Afrika und mehr

Joined January 2019Living in: Bielefeld, Deutschland
  • Day78

    Name: Eva, Abreise: nie

    April 19 in South Africa ⋅ ⛅ 16 °C

    Von einem anderen Gast habe ich seine Plastikbox für die Aufbewahrung von Lebensmitteln vererbt bekommen und auf dem Namensschild schrieb er Folgendes: Name: Eva, Abreisedatum: Nie

    Dass das nun so eintrifft, glaube ich nicht. Aber grade kann ich mich nicht loseisen. Kapstadt hat mich im Griff. Erst hatte ich ja nur einige Nächte im Hostel gebucht (Once in Cape Town, für die, die es sich mal ansehen wollen), dann habe ich einmal verlängert, zweimal verlängert, dreimal verlängert... mittlerweile bin ich seit mehr als zwei Wochen hier und habe sogar meine Weiterreise nach Uruguay verschoben auf unbekannte Zeit.
    Ich habe mir ein kleines Auto gemietet und cruise nun damit durch die Gegend und fühle mich frei und irgendwie so ein bißchen, als würde ich dazugehören. Klar, bin ich immernoch Touristin, aber trotzdem.
    Auch mit dem Linksverkehr komme ich meistens gut zurecht. Im Stress betätige ich manchmal den Scheibenwischer statt den Blinker oder schalte in den 1. statt 3. Gang. Aber was soll‘s?

    Ich genieße die Zeit hier, den Flair der Stadt. Vom Hostel werden oft kostenfreie Aktivitäten angeboten wie wandern auf den Tafelberg, Stadtführungen oder Sunset vom Signal Hill. Das Hostel wird auch viel von Einheimischen besucht, die die integrierte Bar mögen und gerade jetzt über Ostern ist es hier pickepacke voll. Mittlerweile konnte ich in den 3. Stock umziehen, bin also nicht mehr ganz so mittendrin.

    Tja, und das Hostelleben ist schon manchmal sehr eigen. Ich bin in einem gemischten Vierbettzimmer, also Männlein und Weiblein zusammen im Zimmer. Mal habe ich das Zimmer für mich allein, dann steht plötzlich ein fremder Typ in Boxershorts im Zimmer und man versucht sich durch den üblichen Smalltalk etwas über die komische Situation hinwegzuretten und geflissentlich die Tatsache zu ignorieren, dass ich meine Unterhosen zum trocknen im Zimmer verteilt habe! Es kam auch schon vor, dass ich einen Mitbewohner hatte, den ich nicht einmal gesehen habe! Entweder kam ich spät nachts zurück und er hat geschlafen und war schon aus dem Zimmer, als ich aufstand. Oder eben umgekehrt. Das ging über mehrere Tage so!
    Bisher habe ich keine schlechten oder unangenehmen Überraschungen erlebt. Im Gegenteil, der letzte Nachbar war so penibel, der hat jedes Mal seine Klamotten und Schuhe und sogar seine quitschbunten Socken penibelst nebeneinander gefaltet. Geht also auch so.

    Ich versuche nun hier evtl. einen Workaway Platz oder irgendeine andere Beschäftigung zu finden.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day67

    Ein Bett in der Bar

    April 8 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Spontane Planänderung: statt von Namibia weiter nach Botswana ins Okavango Delta zu reisen, bin ich nach Kapstadt geflogen. Meine Freundin Rebecca aus Deutschland ist zufälligerweise zeitgleich in Südafrika unterwegs und wir haben das Wochenende gemeinsam verbracht.
    Unser Hostel, Once in Cape Town, liegt in einem hippen Viertel, nahe der Long St und der Bree St, wo abends die Feierwütigen unterwegs sind - Also wir 😉

    Ich hatte die günstigste Zimmerkategorie gebucht und einen etwas beschönigt betitelten „Loud & Proud Room“ bekommen. Übersetzt bedeutet das, quasi ein Bett in der Bar zu haben. Ernsthaft, unser Zimmerfenster lag direkt an der Bar, wir konnten den Gästen auf den Teller schauen und gefühlt war man immer mitten drin statt nur dabei. Ob man wollte oder nicht 😊 War mit der Dusche ebenso.

    Ich kam zum sog. First Thirsday an, jeden ersten Donnerstag im Monat dreht Kapstadt auf: freier Eintritt in Galerien und Museen und anschliessend Straßenparty. Ich hatte mich einer gemeinsame Tour vom Hostel angeschlossen. Eigentlich mit der Absicht, mir ein wenig Kultur zuzuführen. Letztlich waren es mehr Gin Tonics als Kunst, die ich mir zugeführt habe. Na gut, eine Galerie war auch dabei.

    Rebecca hatte einen Mietwagen und so haben wir am Samstag noch zwei weitere Mädels eingepackt und sind zum Kap der guten Hoffnung gefahren. Allein schon die Fahrt dorthin ist wunderschön. Das Wetter war top, die Stimmung gut und die Musik passend dazu. Ein gelungener Tag.

