• Mozarts 38. Station: Loreto

    December 4, 2025 in Italy ⋅ 🌧 11 °C

    Eines schönen Tages im Jahr 1770, als Vater Leopold und Sohn Wolfgang auf ihrer Italienreise in Loreto Station machten, geschah etwas... sagen wir: Unerwartetes.
    Gerade hatten sich die beiden mit einem süßen Gebäck gestärkt – Wolferl mit einem Lächeln auf den Lippen und Puderzucker auf der Nase – als plötzlich ein kräftiger Wind aufkam. "Ein Gewitter?", fragte Leopold. "Ein musikalischer Paukenschlag vom Himmel?", vermutete Wolfgang. Doch was dann am Himmel auftauchte, ließ ihnen fast die Perücken vom Kopf fliegen.
    Zwei entschlossen flatternde Engel, offensichtlich im Dienst der göttlichen Möbelspedition „Cherubim & Co.“, transportierten ein komplettes Steinhaus durch die Lüfte. „Das ist doch das Heilige Haus von Nazareth!“, rief Leopold. „Und ich dachte, nur ich kann fliegende Noten erfinden!“, staunte Wolfgang.
    Einer der Engel schnaufte: „Nächstes Mal nehmen wir die kleinere Kapelle…“ Der andere rief: „Achtung, Turbulenzen über dem Apennin!“
    Die Mozarts verfolgten das Spektakel mit offenen Mündern und hielten sich instinktiv ihre dreiteiligen Westen fest, als ob gleich noch ein Altargemälde über sie hinwegsegeln könnte.
    Als das Haus schließlich elegant neben der Basilika aufsetzte, applaudierte Wolfgang und sagte: „Also wenn das kein göttliches Rubato war – da war ja jede Mauer ein bisschen vor dem Takt!“
    Leopold nickte ernst: „Und ich notiere: Für künftige Kompositionen – zwei Engel, ein Haus, viel Drama. Funktioniert.“
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