• Bagan, am Irrawaddy & Abends

    31 ottobre 2019, Myanmar ⋅ ☁️ 36 °C

    Nach einem Päuschen im Hotel hatten wir eigentlich keine größeren Böcke mehr, uns nochmal aufzuraffen, aber - was solls - der Sonnenuntergang in Bagan will ja angesehen sein.

    Da die Pagoden alle nicht mehr erklettert werden dürfen, hat man inzwischen einen Turm gebut, um den Menschen die Aussicht nach Entrichten eines geringfügigen Obolus von 5 Dollar / 15000 Kyatt pro Person zu ermöglichen. Ist ja nett gedacht.
    Der Turm ist tatsächlich groß genug, verfügt jedoch nur über 2 klitzekleine Fahrstuhlkabinen a 11 Personen und zur obersten Aussichtsetage im Freien führt eine europäischen mittelalterlichen Kirchtürmen vergleichbare enge Wendeltreppe. Großes Kino.
    Denn - hier waren sie plötzilch ALLE - all die chinesischen Touristen, die sich tagsüber so rar gemacht hatten... was für ein Geschiebe und Gedränge. Konnten wir uns Anfangs noch frei rings um die Balustrade bewegen, ging dort nach 10 Minuten kein Apfel mehr zur Erde.

    Da die Pagoden im Dunst verschwammen und die Sicht zwar nett, aber nicht überwältigend war, erfreute ich mich schließlich daran, den ungehobelten, drängelnden Pulk voller Handys zu beobachten. Da geht man auf einen Turm, um den Sonnenuntergang zu sehen, stellt sich vorne an die Balustrade und spannt umgehend einen Schirm auf, weil die Sonne ja blendet. Unglaublich!

    Wir zogen uns jedenfalls genervt etwas zurück, es gab sogar ne Bar hier oben, und beim Bier kamen wir mit zwei anderen Deutschen in's Gespräch.
    Weltenbummler, seit einem Jahr unterwegs, von Russland quer durch Asien / Mongolei / China über Thl. / Laos und jetzt Myanmar. Am Ende haben wir dort die ganze Zeit verquasselt und uns am Fuß des Turms (nachdem die endlose Schlage von Chinesen irgendwann wieder verschwunden war) noch weiter nett unterhalten.
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