    Getoppt werden konnte das also nur durch etwas Besonderes, und was macht man da? Gleitschirmfliegen! Da ich im letzten Sommer selber einen Schnupperkurs gemacht habe, wusste ich einigermaßen, was auf mich zukam. Leider musste ich aber wieder mal festtellen, dass mein Magen bei jeglicher Aktivität, die nicht auf festem Boden stattfindet, sondern auf dem Wasser oder in der Luft, nicht mitmacht. Keine Sorge, der Flug war nicht lang genug, um mich zum kotzen zu bringen. Aber es reichte aus, mir für einige Stunden eine leichte Übelkeit zu verpassen.

    Bei Sonnenuntergang auf dem Tafelberg haben wir den Tag ausklingen lassen.

    Soweit die schönen Seiten von Kapstadt. Unschön ist hier die permanente Bettelei. Wir haben gestern mal gezählt: auf einem Weg von ca 400 m Länge sind wir 7x angebettelt worden. Und die Bettler sind hier ziemlich hartnäckig. In Namibia reichte ein Nein, und sofort ließen sie ab. Hier laufen sie minutenlang neben dir her. Meist drehen sie irgendwann ab, wenn man sie konsequent ignoriert. Aber ich hatte jetzt schon zwei Fälle, in denen sie mir recht aggressiv nahe kamen und ich sie tatsächlich auf offener Straße angeschrien habe. Ich trage hier nun auch meinen Taschenalarm griffbereit mit mir, wenn ich abends unterwegs bin. Trotzdem gefällt es mir hier grad sehr gut und ich überlege, etwas länger zu bleiben. Mal sehen...
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  • Day53

    Lunch mit Elefanten

    March 25 in Namibia ⋅ ☁️ 31 °C

    Regungslos und mucksmäuschenstill sitzen wir in unseren Trucks. Nur wenige Sekunden vorher kam das Kommando „alle ab ins Auto, die Elefanten kommen!“ Wir haben uns zum Lunch ausgebreitet, die einen dösen etwas, andere verdrücken die letzten Bissen ihres Sandwiches. Wir lassen alles stehen und liegen und beeilen uns, ins Auto zu kommen. Alle, bis auf Big Matthias. Der steht seelenruhig neben dem Auto und kaut weiter. Big Matthias ist unser Tracker, also Spurenleser. Er sei eine Legende in Damaraland und begibt sich seit seinem 16. Lebensjahr auf die Spuren der Elefanten. Wie alt er jetzt ist, weiß ich nicht. Dafür wissen wir, dass er 19 Kinder von 18 Frauen hat. Davon eine offizielle Ehefrau und zwei offizielle Freundinnen. Vielehe ist hier durchaus üblich. Big Matthias ist eine imposante Erscheinung. Er spricht kaum und hält sich meist etwas abseits der Gruppe.

    Und kaum sitzen wir, zieht eine kleine Herde Elefanten an unserem Picknickplatz vorbei. Man hört sie nicht, sie bewegen sich trotz ihrer Größe fast geräuschlos. Das Einzige, was zu hören ist, ist das knacken und brechen der Äste und Zweige, die sie auf ihrem Weg zur Wasserstelle mit dem Rüssel abbrechen und fressen. Ehrfürchtig beoabchten wir, wie sie langsam das trockene Flussbett passieren. Nach wenigen Minuten sind sie außer Sicht und wir sind ganz ergriffen von dieser Begegnung.

    Seit drei Tagen befinden wir uns auf der patrol week, dem zweiten Teil des Volunteerprogramms. Das Wochenende haben wir im Base Camp verbracht und einen Tag sind wir nach Uis gefahren in eine Guestlodge, wo wir Pool und Wifi genießen konnten. Zum Abschluss der vorangegangenen building week hatten wir am Samstag noch eine kleine Spezialaufgabe erledigt. In der Nähe des Camps waren in der Nacht Elefanten bei einer kleinen selbstversorger Familie gewesen. Sie haben den Zaun um den Garten plattgepflügt und sich an dem Gemüse gütlich getan und nichts mehr übrig gelassen. Zum Schutz gegen die Elefanten, so erklärt uns Markus, würden wir nun möglichst spitze Steine sammeln und sie mit der Spitze nach oben zu einem Steinteppich um den Garten herum drapieren. Später wird Zement drüber geggossen und alles weiß gestrichen. Scheinbar treten Elefanten nicht gern auf spitze Steine und sie mögen keine hellen Farben.

    Als wir am Montag morgen zu unserer Patrouille aufbrechen, stoßen wir eher zufällig direkt auf zwei Elefantenbullen. Einer von ihnen ist Voertrekker, afrikaans für Pionier. Er ist der älteste und massivste Bulle in der Gegend und quasi der Boss. Wenngleich er ziemlich kurze Stummelbeine und nur noch einen vollständigen Stoßzahn hat. Irgendwas müssen die Damen an ihm finden...

