Valladolid, YUC, Mexiko
May 10, 2023 in Mexico ⋅ ⛅ 36 °C
Am Mittwochnachmittag des 10. Mai kam ich nach einer kurzen Fahrt aus Chichén Itzá kommend in Valladolid, einer weiteren Pueblo Mágico an. Ich nutzte den Nachmittag für ein paar Erledigungen. Das Auto wurde mal wieder gewaschen, ich benötigte ein neues IPhone Ladekabel, da das vor
4 Wochen gekaufte Kabel durchgebrannt war, es ging für einen Einkauf bei der Supermarktkette Chedraui vorbei, außerdem bei einer Bäckerei, die Sauerteigbrot verkauft und ich wollte Wäsche abgeben. Da es aber schon nach 3 Uhr nachmittags war und in Mexiko am 10. Mai traditionell Muttertag gefeiert wird, hatten alle Wäschereien bereits geschlossen. Daher musste ich dieses Vorhaben auf den nächsten Tag verschieben. Es wurde allmählich später Nachmittag und ich begab mich auf die Suche nach meinem neuen Übernachtungsdomizil. Wie immer hatte ich mich bei IOverlander im Voraus über die vor Ort bestehenden Campingplätze informiert und entschied mich für den nahe des Zentrums gelegenen ökotouristischen Park Xcotepec. Ich fand ihn nicht auf Anhieb und musste unterwegs mehrmals nachfragen, bis ich schließlich erfolgreich ankam. Es war so ein bezaubernder Ort, irgendwie eine Welt für sich: ein naturbelassenes, dschungelartiges Gelände mit Annehmlichkeiten, wie Duschen, Toiletten, Pool, Restaurant und Cabañas, einem Besucherparkplatz und einem Campingplatz. Noch dazu gehört zum ökotouristischen Park eine offene, vertrocknete Cenote, in der animales Leben herrscht. Es gibt hier Leguane, Eichhörnchen, viele Vogelarten und verschiedene Bienenvölker. Im Park Xcotepec finden daher täglich 2x geführte Bienentouren statt und für Übernachtungsgäste ist die Tour sogar gratis.
Nach meiner Ankunft stellte ich fest, dass außer mir keine weiteren Camper auf dem etwas abseits gelegenen und sonnigen Campingplatz stehen. Ich fragte den Mitarbeiter, ob ich auch auf dem recht zentralen Besucherparkplatz übernachten könne und nach einigem Hin und Her und Rücksprache mit dem Besitzer war dies schließlich möglich. Für Spontanität kann Mexiko nicht gerade lobgepriesen werden ;-). Aber nichts desto trotz, ich konnte auf meinem Wunschplatz campen und das für insgesamt 3 Nächte. Es kamen immer mal wieder Touristen vorbei, die an den Bienentouren teilnahmen. In der Nebensaison ist hier aber recht wenig los.
Nach meiner ersten Nacht im Park ließ ich es am nächsten Morgen ruhig angehen und blieb bis zum späten Vormittag in meinem kleinen Paradies. Danach brach ich in Richtung Zentrum auf. Zum Einen wollte ich ja meine Wäsche noch abgeben und danach hatte ich Lust auf einen Besuch einer weiteren Cenote. Nur unweit des historischen Zentrums von Valladolid befindet sich „Zaci,“ die ich für eine Abkühlung von Außentemperaturen von bis zu 38 Grad gerne nutzte. Danach streifte ich noch etwas durch die Stadt, vor allem durch die vielen Souvenirläden, bevor ich mich am späten Nachmittag zu Fuß auf den Rückweg zu Xcotepec machte.
Meinen zweiten Tag in Valladolid nutzte ich für die Besichtigung der Kolonialstadt. Sie wurde im Jahre 1543 von spanischen Eroberern gegründet und nach der gleichnamigen Hauptstadt Spaniens benannt. In der Stadtgeschichte kam es mehrmals zu Aufständen durch das Maya-Volk, da die Stadt 1545 durch die Kolonialisten vom ursprünglichen Ort an einen neuen Standort verlegt wurde. Sie wurde dort auf einem Mayabauwerk errichtet. Die Gebäude der Ureinwohner wurden abgerissen und die Steine für den Bau der neuen Kolonialstadt verwendet. Die Aufstände des Maya-Volkes wurden immer niedergeschlagen und Valladolid blieb da, wo es sich heute noch befindet. Die Stadt hat etwa 57000 Einwohner. Sie zieht sowohl Individualtouristen, als auch Pauschaltouristen, aus Cancún oder Chichén Itzá kommend an und ist am Nachmittag oft recht stark frequentiert. Ein Besuchermagnet ist sicherlich das ehemalige Kloster und die Kirche San Bernardino de Siena aus der Kolonialzeit, die zwischen 1552 und 1560 von Franziskanermissionaren erbaut wurden. Davor befinden sich die steinernen Stadtbuchstaben, die als beliebtes Fotomotiv dienen. In der Innenstadt von Valladolid stößt man auf die Kathedrale San Servacio mit ihrem Doppelturm. Direkt gegenüber befindet sich der Parque Principal, welcher von Restaurants und Geschäften umgeben ist. Mein besonderes Highlight war aber der Plaza La Purificadora, den man bei einem Besuch von Valladolid nicht missen sollte. Hier befinden sich die wirklich lohnenswerten, individuellen Läden und angesagten Cafés und Restaurants, welche den Touristengaumen verwöhnen. Die schönsten Murals (Wandmalereien) habe ich hier ebenfalls entdeckt und die besten Fotos geschossen. La Purificadora war eines meiner Highlights in Valladolid.
Ich kam erst gegen Abend wieder zurück in den wunderschönen ökotouristischen Park Xcotepec und entschied, dass ich am nächsten Morgen an der Bienentour teilnehmen wollte. Das hatte ich noch nicht geschafft. Da ich hier weiterhin alleine campte und in den Cabañas keine Gäste waren, bekam ich eine Privattour und diese war sehr interessant und informativ. Am Ende der Tour gab es sogar noch eine Honigverkostung und ich konnte Produkte, die mit Zusätzen von Honig hergestellt wurden testen.
Nach 3 Nächten in diesem kleinen Paradies fuhr ich gegen Mittag weiter. Es war mal wieder Zeit für STRAND und ich entschied mich für eine eher unbekannte mexikanische Beachdestination namens El Cuyo. Wegen der guten Windverhältnisse ist dieser Ort bei Kitesurfern sehr beliebt. In El Cuyo hatte ich schon länger eine größere Amazon Bestellung liegen. Vorfreude kam auf. Meine Fahrt dauerte etwa 2.5 Stunden und war abenteuerlich.Read more










