merkt: Das war mehr als ein Spaziergang.



    🌅 Weiter zur Cala Rossa
    Danach fahren wir zur Bucht von Cala Rossa und finden einen traumhaften Stellplatz direkt am Wasser.

    Ein paar andere Wohnmobile stehen auch dort, unter anderem ein Bimobil, das mir irgendwie bekannt vorkommt.



    📱 Kleine Entdeckung (zu spät)
    Erst später fällt der Groschen:
    Das ist bimoontour – Ulrike und Michael von „zuhause-im-wohnmobil.de“.

    Dummerweise sind wir da schon wieder weitergefahren.
    Timing war noch nie unsere größte Stärke.



    😴 Tagesausklang
    Ein Tag mit allem: Hitze, Höhenmeter, ein bisschen Risiko und am Ende wieder ein Platz direkt am Meer.

    Und irgendwo dazwischen die Erkenntnis:
    Warnschilder sind oft sehr überzeugend formuliert – man muss nur lernen, sie… flexibel zu interpretieren. 🐧
    Leggi altro

  • San Vito Lo Capo

    9 aprile, Italia ⋅ ☀️ 17 °C

    🗓️ Tag 14 – Donnerstag, 9. April

    San Vito lo Capo – Abschiede, Felsküste und müde Füße



    🌅 Abschied & neue Pläne
    Heute trennen sich die Wege:
    Die Omloren ziehen weiter Richtung Ätna – noch ein Vulkan muss offenbar sein.

    Wir bleiben entspannt und entscheiden uns für eine weitere Wanderung bei San Vito lo Capo. Man muss es ja nicht übertreiben.



    🥾 Start am Leuchtturm
    Los geht’s am Leuchtturm, zunächst noch gemeinsam mit Hans und Gise.
    Die beiden machen allerdings eine kürzere Runde, während wir weiterziehen.

    Der Weg führt entlang der Steilküste, mit beeindruckenden Klippen, etwa 40 Meter hoch.
    Dutzende Kletterer hängen dort in der Wand – sieht spektakulär aus, bleibt aber nicht unser heutiges Hobby.

    🌊 Wenn der Weg einfach aufhört
    Irgendwann ist Schluss mit „Weg“.

    Ab da heißt es: klettern.
    Etwa einen Kilometer über grobe Felsen, Blöcke und Quader direkt an der Küste entlang.

    Nicht technisch schwierig, aber anstrengend.
    Und natürlich wieder zur besten Zeit des Tages: Mittagshitze.

    Man schwitzt. Viel.

    🌄 Zurück auf zivilisiertem Terrain
    Irgendwann wird es wieder freundlicher.
    Ein richtiger Pfad taucht auf, es geht etwa 40 Meter nach oben und anschließend auf Straßen zurück Richtung Ort.

    Zwischendurch noch ein kurzer, leicht surrealer Moment mit einem Esel – warum auch nicht.

    🍦 San Vito lo Capo
    Im Ort angekommen zeigt sich San Vito noch recht ruhig.
    Man merkt aber sofort: Im Sommer ist hier deutlich mehr los.

    Es gibt eine kleine Belohnung:
    Für mich ein Eis, für Kerstin ein Kaffee.
    Verdient ist beides.

    🚐 Zurück zum Stellplatz
    Am Abend fahren wir zurück zu unserem Platz vom Vortag.

    Das bekannte Bimobil von https://www.zuhause-im-wohnmobil.de ist allerdings schon verschwunden.
    Man verpasst sich halt.

    😴 Tagesende
    Heute melden sich die Füße.
    Das Gehen über die Felsen war deutlich anstrengender, als es zwischendurch wirkte.

    Ein Tag mit weniger Strecke, aber dafür mehr Kletterei – und der leisen Erkenntnis, dass nicht jede Wanderung ein Spaziergang sein muss. 🐧
    Leggi altro

  • Heimfahrt

    10 aprile, Italia ⋅ ☀️ 21 °C

    🗓️ Tag 15 – Freitag, 10. April

    Abschied von Sizilien – letzter Blick, letzte Begegnungen



    ⚡ Ungeplanter Start
    Der letzte Tag beginnt nicht ganz nach Plan.
    Hans und Gise haben ein Problem mit der Elektrik: Die Aufbaubatterie ist tot, vermutlich tiefentladen, und das BMS verweigert den Dienst.

    Die Entscheidung fällt schnell: Sie fahren deutlich früher zurück.
    Die Fähre gibt es allerdings erst einen Tag später – Timing wie so oft… ausbaufähig.



    🌄 Ein letzter Blick vom Monte Pellegrino
    Kerstin und ich fahren noch einmal hoch auf den Monte Pellegrino oberhalb von Palermo.

    Ein würdiger Abschluss:
    Blick über die Stadt, das Meer, die Küste – alles liegt noch einmal vor uns.

    Und dann sehen wir sie tatsächlich einlaufen: unsere Fähre, die GNV Orion.
    Neu, erst 2025 in Dienst gestellt.
    Ein seltsames Gefühl, sie schon von oben zu beobachten, bevor wir später selbst drauf sind.

    🚐 Begegnung unterwegs
    Zwischendurch treffen wir noch auf ein Wohnmobil, das sofort auffällt.
    Zwei Kanadier, die seit 2019 auf Weltreise sind.

    Kurz stehen wir da und denken:
    Man könnte auch einfach nicht mehr zurückfahren.

    Dann erinnern wir uns an Realität, Verpflichtungen… und fahren weiter.
    Aber irgendwann machen wir das auch so!



    ⛴️ Abfahrt bei Nacht
    Am Abend geht es auf die Fähre.
    Alles läuft ein wenig chaotisch, sehr sizilianisch, aber irgendwie funktioniert es am Ende doch.

    Im Dunkeln legen wir ab.



    🌊 Überfahrt
    Die See ist spiegelglatt.
    Fast schon zu ruhig.

    Keine Delfine, keine fliegenden Fische – einfach nur Wasser und Ruhe.
    Entspannt, ein bisschen langweilig, aber genau das Richtige nach den letzten Tagen.



    🚐 Heimfahrt
    Auch die Rückfahrt verläuft problemlos.
    Am späten Samstagabend merken wir allerdings: ganz nach Hause schaffen wir es nicht mehr.

    Also Zwischenstopp in der Schweiz.

    Am Sonntagmorgen geht es weiter, und am späten Vormittag erreichen wir wieder Rottweil.



    😴 Ende der Reise
    Zwei Wochen Sizilien liegen hinter uns.
    Berge, Meer, Wanderungen, Essen, kleine Abenteuer und viele gute Momente.

    Und wie immer bleibt am Ende dieser Gedanke:
    Eigentlich hätten wir noch ein paar Tage länger bleiben können. 🐧
    Leggi altro

    Fine del viaggio
    12 aprile 2026