• Einzigartige Stadtführung durch Leipzig

    9–11 giu, Germania ⋅ ☁️ 17 °C

    Dominic holt uns beim Frühstück ab. Er war nicht nur zwei Jahre Torbens Chef und Ausbilder bei der Leipziger Volkszeitung. Er ist auch der beste Stadtführer, den wir uns wünschen können.

    Leipzig steck voller Geschichte. Eine wilde Mischung aus Gründerzeit, Weltkrieg, Sozialismus und Neuzeit. Das zeigt sich vor allem in der Architektur.

    Und dann ist hier natürlich der Ursprung der Deutschen Wiedervereinigung. Vor der Nikolaikirche fanden die ersten Montagsdemonstrationen statt. Bis heute treffen sich die Menschen an jedem Montag-Abend für ein Friedendsgebet. Auch der Entscheid der damaligen Polizei und Armee, nicht einzugreifen, wurde hier getroffen.

    Auf den Orgeln der Nikolaikirche und der anderen städtischen Thomanerkirche spielte schon Johann Sebastian Bach. Er war als Thomas-Kantor städtischer Angestellter.

    Nach der Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg blieb nicht mehr viel übrig. So wurde auch die Johanniskirche, in der Bachs Gebeine ruhten, komplett ruiniert. Aber die Thomaskirche, mit ihrem steilen Dach, überlebte das Bombardement. Der Legende nach wurden die Gebeine von Johann Sebastian Bach 1,5 Kilometer mit einer Schubkarre von der Johannes in die Thomaskirche überführt. Der „Lieferant“ soll Thomaskirche mit den Worten betreten haben: „Tach, ich bring Bach.“

    Der krönende Abschluss der Führung führte uns auf 120 Meter über der Stadt zur Panorama-Aussicht auf den Uni-Riesen (auch Weisheitszahn oder City-Hochaus genannt). In der Bar oben im Turm tauschen Toto und Dominic bei einem Cocktail viele Erinnerung aus.
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