Am Ende Blick ich froh auf mein Leben zurück, wähl alles nochmal genau so, jeden einzelnen Schritt
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  • Day6

    Inkompetenz eines Bahn-Mitarbeiters

    September 5, 2019 in Austria ⋅ ⛅ 15 °C

    Es war ein trüber Tag. Mit dem Zug reiste ich von Stams nach Innsbruck. Ich hatte eine 24 stündige Reise nach Kroatien vor mir. Meine Tour hatte ich im Vorfeld genauestens herausgesucht und nun mussten Sitzplatzreservierungen gebucht werden. Die Geschichte startet deshalb in Innsbruck im ÖBB Reisezentrum. Ich erklärte einem Servicemitarbeiter, dass ich bereits ein Interrail Ticket habe und dass…, weiter kam ich nicht, denn schon ließ er frech verlauten: „und was interessiert mich das?“. Unbeirrt vervollständigte ich, dass ich Sitzplatzreservierungen nach Pula benötige. „Nach Pula fährt hier kein Zug“, sagte er selbstsicher. Ich zeigte Ihm meine Verbindung und bat Ihn doch nochmal genauer zu schauen. Er sagte: „Ahh ja okay, 8,50€ macht die Reservierung!“. Da der Mann den Eindruck machte, nicht wirklich zu wissen was er tat, hakte ich nochmal nach und fragte, ob dabei denn auch alle Züge mit inbegriffen wären. Er zählte die Orte und die Strecke auf. Es war eine völlig andere, als die, die ich Ihm zuvor gezeigt hatte. Schritt für Schritt ging ich mit Ihm nochmal alles gemeinsam durch. „Keine Ahnung, ob diese Reservierung überhaupt möglich ist“, murmelte er, während er irgendetwas auf seinem Bildschirm anklickte. Nach einer gefühlten halben Stunde hatte ich dann doch tatsächlich 4 Sitzplatzreservierungen von 5 Zügen in den Händen. Zum Abschied lachte der Servicemitarbeiter und verabschiedete mich mit den Worten: „Na mal schauen, ob du in Pula ankommen wirst“.Read more

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  • Day3

    Pilgern auf dem Jakobsweg

    September 2, 2019 in Austria ⋅ 🌧 13 °C

    Etappe 8 des Jakobweges in Tirol. Von Innsbruck nach Pfaffenhofen. 31 km. 45.000 Schritte. 2 Mal verlaufen. Blutende Füße. Schwere Beine. Zitternde Knie. Aufgeriebene Hüfte. Schwache Schultern. Durchnässte Kleidung. Schwerer Rucksack. Dreckige Hände. Schweiß. Ein Gedanke: Die Welt ist schön.Read more

    Bele Held

    Bleibe bitte Gesund.

    9/2/19Reply
    HeldvomErdbeerfeld

    Warm duschen. Dehnen. Magnesium und zur Not Schmerztabletten. Mich bringt so schnell nichts aus der Ruhe. 👍🏻😇

    9/2/19Reply
    Jessica Hoppe

    Do it Girl 😆 geil dass du das durchgezogen hast. Ich bin stolz auf dich. PS: Wäre jetzt gerne bei dir 😩🥰

    9/3/19Reply
     
  • Day2

    Mit Sandalen auf den Gipfel

    September 1, 2019 in Austria ⋅ ⛅ 14 °C

    Planlos ging der Tag los. Es wurde Regen und Gewitter vorhergesagt, weshalb ich mich dazu entschied noch einen Tag in Innsbruck zu verweilen. Nach einer kleinen Tour durch die Stadt kam ich zu einem Fluss und las ein Schild mit der Aufschrift: „Nordkette“. Ein Pfeil zeigte die Richtung an, in die ich mich begeben sollte und ich folgte der Anweisung. Schnell wurde klar, dass der Weg nicht für Fußgänger gedacht war. Gezwungenermaßen nahm ich den Bus. Ein Blick auf den Wetterbericht verriet, dass mir noch eine Stunde blieb, bis das Gewitter losgehen sollte. „Da kann man doch noch schnell auf die Spitze des Berges“, dachte ich mir. Der 2300 Meter hohe Hafelekar war mein Ziel. Dank der Nordkettenbahn wurde der Aufstieg zum leichten Spiel. In der Seilbahn angekommen stand ich neben einem Mann, der seiner Frau gerade verächtlich erklärte, dass den Aufstieg in Sandalen nur solche Verrückten, wie die Asiaten machen. Ich schaute auf mein Schuhwerk: Sandalen. Ein wenig mehr Vorbereitung wäre vielleicht doch von Vorteil gewesen. Mein Umfeld wurde von Funktionskleidung und Wanderschuhen überschattet. Zweifel kamen auf. Doch die kleine Stimme im Kopf sagte: „Jetzt erst recht!“.Read more

