• Adelianos Kampos, Kreta

    May 14 in Greece ⋅ 🌙 19 °C

    Grade zwei Wochen sind vergangen seit wir zuletzt am Flughafen Frankfurt waren - und heute, Himmelfahrts-Feiertag, Donnerstag, der 14.Mai - sind wir schon wieder unterwegs. Knallgelb leuchten blühende Rapsfelder auf dem Weg durch die Rhön, die Fahrt geht zügig. Und während zu Hause, nachdem uns in den vergangenen Wochen der Frühling schon so verwöhnt hatte mit Wärme und Farbenpracht, seit ein paar Tagen ein Wetterumschwung mit viel kaltem Regen und Temperaturen nur kurz über dem Gefrierpunkt herrscht, sind wir auf dem Weg in's Mittelmeer. Unser Ziel ist Griechenlands größte Insel - Kreta.

    Allzu viel habe ich nicht vorbereitet für diesen Urlaub, wir werden uns einfach mal überraschen lassen. An meinen ersten und letzten Besuch auf dieser Insel, im Jahr 2003, habe ich nicht allzu viele Erinnerungen. Damals waren wir ein Trüppchen, wohnten in einem größeren Hotel irgendwo in der Nähe von Chersonissos. Es war Ende Oktober und damals Kreta im Saison-End-Modus.
    Jetzt haben wir uns eine hübsche Ferienwohnung an der Nordküste gebucht, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt Rethymno, in einem Gebiet, wo es viele Hotels gibt, jede Menge kleine Lädchen für den allgemeinen und besonderen Touristenbedarf, etliche Restaurants. Wir werden also sehn, was geht. Erstmal aber müssen wir ankommen.

    Der ursprünglich mit Aegaen-Airlines gebuchte Flug wurde irgendwann gecanceld, so daß ich zu Stefans allergrößtem Mißvergnügen auf Condor umswitschen musste. Zwar war der Flug sogar günstiger und auch Nonstop - aber an Condor erinnern wir uns nicht so gerne. Unsere letzte Reise mit diesem "Ferienflieger" war Cran Canaria - und damals kamen 150 von 300 Gepäckstücken nicht an.... Nun, zweite Chance.
    Jedenfalls war der Start pünktlich, 14:35 Uhr, Flugzeit knapp unter 3 Stunden bis Heraklion. Aber was für eine Sardinenbüchse. Wer jemals über Lufthansa meckert, ist wohl noch nicht Condor geflogen. Eng und unbequem ist geschmeichelt, dazu - Ferienflieger halt - proppenvoll mit Familien mit Klein- und Kleinstkindern, entsprechender Geräuschpegel inclusive. Kaum hört ein Kind auf zu plärren, fängt das nächste an.
    Man übersteht es, natürlich.

    Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt, so ist es 18:40 Uhr, als wir ankommen. Direkt nach der Landung bekommen wir schon einen Anruf von der Mietwagenfirma - wir sollen Bescheid geben, wann wir das Flughafengebäude verlassen, werden direkt erwartet.
    Der junge Mann spurtet mit uns im Schlepptau zügig über das ziemlich unübersichtliche Flughafenvorgelände, ein riesiger Parkplatz, chaotisch ist der Vorname, hier versammeln sich viele kleine Mietwagenfirmen. Dafür aber ist der Service erstklassig, und in kürzester Zeit sitzen wir in einem kleinen weißen Dacia und versuchen, uns erstmal zu orientieren.

    Bis zu unserem Ziel, der Feriensiedlung Namens "Adelianos Campos", liegen 75 km vor uns. Zuerst allerdings biegen wir beim nächsten Lidl-Supermarkt am Weg ab, Getränke bunkern und erste Bevorratung für's Frühstück. Als wir den Laden verlassen, bricht langsam die Dämmerung herein, von nun an folgen wir im zunehmenden Dunkel immer der kurvigen Küstenstraße (eine Autobahn gibt es nicht) nach Westen. Rechts das Meer, während uns auf der gesamten Strecke linkerhand wirklich imposante Bergketten begleiten. Wie erwähnt, eine rechte Erinnerung an die Insel habe ich nicht, mir war zwar klar, es gibt Bergland, aber so küstennah und mächtig ist es dann doch überraschend.

    Der Weg zur Ferienwohnung ist auch vollkommen unkompliziert, einmal rechts von der Küstenstraße abgebogen und schon sind wir am Ziel. Ein ganz neues Haus mit 3 Wohnungen, unsere ist die mittlere. Und - wow. Also ehrlich - diese Wohnung ist perfekt. Modern und klar eingerichtet, riesengroß - 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, großer Wohn- und Aufenthaltsraum mit einer Küchenzeile und einer riesigen Terrasse über 2 Seiten. Ein Traum. Einziger Wermutstropfen - man hört natürlich die Straße direkt davor recht deutlich, sogar von der eine Etage höher gelegenen Küstenstraße weht noch Lärm her. Das stört tatsächlich etwas, aber wenigstens die Zimmer sind gut gedämmt.
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