• Alle guten Dinge sind...

    Nov 15–19, 2025 in Turkey ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach mittlerweile 12.000 gefahrenen Kilometern wollen wir in Antalya einen Ölwechsel machen lassen. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass uns eine Werkstatt nach der anderen abweist. Zu dem Ölwechsel sollen auch zwei Keilriemen getauscht werden, Öl und Teile haben wir alles dabei, aber trotzdem werden wir weiter geschickt. Irgendwann entdecken wir dann zufällig eine 4x4 Werkstatt für Geländewagen. Also nochmal rein und fragen. Ja klar, kein Problem... bekommen wir zu hören. Damit haben wir gar nicht mehr gerechnet. Es ist mittlerweile viertel nach vier am Samstagnachmittag. Wir sollen direkt vorfahren. Was ein Glück. Bei Çay und heißer Schokolade beobachte ich anschließend wie mal zwei, mal drei, mal vier Mechaniker gleichzeitig an und unter unserem Fahrzeug sind. Das Öl hat nicht ganz gereicht, schnell wurde noch welches besorgt, ebenso ein passender Keilriemen, da unser Ersatz zu klein war. Am Ende sind wir total dankbar, dass alles geklappt hat. Was für ein toller Service! Da es mittlerweile dunkel ist, fahren wir nur noch bis zum städtischen Stellplatz in der Nähe. Nun ist unser Dusty wieder fit für die nächsten 10.000km!
    Am nächsten Tag bekommen wir dann noch Überraschungsbesuch vom Werkstattmeister Semih samt Familie. Wie nett 😊 Von Stellplatznachbarn mit einem Mercedes hören wir, dass auch sie Probleme hatten, eine Werkstatt zu finden und insgesamt sogar bei zehn angefragt haben.
    Anders als geplant bleiben wir drei Nächte in Antalya. In der Stadt hat man gutes Internet und so können wir ein paar Dinge online erledigen. Außerdem gibt es nur ein paar Meter entfernt eine schöne Promenade 😊
    Unweit von Antalya findet man die ewigen Feuer von Chimaera. Das wollen wir uns anschauen. Auf einem Felsplateau im Yanartaş Nationalpark entweichen Erdgase aus Spalten und kleinen Löchern, die schon seit 2.500 Jahren brennen sollen und früher auch den Seefahrern als Orientierung dienten. Man nimmt an, dass Yanartaş der antike Berg Chimaera ist, an dem das olympische Feuer zum ersten Mal entzündet wurde. Der Aufstieg hat es in sich und während Rob oben sichtlich Spaß mit den Flammen hat und einige erloschene nochmal entzündet, werde ich währenddessen von einem Schmusetiger belagert. Außer den Flammen gibt es noch Ruinen eines Tempels und einer alten Kirche zu sehen.
    Nach dem Abstieg verbringen wir die Nacht an der nahegelegenen Bucht im Schatten der ganzen Ausflugsboote, die zu Saisonende an Land geholt wurden.
    Read more