  • Day1

    Von Dresden nach Innsbruck

    August 31, 2019 in Austria ⋅ ⛅ 24 °C

    5 Uhr morgens klingelte der Wecker. Trotz der 4 Stunden Schlaf, die ich in dieser Nacht gewonnen hatte, fühlte ich mich voller Energie. Die Vorfreude und die Frage was mich wohl erwarten wird gaben mir Kraft. Am Hauptbahnhof in Dresden angekommen füllte ich noch kurz mein Interrail Ticket aus, gab meiner Mutter einen Kuss und schon saß ich in meinem ersten Zug. Ein ICE – viel Beinfreiheit, gepolsterte Kopfstütze, im Allgemeinen sehr komfortabel. Dementsprechend verlief die Fahrt von Dresden nach Erfurt. In Erfurt angekommen erfüllte ich meine gute Tat des Tages. Ich sah wie ein Mädchen am Bahnsteig fluchend ein Teil nach dem anderen aus Ihrem Rucksack nahm. Ihre Flasche war ausgelaufen. Heldenhaft trat ich an sie heran und gab ihr nicht nur eins, nein, sondern gleich zwei Taschentücher! Sie bedankte sich und so kam man ins Gespräch. Keine 5 Minuten später fuhr auch schon der Zug ein. Die zwingend notwendige Platzreservierung erschwerte das Vertiefen der Begegnung und so verlor man sich aus den Augen. Jetzt ging es von Erfurt nach München. Mein Lieblingsonkel erkundigte sich telefonisch nach mir. 5 kostbare Minuten hatten wir, um uns gegenseitig auf den laufenden Stand der Dinge zu bringen. Danach brach das Gespräch ab. Denn das Telefonieren, während man mit dem Zug durch einen Tunnel fährt hört sich meist doch eher wie folgt an: „Hallo?“ „Hallo bist du noch da?“ „Hallo Hallo?“ „Kannst du mich hören??“ „HALLO?“. Also machte ich mich an das Beantworten einiger Nachrichten meiner Liebsten. Ein Lächeln blitzte auf mein Gesicht, als ich all die lieben Reiseglückwünsche las. Und so verging die Zeit. In München wechselte ich wieder den Zug – dieses Mal ein EC. Sitze, die wie Sofas aussahen und daher auch gemütlich waren. Wäre da nicht die eindeutig zu hohe Personenanzahl in dem Zug gewesen. Ich kuschelte mit zwei senilen Damen und schaute aus dem Panoramafenster. Alle warteten gespannt und nach ca. einer halben Stunde hörte man eine Stimme nach der anderen sagen: „Schau mal da, die Berge!“. Das erste Mal erblickte ich die Alpen. Ein Moment, den ich niemals vergessen möchte. Gemeinsam nahmen wir die veränderte Struktur unserer Umgebung voller Glück wahr und so erzählte jeder, wie sehr er die Berge doch liebte und froh ist wieder da zu sein. Die Dame gegenüber meinem Platze sagte: „Schön, wieder Zuhause zu sein“ und ich verstand, was sie meinte. Denn in diesem Augenblick füllten sich meine Augen mit Freudentränen. Eine unkontrollierbare Reaktion auf ein Gefühl, dass sich nicht einmal mit Worten beschreiben lässt. Es ist die Faszination Berge. Und ich trage sie im Herzen.
    Hallo Innsbruck!

    Anmerkung:
    - In München und in Rosenheim trugen tatsächlich die meisten Dirndl und Lederhosen :D Zufall? Ich glaube nicht!
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    Bele Held

    Die Alpen erblicktest du das Erstemal mit 5 Monaten :-)

    8/31/19Reply
    HeldvomErdbeerfeld

    Vielleicht hat es sich ja deshalb wie Zuhause angefühlt 🥰

    8/31/19Reply
     

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