Mazunte und San Agustinillo
April 1, 2023 in Mexico ⋅ ☀️ 31 °C
Für die 67km auf der Küstenstraße von Puerto Escondido nach Mazunte benötigte ich etwas mehr als eine Stunde. Den Campingplatz „Tamoancha“ fand ich nach kurzer Suche und richtete mich dort erstmal in Ruhe ein. Da es bereits später Nachmittag war, entschied ich mich nur noch für die Abgabe meiner Wäsche in einer lokalen Lavandaria und verbrachte den Abend auf dem begrünten Stellplatz unweit des Zentrums. Die überschaubar wirkende Pueblo Magico Mazunte wollte ich mir am nächsten Tag anschauen.
Nachdem ich am Morgen meiner üblichen Routine Joggen-Frühstücken-Duschen nachgegangen bin, packte ich meine Badesachen und machte mich in Richtung Stadt auf. Die Kirche, das Museum zur Erforschung und Rehabilitation von Meeresschildkröten (Centro Mexicano de la Tortuga), die Flaniermeile zum Strand und der Strand selber sind die Hauptattraktionen des Ortes, die man schnell gesehen hat. Deshalb entschied ich mich auch, den Rest des Tages am Wasser zu verbringen. Ich fand ein schönes, ruhiges Plätzchen unter einem Schirm am Ende des Strandes nahe der Felsen und legte mich an den Ozean, da die Sonne mit aller Kraft vom Himmel strahlte. Umspült vom Wasser ließ es sich gut aushalten. Ich beobachtete die paar wenigen Touristen, wie sie das Spielen mit den und Baden in den Wellen genossen. Wie schon in Escondido hatten sie eine beträchtliche Höhe. Nicht ahnend welche Konsequenzen das Eintauchen in die Wellen haben könnte, versuchte ich es den vielen Anderen, nach Abkühlung Suchenden gleichzutun und wurde sofort von der ersten anrollenden Wassermasse erfasst. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen und tauchte unter. Ich bekam richtig Angst. Als ich aus der Welle wieder herauskam und mich gerade aufrichten wollte, rollte die Nächste heran und erfasste mich nochmals. Ich strauchelte wieder, konnte mich dann aber an den Strand retten, jedoch war ich von Kopf bis Fuß mit Sand bedeckt und das Salzwasser tropfte aus allen Körperöffnungen. Es war eine wirklich beängstigende Erfahrung und ich hatte von da an großen Respekt vor dem wilden Pazifik. Nachdem ich mich von dem Schock etwas erholt hatte und eine Weile unter meinem Sonnenschirm geschlafen hatte, spazierte ich ein Stück auf den Felsen entlang. Plötzlich lief mir Chi, ein holländischer Masseur mit Wurzeln in Indonesien und China über den Weg und wir genossen eine nette Unterhaltung zusammen. Nach der Erfahrung mit den Wellen, tat die Begegnung richtig gut. Chi bot mir eine heilende Massage auf Spendenbasis für den nächsten Nachmittag an und ich sagte zu.
Am Vormittag des 3. April wollte ich den Strand des benachbarten San Agustinillo bis zu meinem Massagetermin genießen. Auf meinen morgendlichen Joggingrunden hat dieser Ort bereits einladender auf mich gewirkt als Mazunte. Als ich dort ankam und den ruhigeren Strandteil genießen wollte, rief Chi an und wollte die Massage auf den Mittag verschieben. Ich lief von Agustinillo wieder zurück nach Mazunte und traf mich mit Chi. Ich denke, dass wir für das Gespräch und die Massage etwa 3 Stunden Zeit investierten und es tat richtig gut. Wann bekommt man schon einmal eine 2-stündige Massage auf Spendenbasis? Ich machte mich danach nochmals auf an den Strand von San Agustinillo, doch es war eigentlich schon zu spät. Nach einem Spaziergang kehrte ich in einem netten Strandlokal ein und genoss vegetarische Tacos. Danach lief ich nach Mazunte zurück.
Nach 3 Nächten auf dem Campingplatz entschied ich mich am Dienstag, den 4. April zur Weiterfahrt nach Zipolite, was nur etwa 15 Minuten entfernt war. Es ging auf Ostern (hier Semana Santa genannt) zu und die Stranddestinationen füllten sich zusehends. In Zipolite herrschte an diesem Dienstag aber noch Ruhe vor dem Sturm.Read more










