• Durchs Taygetos Gebirge an die Küste

    31. januar 2025, Grækenland ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach einer wunderbar ruhigen Nacht auf dem Hotelparkplatz werden wir von der Security-Dame gefragt ob alles in Ordnung war. Wenn wir möchten können wir ihr Spa benutzen oder am Frühstücksbuffet teilnehmen. Wir sind beeindruckt von dieser Gastfreundschaft. Da mich wieder eine hartnäckige Erkältung plagt, verzichten wir auf das freundliche Angebot. Sehr schade aber mit einer Rotznase an einem kulinarischen Frühstück teilnehmen und dann nix schmecken ist einfach blöd.
    Stattdessen laufen wir eine Runde durch ein kleinen Ortskern von Mystras, schauen bei einer Ölmühle vorbei und machen uns dann bei bestem Wetter und guter Fernsicht auf und fahren durch das Taygetos- Gebirge zurück an die Küste. Die 65 Kilometer lange Strecke ist wildromantisch, mit tiefen Schluchten, großen Überhängen und einigen Engstellen. Viele Haarnadelkurven tragen uns bergauf auf über 1300 Meter. Eine tolle Berglandschaft, wenig besiedelt, wenig Verkehr und absolut ruhig. Was will man mehr.
    Das Taygetos-Gebirge trennt Lakonien von Messenien; seine Südflanke ist Teil der Landschaft Mani. Höchster Gipfel ist der pyramidenförmige Profetis Ilias mit 2407 m zugleich der höchste Berg der Peleponnes. Stolz trägt er seine Schneehaube und ist weithin sichtbar. 5 Gipfel gehören zu dem Gebirgszug.
    Wir sehen Kalamata im Dunst am Meer liegen, umfahren die Stadt und kommen bald nach Messini, wo es kilometerlange Sandstrände gibt.
    Wir bleiben einige Tage im Sand unter Palmen am Bouca Mati- Beach. Ich kämpfe weiter mit meiner Erkältung.
    Da wir mit dem Allrad auf dem Strand stehen, dachte gestern ein junger Tscheche, dass er das auch kann mit seinem Ford-Kastenwagen. Er hatte noch nicht zu Ende gedacht, da saß er schon fest im Sand. Alle Versuche scheiterten bisher ihn dort herauszuziehen. Auch wir konnten nicht helfen, sein Seil ist mehrfach gerissen. Jetzt kommt wohl ein großer Traktor.
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