• Felix Thebud
  • Felix Thebud

Polen by Bike 2026

Nach dem Abenteuer ist vor dem Abenteuer 😃 Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    26. Juli 2026
  • Erster Tag, die ersten 116km

    26. Juli in Polen ⋅ ☁️ 30 °C

    Ich habe es etwas unterschätzt, nachts um 3 aufzustehen, dann Stundenlang FlixBus zu fahren, kaum zu schlafen und dann Nachmittag 15:00 noch 116km schruppen… Aber ich hab’s geschafft, war in einem See in Opole baden und bin dann die letzten Minuten im Dunkeln zu meinem Schlafspot geradelt. Done and dusted 😴Weiterlesen

  • Tag zwei - einfacher als erwartet

    27. Juli in Polen ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich habe mir die Tagestouren vorab geplant und heute sollten es stolze 163km werden. Gestern Abend dachte ich noch, das schaffe ich nicht. Aber nach einem Kaffee und einem Müsli saß ich um 8 im Sattel und kam erstaunlich gut voran… bis zum ersten Regen um 10:00 🌧️ aber auch der ging vorbei… bis 14:00 da kam der nächste 🌧️😅 als der dann auch rum war, kam die Sonne raus und es fuhr sich gleich viel leichter 😊 die letzten 50km ging es zum Glück kaum Berg auf und ich konnte einen entspannten und gut ausgebauten Radweg entlang der Weichsel fahren.Weiterlesen

  • Nie wieder.

    27. Juli in Polen ⋅ ☀️ 22 °C

    Schon im Vorfeld habe ich geschaut, was so alles entlang meiner Route liegt. Unter anderem Auschwitz Birkenau. Für einen Museumsbesuch war keine Zeit, aber das Gelände von Auschwitz II Birkenau ist zumindest von außen zugänglich.
    Hätte ich es nicht gewusst, es lässt sich nicht erahnen, die Gegend ist wie überall anders auch und plötzlich hinter einem Random Vorgarten taucht dieses riesige Areal auf.
    Sehr beeindruckend, denkwürdig, ehrfürchtig und gleichzeitig von einer bedrückenden Stille umgeben. Abgesehen von den 100en Besuchern.
    Dieser krasser Kontrast zwischen der friedlichen Vorgartenidylle und der schieren Masse an Geschichte an diesem Ort bleibt im Kopf hängen.
    Ein kurzer, aber extrem prägender Halt.
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  • Noch so ein schöner Schlafspot

    27.–28. Juli in Polen ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach Birkenau ging es noch etwa 20 km die Weichsel entlang. Ein sehr schönes Naturschutzgebiet. Diese Hütten, wo ich mich nachts einquartiere, habe ich versucht vorher zu finden. Bisher hat es ganz gut geklappt. Irgendwann habe ich rausgefunden, dass ich nach „Miejsce odpoczynku“ suchen muss. Das heißt so viel wie Rastplatz. Hier in diesem See habe ich mir dann noch ein no-Chicken-Curry gekocht und bin dann gut eingeschlafen.Weiterlesen

  • Weiter entlang der Weichsel

    28. Juli in Polen ⋅ ⛅ 17 °C

    Wieder so gegen 8:15 saß ich im Sattel 🚴‍♂️
    Nochmal etwa 50 km die Weichsel entlang und zum Glück immer noch Rückenwind 💨🥳
    Ohne den Rückenwind hätte ich wohl auch den zweiten Tag nicht so easy hinter mich gebracht. Nach einer witzigen kleinen Fahrt mit der Fähre und einem kurzen schauen an einer Wildwasser Rafting Anlage, war ich dann gegen elf in Krakau.Weiterlesen

  • Krakau - Piroggen - Polizei

    28. Juli in Polen ⋅ ⛅ 20 °C

    Nächste Großstadt. Diesmal Krakau. Noch mehr Menschen, noch mehr Touristen. Ich hab ein kleines Lokal gefunden und sehr lecker Piroggen gegessen. Dann schnell wieder raus aus der Stadt, aber erstmal Stop 🛑 Polizei 👮‍♂️…
    Bin ich durch einen kleinen Park geradelt und der war nur für Fußgänger ausgeschrieben… der Polizist nahm das Vergehen auch sehr ernst, hat sich alles notiert und wollte sogar wissen wie meine Eltern heißen… ich war auch nicht der einzige Radfahrer. Kurz nach mir wurde gleich noch eine Frau angehalten… 50 Zloty später durfte ich weiter fahren 😅
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  • Tag 3 - Polnisches Hinterland