    Die nächsten Tage verbringen wir in unseren beiden Offroadern. Etwa 8 Std fahren wir täglich abseits der Straßen, über holprige Steingründe oder trockene Flussläufe, den Spuren der Elefanten folgend. Nicht immer haben wir Glück und finden sie, einen Tag lang haben wir gar keine gesehen. Aber wenn wir sie finden, kommen wir ihnen recht nah. Abends schlagen wir unser Lager geschützt am Fuße eines großen Felsens auf, die Autos rechts und links und wir schlafen in der Mitte, über uns der klare Sternenhimmel. Wobei, zweimal werden wir nachts vom Regen überrascht und ziehen uns in die Zelte zurück. Und einmal bekommen wir tatsächlich Besuch von einem kleinen Scorpion, der über die Plane krabbelt.

    Nun sitze ich bereits wieder im Flieger Richtung Kapstadt. Ich verlasse Namibia nach knapp sieben Wochen. Am Volunteering hat mir gefallen, dass wir einen klaren Auftrag und ein klares Ziel vor Augen haben. Man hat das Gefühl, etwas beizutragen und etwas da zu lassen. Die Stimmung in der Gruppe war gut und wir haben viel gelacht. Dennoch war ich nach zwei Wochen froh, aus der Hitze, dem Sand, und Staub heraus zu kommen. Mir ging das schon an die Substanz, dass man einfach überhaupt keine Möglichkeit hatte, sich dem für eine Weile zu entziehen. Ich habe jetzt wieder das Bedürfnis nach Zivilisiation und ein wenig Stadtleben.

    Ach so, und auf facebook gibt es auch noch ein paar Bilder: https://www.facebook.com/199242753803/posts/10157296974528804?sfns=mo
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  • Day48

    Steine, Schweiß und sengende Hitze

    March 20 in Namibia ⋅ ⛅ 35 °C

    Wir bauen also eine Mauer. In der sengenden Sonne Namibias.

    Wir haben unser Camp für die nächsten fünf Tage in einigen Hundert Metern Entfernung der Baustelle aufgeschlagen. Ein kleines Küchenzelt, eine Plane auf dem Boden zum Schlafen und ein Dach als Regenschutz. Eigentlich ist nämlich grade Regenzeit, aber es hat schon seit sieben Jahren nicht mehr richtig geregnet. Und es ist so heiß, dass direkt die erste unter uns kurz zusammenklappt. Man ermahnt uns immer wieder, mind. 4 bis 5 Liter Wasser und so ein Rehydrationzeug zu trinken.

    Mit dem Spaten gräbt Markus einen Biomüll aus, eine Feuerstelle und ein Loch für den Toiletteneimer. Eigentlich ist es eine Metallröhre, die zu beiden enden offen ist. Oben wird ein Toilettensitz montiert (wir wollen ja nicht komplett auf Komfort verzichten) und drum herum eine Zeltwand gespannt. Alles, was unten reinfällt, wird am Ende der Woche dort bleiben und Mutter Natur zurückgeführt. Fertig. Finden die Fliegen auch total toll!

    Aber wir sind ja auch nicht zum Spaß sondern zum arbeiten hier. Und die beginnt morgens um 7.30 Uhr mit Steine und Sand sammeln - in Fachkreisen sehr bald als rock run oder sand run bekannt - schließlich brauchen wir erstmal Baumaterial. Also ab in den Pickup, ein paar Kilometer fahren, bis wir große Steine am Straßenrand entdecken und den Hänger voll laden. Dabei entpuppt sich unsere junge Schweizerin Fabienne als wahres Kraftpaket. Während ich unter der Last keuche und schwitze, wirft sie die Brocken mit einer Leichtigkeit durch die Gegend, die man ihrem schmalen Figürchen nicht zugetraut hätte. Wie sie uns später erzählt, arbeitet sie zuhause aus Umzugshelferin.

    Zurück an der Baustelle wollen die Steinchen ja auch wieder runter vom Hänger. Mit dem Sand, den wir aus einem trockenen Flussbett in der Umgebung schaufeln, geht zumindest das Abladen leichter. Hänger kippen, runter rieseln lassen. Haben wir genug Steine und Sand beisammen, geht es ans Zement mixen. Mit dem Spaten in der Schubkarre. Sand und Zement im Verhältnis 2:1 und dann Wasser „nach Gefühl“ dazu und alles kräftig mixen. Es ist die mit Abstand frustierendste Arbeit, weil es sehr anstrengend ist und die Karre nach gefühlten fünf Minuten sofort wieder leer und man wieder mixen muss. Aber es herrscht eine gute Stimmung im Team und wir kommen gut voran.

