• Södra Råda timmerkyrka Södra Råda gamla kyrkplats

    May 30 in Sweden ⋅ ☁️ 17 °C

    Herrlich ruhiger Ort, abseits der Touristenströme.

    Man darf hier 24 Stunden offiziell mit dem Wohnmobil stehen.

    Über eine kleine Spende für die Kirche freut man sich, denn die Geschichte der Kirche ist unfassbar traurig.

    Södra Råda timmerkyrka (Södra Råda gamla kyrka) ist eine Rekonstruktion einer einzigartigen mittelalterlichen Holzkirche in der Gemeinde Gullspång, Västra Götaland, Schweden (nordöstlich von Gullspång, auf der Landzunge zwischen Vänern und Skagern).GeschichteDie ursprüngliche Kirche wurde Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet (das Holz wurde etwa 1302–1309 gefällt, die Kirche war spätestens 1323 fertiggestellt). Sie galt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Holzkirchen Schwedens mit einem Ständerwerk aus Kiefer und äußerer Schindelverkleidung. Sie bestand aus einem kurzen und breiten Langhaus, einem schmalen Chor mit Sakristei und später einem Vorraum (Waffenhus).Die Kirche war besonders berühmt für ihre mittelalterlichen Kalkmalereien, die Wände und Decken vom Boden bis zur Decke bedeckten:Die ältesten Malereien im Chor stammten von 1323 (unbekannter Maler, kontinentaler Stil mit gemalter Architektur).
    Die Malereien im Langhaus von 1494 (signiert von Meister Amund), darunter Darstellungen des Leidens Christi, der Todsünden und des Fegefeuers.

    Sie zählte zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Nordeuropas; es gab sogar Pläne, sie für das UNESCO-Welterbe vorzuschlagen. Ein timmergezimmerter, rot gestrichener Kirchenzaun umgab den Friedhof.Der Brand 2001In der Nacht zum 12. November 2001 brannte die originale Kirche durch Brandstiftung bis auf die Grundmauern nieder. Die gesamte Holzkonstruktion, die Malereien und das Handwerk gingen verloren. Eine Person bekannte sich später zur Brandstiftung.Die RekonstruktionNach dem Brand startete das Södra Råda-Projekt des schwedischen Reichsantikvarieamts (Riksantikvarieämbetet), um die Kirche zu dokumentieren, zu erforschen und mit mittelalterlichen Methoden und Handwerkstechniken wiederaufzubauen. Die Rekonstruktion begann um 2007 und wurde etappenweise fertiggestellt (größter Teil um 2022 abgeschlossen). Sie basiert auf Dendrochronologie, archäologischen Ausgrabungen (die auch Spuren einer noch älteren Stabkirche ergaben) und detaillierter Dokumentation.Heute steht eine beeindruckende Rekonstruktion am Originalstandort und dient als lebendiges Zentrum für Handwerk, Baudenkmalpflege und Geschichte. Besucher können laufende Arbeiten beobachten, mittelalterliche Techniken kennenlernen und die 700-jährige Geschichte des Ortes erleben
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