    28. Juli in Polen ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Kilometer fliegen nur so dahin. Aus online Erfahrungsberichten von anderen Rad-Reisenden, weiß ich, dass der dritte Tag meist der härteste sei. Was soll ich sagen… Sie haben recht. Der Nachmittag war ganz schön zäh. Also einfach mehrere kleine Pausen, immer wieder was snacken und Kilometer für Kilometer strampeln…Weiterlesen

  • Campingplatz Idylle

    28.–29. Juli in Polen ⋅ ☀️ 19 °C

    Ich habe bisher versucht, meine Schlafplätze immer in der Nähe eines Gewässer zu suchen, so dass ich mich abends nach dem verschwitzten Tag noch waschen kann. Hier in der Nähe gab es nichts passendes, dafür aber einen Campingplatz direkt am See und das war es mir nach dem dritten Tag auch wert. Die warme Dusche war schon sehr wohltuend. Außerdem konnte ich ein wenig Wäsche waschen und meinen Schlauch flicken, da ich mir am Nachmittag irgendwo einen Dorn eingefahren hab. Dann haben wir meine Zeltplatz Nachbarn noch ein paar frisch gegrillte Chicken Wings geschenkt, da war die Welt wieder in Ordnung. Gute Nacht 🌙Weiterlesen

  • Tag 4 - Höhenmeter sind die schwersten Meter

    29. Juli in Polen ⋅ ⛅ 25 °C

    Ohne dass ich es vorher wusste erklomm ich heute den Gipfel des Heiligkreuzgebirge im Swietokrzyski National Park. Sind zwar nur 570m über dem Meeresspiegel, aber auch die haben sich ganz schön gezogen. Insgesamt waren es heute 1200 Höhenmeter. Geht eigentlich noch, aber… Am Nachmittag ging’s dann durch ein Waldgebiet über 500 Jahre altes Kopfsteinpflaster im Sand, was quasi gar nicht befahrbar war und ich nur im Schneckentempo voran kam…8 km lang… Ich dachte, ich bin im falschen Film.
    Als mich der Komoot dann danach auch noch in einen sandigen Waldweg schicken wollte musste ich die Routenplanung ein wenig ändern. Irgendwann bin ich dann angekommen in Radom. Etappenziel für heute geschafft 😁
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  • Random Radom

    29. Juli in Polen ⋅ ⛅ 24 °C

    Eine weitere mittelgroße Stadt irgendwo in Polen. Radom. Das Stadtzentrum war eigentlich ganz nett. Drum herum sehr industriell…
    Zum Abendessen gab’s erst mal lecker Falafel-Dürüm, eine Abkühlung im See und ein alkoholfreies Bierchen. Dann nur noch ein paar hundert Meter in ein Wäldchen und die Hängematte aufgespannt… Gute Nacht 🌳🏕️✨💤Weiterlesen

  • Tag 5 Warschau

    30. Juli in Polen ⋅ ☀️ 32 °C

    Ich habe es in die Hauptstadt geschafft 💪🏼 knapp 700km liegen hinter mir. Gut über die Hälfte der gesamten Strecke 😁
    Warschau selbst wirkt sehr wuselig, touristisch, freundlich und weltoffen. Ein bisschen Sightseeing, ein deftiges Abendessen und dann ging es auch schon wieder raus. Weiter Richtung Narewsee im Norden.Weiterlesen

  • Zegrze-Stausee (Jezioro Zegrzyńskie)