    Mittags zwischen 12 und 15 Uhr ziehen wir uns ins Camp zurück, es gibt Sandwiches und wir suchen nach der besten Strategie, der Sonne zu entfliehen. Es ist jedoch gleich, wo man sich aufhält, jede Oberfläche, die man mit dem Körper berührt, wird vollgeschwitzt. Selbst im Liegen rinnt mir der Schwieß die Kniekehlen runter. Und so fühlt sich jeder von uns bald eingelegt in eine Schicht aus Sonnencreme, Sand, Zement und Schweiß. Wir rubbeln uns mit unseren Feuchttüchern ab, aber nach dem zweiten Tag kommen auch sie nicht mehr dagegen an. Das mitgebrachte Wasser in den Tanks auf den Autodächern dürfen wir nur zum Trinken, Kochen und Zähneputzen verwenden. Aber manchmal, wenn niemand hinsieht, spritze ich mir ein paar Hände ins Gesicht.

    Unsere zweite Schicht geht meist bis 17 Uhr. Dann geht es zurück ins Camp, das Duty Team beginnt mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Und das kann sich sehen lassen. In den ganzen zwei Wochen haben wir jeden Abend ein neues Gericht, und alles in gusseisernen Töpfen überm Feuer zubereitet. Wir sehen die Sonne glutrot hinterm Camp untergehen. Sobald es dunkel wird, holen wir unsere Stirnlampen raus. Brauchen wir jedoch fast gar nicht, denn der Mond ist so hell, dass er richtige Schatten wirft! Und der Sternenhimmel ist beeindruckend, die Milchstraße ist quasi unser ständiger Begleiter.

    So pendelt sich der Tagesablauf ein und unsere Mauer wächst Stück für Stück in die Höhe. Schon bald fangen wir an, die einzelnen Aufgaben taktsich zu bewerten. Fahre ich mit auf den rock run, um im Auto sitzen und wenigstens für ein paar Minuten kühlenden Fahrtwind im Gesicht zu spüren? Oder sammel ich lieber auf dem Boden sitzend kleine Steine in einen Eimer, mit denen die Mauer gefüllt werden?
    Handyempfang haben wir ja schon seit der Abfahrt aus Swakop nicht mehr. Seltsamerweise sind wir uns alle einig, dass wir es nicht vermissen und finden es sogar alle ganz schön, das Handy einfach mal auszulassen.

    Wo es für mich mich persönlich dann neben der körperlichen auch zur mentalen Anstrengung wurde, war der Zeitpunkt als all unser Kühleis in der Kühlbox geschmolzen war und es keine Möglichkeit mehr gab, sein Wasser zu kühlen. Ab da war es einfach nur noch heiß und gefühlt kein Entkommen. Wenn man dann nur noch warmes Wasser hat, wird es echt hart. Nun schmeckt so ein abgestandedes Kanisterwasser aus dem Gartenschlauch auch nicht grade wie ein Selters...
    vielleicht hat uns das dazu angetrieben, noch mehr ranzuklotzen: die Aussicht auf kalte Getränke, sobald wir dort wegkommen. Denn was soll ich sagen, wir haben unsere Mauer einen Tag früher als geplant fertig gestellt.

    Zurück im Base Camp wartete die ( im wahrsten Sinne) heiß ersehnte Dusche und die Aussicht auf die folgende Woche, in der wir uns auf die Spuren der Elefanten begeben würden.
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  • Day46

    Wir bauen eine Mauer

    March 18 in Namibia ⋅ ☁️ 30 °C

    Erste Woche im Volunteerprojekt: Das Base Camp

    Donald Trump, komm nach Namibia! Hier werden ganz viele Mauern gebaut! Erst letzte Woche war ich an der Fertigstellung einer solchen beteiligt. Aber von vorne.

    Ich war mit EHRA - Elephant Humans Relation Aid - zwei Wochen im namibischen Busch. Ausnahmesituation. Kein Strom, kein fließend Wasser, keine Dusche und eine, sagen wir mal „Naturtoilette“. Bei knapp unter vierzieg Grad im Schatten. Wir waren eine bunte Gruppe von elf Leuten zwischen 18 und 62 Jahren alt, aus der Schweiz, USA, UK, Deutschland und Südafrika.

    Etwa fünf Stunden Fahrt von Swakopmund in Richtung Norden liegt das Basecamp von EHRA. Ausschließlich aus Holz und Stein errichtet zwsichen hohen rotbraunen Felswänden oberhalb eines Flussbettes, das allerdings so gut wie nie Wasser führt.
    Unser Schlafplatz war eine Holzplattform in etwa drei Metern Höhe eines Baumes. Jeder erhielt eine rollbare Matratze für die kommenden zwei Wochen. Die waren allerdings ziemlich dünn, habe mir daher noch eine zweite geben lassen - Prinzessin auf der Erbse halt...
    Im Camp gab es lehmgemauerte Duschen, über Wassertanks gespeist und zwei lehmgemauerte selbstkompostierbare Toiletten, heißt ohne Spülung. Eine kleine Küchenzeile mit Gaskocher und Spüle. In der Mitte eine Feuerstelle und einen überdachten Essplatz. Alles größtenteils erbaut von Fabio, einem von namibischen Eltern adoptierten Italiener, der in England ein Tattoostudio betrieben hat, bevor er zurück nach Namibia kam.

