• Belize Zoo

    June 4, 2023 in Belize ⋅ ⛅ 33 °C

    Auf dem Western Highway von Belize City nach Hopkins machte ein Hinweisschild auf den Belize Zoo aufmerksam. Da es erst Vormittag war und ich es nicht eilig hatte, entschied ich mich spontan für einen Halt. Ich bezahlte BZD 30 (USD 15) Eintritt und machte mich auf den Weg durch die bewachsene tropische Anlage. An diesem Sonntag waren recht wenige Besucher da.

    Der Belize Zoo wurde im Jahr 1983 gegründet und hatte ursprünglich den Zweck, eingefangenen Wildtieren nach Abschluss einer Serie von Dokumentarfilmen einen Lebensraum zu bieten. In den Folgejahren nutzte man den Zoo dazu, der einheimischen Bevölkerung die Tierwelt ihres Landes näherzubringen. Bis heute beherbergt der Belize Zoo ausschließlich einheimische Tierarten und macht ihn dadurch zu etwas Besonderem. Der Zoo ist ca. zwölf Hektar groß und es können rund 125 verschiedene Tierarten aus der Region besichtigt werden. Gemeinsam mit ausländischen Organisationen werden vom Belize Zoo aus in verschiedenen Regionen Mittelamerikas Auswilderungen von bedrohten Tieren vorgenommen.

    Im Zoo versucht man den Tieren möglichst ihren natürlichen Lebensraum zu bieten. Bei meinem Streifzug über das Gelände konnte ich nicht alle 125 Tierarten erspähen, aber es gelang mir doch Einige zu sehen. Besonderes Highlight natürlich die Jaguare, von denen ich 2 von den im Zoo lebenden 4 entdeckt habe. Auch Tapire, ein Krokodil, Brüllaffen, einen Puma, einen Otter, einen Weißkopfseeadler, Papageien und viele andere Vögel gab es zu bestaunen. Andere Tiere haben wohl wegen der sengenden Hitze im Unterholz Schatten gesucht. Die Informationstafeln zu jeder Tierart fand ich auch interessant und sie waren sehr kreativ und liebevoll gestaltet. Manche Zootiere versuchte man auszuwildern, jedoch kamen sie in ihrer natürlichen Umgebung nicht mehr zurecht und man stellte ihnen im Zoo erneut Lebensraum zur Verfügung.

    Nach etwa 2 Stunden hatte ich die Tiere, die sich an diesem Vormittag zeigen wollten, gesehen. Ich hatte wieder etwas mehr über das Land, indem ich mich gerade befand, gelernt.
    Nun trat ich die Weiterfahrt nach Hopkins an. Ich fuhr auf einer neu asphaltierten, gut ausgebauten Straße in Richtung Karibikküste. Rechts und links des Highways tat sich dicht bewachsener Dschungel auf. An der Straße standen immer wieder Verkehrsschilder mit dem Hinweis darauf, dass hier Tapire oder Jaguare kreuzen können. Ich kam, ohne dass mir ein solches Tier über den Weg lief, im Funky Dodo Hostel in Hopkins an, wo der deutsche Auswanderer Roy den Kontakt zu einem englischen Automechaniker herstellte. Obwohl Sonntag war, konnte ich gleich vorbeikommen.
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