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  • Day15

    Hontanas.

    September 14, 2017 in Spain ⋅ 🌬 13 °C

    Der Abschied von Loriano und Shay war schwer, und so war es auch unser Tag. Seit heute Wandern wir durch die Meseta, eine endlos große Fläche voll mit nichts. Ab und zu ein Hügel oder ein paar abgeerntete Felder,sonst nichts. Unser Weg zog sich immer weiter. Mit uns hatte wir die Kette von Loriano, die wir nach Santiago tragen sollten, aber nachdem wir einen recht steilen Berg mit einem riesigen Kreuz darauf entdeckt hatten, wussten wir, dort gehört es hin. Also machten wir uns daran den Berg abseits aller Pfade zu erklimmen. Nach unserer Pflichterfüllung fühlten wir uns schon deutlich besser und machten uns auf nach Hontanas. Bereits 32km hinter uns gebracht, dachte wir wir wären dann bald mal da, aber da war weit und breit nichts. Leere bis zum Horizont. Kurz vor der Verzweiflung tauchte das Kaff dann doch endlich auf. Es hatte sich die ganze Zeit in einem kleinen Tal versteckt. Dreckskaff.
    Dinner gab es später "Donativo" in einem kleinen Restaurant. Eine riesige Paella, Wein,salat, und Nachtisch. Gezahlt hat man nur so viel wie man wollte. Und dann erzählte uns der Inhaber seine Geschichte und den Grund für sein großherziges Unternehmen. Er erzählte von seinem früheren Leben,seinem Camino und wie im der Stress im Job alles zu viel würde,er kündigte und seine eigene Albergue aufmachte. Er erzählte davon wie er seine Frau kennen lernte und von der Geschichte der Paella und seinem Traum von einem friedlichen Miteinander.
    Zu Tränen gerührt würde der restliche Abend bei viel Wein und tiefsinnigen Gesprächen, Arm in Arm ausklingen gelassen.
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