    Außer uns elf Volontären waren noch einige EHRA-Mitarbeiter vor Ort. Die beiden Praktikantinnen Alice und Anna, unser Guide Markus sowie Andreas, Philipp, und Adolf (bis auf Alice alle schwarz). Hat sich scheinbar noch nicht bis hier herumgesprochen, dass dieser deutsche Name seit längerem nicht mehr so en Vogue ist.

    Ich war gleich am ersten Tag im Duty Team eingeteilt, also kochen, abspülen, morgens Kaffee und Tee kochen und den noch schlafenden Kollegen an die Rollmatratze bringen. Zum Frühstück gab es jeden Morgen Porridge im Eisentopf überm Feuer gekocht. Wahlweise aufgepimpt mit etwas Erdnussbutter, Zucker oder Sirup. Schmeckte recht gut, trotzdem musste ich ihn mir nach ein paar Tagen dann doch etwas reinzwingen. Nach einer Nacht im Camp packten wir einen Minibus und einen Allrad mit Hänger mit allem, was wir für die kommenden 5 Tage benötigen würden um uns zu verpflegen und brachen auf, um eine Mauer zu bauen.

    Warum eine Mauer? Es gibt in diesem Landstrich Namibias immer wieder Konflikte zwischen Einheimischen und den frei lebenden Wüsten-Elefanten. Auf der Suche nach Wasser passiert es oft, dass die Elefanten Wassertanks und Pumpen zerstören, die die einzige Wasserversorgung für die Einheimischen darstellen. Das Konzept des Mauerbaus sieht vor, die Tanks und Pumpen zu schützen, den Elefanten aber nicht den Zugang zum Wasser zu verwehren, denn auch für sie sind diese Quellen überlebenswichtig.

    Mit Zement, Schubkarren und, Schaufeln bewaffnet steurten wir also unsere Baustelle in der Nähe von Fransfontein an.
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  • Day43

    In der Wüste ist es kalt!

    March 15 in Namibia ⋅ ☀️ 18 °C

    Ich friere! In Afrika! Und dabei bin ich doch am Rande der Namib-Wüste!

    Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich hätte stutzig werden können, als ich auf der Fahrt zu meiner Unterkunft eine Reiterin in Langarmshirt und Weste beobachte. Schüttel aber nur innerlich den Kopf, wie man sich bloß bei den Temperaturen so dick anziehen kann.
    Ich werde schnell eines Besseren belehrt. In Walvis Bay an der Küste liegen die Durchschnittstemperaturen lediglich zwischen 13 und 19 Grad. Hört sich erstmal nicht wenig an, aber begleitet wird das durch einen starken kalten Wind von der See her kommend. Dieser bringt auch meist Wolken mit und sorgt für graues, diesiges Wetter, was die Trostlosigkeit noch untermalt. Das erste Mal seit sechs Wochen krame ich Pulli und Schal aus den Untiefen meines Koffers hervor.
    Im Hostel empfängt mich ein brummiger älterere Herr. Ich teile mir das Vier-Bett-Zimmer mit einer Portugisien. Neben uns wohnt noch ein Inder, der im Hafen arbeitet. Wir drei sind die einzigen Gäste.

    Überhaupt ist Walvis Bay eine trostlose, durch die umliegenden Minen geprägte Industriestadt. Ich bin enttäuscht, hatte mir erhofft, mal wieder nett durch ein Städtchen bummeln zu können, aber das kann ich hier vergessen. Nun gut, ich organisiere mir für den nächsten morgen einen Fahrer, der mich zur Düne 7 bringen wird, laut namibischen Angaben mit 383 Metern die höchste Düne der Welt. Diese Aussage ist aber umstritten. Abends esse ich zum ersten Mal alleine in einem Restaurant zu abend und laufe (!) bei Dunkelheit (!!) den Weg nach Hause zurück. Ein kleines Stück Freiheit.

    Peter, mein Fahrer, ist ein dickbäuchiger Rentner, der vor drei Jahren aus Windhoek an die Küste gezogen ist. Er bringt mich zur Düne und wartet auf mich, während ich mich daran mache, die Sandmassen zu besteigen. Der Aufstieg ist mühsam, bei jedem Schritt versinkt man tief im Sand, es ist steil und ich muss mehrmals eine Pause einlegen, um wieder Luft zu holen. Außer mir ist nur noch eine Schulklasse in weiter Entfernung da und so habe ich nach geschafftem Aufstieg die Aussicht ganz für mich allein.

