• Bonjour la France

    March 13 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Auf engsten Sträßchen juckeln wir durch Südfrankreich. Weiß der Teufel wie wir auf diese Strecke geraten sind. Von den vielen Wohnmobilen, die mit uns auf dem Stellplatz in Port La Novelle losgefahren sind, keine Spur mehr. 🧐
    Gut, dass wir den Tank voll teurem Diesel und in der Boulangerie leckeres Baquette und Croissants gekauft haben. So haben wir wenigstens die wichtigsten Dinge an Bord, sollten wir auf irgendeinem Misthaufen oder in irgendeiner Sackgasse steckenbleiben oder enden. Bin ich froh, dass ich nicht am Steuer unseres Gespanns sitzen muss.
    So manch einer schießt heimlich ein Foto von unserer rollenden Karawane aus Blech, die sich durch die engen Kurven zwängt. Wieder andere starren ungläubig aus dem Fenster, halten den Atem an und schauen uns nach. Daumen hoch für den tollkühnen Fahrer gibt es auch, und ein paar Jungs an einer Ecke mit ihrem Feierabendbier in der Hand vergessen kurz zu trinken. Die Straße schien plötzlich zu klein geworden zu sein für das wuchtige Gefährt, das sich unaufhaltsam vorwärts schiebt.
    Wenn ich mal die Augen aufgemacht habe, sehe ich spannende alte Dörfer, umgeben von dicken Mauern und wuchtigen Bauten aus alter schwerer Zeit, lange Baumalleen und hübsche Marktplätze, die zum Verweilen einladen.
    Auf dieser Strecke legen wir endgültig fest, das wir einen der nächsten Sommer in Frankreich verleben werden.
    Ich beginne schon im Geiste mit der Planung. Wir suchen jeweils in den Regionen passende Stellplätze für unseren Bigfoot mit Anhänger und erkunden von dort die jeweiligen Sehenswürdigkeiten mit dem kleinen Auto.
    Bei schönstem Sonnenschein erreichen wir schließlich wieder den Stellplatz in Chusclan. In der Weinkellerei Maison Sinnae einkaufen, einen extrakalten Rosé auf den Tisch und abgleiten in den Sonnenuntergang. Herrlisch! Das haben wir uns verdient nach diesem Tag.
    Die weitere Fahrt an der Rhone entlang nach Dole verläuft entspannter bei gutem Wetter und guter Laune des Teams an Bord. Abends auf dem großen Parkplatz unterhalb der Kathedrale in Dole dann noch eine wunderbare Überraschung. Wir treffen Mike und Regina aus unserem früheren Wohnmobilclub. Wir erzählen, als hätten wir uns erst gestern verabschiedet. Dabei haben wir uns einige Jahre nicht gesehen. Zu viert schmeckt das Ankommbier nochmal besonders gut.
    Heute Morgen regnet es. Mike schießt dennoch ein Foto von unserer Abfahrt. Eine schöne Erinnerung.
    Am Nachmittag werden wir über Luxemburg in Saarburg ankommen. Das ist sozusagen Tradition und auch hier gibt es Erinnerungen, die wir gerne aufleben lassen.
    Nach dem Wochenende geht’s ins Rheinland nach Hause.
    Somit schließt sich dann der Kreis unserer kurzen Tour in die Sonne Portugals, die sich in diesem Winter leider oft vor uns versteckt hat.
    Dennoch wollen wir den Trip nicht missen.
    Wir haben wieder tolle Menschen getroffen und interessante und spannende Erlebnisse gehabt, die unser Reiseleben bereichern.
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