• Pamukkale und Troja

    Nov 20–23, 2025 in Turkey ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir wollen Kilometer machen und fahren daher landeinwärts, bis wir irgendwo am Straßenrand auf knapp 1000m übernachten. Hier ist es für uns morgens ungewohnt kalt. Das hatten wir zuletzt nur in Georgien. Aber es ist ja auch schon Mitte November, was man bei den wärmeren Temperaturen irgendwie total vergisst.
    Am nächsten Tag biegen wir Richtung Kalksandstein-Terrassen in Pamukkale ab. Auf den ersten Blick sieht das Naturphänomen aus wie eine Schneelandschaft. Den Kalkstein darf man nur Barfuß betreten, was ein sinnliches Erlebnis auf dem Weg nach oben wird. Die großen natürlichen Terassen sind längst nicht mehr mit Wasser gefüllt, nur noch die künstlich angelegten. Schade. Oben auf dem Plateau, wo einst die griechische Stadt Hierapolis stand, wimmelt es nur so von Touristen. Von der antiken Stadt schauen wir uns nur einen Teil an. Das Areal ist einfach riesig. Dann geht es die wellenförmigen Kalksteinfelsen auch schon wieder hinunter. Im Seitenspiegel sehen wir noch eine zeitlang die weißen Felsen von Pammukale, die in der Landschaft so ungewöhnlich aussehen.
    Die nächste Nacht verbringen wir auf einem Rastplatz im Schutz großer LKWs, bevor es Richtung Izmir geht. Wir wollen das letzte Stück dann doch nochmal an der Küste entlangfahren und werden dafür an einem kurzen Stopp bei Kücükkoy mit wilden Flamingos überrascht. Hier noch welche zu sehen, damit haben wir nicht mehr gerechnet 😊
    Unser letztes Ziel in der Türkei ist Tevfikiye, genauer gesagt die Stadt Troja bzw. deren Überreste. Wir fahren fast 400km und übernachten zwischen großen Kiefern, bevor es am nächsten Tag ins Museum und zu der archäologischen Stätte geht. Am Eingang steht ein großes Holzpferd, das mittlerweile selbst in die Jahre gekommen ist und daher nicht mehr begehbar. Die Überreste der Stadt Troja werden in zehn Zeitspannen zwischen ca. 3000 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr. unterteilt, wobei der Trojanische Krieg schätzungsweise um 1300 v. Chr. stattfand. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Troja archäologisch wiederentdeckt, nachdem die Stelle erstmals bereits in den 1820er Jahren identifiziert wurde.
    Das original Holzpferd aus dem Film Troja steht in Cannakale, direkt an der Meerenge, die die Ägäis mit dem Marmarameer verbindet und Europa von Asien trennt. Das sehen wir jedoch nur im Vorbeifahren, da parken hier für uns leider unmöglich ist.
    So geht es direkt weiter bis über die Cannakale Brücke, bevor wir ein letztes Mal in der Türkei übernachten.
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