    Leider ist somit aber auch niemand da, der mal ein Foto von mir machen könnte und so muss ich kreativ werden. Ich baue aus meinem Rucksack und meiner Jacke ein kleines Podest, rechne mir ungefähr aus, wo die Kamera hinschaut, stelle den Selbstauslöser ein und renne dann hektisch die Düne rauf und runter. Die ersten Male ist nur ein Bein oder mein Kopf zu sehen, aber ein paar Bilder sind dann doch dabei raus gekommen. Nur war ich dann so durchgeschwitzt und sandig, dass ich mich lieber mit dem Rücken zur Kamera positioniert habe...

    Nachmittags mache ich noch einen Spaziergang durch die Lagune, um die Flamingos zu sehen. Ich beschließe, nicht in Walvis Bay zu bleiben sondern ins benachbarte Swakopmund zu fahren. Dort startet am Montag der Elephanttrail und laut Reiseführer sowie den Aussagen der Einheimischen ist es die bessere Alternative. Und so bin ich nun in Swakopmund im Hostel und nicht mehr allein! Hier ist wieder Leben in der Bude und ich treffe andere Reisende. Unter anderem Richard und Wolfgang, zwei Herren im frühen Rentenalter, die seit vier Monaten mit dem Motorrad durch Afrika fahren. Die beiden sind in ulkiges Gespann und können viele Geschichten erzählen.

    Am Montag starte ich dann mit einer Gruppe von Freiwilligen zu dem zweiwöchigen Elefantenprojekt. Wir sind so freiwillig, wir zahlen sogar noch unsere eigene Arbeit 😉 Für etwa 1.000 Euro dürfen wir in der ersten Woche Mauern um Wasserbrunnen der Einheimischen bauen, um sie vor Zerstörung durch Elefanten zu schützen. In der zweiten Woche - der Tracking Woche - begeben wir uns dann auf die Spuren der Wüstenelefanten, folgen ihnen auf ihren Routen und sammeln Daten.
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  • Day38

    Ein ehrliches Stimmungsbild

    March 10 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

    Ich schreibe diesen Blog, um euch an meinen Erlebnissen auf meiner Reise teilhaben zu lassen. Und natürlich berichte ich eher über die spannenden, aufregenden und lustigen Dinge. Ich will aber nicht so tun, als wäre alles immer nur toll.

    In der Gesamtsicht ist es hier auf der Farm schon ganz gut. Ich sage „ganz gut“ und nicht supertoll, klasse, einmalig o.ä. Unsere Gastgeber sind sehr locker, wir haben hier quasi alle Freiheiten, teilen uns die Arbeit mit den Pferden selber ein und haben völlig freihe Hand. Manchmal stößt mir das allerdings auch etwas komisch auf. Denn andererseits hat sich keiner dafür interessiert, ob und wie gut wir überhaupt reiten können, und wie wir mit den Pferden arbeiten. Das ist scheinbar egal. Die Weitergabe von Informationen und die Kommunikation seitens unserer Gastgeber mit uns empfinde ich ebenfalls als unzureichend.
    Sie erzählen uns so gut wie nichts. Wir erfahren erst, dass sie das Wochenende wegfahren, als sie ins Auto steigen, keine Info wann sie wiederkommen. Wir erfahren nicht, dass wir mittags zum Lunch wegfahren, bis quasi die Abfahrt ansteht. Margo ist heute geflogen und sie haben sich nicht von ihr verabschiedet und auch die Fahrt zum Flughafen war nicht organisiert. Wir fahren in die Stadt und erfahren nur durch Zufall, als wir bereits auf dem Weg dorthin sind, dass wir eine neue Volontärin abholen. Wir sitzen also im Auto und nichtmal da informiert man uns, wo wir hinfahren.

    Bei meiner Anreise gab es ein kurzes Händeschütteln. Dann wurde ich mir selbst überlassen. Unterhaltungen kommen äußerst selten zustande. Sie fragen nichts über uns, erzählen aber auch nichts über sich. Wenn ich mal versuche, zb mit Loise ein Gespräch anzufangen, antwortet sie nur einsilbig und stellt auch keine weiteren Fragen. Die Gespräche untereinander finden auf Afrikaans statt, sodass wir am Mittags- oder Abendbrottsich meist schweigend daneben sitzen. Heute nach ihrer Rückkehr fragte ich Callie, wie denn die Feier war, ich bekam nur ein „nice“.