    30. Juli in Polen ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Hängematte in Warschau aufspannen wäre schon irgendwie auch gegangen, aber wohl hätte ich mich da nicht gefühlt. Und am Ende wäre ich nachts von der Polizei verscheucht worden 😅
    Nördlich von Warschau gibt es einen großen Stausee, der Zegrze-Stausee, der sollte mein Ziel für heute werden. Genauer gesagt das Städtchen Serock. Der Stausee scheint ein sehr beliebtes Ausflugsziel zu sein. Überall Badestrände, Hotels, Promenaden, Wassersport… Ich habe trotzdem ein ruhiges Fleckchen direkt am Wasser gefunden 🌳🏕️🌳Weiterlesen

  • Tag 6 - Langsam wird’s hart…

    31. Juli in Polen ⋅ ⛅ 32 °C

    Mein heutiges Tagesziel ist der südliche Zipfel der Masuren. So langsam merke ich, dass es mir körperlich, ganz schön an die Substanz geht. 150 km jeden Tag sind echt nicht ohne. Kurz nach dem Start gibt es erst mal einen Kaffee bei McDonald’s und die nette Frau macht mir einfach, ohne zu fragen, Hafermilch rein, mitten in Polen… Damit hätte ich nie gerechnet. Danke.
    Den Rest des Tages hangle ich mich von Sklep zu Sklep. Wasser, alkoholfreies Radler, Eis, Obst… alles rein 😅
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  • Im Zeichen des Einhorn 🦄

    31. Juli in Polen ⋅ ☁️ 32 °C

    In Jednorożec (übersetzt Einhorn) steht einfach eine Einhornstatue auf einem Kreisverkehr. Sehr cool. Kurz angehalten, Foto gemacht und schmunzelnd weitergefahren. Das weiterfahren wird allerdings zunehmend anstrengender. Mein Körper meldet sich langsam und versucht mir zu erklären, dass ich eine ganz schöne Meise habe… mit Döner zum Mittag und Badepausen versuche ich mir den Weg irgendwie kürzer zu machen.

    Eine Problematik, die ich vorher nicht erwartet hätte sind freilaufende Hunde. Ich habe in Radreise Podcasts schon öfter davon gehört, dass diese in südlichen Ländern ein großes Problem sind und dass sich die Radreisenden Steine im Zugriff halten um diese im Ernstfall werfen zu können… so hart es klingt, aber eine bessere Idee ist mir bisher nicht eingefallen. Und das Herz rutscht wirklich unter die Hose, wenn dir aus dem Nichts ein bellender Hund hinterher rennt… Zweimal ist mir das passiert, ging zum Glück beide Male gut. Trotzdem habe ich mir jetzt ein paar Steine auf den Lenker gelegt, in der Hoffnung, diese nicht zu brauchen.
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  • Campingplatz mal anders

    31. Juli in Polen ⋅ ⛅ 24 °C

    Es scheint hier einige offene Campingplätze zu geben. Kein Zaun, keine Rezeption, nur ein paar Dixies, ein paar Mülltonnen und jede Menge Wohnwagen und Zelte. Spannendes Konzept. Scheint gut anzukommen, denn der Platz ist voll. Der erste war mir zu groß und zu überlaufen, also bin ich weiter gefahren an einen kleineren. Kaum angekommen, kam auch schon ein Mann auf mich zu und nahm mir 20 Zloty ab.
    Die Nacht stand die Regenwahrscheinlichkeit bei 50% also heute mal das Tarp gespannt. Das war auch dringend nötig, denn früh um fünf zog ein heftiges Gewitter über uns hinweg. Das war ganz schön aufregend. Tarp sei Dank ist aber alles trocken geblieben.
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  • Lola