    Und dann war da noch der Streit mit Margo. Wir sind allein von der Persönlichkeit her so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Es gab immer wieder mal Situationen, in denen wir ein wenig aneinander geraten sind und neulich eskalierte das in einen handfesten Krach. Das hat mich sehr belastet und dazu geführt, dass ich mich zeitweise nicht sehr wohl gefühlt habe. In der letzten Woche sind wir uns hauptsächlich aus dem Weg gegangen. Das hat meine Erwartungen an diese Workaway Erfahrung etwas enttäuscht. Ich war mit der Einstellung hergekommen, dass wir uns schon alle gut verstehen würden, schließlich haben wir eniges gemeinsam. Wir reisen als Frauen alleine, teilen ein gemeinsames Hobby. Das sollte eigentlich eine gute Grundlage sein. Dass es anders gekommen ist, trübt meine Zeit hier etwas. Margo ist zum Glück heute abgereist. Gestern wäre es fast nochmal zu einer weiteren Auseinandersetzung gekommen.

    Ich vermisse außerdem dieses Gefühl, dass ich genau hier gerade sein will und genau das tun wil, was ich gerade tue. Ich vermisse die Begeisterung. Ja, es ist schön hier aber ich fühle mich irgednwie so gleichgültig. Ich habe das schon anders erlebt. Wenn ich einen Reiseführer in die Hand nahm, hab ich einen Drang verspürt, all das sehen zu wollen, jede neue Seite brachte noch mehr mögliche Ziele zutage. Und jetzt?
    jetzt ist es eher so naja, kann man, muss man aber nicht. Ich weiß nicht, warum das so ist. Es ist, als hätte es seinen Reiz verloren. Und das macht mich ein wenig unsicher. Weil ich nicht weiß, woher diese Gefühle kommen bzw die anderen, die ich erwartet hatte, nicht da sind.

    Am 14. März geht es erstmal weiter, dann fliege ich nach Walvis Bay, bleibe dort zwei, drei Tage und ab dem 18. März gehe ich für zwei Wochen mit einer Organisation auf einen Treck, die zum einen Daten über die Wüstenelefanten sammelt und zum anderen Wasserstellen der Einheimischen durch das Errichten von Mauern vor der Zerstörung durch die Elefanten schützt: http://www.desertelephant.org/

    Ich halte also zunächst an meinen Plänen fest, werde aber beobachten, wie es mir dabei so geht und wenn sich nichts ändert, muss ich halt überlegen, was das für mich bedeutet.

    Die Bilder sind gestern bei einem gemütlichen Ausritt entstanden. Ohne Sattel, da tat mir das Steißbein hinterher weh!
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  • Day37

    Es ist Schlachtfest

    March 9 in Namibia ⋅ ⛅ 28 °C

    Seit dem späten Nachmittag legt sich ein durchdringender, blutiger Geruch über das Haus und den Garten. Ich kann ihn zunächst nicht zuordnen, es passiert ab und an, dass es faulig riecht hier. Aber nicht so langanhaltend und intensiv.
    Mir wird klar, woher der Gestank kommt, als ich den Arbeitsraum betrete: es ist ein Gemisch aus rohem Fleisch, Blut, Gedärmen und Knochen.
    Der am Vortag geschossene Bulle plus eine geschossene Oryxantilope werden gerade in ihre Einzelteile zerlegt.
    Der Raum hat sich in eine hauseigene Schlachterei verwandelt. Auf dem Tisch in der Mitte steht ein Fleischwolf, den Franco und Gerard bedienen. Franco dreht das Fleisch durch die Mühle, Gerard zieht den Darm auf und formt die Würste, die in eine große Kiste fallen. Loïse sortiert etwas, das wie meterlange dünne weiße Fäden aussieht - der Darm für die Würste. Callie steht am Waschbecken, friemelt mit seinen kräftigen Fingern eine Öffnung und pustet Luft in den Darm, um ihn anschließend mit Wasser auszuspülen. Das macht ihn wieder weich und für die Wurstproduktion verwendbar.

    Die Frauen packen kiloweise Gehacktes in Plastikbeutel, alles wird später eingefroren. Die Kinder spielen nebenan, Die Hunde treiben sich herum, in der Hoffnung, dass für sie etwas abfällt. Auf dem Boden verteilen sich Fleischrrste, in den Kisten schwimmen Fett, Blut und Flesichbröckchen. Es ist faszinierend und abstoßend zugleich.

    Die Nachbarn haben sich eingefunden, es fließt natürlich der Alkohol und es wird eine regelrechte Fleischparty gefeiert. Anders, so sagt Loïse, wäre es auch nicht so gut auszuhalten. Ich schaue mir das Treiben zunächst mit ein wenig Abstand an, und esse dabei mit Käse und Gurke belegtes Toast - kein Flesich.