    1. August in Polen ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem ich aufgestanden bin und meine Sachen gepackt habe, kam meine Campingplatz Nachbarin zu mir und fragte mich, ob ich denn nicht noch einen Kaffee trinken möchte, da sagte ich natürlich nicht nein. Sie heißt Magda und verbringt hier mit ihrem Vater Jazec den gesamten Sommer. Während das Wasser für den Kaffee kocht, meint sie, ich solle doch mal kurz mitkommen sie möchte mir etwas zeigen...
    Sie geht zu ihrem Wohnwagen und stellt mir Lola vor, eine kleine Spatzendame, die seit einem Jahr zu ihrer Familie gehört. Sie hat sie letztes Jahr hier an diesem Platz gefunden, nachdem sie aus dem Nest gefallen ist, und hat sie aufgepäppelt und großgezogen. Seitdem ist Magda wahrscheinlich die Mutter für Lola. Lola wohnt mit Magda zusammen im Wohnwagen und ist quasi ihr Haustier. Sie fliegt draußen herum und kommt immer wieder zurück und setzt sich auf ihre Schulter oder auf die von Jacec. Super Sweet ☺️ im Winter wohnt Lola mit in Warschau in der Wohnung, da fliegt sie allerdings nicht draußen herum, das wäre wohl zu gefährlich. Mein Highlight des Tages 🩶
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  • Tag 7 - Die letzten Reserven

    1. August in Polen ⋅ ☁️ 24 °C

    Mein Körper sagt mir ganz klar, dass ich jetzt an meine Grenzen komme. Aber genau da wollte ich ja auch hin 😅
    Los ging es schon die ersten Tage mit Blasen an den kleinen Zehen, aber das lässt sich mit Blasenpflastern gut klären.
    Dann meldete sich das rechte Knie, war aber erträglich. An Tag 5 kam dann die linke Achillessehne dazu, war aber auch noch erträglich. Über Tag 6 merkte ich dann die Lymphknoten im Hals und bekam einen Herpes… klassische Immunsystem, Reaktion… Knie und Achilles nicht zu vergessen.
    Nun war ich an Tag 7 mitten in den Masuren und freute mich auch auf die Strecke, brauchte aber eigentlich eine Pause. Ich habe meine Route ein klein wenig angepasst, so dass es heut nur 110 und nicht 150 km sind. Und liebäugelte mit einem Hotel für die nächste Nacht.
    Der Kaffee von Magda und die tolle Begegnung mit Lola haben mir dann Motivation für den Tag gegeben. In Pisz erst mal noch einen Kaffee und eine Waffel und auf geht’s. Heute alles etwas langsamer.
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  • Most Obrotowy Giżycko (Drehbrücke Lötzen)

    1. August in Polen ⋅ 🌧 22 °C

    Ein weiteres Highlight des Tages war die alte Drehbrücke in Lötzen (Giżycko). Nach einem sehr üppigen späten Mittag kam ich an die alte Brücke. Diese war gerade beiseite gedreht und es war offen für Schiffe. Es gibt einen festen Zeitplan, und ich musste noch etwa 20 Minuten warten. In der Zeit unterhielt ich mich mit einer Truppe junger Menschen, die mit zwei Einkaufswagen voll mit Getränken auch auf das drehen der Brücke warteten. Sie hatten einen Boot Trip vor sich und waren einkaufen.
    Pünktlich 18:30 startete der Brückenwärter das Schauspiel. Mit einer sehr großen Handkurbel drehte er die Brücke um 90° und richtete alles wieder so ein, dass Autos, Radfahrer und Fußgänger passieren konnten. Das scheint hier eine Art Touristen Highlight zu sein, denn neben mir schauten noch etwa 100 weitere zu.
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  • Hotel Wanda in Kętrzyn

    1. August in Polen ⋅ 🌧 19 °C

    So langsam muss ich mal auf meinen Körper hören. Und der Ort heißt nicht ohne Grund Rastenburg (Kętrzyn), da kann ich auch mal eine Rast machen 😅
    Ich habe mich spontan dazu entschieden, mir ein Hotelzimmer zu buchen. Nach sechs Nächten Hängematte ist das einfach mal dran.
    Links die Achillessehne, rechts das Knie…Getrieben von der Vorfreude auf eine warme Dusche und ein richtiges Bett radelte ich die letzten Kilometer durch die Masuren.
    Als hätte das alles nicht auch schon gereicht, blieb mir heut auch der Regen nicht erspart. Auf meinem Weg lag auch die Wolfsschanze, die ich mir gerne angeschaut hätte aber als ich ankam, war gerade Feierabend und es regnet in Strömen… Vielleicht ein andermal.
    Am Ende ziemlich nass, aber ich kam gut erhalten an. Gute Nacht 💤
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