    Kurze Zeit später werden aus den Würsten große Schnecken gerollt und man bittet uns um Hilfe. Es kostet mich ein wenig Überwindung und ich ziehe mir zuerst Schuuhe an, bevor ich mich dazu geselle. Wir rollen die meterlangen Wurstschläuche zu Schnecken auf, schneiden sie ab und verpacken sie ebenfalls zum Einfrieren in Tüten. Aber länger als ne halbe Stunde halte ich nicht durch. Ich fühl mich etwas eklig, weil überall dieser blutige Saft klebt und schon der Geruch so unangenehm ist. Der Bulle alleine würde ja wahrscheinlich noch gut schmecken, aber es muss dieses Oryx sein, dass so einen strengen schafsähnlichen Geschmack hat. Ich probiere ein bißchen von der gegrillten Wurst und stelle fest, dass ich es überhaupt nicht mag.

    Trotz allen Ekels finde ich es gut, was hier passiert. Wer kann schon selber sein eigenes Fleisch und seine eigene Wurst produzieren? Frischer und natürlicher geht es nicht. Und die Leute wachsen hier damit auf, für sie ist es völlig normal. Für uns ist es nur so seltsam, weil uns Flesich nur noch als sauber abgepacktes Brustfilet in der Kühltruhe begegnet. Die ganze Drecksarbeit kriegen wir ja gar nicht mit. Hier wird alles verwertet. Schmeckt mir zwar nicht, aber das Prinzip finde ich gut. Übrigens habe ich neulich dann doch das Lebepäckchen in Magenfett probiert - bäääh!
    Konsistenz geht ja noch, aber der Gechmack... Ich bin allerdings die Einzige, der es hier so geht. Bis auf Clara, die neue Volontärin, sie ist Vegetarierien...
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  • Day35

    Flaschenkind

    March 7 in Namibia ⋅ ⛅ 26 °C

    Cathrin ist jetzt etwa einen Tag alt, sie hat lange braune Wimpern, und Beinchen dünn wie Streichhölzer, auf denen sie kaum allein stehen kann. Seit heute bin ich ihre Teilzeitziehmama. Cathrin ist ein kleines Kälbchen. Die Kleine wurde zu früh geboren und ist zu schwach, um selber aufzustehen und zu trinken. Jetzt wohnt sie beim Nachbarn im Wohnzimmer, wird von den Hunden adoptiert und von uns abwechselnd alle zwei Stunden mit der Flasche gefüttert.

    Dazu hält man erst mit den Fingern das Mäulchen auf und schiebt den Nuckel rein, hält die Schnauze zu und dann trinkt sie meist von allein. Sie ist noch so zart und nur Haut und Knochen, die Haut wirft Falten, weil noch nix dran ist an dem Tier. Wenn sie muht, hört sich das eher wie das Meckern einer Ziege an. Als ich sie heute morgen gefüttert habe, wollte sie aufstehen, dazu muss man sie noch stützen, denn die Beine sind viel zu schwach und auch die Hufe sind noch so weich und werden erst in den nächsten Tagen hart werden.
    Jedenfalls hat sie dann genüsslich in ihr Bettchen gepinkelt, während ich sie abgestützt hab 😂 und nachmittags hat sie mir dann sogar auf meine Klamotten geschissen... nicht sehr fein von ihr, aber immerhin funktioniert die Verdauung. Hansi, einer der Hunde, kümmerte sich auch auch sofort hingebungsvoll darum, die Sauerei direkt am Ausgangsort aufzulecken. Alles Natur, aber echt eklig.

    Leben und Tod sind hier nah beeinander. Während wir tagsüber das Kälbchen aufpäppeln, schießen die Männer abends eine Kuh auf der Wiese nahe des Hauses. Sie hat immer Ärger gemacht, indem sie die Zäune ramponiert hat und war nun seit drei Monaten das erste Mal wieder in der Nähe aufgetaucht. Sie haben sie mit einem gezielten Schuss aus etwa 200 Meter Entfernung zwischen die Augen erlegt. Anschließend sind wir alle mit den Hunden im Schlepptau zu der toten Kuh gelaufen. Mit einem Messer schnitten sie ihr die Kehle auf, damit sie ausblutet. Wenn man das nicht macht, wird das Fleisch ranzig. Die Hunde waren jedenfalls völlig aus dem Häuschen, einer der Staffords verbiss sich noch in die Nase der bereits toten Kuh und begann den Kopf wie wild zu schütteln. Tötungsinstinkt. Dann machten sie sich gierig über das auslaufende Blut her. Ich habe die Kuh noch angefasst. Demnächst wird sie wohl auf unseren Tellern liegen.
    Ich denke, es gibt kaum eine bessere Art, ein Nutztier zu halten und zu schlachten. Bis zum Moment seines Todes hat es auf den weiten Wiesen gelebt, musste keinen Transport und kein Schlachthaus erleben. Auch wenn das Erlebnis gewöhnungsbedürftig ist, es stellt die Verbindung zu unserer Nahrung hier her.
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    Update einen Tag später: das Kälbchen hat es leider nicht geschafft... ist letzte Nacht gestorben.
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